Hanno Depner Kant für die Hand -

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Inhaltsangabe zu „Kant für die Hand -“ von Hanno Depner

Philosophie in 3D: Kants »Kritik der reinen Vernunft« zum Basteln und Begreifen
Kants »Kritik der reinen Vernunft« ist ein Meisterwerk der Philosophie, seit Erscheinen 1781 auf den Lektürelisten von Generationen von Gebildeten. Und leider auf Anhieb kaum zu verstehen. Deshalb empfiehlt es sich, zuerst eine Einführung zu lesen. Oder sich selbst eine zu basteln. Der Bausatz »Kant für die Hand« des Philosophen Hanno Depner ermöglicht einen überraschenden und einzigartigen Zugang zu einem Hauptwerk der Geistesgeschichte.
800 Seiten, altmodische Sprache, kaum erläuternde Beispiele. Die »Kritik der reinen Vernunft« steht vor jedem Liebhaber der Philosophie wie ein unbesteigbarer Berg. Und doch: Sie ist ein zentrales Werk der Geistesgeschichte, das keiner ignorieren kann, der menschliches Denken und Erkennen verstehen will: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? »Kant für die Hand« ist die verständlichste, weil spielerischste Einführung, die je für Kant ausgedacht wurde. Hier werden nicht nur Hintergründe, Begriffe und Argumente erklärt. Beim Zusammenbauen der beigefügten Bastelbögen zum »Kant-Würfel« lässt sich Kants Untersuchung der Vernunft Schritt für Schritt nachvollziehen. Man braucht nur Klebstoff und – wie übrigens immer für Philosophie – Zeit. In 3 Stunden Bastelzeit wird Erkenntnis zum Abenteuer und ein Buch auf ganz neue Weise zur besten aller möglichen Beschäftigungen.

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  • Rezension zu "Kant für die Hand -" von Hanno Depner

    Kant für die Hand -

    Eselsohren-Werner

    14. March 2012 um 21:33

    Ich kenne nur zwei Reaktionen auf dieses Buch: Begeisterung und Unverständnis. Ich gehöre zu den Begeisterten. Denn ich habe mich bisher gescheut, gewissermaßen in die Nähe von Immanuel Kant zu kommen. Sicher habe ich in der Schule von transzendentaler Logik, synthetischen Urteilen a priori und von Phänomena und Noumena gehört, wahrscheinlich wurde mir das als etwas präsentiert, das ich niemals auch nur annähernd verstehen könnte. Vielleicht sollte man Depners Buch ab sofort im Unterricht verwenden. Ich zumindest habe innerhalb von sechs Stunden in etwa begriffen, warum Kant die Vernunft „kritisiert“ hat (mit „Kritik“ ist eine kritische Untersuchung gemeint) und was dabei herausgekommen ist. „Kant für die Hand“ besteht aus einem leicht verständlichen theoretischen Teil – und einem Bastelbogen. Ja! Mit diesem Buch kann man sich einen Würfel basteln, der die „Kritik der reinen Vernunft“ veranschaulicht. Beides hat mich fasziniert: Zum einen endlich über ein grundlegendes Werk grundsätzlich Bescheid zu wissen (bis heute unterscheidet man, so Depner, „mit ,vorkantianisch‘ und ,nachkantianisch‘ zwei geistesgeschichtliche Epochen“), zum anderen der aberwitzige Versuch, Philosophie mittels Bastelarbeit begreifbar zu machen. Depner „übersetzt“ die Fachbegriffe und Wörter, deren Bedeutung vom alltäglichen Sprachgebrauch abweicht, und gibt erläuternde Beispiele (worauf Kant in seinem über 850 Seiten langen Buch verzichtet hat). Man bekommt so eine jeweils kurze Einführung in die transzendentaler Ästhetik, Analytik, Dialektik und so weiter und eine – für Ungeübte – schwierig zu bewerkstelligende Aufgabe für Hirn und Feinmotorik. Und jetzt bilde ich mir nicht nur ein, endlich auch persönlich in die nachkantianische Epoche eingetreten zu sein, – ich habe sogar den Würfel ziemlich gut hinbekommen. Und ich hatte dabei viel Spaß.

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  • Rezension zu "Kant für die Hand -" von Hanno Depner

    Kant für die Hand -

    michael_lehmann-pape

    30. March 2011 um 13:55

    Wesentliches Be-Greifen „Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Dieser Kernsatz kennzeichnet die Lebensleistung des Immanuel Kant, Philosoph der Aufklärung, Wendepunkt der Philosophiegeschichte, bis heute das „moderne“ Denken beeinflussend, die Ratio zum Maßstab menschlicher Urteilsfindung setzend. Zu erweitern wäre dieser Satz nun um den Zusatz „...und den Mut zu Fingerfertigkeit und Kleber“. Ein ungewohntes, in der Umsetzung aber faszinierendes „Werkstück“ ist es, das Hanno Depner mit seinem schmalen Buch bietet. Einerseits auf gerade einmal gut 40 Seiten Text legt er die Grundzüge Kantscher Philosophie dar. Sauber strukturiert, mit bestem Druckbild für den besten Überblick (und Durchblick) versehen, gelingt es ihm so, die „Kritik der reinen Vernunft“ komprimiert und kompensiert, nicht aber unlesbar, sondern äußerst verständlich zu erläutern. Gerade seine Einlassungen zu transzendentalen Analytik und der konzentrierte Teil zu Kants Methodenlehre erschließen sich in dieser überblickhaften Form in bester Weise und bringen das Kantsche „Ding“ durchaus zum rollen (jene unbekannt bleibende Kraft, die den Erkenntnisprozess anstößt und auslöst). Im zweiten Teil des Buches sind dann Kleber und ein wenig Muße gefragt, Einer Schere bedarf es nicht, alle Teile der zu erstellenden Würfel, Textkörper, sogar ein aufwendiges und mit „Innenleben“ ausgestatteter Kubus gehört dazu, sind vorgestanzt und können simpel und einfach dem Buch entnommen werden. Heraus kommt ein dreidimensionales Objekt, in Teilen mit inne liegenden kleinen Schubladen oder nach außen aufklappbaren Elementen, die von allen Seiten her einen klaren Zugang zur Dynamik und Konstruktion Kantscher Philosophie und Methodenlehre ermöglichen. Hier geht es nicht nur um ein „Be-greifen“ an sich, sondern auch um eine durchdachte und dem Denkgebäude Kants angemessener Ordnung der zu erstellenden Objekte. Auf dem Titel des Buches wird die Lese- und die Bastelzeit mit je drei Stunden angegeben. Zeiten, die natürlich ob der geringen Textdichte und der vorgefertigten Module leicht bei weitem unterschritten werden könnten, es aber nicht tun sollten! Wer sich dem Buch mit Muße nähert, gründlich liest, sacken lässt und in ebensolcher Ruhe die einzelnen Objekte zusammen baut, erst dem wird sich ein Verständnis der Philosophie der „Kritik der reinen Vernunft“ erschließen. Trotz des geringen Umfanges ist dies kein Buch, dass rasch gelesen und dann zur Seite gelegt werden kann, aber ein Buch, mit dem wesentliche Grundzüge des gedanklichen Fundaments unserer modernen Welt tatsächlich einleuchtend erläutert und damit begriffen werden können. Getreu der Erkenntnis Kants, dass erst aus einer Vielzahl von Sinneseindrücken und kritischer Prüfung derselben Aussagen entstehen können, deren Koordination sodann wissenschaftliches Arbeiten erst ermöglichen und in Gang setzen. Ein hoch interessanter, anderer Zugang zur maßgebenden denkerischen Grundlage der modernen Welt, der wunderbar gelungen ist.

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