Hanns-Peter Karr , Walter Wehner Rattensommer

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Inhaltsangabe zu „Rattensommer“ von Hanns-Peter Karr

Hochsommer, die Temperaturen liegen über 30 Grad, Urlaubs- und Saure-Gurken-Zeit. Gonschorek hält sich mit wenig lukrativen Gelegenheitsaufträgen über Wasser, als er in einer Bildagentur zufällig Fotos der letzten Mordopfer des "Ruhrkillers" zu sehen bekommt, der seit einiger Zeit sein Unwesen im Revier treibt. Dieser "Ruhrkiller" misshandelt und missbraucht junge Frauen brutal, tötet und verstümmelt sie und wirft sie ins Wasser. Vier Opfer hat er bereits auf dem Gewissen, und die Polizei hat eine Sonderkommission gebildet, die davon ausgeht, dass alle diese Frauen Opfer sogenannter Snuff-Pornos wurden. Gonzo, zeitweise auch Kameramann bei einem Produzenten von Billigpornos, wird aufmerksam, als er in dessen Studio ein offenbar verletztes Model entdeckt. Ausgerechnet dieses Model wird als weitere verstümmelte Leiche aus dem Kanal gezogen. Ausgezeichnet mit dem Friedrich Glauser-Preis 1996 als bester Krimi des Jahres.

Ein Lesevergnügen voller Korruption und Schmutz.

— detlef_knut
detlef_knut

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    Rattensommer
    detlef_knut

    detlef_knut

    29. April 2016 um 15:52

    "Rattensommer" ist der zweite Krimi aus der Gonzo-Reihe des Autorenduos Karr & Wehner. Wie schon zuvor beim "Geierfrühling" geht es auch bei diesem Roman in die abgrundtiefsten und schmutzigsten Ecken der Ruhrmetropole Essen. Es ist Sommer. Der Videoreporter Gonschorek, genannt Gonzo, ist wegen der Sommerflaute wieder knapp bei Kasse. Aber eigentlich ist er das ja immer. Zufällig läuft er dem Filmproduzenten Matzke über den Weg, der für einen Pornodreh einen Kameramann benötigt. Gonzo sieht keinen anderen Ausweg. Lernt er doch auf diesem Wege gleich mal eine andere Filmbranche kennen. Doch beim Dreh fällt ihm in einer Ecke ein junges Mädchen auf, der es offensichtlich gar nicht gut geht. Kurze Zeit erfährt er, dass dieses Mädchen tot ist. Sie ist eine von mehreren Mädchenleichen, die in letzter Zeit in Essen gefunden wurden und dem "Ruhrkiller" zugeschrieben werden. Die Polizei ermittelt bereits unter Hochdruck. Mit seinen Spuren am Filmset gerät auch Gonzo ins Visier der Fahnder. Weniger als tatverdächtiger denn als Zeuge, noch besser als Spitzel. Für seine Videoreportagen muss er immer nah am Geschehen sein, deshalb kennt er viele Polizisten, die ihn diese Tat und eine Verstrickung darin zwar nicht zutrauen, aber die der Meinung sind, er könnte sich bei den Pornofilmern in der Szene mal umhören und berichten. Das Autorenduo hat für diesen Krimi 1996 den Friedrich-Glauser-Krimipreis erhalten. Ihr Geschick ist die realitätsnahe Schilderung eines Milieus, welches immer wieder als Klischee in den Medien auftaucht, mit dem in der Realität kaum ein Mensch zu tun haben möchte. Dabei bedienen sie sich vielfältiger Methoden der Actiondarstellung und Spannungserzeugung. Es wird das typische Bild eines Verlierers gezeichnet, der alle Abgründe des menschlichen Lebens auch sich zu vereinen scheint, und dennoch am Ende als (nicht ganz so strahlender) Sieger dasteht. Ganz im Stil eines Dashiell Hammett lassen die Autoren ihren journalistischen Ermittler durch das "verkommene" Essen schreiten. An der Seite immer seine Sekretärin ("Ich bin nicht Ihre Sekretärin."), Assistentin, Chefin ("Du bist nicht meine Chefin.") Betty. Ein Lesevergnügen voller Korruption und Schmutz.© Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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