Hanns-Josef Ortheil

 4,1 Sterne bei 751 Bewertungen
Autor von Die Erfindung des Lebens, Die große Liebe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hanns-Josef Ortheil

Moderne Klassiker: Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er absolvierte eine pianistische Ausbildung und studierte u.a. Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie in Mainz, Göttingen, Paris und Rom. 1976 promovierte er an der Universität in Mainz, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt war. Nach verschiedenen Anstellungen an deutschen Universitäten leitete er den Studiengang Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 2009 wurde er außerdem zum Direktor des neu gegründeten Instituts für Literarisches Schreiben in Hildesheim. Ortheil gehört zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart und sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter Anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis des ZDF, mit dem Brandenburgischen Literaturpreis und mit dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Neue Bücher

Cover des Buches OMBRA (ISBN: 9783442772698)

OMBRA

 (10)
Neu erschienen am 09.11.2022 als Taschenbuch bei btb.
Cover des Buches Charaktere in meiner Nähe (ISBN: 9783150114216)

Charaktere in meiner Nähe

Neu erschienen am 11.10.2022 als Gebundenes Buch bei Reclam, Philipp.

Alle Bücher von Hanns-Josef Ortheil

Cover des Buches Die Erfindung des Lebens (ISBN: 9783442746354)

Die Erfindung des Lebens

 (143)
Erschienen am 12.08.2013
Cover des Buches Die große Liebe (ISBN: 9783641108670)

Die große Liebe

 (77)
Erschienen am 28.02.2013
Cover des Buches Das Kind, das nicht fragte (ISBN: 9783442739813)

Das Kind, das nicht fragte

 (47)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Die Berlinreise (ISBN: 9783442749973)

Die Berlinreise

 (39)
Erschienen am 09.11.2015
Cover des Buches Liebesnähe (ISBN: 9783442748969)

Liebesnähe

 (38)
Erschienen am 09.02.2015
Cover des Buches Das Verlangen nach Liebe (ISBN: 9783641108649)

Das Verlangen nach Liebe

 (35)
Erschienen am 28.02.2013
Cover des Buches Die Moselreise (ISBN: 9783442744176)

Die Moselreise

 (32)
Erschienen am 09.05.2012
Cover des Buches Die geheimen Stunden der Nacht (ISBN: 9783641111861)

Die geheimen Stunden der Nacht

 (27)
Erschienen am 29.03.2013

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Hanns-Josef Ortheil

Cover des Buches Schreiben unter Strom (ISBN: 9783411903252)
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Rezension zu "Schreiben unter Strom" von Stephan Porombka

Schreibimpulse
CarolinHafenvor 2 Monaten

„Schreiben unter Strom“ habe ich vor zehn Jahren schon mal gelesen, jetzt wollte ich eigentlich nur kurz rein schmöckern, und hab es dann fast versehentlich, an zwei Abenden komplett gelesen. Der Ton ist ein bisschen schulmeisterlich und die Beschreibungen wie man einen Tweet bei Twitter absetzt muten heute putzig an. Aber es liest sich flott, die Möglichkeiten im Internet zu veröffentlichen sind heute ja noch umfangreicher, noch einfacher als vor zehn Jahren. Von den Schreibaufgaben habe ich vier ausprobiert, diese dienen aber eher dazu meine Ideen zu bündeln und eine Übersicht in meine Möglichkeiten zu bekommen. Die Ergebnisse dieser Aufgaben landen vermutlich nicht im Netz. Aber wenn ein Buch, obwohl es zehn Jahre alt ist, mir noch mal mehrere Impulse schenkt, dann kann ich es auch noch mal empfehlen.

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Cover des Buches Schreiben dicht am Leben (ISBN: 9783411903238)
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Rezension zu "Schreiben dicht am Leben" von Hanns-Josef Ortheil

Was man alles machen kann. Toll.
CarolinHafenvor 2 Monaten

Aus dieser Schreibratgeber-Reihe gefällt mir „Schreiben dicht am Leben“ bisher am besten, das spricht mich am meisten an. 19 verschiedene Übungen laden zum Schreiben ein und dieses Mal gefallen mir durchweg auch alle Impulse. Das ist nicht oft so. Üblicherweise picke ich mir ein paar Aufgaben heraus und lasse alles andere links liegen. Jede Übung greift einen Aspekt auf, wie man die Welt betrachten und in Worte fassen könnte. Das geht über den üblichen Tipp „Setze dich in die Fußgängerzone und beobachte Leute“ hinaus. Diese Schreibanregung ist ja nicht neu und findet sich in vielen Ratgebern. 

Wie schon in den anderen Büchern der Reihe sind alle Schreibanregungen mit Text-Beispielen untermalt, meine Wunschliste ist schon wieder um 4 weitere Bücher angewachsen, weil mir die Beispiele so gut gefallen haben. Ich habe gestaunt und gedacht: „Was man alles machen kann. Toll.“ Wenn ich also mit meinem Notizbuch in der Fußgängerzone sitze, kann ich alles ganz minimalistisch einfangen, Dialoge mithören, überspitzt darstellen oder ganz anders, den Blick nach innen richten: „Wie geht es mir hier eigentlich?“ 

Es hindert mich ja keiner daran, mir ein paar Anregungen auszuwählen und miteinander zu vermischen. Ich finde es aber gut, dass hier im Buch die Übungen getrennt voneinander dargestellt sind mit dem Augenmerk auf einer einzige Sache. Ich würde es als „Sehen lernen“ zusammen fassen. Es geht ums beobachten, erfassen und komprimieren: Das Gesehene/Gefühlte in Worte zu fassen. Und da gibt es wirklich sehr viele Möglichkeiten. Ich habe herzlich gerne alles ausprobiert und damit gespielt und auch noch ein paar neue Dinge für mich mitgenommen. Dieser Ratgeber ist, meiner Meinung nach fürs kreative Schreiben, also für SchriftstellerInnen geeignet, Anfänger wie Fortgeschrittene, aber genauso fürs Tagebuchschreiben, für den ganz persönlichen, eigenen Gebrauch. Eine Universalanleitung, quasi. 

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Cover des Buches Schreiben über mich selbst (ISBN: 9783411909117)
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Rezension zu "Schreiben über mich selbst" von Hanns-Josef Ortheil

Na ja.
CarolinHafenvor 2 Monaten

Während des Lesens hatte ich mir vorgenommen, einen Verriss zu schreiben. Inzwischen bin ich durch, habe alles ein bisschen sacken lassen und staune jetzt, wie viele Passagen ich unterstrichen und angemerkt habe. Ja, ich bin so ein schrecklicher Mensch: Ich schreibe, zumindest mit Bleistift in Bücher hinein. Ich unterstreiche Stellen, die mir gut gefallen. Tagebücher anderer Leute finde ich offensichtlich spannend, hier waren schöne Formulierungen drin. Ich hab keine Ahnung, wer John Cheever ist. Aber er hat das in sein Tagebuch geschrieben: 


Mich versöhnlich und mitfühlend der entsetzlichen Einzigartigkeit meiner selbst stellen.

John Cheever


Und jetzt will ich seine Tagebücher lesen. Jedenfalls. Ich habe also doch ein paar Dinge mitgenommen: Zitate, die mir gut gefielen, Anregungen zum Nachdenken, und Literaturtipps in andere Richtungen. Ich bewerte „Schreiben über mich selbst“ trotzdem nur mäßig, weil mich zwei Dinge stören an dem Schreibratgeber.

  1. Die Partneraufgaben. Vier oder fünf Übungen erfordern einen Interview-Partner, der einem Fragen stellt und die Aufgaben mitgestaltet. Es geht ja um das Schreiben über mich selbst, ich verstehe das als inneren Dialog. Dass ich mich dafür erst jemandem offenbaren muss, dass ein Tagebuch nicht ausreicht, nervt mich. Das Szenario, dass ich eine Freundin bitte, mir diese Fragen zu stellen, sehe ich einfach nicht. Schreiben über mich selbst impliziert auch ein gewisses Schreiben für mich selbst. Da brauche ich niemanden extra. Ich bin mir da genug. Diese Schreibaufgaben habe ich alle ausgelassen, das interessiert mich nicht.


  1. Die Übungen beziehen sich nahezu alle auf die Kindheit. Es gibt ganz am Schluss noch eine Aufgabe, die sich an Großeltern richtet, die Texte für ihre Enkel verfassen wollen. Ein Nachlass, quasi. Sinngemäß lautet die Aussage des Buches also:  Zwischen dem 20. Lebensjahr und der Rente passiert nichts, worüber es sich zu schreiben lohnt. Das ist langweilig und uninteressant. Und da bin ich ganz entscheiden anderer Meinung. Mir ist völlig klar, dass ein Büchlein von 160 Seiten gar nicht leisten kann, was ich da erwarte: Ein ganzes Leben plus Charakter und diese zauberhafte Sache: Lebenserfahrung. Aber zu meinen und explizit auszudrücken, dass Schreiben über sich selbst nur dazu da ist, seine Kindheit aufzuarbeiten, ist meiner Meinung nach zu kurz gedacht. (Wobei es hier nicht um den therapeutischen Aspekt geht) Kind ist man nur ein paar Jahre, Erwachsen ist man Jahrzehnte. Ich bin jetzt 40 und wenn ich davon ausgehe, dass ich 80 werde, dann habe ich meine bisherige komplette Lebenszeit noch mal vor mir. Ich weiß nicht, was ich von dem Buch erwartet habe, vielleicht Schreiben über mich selbst im Sinne von mich besser kennen lernen. Die Kindheit ist ein Aspekt davon, ja. Prägungen, Sozialisation, meine Wurzeln. Jajaja. Ich stehe hier und schaue in eine bestimmte Richtung. Ich hätte wohl gerne einen atemberaubenden Rundumblick. Jedenfalls, das Buch bietet das nicht, es ist vermutlich auch zu viel verlangt. Ich bin kein Kind mehr, ich hab keine Enkel, ich bin offensichtlich nicht in der Zielgruppe für das Buch.


Ich bin überzeugt davon, dass es mehr Spielformen gibt und auch mehr Gründe, den Blick nach innen zu richten und Dinge und Ansichten zu Papier zu bringen. Dieser Schreibratgeber kratzt da nur an der Oberfläche. Schade. ★★★

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Zusätzliche Informationen

Hanns-Josef Ortheil wurde am 05. November 1951 in Köln (Deutschland) geboren.

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