Hanns Heinz Ewers Die Spinne. Ein Gruselklassiker

(0)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Spinne. Ein Gruselklassiker“ von Hanns Heinz Ewers

Paris, um die Jahrhundertwende: An drei aufeinanderfolgenden Freitagen erhängten sich drei Gäste des kleinen Hotels Stevens am Fensterkreuz von Zimmer 7. Der Medizinstudent Richard Bracquemont lässt sich weder vom zuständigen Kommissar noch von Madame Dubonnet, der Besitzerin des Hotels, davon abbringen, genau dieses Zimmer zu beziehen ... 1908 erschien die weltberühmte Erzählung „Die Spinne“, die Hanns Heinz Ewers im nordfranzösischen Bois de Cise schrieb. Sie gilt heute als Klassiker der Gruselliteratur. „Die Spinne“ wurde sofort zu einem Sensationserfolg: Die Zeitungen, in denen die Geschichte zum ersten Mal erschien, erhielten viele Hundert Zuschriften, die eine Erklärung für die seltsamen Phänomene verlangten, die in der Handlung geschildert wurden. Übersetzungen erschienen auf Englisch, Französisch, Russisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch, Ungarisch und in anderen Sprachen, außerdem wurde „Die Spinne“ mehrfach fürs Fernsehen verfilmt und wiederholt als Hörspiel bearbeitet, zuletzt 2011 unter dem Titel „Clarimonde“ für Deutschlandradio Kultur. +++ Leseprobe: Wir haben ein merkwürdiges Spiel gefunden, Clarimonde und ich; wir spielen es den ganzen Tag. Ich grüße sie, sogleich grüßt sie zurück. Dann trommle ich mit der Hand gegen die Scheiben, sie sieht es kaum und schon beginnt auch sie zu trommeln. Ich winke ihr zu, sie winkt wieder; ich bewege die Lippen, als ob ich zu ihr spreche und sie tut dasselbe. Dann streiche ich von der Schläfe mein Haar zurück und schon ist auch ihre Hand an der Stirn. Ein richtiges Kinderspiel, und wir lachen beide darüber. Das heißt, eigentlich lacht sie nicht, es ist ein Lächeln, still, hingebend – genau so glaube ich selbst zu lächeln. Übrigens ist das alles nicht ganz so dumm, wie es den Anschein hat. Es ist nicht nur ein reines Nachmachen, ich glaube, das würden wir beide bald satt haben; es muss wohl eine gewisse Gedankenübertragung dabei eine Rolle spielen. Denn Clarimonde folgt meinen Bewegungen in dem kleinsten Bruchteil einer Sekunde, sie hat kaum Zeit, sie zu sehen und führt sie schon selbst aus; manchmal scheint es mir, als ob es gleichzeitig wäre. Das ist es, was mich reizt, immer etwas ganz Neues, Unvorgesehenes zu machen, es ist verblüffend, wie sie zugleich dasselbe tut. Manchmal versuche ich sie aufs Glatteis zu führen. Ich mache eine Menge verschiedener Bewegungen schnell hintereinander; dann dieselben noch einmal und wieder. Schließlich mache ich zum vierten Mal dieselbe Reihe, aber wechsle die Folge der Bewegungen oder ich mache eine anders oder lasse eine aus. So wie Kinder, die »Alle Vögel fliegen« spielen. Es ist ganz merkwürdig, dass Clarimonde auch nicht ein einziges Mal eine falsche Bewegung macht, obwohl ich so schnell wechsle, dass sie kaum Zeit hat, jede einzelne zu erkennen. +++
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks