Hanns Leske

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Hanns Leske

Vorwärts Armeefußball im DDR-Sozialismus

Vorwärts Armeefußball im DDR-Sozialismus

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Erschienen am 27.04.2009
Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder

Erich Mielke, die Stasi und das runde Leder

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Erschienen am 24.03.2014
Enzyklopädie des DDR-Fußballs

Enzyklopädie des DDR-Fußballs

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Erschienen am 30.03.2007
Die DDR-Oberligaspieler

Die DDR-Oberligaspieler

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Erschienen am 01.10.2013
Torhüter der DDR

Torhüter der DDR

 (0)
Erschienen am 01.10.2013

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Rezension zu "Vorwärts Armeefußball im DDR-Sozialismus" von Hanns Leske

Rezension zu "Vorwärts Armeefußball im DDR-Sozialismus" von Hanns Leske
BRB-Jörgvor 9 Jahren

Hanns Leske, mittlerweile bekannt für zum Teil hochwissenschaftliche Bücher über den DDR-Fußball, hat hier sein drittes Werk vorgelegt. Über den FC Vorwärts Frankfurt/Oder, den Armeeverein, der als einer der wenigen weltweit – von einigen aktuellen Entwicklungen in Österreich mal abgesehen - in bereits drei weit voneinander entfernten Städten residierte. Der sechsmaliger DDR-Meister war, heute aber nur noch durch seine randalelüsternen und rechtsextremen Fans von sich hören lässt. Doch davon ist hier nicht die Rede. Leske erzählt sehr akribisch, wie gewohnt mit zahlreichen Fußnoten, die Geschichte des FCV von der Gründung in Leipzig, über die „Goldenen Jahre“ in Berlin, bis hin zur tristen Diaspora in Frankfurt/Oder. Neben dem Verein an sich stehen natürlich auch immer die NVA bzw. die Politik/Gesellschaft in der DDR im Fokus. Darüber hinaus gibt es einen Exkurs über Tasmania 1900 Berlin sowie die größten Spieler des FCV. Auch der Umgang mit nicht-linientreuen Kickern nimmt einen nicht unerheblichen Teil des Schmökers ein. Neben 230 Seiten Text findet man noch einen gut 40seitigen Statistik-Anhang mit einem Spielerlexikon (Leider wurden nur die Oberligaspiele berücksichtigt, die DDR-Liga aber nicht) sowie allen Tabellen der FCV-Geschichte während der DDR-Zeit. Ein abschließendes Urteil möchte ich an dieser Stelle nicht fällen, da ich zugegebenermaßen niicht die Geduld hatte, alles komplett zu lesen. Mein bisheriger Eindruck ist ein typisches Leske-Buch: Sehr akribisch, sehr detailverliebt, aber an einigen Stellen auch tendenziös, mit urteilenden Passagen, die einem Autoren ohne eigene Ost-Vergangenheit moralisch nicht unbedingt zustehen, was zuweilen einen schalen Beigeschmack hinterlässt. Gerade bei diesem sensiblen Thema ist dies aber eine Gratwanderung, die vermutlich auch bei keinem anderen Schreiber hätte vermieden werden können. Von daher bekommt das für angemessene 26,90 Euro erhältliche Buch von mir unter Vorbehalt wacklige vier Sterne.

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Rezension zu "Enzyklopädie des DDR-Fußballs" von Hanns Leske

Rezension zu "Enzyklopädie des DDR-Fußballs" von Hanns Leske
BRB-Jörgvor 9 Jahren

Ein Standardwerk soll es sein. Die erste Enzyklopädie, die sich ausschließlich mit dem Ostfußball zwischen 1949 und 1990 beschäftigt. Und die Zahlen sind gewaltig: Fast 4.000 Einzelpersonen (Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Offizielle u.a.) werden alphabetisch vorgestellt, dazu gibt es mehr als 170 Vereinsportraits und einige interessante einleitende Texte. Auf beinahe 600 Seiten bekommt man hier zum Preis von 34,90 € also wahrlich „Value for Money“. Doch inhaltlich erwartet den Leser so manche Enttäuschung. Neben einigen Fehlern, die bei solch einer Informationsfülle wohl nicht vermieden werden können, merkt man leider immer wieder die persönlichen Sym- oder Antipathien des Autors. Nicht nur, was den Umfang der Artikel über Personen oder Vereine angeht. Vieles liest sich einfach tendenziös. So etwas hat in einem Werk, das mit dem Namen Enzyklopädie ja auch einen gewissen Anspruch verfolgt, nichts zu suchen, ebenso wenig Sätze wie „Ob es wirklich so war, sei dahingestellt. Zumindest gut erzählt“. Natürlich hat dieses Buch dennoch seinen Wert. Die vorliegenden Informationen wurden einfach noch nie so kompakt und übersichtlich veröffentlicht. Zum Nachschlagen und auch dem Erfahren von jeder Menge neuer Fakten war so etwas für Interessenten des DDR-Fußballs schon lange überfällig, auch bei mir wird es künftig regelmäßig zum Einsatz kommen. Nichtsdestotrotz: Bei neutraler Herangehensweise und ohne persönliche Sym-/Antipathien wäre weitaus mehr drin gewesen. Insofern bleibt ein starker, fader Beigeschmack.

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