Hanns-Josef Ortheil Was ich liebe - und was nicht

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Inhaltsangabe zu „Was ich liebe - und was nicht“ von Hanns-Josef Ortheil

Ein Buch über die Lebenskunst – und über die Kunst, sein Leben zu führen.
Was ich liebe - und was nicht« ist ein Buch über die literarische Lebenskunst Hanns-Josef Ortheils: über seine Vorlieben beim Wohnen und Reisen, beim Essen und Trinken, beim Hören von Musik und dem Anschauen von Filmen. Und es ist zugleich weit mehr: ein Buch über die Kunst, ein Leben zu führen.
In seinem neuen Buch erzählt Hanns-Josef Ortheil von seinen Lebensthemen. Entlang zentraler Stichworte wie Wohnen, Reisen, Essen und Trinken, Film, Jahreszeiten oder Musik geht er den vielfältigen Facetten einer literarischen Lebenskunst auf den Grund, die so etwas wie die Basis für seine literarischen Werke bildet. In kurzen, erzählenden und essayistischen Texten werden diese Passionen nicht nur beschrieben, sondern auch nach ihrer Herkunft und vor allem danach befragt, was sich hinter ihnen verbirgt. Warum hasst Ortheil Frühstückbüffets, und warum hört er beim Schreiben ausschließlich Klaviermusik aus den Zeiten vor 1750? Wieso gefällt ihm eine so spröde TV-Sendung wie das »Alpenpanorama«, und warum wird er wohl nie nach Japan reisen, vielleicht aber einmal ein Buch über Japan schreiben?
»Was ich liebe – und was nicht« steht in der Tradition der klassischen Bekenntnisliteratur, der "Confessiones«. Es ist ein Buch, das – fast zeitgleich zum 65. Geburtstag des Autors im November 2016 – auf besonders intensive Lebensmomente zurückblickt, aber auch Pläne, Wünsche und Träume für die Zukunft entwirft.

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  • Ein ungewöhnliches Buch

    Was ich liebe - und was nicht

    Buchraettin

    19. October 2017 um 07:36

    Im Vorwort des Buches berichtet der Autor, wie er auf die Idee dieses Buches kam. Für mich ein ungewöhnliches Buch. Er beschreibt hier die Fragen, die er sich stellt. Die Idee, für dieses Buch, das sein Leben, seine Vorlieben, seine Abneigungen beschreibt. Hinten im Buch findet sich das Inhaltsverzeichnis. Bei diesem Buch hätte ich das am Anfang gewünscht, da es eine Übersicht bietet, über die Themen, die der Autor sozusagen sondiert.Es geht ums Reisen, Essen, Medien, Musik, Sport, das Leben als Schriftsteller, Oasen, Lesen und Schreiben und auch Philosophieren.Man kann sich als Leser einfach hineinbegeben in das Buch und das Thema, das einen interessiert. Ich denke es kein Buch, das wie ein Roman von vorne nach hinten gelesen werden muss, sondern etwas neues, ein Buch zum Entdecken, Hereinlesen, Festlesen.Es bietet mir als Leser Einblicke in das Leben des Autors. Aber auch manchmal Ideen auf das eigenen Leben, Verhalten einzugehen und zu reflektieren, wie man selbst das sieht, sich erinnert.Er beginnt meistens mit Szenen aus der Kindheit, geht über die Schulzeit bis in die Gegenwart und reflektiert die jeweiligen Themen.Mir hat am besten das Kapitel über das Lesen gefallen. Ich fand es hier interessant zu lesen, wie er Bücher liest. Seine Kritik gerade an Interpretationen von Büchern, wie Bücher auf ihn wirken.Es gab auch Szenen, da finde ich mich als Leser wieder. Da muss man schmunzeln und an sich selbst denken und ich glaube, auch das möchte dieses Buch erreichen. Es ist manchmal ein Spiegel, den der Autor auch dem Leser vorhält und ihn dazu zwingt inne zu halten und ein wenig über sein eigenes Leben, Vorlieben, Abneigungen nach zu denken.Es ist eine ganz klare Sprache im Buch. Er verwendet eigentlich kaum Fremdwörter, sondern schreibt anschaulich und klar verständlich. Dieses Buch kam mir ein wenig wie eine Art Tagebuch vor, in dem der Autor sein Leben festhält. Aber es ist auch eine Art Selbstdarstellung. Die Listen für Lesungen, in denen beschrieben wird, welches Wasser er zu trinken pflegt, welche Ausstattung die Minibar hat, da zeigt sich für mich schon sehr viel Selbstvertrauen- ein Buch, das ich so noch nicht gelesen habe. Es erinnert an eine Art Biographie, aber auch ein wenig an einen Ratgeber, der auf den Erfahrungen des Autors aufzubauen scheint. Interessant fand ich auch das Kapitel über das Bloggen. Die Anregungen, die Ideen, seine Ansichten, das hat mir gut gefallen, weil er bringt den Leser dazu darüber nachzudenken, zu überlegen, innezuhalten. Diese Zusammenfassung, wie er einen guten Blog sieht, das fand ich sehr informativ und auch wirklich toll zu lesen.Es ist schon ein Ich- bezogenes Buch, natürlich, da der Autor hier über sich und seine Gedanken, Erinnerungen, Ansichten zu den Themen schreibt. Gefällt mir das? Manchmal war es mir etwas viel, es ist ungewöhnlich, weil so eine Art Buch hatte ich vorher noch nicht gelesen.Ich finde es war ein wenig auf und ab für mich als Leser. Einige Themen fand ich nicht so interessant, einige Themen waren sehr spannend, laden zum Verweilen ein, zum Nachdenken, Reflektieren auch über das eigene Verhalten- ein Buch mit vielen Themen, das aber auch Inhalt bietet zum Nachdenken.

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  • Momente der Entrücktheit

    Was ich liebe - und was nicht

    YukBook

    09. February 2017 um 08:39

    Da ich von Hanns-Josef Ortheil bisher nur wenig gelesen habe, wundere ich mich selbst, was mich an diesem Buch so gereizt hat. Können Ortheils Vorlieben und Abneigungen so interessant sein, dass sie mir ein schönes Leseerlebnis bescheren? Die Antwort lautet ja! Schon die Einführung ist sehr interessant: Man erfährt, dass sich bereits in der Antike Philosophen und Schriftsteller gerne über beliebte Themen in brieflichem oder mündlichem Dialog austauschten. Ortheil folgt dieser Tradition und teilt uns seine persönliche Einstellung zu verschiedenen Lebensbereichen mit, von Reisen über Essen bis hin zu Medien und Sport. Er möchte den Lesern eine Art Spiegel vorhalten, in dem sich der eine oder andere erkennt. Und genau das passierte mir gleich mehrmals. Ortheil lädt uns in für ihn typische Alltagssituationen ein, zum Beispiel auf eine lange Zugfahrt, bei der er interessante Mitreisende kennenlernt, gemeinsame Interessen entdeckt und stundenlang anregende Gespräche führt. Oder ein Treffen mit einem guten Freund in einem Weinlokal, in dem sich beide derart ins Gespräch vertiefen, dass sie glatt vergessen, ihr Essen zu bestellen. Der Schriftsteller ist aber auch gern für sich allein. Immer wieder sucht er sich kleine Oasen wie ein Berliner Taxi oder ein Hotel, das er als „paradiesischen Lebensraum“ für sich entdeckt und in Salons, Bädern und Bars Momente der Versenkung genießt. Häufig verspürt er den Wunsch, vom Alltag abzudriften und Momente der Entrücktheit zu genießen. Er gibt Einblick in viele persönliche Details wie seine Heimat in Westerwald, seinen einstigen Lebenstraum, Pianist zu werden oder seine jetzige Lehrtätigkeit. Der Autor wurde mir nicht nur immer sympathischer, ich fühlte auch eine starke Verbundenheit mit ihm, weil ich so viele Empfindungen, die er sprachlich meisterhaft beschreibt, teilen konnte. Dass er zum Beispiel lieber allein als in Begleitung Museen besucht oder dass er in Filmen den Figuren so nahe kommt und den Illusionen erliegt, dass er sich glatt in sie verliebt. Auch wenn er ganz triviale Tätigkeiten beschreibt wie Fernsehen, Autofahren oder Schwimmen kommt man seiner Person und seinem Lebenskonzept so nahe, als würde man sie schon lange kennen. Ich würde mir wünschen, Ortheil ganz zufällig während einer seiner Lesereisen im Zug zu begegnen und mich über japanische Haikus und Gott und die Welt zu unterhalten. Bis dahin nehme ich vorlieb mit diesem wunderbaren Buch voller inspirierender und humoristischer Gedankengänge und folge vielleicht Ortheils Aufforderung, selbst ein Buch zu schreiben über "was ich liebe und was nicht".

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  • Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden

    Was ich liebe - und was nicht

    serendipity3012

    06. January 2017 um 18:44

    Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden Hanns-Josef Ortheil beantwortet die Frage, die ich mir zu seinem neuestem Buch ebenfalls gestellt habe, gleich zu Beginn: Ein Buch über die Vorlieben eines Schriftstellers, über ganz alltägliche Dinge, wer sollte das lesen wollen und warum? Ortheils „Was ich liebe und was nicht“ versteht sich nicht als eitle Aufzählung eines Autors, der sich selbst so interessant findet, dass er der Meinung ist, allen anderen müsse es auch so gehen, vielmehr regt er den Leser an, selbst über sich nachzudenken, seine eigene Meinung, seine Vorlieben und Abneigungen mit denen Ortheils zu vergleichen. Genau dies ist es, was geschieht, wenn man das Buch liest und was die Lektüre kurzweilig und anregend macht. Ortheil hat die wichtigen Bestandteile seines Lebens in Kapitel aufgegliedert. Da geht es ums Reisen, um Medien, Wohnen, Sport und Mode, aber auch und vor allem um Kunst, um das Schreiben und das Schriftstellerleben, um Philosophie und den Glauben. Ortheil ist ein gebildeter Mensch mit vielen Interessen. Er liebt Kunst und Museen, hat eine ganz eigene Art, ein Museum zu besuchen, er liebt auch Musik – fast wäre der Autor Pianist geworden. Aufgelockert werden seine Aufzeichnungen durch Gespräche, nicht ganz klar, wie viele von ihnen nur seiner Phantasie entsprungen sind oder was davon sich vielleicht so zugetragen hat, zuweilen ist er hier sehr selbstironisch und witzig, wenn er zum Beispiel eine E-Mail imaginiert, die aus seinem Sekretariat an die Veranstalter einer Lesung mit ihm gesendet wird – und die selbstverständlich hinter seinem Rücken verschickt wird, nennt diese doch konkrete Anweisungen dazu, wie der Autor behandelt werden möchte. Der Intellektuelle mit Sonderwünschen? Zumindest schwer vorstellbar, dass er sich sehr divenhaft benimmt: Der Autor von „Was ich liebe und was nicht“ ist mir sehr sympathisch. Es macht Spaß, Dinge zu finden, die man genauso liebt wie er, nachvollziehen zu können, was er etwa am Zugfahren liebt (das Lesen in Zeitschriften und verschiedenen Büchern, das Ankommen am Ziel als leicht veränderte Person) und dann wieder festzustellen, wo man anderer Meinung ist (Kalbsnieren essen? Das Alpenpanorma auf 3 Sat anschauen? Ernsthaft?). Interessant ist auch die Beziehung zwischen Literatur und Musik, beides essentielle Bestandteile in Ortheils Leben. So er hört er beim Schreiben ganz bestimmte Musik und wir erfahren von dem Unterschied zwischen einem Konzertapplaus und einem Lesungsapplaus (noch nie habe ein Lesungsapplaus die Länge eines Konzertapplauses erreicht). Nicht alle Kapitel aus Ortheils Buch haben mich gleichermaßen angesprochen, was nur natürlich ist. Auch ist es vermutlich hauptsächlich für Ortheil-Fans interessant. Ich habe in „Was ich liebe und was nicht“ den gleichen typischen Ton vorgefunden, der bisher jeden der Romane, die ich von ihm gelesen habe, ausgezeichnet hat: Eine positive, lebensbejahende Grundstimmung, die offenbar auch in seinem privaten Leben vorherrscht – zumindest lassen seine Aufzeichnungen das stark ahnen und hoffen und ich möchte es gern glauben.

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