Was ich liebe - und was nicht

von Hanns-Josef Ortheil 
4,3 Sterne bei6 Bewertungen
Was ich liebe - und was nicht
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Mit blosen Bennungen seiner Passionen gab er sich nicht zufrieden. Nein, er ging den fragen nach. woraus entsctanden sie? Es lies mich...

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Die eine oder andere Passage kann man da finden. Insgesamt leider zu lang und mitunter zu eitel.

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Inhaltsangabe zu "Was ich liebe - und was nicht"

Hanns-Josef Ortheil erzählt von seinen Lebensthemen: Entlang zentraler Stichworte wie Wohnen, Reisen, Essen und Trinken, Film, Jahreszeiten oder Musik geht er den vielfältigen Facetten einer literarischen Lebenskunst auf den Grund. Diese Passionen werden nicht nur beschrieben, sondern auch nach ihrer Herkunft und vor allem danach befragt, was sich hinter ihnen verbirgt. Warum hasst Ortheil Frühstücksbüfetts, und warum hört er beim Schreiben ausschließlich Klaviermusik aus den Zeiten vor 1750? Wieso gefällt ihm eine so spröde TV-Sendung wie das "Alpenpanorama", und warum wird er wohl nie nach Japan reisen, vielleicht aber einmal ein Buch über Japan schreiben?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442716883
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:10.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.10.2016 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Schoasvor einem Monat
    Kurzmeinung: Mit blosen Bennungen seiner Passionen gab er sich nicht zufrieden. Nein, er ging den fragen nach. woraus entsctanden sie? Es lies mich...
    Was liebt man schon!

    Mit blosen Benennungen seiner Passionen gab er sich nicht zufrieden. Nein, er ging den Fragen nach: Wie waren sie entstanden, und aus welchen Charakter liesen sie ihre Darsteller erscheinen. Es lies mich darüber nachdenken was ich selbst liebe und was eben nicht. Das waren Ideen und Gedankeen von H.J.Ortheil die er aufgeschrieben hat und im Buch verwirklicht hat. Es sind mehr oder weniger in sich geschlossene Texte, die wie Gedankengänge ein buntes Kaleidoskop vieler unterschiedlicher Kurztexte ergaben. Ein zuweilen heiteres und lesenswertes Buch.  

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    YukBooks avatar
    YukBookvor 2 Jahren
    Momente der Entrücktheit

    Da ich von Hanns-Josef Ortheil bisher nur wenig gelesen habe, wundere ich mich selbst, was mich an diesem Buch so gereizt hat. Können Ortheils Vorlieben und Abneigungen so interessant sein, dass sie mir ein schönes Leseerlebnis bescheren? Die Antwort lautet ja! Schon die Einführung ist sehr interessant: Man erfährt, dass sich bereits in der Antike Philosophen und Schriftsteller gerne über beliebte Themen in brieflichem oder mündlichem Dialog austauschten. Ortheil folgt dieser Tradition und teilt uns seine persönliche Einstellung zu verschiedenen Lebensbereichen mit, von Reisen über Essen bis hin zu Medien und Sport. Er möchte den Lesern eine Art Spiegel vorhalten, in dem sich der eine oder andere erkennt. Und genau das passierte mir gleich mehrmals. Ortheil lädt uns in für ihn typische Alltagssituationen ein, zum Beispiel auf eine lange Zugfahrt, bei der er interessante Mitreisende kennenlernt, gemeinsame Interessen entdeckt und stundenlang anregende Gespräche führt. Oder ein Treffen mit einem guten Freund in einem Weinlokal, in dem sich beide derart ins Gespräch vertiefen, dass sie glatt vergessen, ihr Essen zu bestellen. Der Schriftsteller ist aber auch gern für sich allein. Immer wieder sucht er sich kleine Oasen wie ein Berliner Taxi oder ein Hotel, das er als „paradiesischen Lebensraum“ für sich entdeckt und in Salons, Bädern und Bars Momente der Versenkung genießt. Häufig verspürt er den Wunsch, vom Alltag abzudriften und Momente der Entrücktheit zu genießen. Er gibt Einblick in viele persönliche Details wie seine Heimat in Westerwald, seinen einstigen Lebenstraum, Pianist zu werden oder seine jetzige Lehrtätigkeit. Der Autor wurde mir nicht nur immer sympathischer, ich fühlte auch eine starke Verbundenheit mit ihm, weil ich so viele Empfindungen, die er sprachlich meisterhaft beschreibt, teilen konnte. Dass er zum Beispiel lieber allein als in Begleitung Museen besucht oder dass er in Filmen den Figuren so nahe kommt und den Illusionen erliegt, dass er sich glatt in sie verliebt. Auch wenn er ganz triviale Tätigkeiten beschreibt wie Fernsehen, Autofahren oder Schwimmen kommt man seiner Person und seinem Lebenskonzept so nahe, als würde man sie schon lange kennen. Ich würde mir wünschen, Ortheil ganz zufällig während einer seiner Lesereisen im Zug zu begegnen und mich über japanische Haikus und Gott und die Welt zu unterhalten. Bis dahin nehme ich vorlieb mit diesem wunderbaren Buch voller inspirierender und humoristischer Gedankengänge und folge vielleicht Ortheils Aufforderung, selbst ein Buch zu schreiben über "was ich liebe und was nicht".

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    serendipity3012s avatar
    serendipity3012vor 2 Jahren
    Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden

    Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden 

    Hanns-Josef Ortheil beantwortet die Frage, die ich mir zu seinem neuestem Buch ebenfalls gestellt habe, gleich zu Beginn: Ein Buch über die Vorlieben eines Schriftstellers, über ganz alltägliche Dinge, wer sollte das lesen wollen und warum? Ortheils „Was ich liebe und was nicht“ versteht sich nicht als eitle Aufzählung eines Autors, der sich selbst so interessant findet, dass er der Meinung ist, allen anderen müsse es auch so gehen, vielmehr regt er den Leser an, selbst über sich nachzudenken, seine eigene Meinung, seine Vorlieben und Abneigungen mit denen Ortheils zu vergleichen. Genau dies ist es, was geschieht, wenn man das Buch liest und was die Lektüre kurzweilig und anregend macht.

    Ortheil hat die wichtigen Bestandteile seines Lebens in Kapitel aufgegliedert. Da geht es ums Reisen, um Medien, Wohnen, Sport und Mode, aber auch und vor allem um Kunst, um das Schreiben und das Schriftstellerleben, um Philosophie und den Glauben. Ortheil ist ein gebildeter Mensch mit vielen Interessen. Er liebt Kunst und Museen, hat eine ganz eigene Art, ein Museum zu besuchen, er liebt auch Musik – fast wäre der Autor Pianist geworden.

    Aufgelockert werden seine Aufzeichnungen durch Gespräche, nicht ganz klar, wie viele von ihnen nur seiner Phantasie entsprungen sind oder was davon sich vielleicht so zugetragen hat, zuweilen ist er hier sehr selbstironisch und witzig, wenn er zum Beispiel eine E-Mail imaginiert, die aus seinem Sekretariat an die Veranstalter einer Lesung mit ihm gesendet wird – und die selbstverständlich hinter seinem Rücken verschickt wird, nennt diese doch konkrete Anweisungen dazu, wie der Autor behandelt werden möchte. Der Intellektuelle mit Sonderwünschen? Zumindest schwer vorstellbar, dass er sich sehr divenhaft benimmt: Der Autor von „Was ich liebe und was nicht“ ist mir sehr sympathisch.

    Es macht Spaß, Dinge zu finden, die man genauso liebt wie er, nachvollziehen zu können, was er etwa am Zugfahren liebt (das Lesen in Zeitschriften und verschiedenen Büchern, das Ankommen am Ziel als leicht veränderte Person) und dann wieder festzustellen, wo man anderer Meinung ist (Kalbsnieren essen? Das Alpenpanorma auf 3 Sat anschauen? Ernsthaft?).

    Interessant ist auch die Beziehung zwischen Literatur und Musik, beides essentielle Bestandteile in Ortheils Leben. So er hört er beim Schreiben ganz bestimmte Musik und wir erfahren von dem Unterschied zwischen einem Konzertapplaus und einem Lesungsapplaus (noch nie habe ein Lesungsapplaus die Länge eines Konzertapplauses erreicht).

    Nicht alle Kapitel aus Ortheils Buch haben mich gleichermaßen angesprochen, was nur natürlich ist. Auch ist es vermutlich hauptsächlich für Ortheil-Fans interessant. Ich habe in „Was ich liebe und was nicht“ den gleichen typischen Ton vorgefunden, der bisher jeden der Romane, die ich von ihm gelesen habe, ausgezeichnet hat: Eine positive, lebensbejahende Grundstimmung, die offenbar auch in seinem privaten Leben vorherrscht – zumindest lassen seine Aufzeichnungen das stark ahnen und hoffen und ich möchte es gern glauben.

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    EarlMobilees avatar
    EarlMobileevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die eine oder andere Passage kann man da finden. Insgesamt leider zu lang und mitunter zu eitel.
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    rumble-bees avatar
    rumble-beevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Großartig! Sehr kurzweilig, aber dennoch niveauvoll. Regt zum Selber-Schreiben an.
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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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