Hanns-Josef Ortheil

 4.1 Sterne bei 655 Bewertungen
Autor von Die Erfindung des Lebens, Die große Liebe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hanns-Josef Ortheil

Moderne Klassiker: Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er absolvierte eine pianistische Ausbildung und studierte u.a. Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie in Mainz, Göttingen, Paris und Rom. 1976 promovierte er an der Universität in Mainz, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt war. Nach verschiedenen Anstellungen an deutschen Universitäten leitete er den Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 2009 wurde er außerdem zum Direktor des neu gegründeten Instituts für Literarisches Schreiben in Hildesheim. Ortheil gehört zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart und sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter Anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis des ZDF, mit dem Brandenburgischen Literaturpreis und mit dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Neue Bücher

Italienische Momente

 (1)
Neu erschienen am 13.07.2020 als Taschenbuch bei btb.

In meinen Gärten und Wäldern

Erscheint am 01.10.2020 als Hardcover bei Dieterich'sche Verlagsbuchh. Mainz.

Wie ich Klavierspielen lernte

 (2)
Erscheint am 12.10.2020 als Taschenbuch bei Insel Verlag.

Der von den Löwen träumte

 (5)
Erscheint am 09.11.2020 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Hanns-Josef Ortheil

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Buchformat:
Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442739783)

Die Erfindung des Lebens

 (135)
Erschienen am 11.04.2011
Cover des Buches Die große Liebe (ISBN: 9783442739646)

Die große Liebe

 (73)
Erschienen am 06.04.2009
Cover des Buches Die Berlinreise (ISBN: 9783442749973)

Die Berlinreise

 (35)
Erschienen am 09.11.2015
Cover des Buches Das Kind, das nicht fragte (ISBN: 9783442739813)

Das Kind, das nicht fragte

 (42)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Liebesnähe (ISBN: 9783442748969)

Liebesnähe

 (34)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Das Verlangen nach Liebe (ISBN: 9783442738434)

Das Verlangen nach Liebe

 (33)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Die Moselreise (ISBN: 9783442744176)

Die Moselreise

 (27)
Erschienen am 09.05.2012
Cover des Buches Die geheimen Stunden der Nacht (ISBN: 9783442736393)

Die geheimen Stunden der Nacht

 (27)
Erschienen am 06.08.2007

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Hanns-Josef Ortheil

Neu
J

Rezension zu "Die Mittelmeerreise" von Hanns-Josef Ortheil

Ein großartiger Autor
ja_de_21vor 21 Tagen

https://buch-traum.jimdofree.com/2020/07/20/die-mittelmeerreise/ 

Vor sechs Tagen habe ich das Buch beendet, und seitdem schiebe ich die Rezension vor mir her. Nicht weil mir das Buch nicht gefallen hätte, auf keinen Fall. Aber der Autor hat es mir etwas schwer gemacht in diesem Fall. Hanns-Josef Ortheil ist Professor für kreatives Schreiben und Kulturjournalismus. Seine Kariere als Pianist musste er relativ schnell abbrechen, mehrere Sehnenscheidenentzündungen haben das Spielen unmöglich gemacht. Er schreibt seitdem er ein Kind ist, beruflich auch in die Richtung zu gehen war deshalb nur sinnvoll. Also ist er Autor geworden und mit dem ersten Buch, das ich von ihm gelesen habe, hat er sich einen festen Platz unter meinen Top Ten Autoren gesichert. 

Meine Begeisterung war also groß, als ich ein Buch von ihm im Bloggerportal von Random House gesehen habe, dann habe ich mich direkt an die Arbeit gemacht und noch weitere gesucht. Insgesamt habe ich drei gefunden, angefragt und auch alle drei bekommen. Schon für Die Mittelmeerreise habe ich allerdings 10 Tage gebraucht. So schnell ich sonst durch die Seiten fliege, ein Buch an einem Tag ist kein Problem, so lange habe ich hier für jeden Satz gebraucht. Mit 636 Seiten ist das Buch auch ziemlich lang, aber eher der Schreibstil ist die Herausforderung. Bei Seite 219 war ich vollkommen überzeugt. Ich habe in meinem Book Journal geschrieben, "genauso gut wie immer"  und das heißt bei diesem Autor schon einiges. Besonders der Erzählstil hat mich beeindruckt, ein älterer Mann erzählt von einer Reise und zwar aus der Sicht eines 15 jährigen. Und das ist auch noch realistisch. An sich sollte diese Leistung schon einen Preis bekommen, so wenige Autoren schaffen das. 

Die Reise des Jungen und seinem Vater führt von Köln auf ein Schiff, dass über Griechenland zur Türkei fährt. Dabei passiert einiges und manchmal auch gar nichts. Die Reise dauert nicht mal einen Monat, jeder Tag hat also durchschnittlich 2 1/2 Seiten. Und jeder Tag wird auch ausführlich beschrieben. Mir war im Vorfeld bewusst, dass Johannes ein besonderer Junge ist. Er beobachtet viel, das andere nicht wahrnehmen. Das macht die Bücher so faszinierend. Aber irgendwann zwischen den einzelnen Stationen von Griechenland ist es mir zuviel geworden. Ich wusste, dass es noch weiter in die Türkei geht und in Griechenland ist auch wirklich das wichtigste passiert. Aber je weiter es auf das Ende zu ging, desto schneller wollte ich endlich fertig werden. Ob es an mir lag, das die lange Lesezeit einfach ungewohnt war, oder wirklich am Buch, das kann ich nicht mehr sagen. 

 

Mein Fazit: Ein tolles, wenn auch sehr sehr ausführliches Buch von einem großartigen Autor. 

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Rezension zu "Italienische Momente" von Hanns-Josef Ortheil

Intellektueller Genuss
Tiziana_Olbrichvor 24 Tagen

 Ein weiteres Meisterwerk, dass ich an einem Wochenende verschlungen habe.

Ich selbst kam vor Jahren in den Genuss Ortheil für einige Semester als Dozenten zu haben und wer diesen Mann schon einmal getroffen hat, wird mir nur zustimmen können: er ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit. Seine Texte sind stets besonders, seine Schreibweise so einzigartig und man spürt die Kreativität aus den Texten sprießen. Seinem neuesten Roman widmet er wieder seiner großen Italien-Liebe. Der Schreibstil ist wie immer poetisch, anregend und sehr inspirierend. Am liebsten würde man so gleich seine Tasche packen und auch nach Italien reisen. Den italienischen Flair hat Herr Ortheil hier auf jeden Fall perfekt eingefangen und die Landschaften sowie kulturellen Güter liebevoll beschrieben. Klasse Buch, dass ich auf jeden Fall empfehlen kann. Werde ich bestimmt zu Weihnachten an den einen oder anderen Liebsten schenken 😊

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Rezension zu "Der von den Löwen träumte" von Hanns-Josef Ortheil

Der alte Mann und Ortheil - großartig!
Sigismundvor 7 Monaten

REZENSION – Es gibt nur wenige deutsche Schriftsteller unserer Zeit, die wie Hanns-Josef Ortheil gleichzeitig und mit dauerhaftem Erfolg in unterschiedlichsten literarischen Genres heimisch sind. Ob autobiografische oder historische Romane, ob Essays oder Sachliteratur, immer wieder versteht es der 68-jährige Autor aufs Neue, mit seinem aktuellen Buch die Bestsellerliste zu erobern. Gerade waren im Mai 2019 seine Kindheits- und Jugenderinnerungen „Wie ich Klavier spielen lernte“ erschienen, folgte nur ein halbes Jahr später die Romanbiografie „Der von den Löwen träumte“, eine liebevolle Hommage an den amerikanischen Nobelpreisträger Ernest Hemingway (1899-1961).

Ortheil beschreibt darin den mehrmonatigen Aufenthalt des Schriftstellers in Venedig im Jahr 1948. Der bald 50-Jährige steckt in einer Lebenskrise, leidet unter starken Depressionen und einer mehrjährigen Schreibblockade. Seit „Wem die Stunde schlägt“ (1940) ist ihm kein Roman mehr gelungen, weshalb der Ortswechsel auf Anregung seiner vierten Ehefrau Mary neuen Schwung geben soll. Anfangs genießt Hemingway die Ruhe und Einsamkeit eines Landhauses in der Lagune und die täglichen Bootsfahrten mit dem Fischersohn Paolo. Doch unerwartet erwacht im „alten Mann“ die Liebe zu der erst 18-jährigen Venezianerin Adriana Ivancich. Mit ihr amüsiert sich der nun wieder lebenshungrige Genussmensch wochenlang auf Ausflügen und in Tavernen, wie es uns Ortheil hautnah miterleben lässt. Hemingway lebt seinen neuen Roman; er selbst und Adriana sind die wahren Figuren des Buches „Über den Fluss und in die Wälder“ (1950).

Nicht nur Ehefrau Mary missfällt diese venezianische Liaison Hemingways, auch der junge Fischer Paolo kritisiert während einer ihrer Bootsfahrten den 30 Jahre älteren Amerikaner für dessen unkonventionelles Verhalten: „Ein Mann Deines Alters und die Liebe zu einer erheblich jüngeren Frau! Ich hätte es besser gefunden, wenn Dein Colonel allein geblieben wäre. …. Er sollte auf Fischfang gehen.“ Hemingway findet Gefallen an dieser anderen Romanidee: „An unseren gemeinsamen Roman denke ich jeden Tag. Ich hebe ihn mir wie versprochen für mein nächstes Buch auf“, schreibt er später aus Cuba an seinen jungen Freund. Schon 1952 erscheint die Novelle „Der alte Mann und das Meer“ als sein letztes Buch zu Lebzeiten, das maßgeblich zur Verleihung des Literaturnobelpreises (1954) beitrug.

Immer wieder spürt man im Buch die Sympathie Ortheils für Hemingway, kann sogar eine ähnliche Arbeitsweise erkennen: Wie wir es von Ortheil wissen, ist auch der Amerikaner ein genauer Beobachter und notiert sich während seiner Streifzüge durch Venedig scheinbar Unwichtiges, das später als Materialsammlung für den geplanten Roman dienen könnte. Ortheil gelingt es meisterhaft, nachweisbare Fakten und reale Personen mit Fiktivem zu einer lebendigen Geschichte zu vermengen. Am Ende ist man überzeugt, genau so müsse es gewesen sein. Man leidet mit Hemingway und gleichermaßen empört man sich über sein Verhalten. Man lernt diesen großartigen Schriftsteller, diesen „alten Mann“, besser zu verstehen und vielleicht seine Werke neu zu entdecken. „Der von den Löwen träumte“ ist deshalb ein Buch für alle Freunde Hemingways, ohnehin Pflichtlektüre für Ortheil-Fans, aber nicht zuletzt auch - der Ortheil'schen Sprachkunst wegen - wieder eine wundervolle Romanbiografie für die Liebhaber belletristischer, also wirklich „schöner Literatur“.

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Hanns-Josef Ortheil wurde am 05. November 1951 in Köln (Deutschland) geboren.

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