Hanns-Josef Ortheil Liebesnähe

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Inhaltsangabe zu „Liebesnähe“ von Hanns-Josef Ortheil

Große Gefühle im kleinen Geschenkformat Geschenkausgabe im kleinen Format, bedrucktes Ganzleinen mit Lesebändchen. Ein Mann und eine Frau treffen in einem Hotel im Alpenvorland ein. Sie bemerken einander und tauschen von da an geheime Zeichen aus. Kleine Botschaften, Hinweise auf Lektüren und Musikstücke – und ohne dass die beiden auch nur ein einziges Wort miteinander wechseln, verwickeln sie sich in das Mysterium der Annäherung, das von fernöstlichen Liebesritualen inspiriert ist. So entsteht eine vom Gewohnten und den üblichen Auseinandersetzungen weit entfernte Liebe, für die nur eines zählt: die Liebe selber.

Mir persönlich gefiel dieses Buch gut allerdings fand ich einige andere Bücher wie z.b. der junge der nicht fragte besser

— Cinderella11k
Cinderella11k

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  • Gut gibt aber bessere von Ortheil

    Liebesnähe
    Cinderella11k

    Cinderella11k

    15. August 2015 um 06:47

    Ich habe erst andere Bücher  von ihm gelesen. Wie z.b. Der Junge der nicht fragte. Dieses fand ich besser als Liebesnähe. Dieses fängt gut an und wird dann etwas langwirig.

  • Langweilig und gekünstelt

    Liebesnähe
    Leselotte61

    Leselotte61

    14. April 2015 um 12:10

    Was für ein langweiliges, blutarmes Buch. Ich hab nicht geschafft, es zu Ende zu lesen.

  • Grenze zum Kitsch deutlich überschritten

    Liebesnähe
    Schelmuffsky

    Schelmuffsky

    07. August 2014 um 12:37

    Ich schätze Ortheil an sich. Diesem Buch aber merkt man zu deutlich an, dass es "professionell" runtergeschrieben wurde. Es gibt nichts Widerständiges. Alles fügt sich wie von selbst, Sprechen ist nicht erforderlich, alle verstehen und ergänzen sich, wie man das so zum Erbrechen übertrieben vielleicht aus Stifters "Nachsommer" kennt. Am Ende schlägt dann unerbittlich die Kitschgranate ein, und man denkt unweigerlich an die essayistichen Passagen zum Thema Kitsch in Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". So lieber nicht.

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  • Rezension zu "Liebesnähe" von Hanns-Josef Ortheil

    Liebesnähe
    InesThorn

    InesThorn

    11. October 2011 um 17:16

    Modernes Designermärchen In einem Hotel, von dem ich annehme, dass es sich hier um das Schloss Elmau handelt, begegnen sich ein Mann und eine Frau. Beide sehnen sich seit geraumer Zeit nach dem EINEN Menschen, mit dem Liebe und Nähe lebbar, aushaltbar sind. Langsam nähern sie sich an, jedoch ohne dabei ein Wort zu sprechen. Sie beginnen ein "Liebesspiel" mit ungewissem Ausgang und zu einem hohen Preis, denn sie werden am Ende dieses langen Wochenendes wissen, ob es diese Liebesnähe wirklich gibt. Die Zeit zwischen Donnerstag und Sonntagmorgen wird von beiden mit kleinen Inszenierungen gefüllt, die etwas Übergriffiges hätten, würde es sich dabei nicht um Liebe handeln. So hinterlassen sie den Eindruck einer geheimen Aufführung; eben Liebe als inszeniertes Projekt. Und so scheint mir der Roman auch wie ein kunstvoll durchkomponiertes und konzipiertes Designerstück, das wunderschön anzuschauen und wundervoll, wenn auch ein wenig elaboriert, zu lesen ist. "Liebesnähe" ist kein Roman, der sich mit der Wirklichkeit messen will. Herausgekommen ist ein modernes Märchen vom Prinzen auf dem weißen Ross, dessen einzelne Teile zu schweben scheinen.

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  • Rezension zu "Liebesnähe" von Hanns-Josef Ortheil

    Liebesnähe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    13. September 2011 um 15:29

    Nach seinen wunderbaren Romanen „Die große Liebe“ (2003) und „Das Verlangen nach Liebe“(2007) legt der Schriftsteller und Pianist Hanns-Josef Ortheil mit diesem Buch den dritten Teil einer Trilogie vor von Romanen zum Thema Liebe zwischen Mann und Frau, die jeweils in sich abgeschlossen sind, sich allerdings lesen wie drei Strophen ein und desselben Liedes. Als letzte Strophe muss man sich noch dazu denken seinen biographischen Roman „Die Erfindung des Lebens“, denn auch in dem hier vorliegenden, seinen Leser durch die Kraft seiner Poesie bezaubernden und fesselnden Roman geht es um die Themen von stummer und sprachlicher Kommunikation. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes und einer Frau, beide wohl schon weit über die fünfzig, die sich zufällig in einem abgelegenen und einsamen Hotel im Voralpenland treffen. Ein Haus, in dem es an nichts fehlt, und in dem man sogar in einer eigenen Buchhandlung stöbern und schmökern kann. Der Mann, Johannes Kirchner, ist ein relativ bekannter Schriftsteller, der aber seit dem Tod seiner Mutter, die er sehr liebte und mit der ihn bis zuletzt ein inniges Verhältnis verband, unter einer Schreibhemmung leidet. Er hofft in den Tagen seines Aufenthaltes in dem Hotel zu einem neuen Projekt zu finden. Von einem neuen Projekt träumt auch die Frau, Jule Danner. Auch sie lebt normalerweise in München und entwirft künstlerische Installationen, die sie überall auf der Welt zeigt. Als Johannes die Frau zum ersten Mal sieht, wie sie im hoteleigenen Pool ihre Bahnen zieht, notiert er sich auf einem Blatt: „Wer ist diese Schwimmerin? Ich habe ihr beim Schwimmen zugeschaut, und ich habe noch nie jemanden so gelöst und entspannt schwimmen sehen.“ Johannes faltet das Blatt zusammen und steckt es in die Spalte einer Holzbank, von der aus er die Schwimmerin beobachtet hat. Natürlich soll sie den Zettel finden, was sie auch tut. Denn ähnlich wie Jule, die den Beobachter natürlich gesehen hat, träumt er seit langem von d e r Geliebten: „Seltsam, aber man konnte ihm diesen Gedanken einfach nicht austreiben: dass es auf dieser Welt einen Menschen geben musste, der ganz und gar zu ihm gehörte. Im Grunde steckte hinter diesem Gedanken ein naiver Glaube, der zu den starken Hoffnungen gehörte, die ihn am Leben erhielten. Es gab mehrere solcher Glaubensinhalte, an denen sein Leben hing, sie bildeten den festen Untergrund seiner Existenz, ohne sie hätte sich sein Leben bis in die kleinsten Momente anders gestaltet. Dann und wann gerieten diese Glaubensinhalte in Vergessenheit, und er dachte nicht mehr an sie, sie lebten aber ununterbrochen in ihm weiter, das wusste er genau.“ Und nun bricht diese Sehnsucht wieder auf. Auch bei Jule Danner, mit der Johannes bis kurz vor dem Ende des Buches kein einziges Wort redet. Ihre Botschaft schickt sie ihm auf sein Handy: „the artist is present“. Sie spielt damit an auf eine performance der Künstlerin Marina Abramovic, die sich vor Publikum in einem großen Saal verschiedenen Menschen gegenübersetzte und diese nur durch stummes und konzentriertes Anschauen so mit sich selbst konfrontierte, dass diese nicht selten in heftiges Weinen ausbrachen. (vgl. www.youtube.com/watch?v=BYSE5ZUsrRg) Johannes hat dies auch vor einiger Zeit gesehen und versteht die Botschaft sofort. Ihre Begegnungen nehmen an Intensität zu, doch beide folgen einem Plan, der sagt, dass alles ohne Worte zu geschehen habe, bis am Ende die Erfüllung kommt. Sowohl Johannes als auch Jule treffen sich aber immer wieder mit Katharina, der Buchhändlerin des Hotels, die lange Zeit in München eine Buchhandlung hatte, in der sowohl Johannes als auch Jule oft Gast waren. Nach dem Tod ihres geliebten Mannes Georg hat sie sich in das Hotel zurückgezogen. Sie stellt zwischen ihnen Zusammenhänge her, und gibt Johannes auch eine Ausgabe des japanischen Kopfkissenbuches, dessen Szenen Jule in einem Projekt umsetzen will. Doch nun ist der fantasierte „Geliebte“ des Kopfkissenbuches“ plötzlich Realität geworden. In einer stillen, und gerade deswegen sehr prickelnden, überaus poetischen und zärtlichen Weise nähern sich die beiden Geliebten einander an. Sehr viel Persönliches wird deutlich, und mit jedem Kapitel mehr wird dem Leser klar, in welchem Zusammenhang Katharina, Johannes und Jule stehen. „Liebesnähe“ ist der absolute Höhepunkt einer wunderbaren Trilogie, die ich nur empfehlen kann und erzählt von der Liebe als das, was sie ist: ein stilles Wunder, dessen Sprache die sofort verstehen, die sie trifft, unvorbereitet und das ganze Leben umkrempelnd. Wie ein Gast kommt die Liebe, auf den man ein Leben lang gewartet hat. Wenn man dann nur auch bereit ist, ihn zu erkennen und zu empfangen …

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  • Rezension zu "Liebesnähe" von Hanns-Josef Ortheil

    Liebesnähe
    Clari

    Clari

    11. September 2011 um 17:26

    Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art. Sehr geheimnisvoll beginnt Hanns-Josef Ortheil mit der Geschichte einer Liebe, die nicht die üblichen Vorzeichen aufweist. Zwei sich ganz und gar unbekannte Personen, ein vermutlich schon etwas älterer Mann und eine Frau, treffen sich im selben Hotel im Alpenvorland. Sie suchen Ruhe und Abgeschiedenheit. Zum Hotel gehört eine Buchhandlung. Die Besitzerin Katharina kennt die beiden Fremden gut. Über die gemeinsame Verbindung zu Katharina entsteht bei den beiden Hotelgästen eine unerwartete und brennende Neugierde, mehr über den jeweils anderen zu erfahren. Josef Ortheil lässt die Erzählung langsam angehen. Die Liebe und auch das große Schweigen sind Themen mehrerer seiner Romane, und er handelt sie jeweils auf besondere Art und Weise ab. In dem Roman„ Die große Liebe“ wird ein Bild von Italien gezeichnet, das mit seinem Ambiente eines musischen und bunten Lebens renommiert. Im vorliegenden Roman bilden geheime Zeichen der Annäherung und die große Scheu vor Nähe das Thema. Der Protagonist Johannes Kirchner schaut gebannt auf eine anziehende Frau, die ihre Runden im Hotelschwimmbad zieht. Wer sind diese beiden? Was tun sie hier? Welchen Berufen gehen sie nach? Ähnlich wie die Protagonisten ist der Leser neugierig, mehr über alle zu erfahren: über die Buchhändlerin, den einsamen Mann und die schöne Schwimmerin. Leise tastet man sich heran und muss doch reichlich Geduld aufbringen, um das Geheimnis der Lebenslinien aller drei Protagonisten zu entschlüsseln. Und das ist auch der Mangel des Buches: zu bemüht und inszeniert wird hier eine Liebe zelebriert, die doch aus der ganz normalen Anziehung und Neugier für einander besteht. Das Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon ist eines der Medien, durch deren Geheimnisse sich die Liebe hier vollzieht. Zugegebenermaßen kann erotische Spannung alleine dadurch entstehen, dass eine künstliche Distanz eingehalten wird. Die Protagonisten umkreisen einander, senden sich Zeichen und signalisieren ihr gegenseitiges Interesse, ohne zur Sache zu kommen. Der Plot ist einfach und gut zu verstehen. Warum müssen eine Installationskünstlerin und ein Schriftsteller, Ausnahmeerscheinungen offenbar alle beide, einen so großen Umstand machen, um sich einander zu nähern? Es muss dennoch lobenswert erwähnt werden: nicht die heute in zahlreichen Romanen üppig ausgebreiteten Sexualpraktiken befeuern die Erzählung sondern stille, sparsame Begegnungen, einsame poetische Naturerlebnisse und aparte Menschen bieten das Bild einer besonderen, etwas exzentrischen und manierierten Liebeswelt. Man liest die Geschichte zuletzt nicht ohne Vergnügen.

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