Hannu Rajaniemi

 3.8 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Quantum, Fraktal und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Hannu Rajaniemi

Sortieren:
Buchformat:
Quantum

Quantum

 (13)
Erschienen am 14.05.2012
Fraktal

Fraktal

 (5)
Erschienen am 12.03.2013
Quantum: Roman (Quantum, Band 1)

Quantum: Roman (Quantum, Band 1)

 (0)
Erschienen am 10.12.2013
Fraktal: Roman

Fraktal: Roman

 (0)
Erschienen am 12.03.2013
The Quantum Thief

The Quantum Thief

 (2)
Erschienen am 30.09.2010
The Causal Angel

The Causal Angel

 (1)
Erschienen am 11.06.2015
The Fractal Prince

The Fractal Prince

 (0)
Erschienen am 04.09.2012

Neue Rezensionen zu Hannu Rajaniemi

Neu
FlintstonesRequiems avatar

Rezension zu "Quantum" von Hannu Rajaniemi

Meisterdieb sucht Gedächtnis.
FlintstonesRequiemvor 3 Jahren

Der Meisterdieb Jean Le Flambeur begibt sich auf die Suche nach seinen Erinnerungen - wie sonst soll er schließlich den größten Diebstahl seiner Karriere begehen?
Das Buch spielt über seine gesamte Länge mit dem Nicht-Wissen und Nicht-Erinnern. Dazu gehört nicht nur, dass der Hauptprotagonist sich nicht an seine eigene Identität erinnern kann, sondern auch, dass der Leser ohne Vorwissen, geschweige denn Begriffserklärungen, in eine Vielzahl fremder Welten und Kulturen geworfen wird, und sich die Funktionsweise dieser Gesellschaften mit der Zeit selber erschließen muss. Wen so etwas nervt, der wird an diesem Buch wohl keine Freude haben. Wer an Science Fiction aber gerade das Fremd-Sein in anderen Welten liebt, der wird dieses Buch verschlingen. Neben der außergewöhnlichen Geschichte und den alles andere als flachen Charakteren macht vor allem die Vielzahl anderer Kulturen, die Rajaniemi auffächert, den Reiz dieses Romans aus.
Ich bin begeistert und freue mich auf den nächsten Band!

Kommentieren0
4
Teilen
SuSas avatar

Rezension zu "Quantum" von Hannu Rajaniemi

Quantum - Hannu Rajaniemi
SuSavor 5 Jahren

Ein kurzer Einblick
Jean le Flambeur ist durch seine Verbrechen im gesamten Sonnensystem als Meisterdieb bekannt. Er hat nur ein Problem, er kann sich an keine seiner Taten erinnern. Was führte zu diesem Gedächtnisverlust? Und warum saß er im Gefängnis, bis ihn die schöne und geheimnisvolle Kriegerin Mieli aus seiner Gefangenschaft befreite? Auf dem Mars soll der Meisterdieb seine Antworten finden. Doch gerade dort werden Verbrechen am härtesten bestraft, denn die kostbarste Währung der Menschen ist ihre Lebenszeit. Jean le Flambeur steht also vor keiner leichten Aufgabe…
Bewertung
Hannu Rajaniemi hat mit seinem Hauptschauplatz auf dem Mars eine sehr futuristische Welt geschaffen. Allein die Tatsache, dass die Menschen dort mit Lebenszeit bezahlen, ist zum einen überaus spannend und gleichzeitig beängstigend. Wer den Film „In Time – Deine Zeit läuft ab“ gesehen hat, wird einige Parallelen zu „Quantum“ feststellen. Denn auch hier gibt es zwei Hauptprotagonisten, welche nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammenfinden. Jedoch enden Jean le Flambeur und Mieli nicht als Liebespaar, sondern gehen eher eine kämpferische Zweckgemeinschaft ein, welche mit freundschaftlichen Zügen gekennzeichnet ist.
Rajaniemi hat aber auch wichtige Nebenfiguren geschaffen, die hervorragend und tiefgründig ausgearbeitet sind. Isidore Beautrelet, um nur ein Beispiel zu nennen. Er wird uns als angehenden und vielversprechenden Detektiv vorgestellt, der, so mag man durchaus berechtigt vermuten, den Gegenpart zum Meisterdieb übernehmen soll. Doch ist Isidore noch viel mehr als ein klassischer Held und mit dem Dieb auf eine Weise verbunden, die man erst im Laufe des Romans so langsam zu erahnen beginnt. Es kommt selten vor, dass wirklich alle Charaktere mit reichlich Ecken und Kanten daherkommen. Gerade dadurch macht deren Zusammenspiel in diesem Roman aber richtig Spaß und lassen die zahlreichen Nebenschauplätze nicht überflüssig erscheinen. Sie reihen sich vielmehr positiv in den roten Faden der Geschichte ein.
Wer jetzt aber auf eine leichte Diebes-Detektiv-Geschichte hofft, die wie zahlreiche andere Science-Fiction-Geschichten einfach nur in der Zukunft spielt, wird schnell enttäuscht sein. Der Autor hat mit seinem Erstlingswerk nämlich hohe Ansprüche an seine Leser gestellt, weshalb man es auch als schwere Kost bezeichnen kann. Er wirft sie regelrecht in eine Welt von unbekannten Begrifflichkeiten, bizarren Kampftechniken und nahezu unvorstellbaren Szenarien. Und das alles, ohne je ein erklärendes Wort abzugeben. Kein Anhang oder ähnliches hilft dem Leser aus seiner Unwissenheit, wobei er sich Begriffe wie Zoku, Zaddikim, Gevolut und viele weitere durch aktives Mitdenken im Laufe der Geschichte noch selbst erklären kann.
Anders sieht es jedoch mit Quantenpunkt-Fäden, Quantenverschränkung, Qubit, Quarks, Nanomaterie etc. aus. Wenn man als Leser nicht gerade geneigt ist, während der Lektüre all diese Begriffe nachzuschlagen, oder wie der Autor selbst ein Experte in Sachen Stringtheorie ist, leuchten beim Lesen regelmäßig dicke Fragenzeichen auf. Hier besteht die Gefahr, dass man „Quantum“ frustriert weglegt. Ich finde jedoch, dass gerade diese Mischung aus anspruchsvoller Wissenschaft und spannender Fiktion diese Geschichte wirklich einzigartig macht und es sich lohnt, bis zum Ende durchzuhalten. Denn eine Science-Fiction-Geschichte zum Mitdenken gibt es in der heutigen Zeit leider nicht so häufig, so dass man Hannu Rajaniemi zu diesem mutigen Roman wirklich gratulieren kann.
Dieser hat sich für das Ende auch etwas richtig Nettes einfallen lassen: Gerade als man denkt, ein klassisches offenes Ende vor sich zu haben, das eine Fortsetzung verspricht, wird man als Leser mit einem Nachschlag fast überrumpelt, der mich sehr an „Matrix“ erinnert hat.
Fazit
Eine Vergangenheit die wiedergefunden werden will, Intrigen, Gedankenmanipulation und spannende Detektivgeschichten sind die Grundpfeiler dieser Science-Fiction-Geschichte. Wer sich zudem nicht von dieser bizarren Welt abschrecken lässt und ein Buch sucht, wo man als Leser auch mitdenken kann und sogar muss, der ist bei „Quantum“ genau richtig. Allen anderen sei eher davon abzuraten, da gerade die ungewohnten Begriffe sehr schnell Frustration auslösen können.

Kommentieren0
1
Teilen
SuSas avatar

Rezension zu "Fraktal" von Hannu Rajaniemi

Fraktal - Hannu Rajaniemi
SuSavor 5 Jahren

Ein kurzer Einblick

Der Meisterdieb Jean le Flambeur ist zurück und nach seinem Marsabenteuer in „Quantum“ hat er wieder eine schier unlösbare Aufgabe vor sich. Auf der Jagd nach dem mächtigen Kaminari-Stein, der nichts geringeres als das Geheimnis der Unsterblichkeit preisgeben soll, muss er sich nicht nur mehrmals einem brutalen Jäger stellen, sondern sich auch durch die virtuellen Fantasiewelten eines der Schöpfer des Universums schlagen.

Bewertung

Hannu Rajaniemi hat am Ende des Romans in seiner Danksagung festgehalten, dass „dieses Buch […] aus vielen Gründen ein hartes Stück Arbeit“ war. Doch nicht nur für ihn, sondern auch wieder für den Leser ist die Geschichte um Jean und Mieli keine leichte Kost.

„Fraktal“ fängt als Folgeband zu „Quantum“ genau dort an, wo sein Vorgänger aufgehört hat und deswegen ist es ratsam, den 1. Band gelesen zu haben, da alle Ereignisse aufeinander aufbauen und man der Geschichte sonst schlecht folgen kann. Jedoch hat sich der Autor diesmal den Spaß gemacht und die Story nicht wie im ersten Teil geradlinig erzählt, sondern springt in der Zeitachse hin und her, so dass man als Leser höllisch aufpassen muss, nichts zu verpassen und all den kleinen Hinweisen zu folgen, die dezent verstreut wurden. Und auch in seiner Sprachwahl ist sich Rajaniemi treu geblieben. Von den Quantenträumen, Neutrinoregen, Biosynth-Samen, Femtometern und vielen weiteren verwirrenden Begrifflichkeiten kann einem wieder der Kopf schwirren.

Diesmal erfährt der Leser aber mehr zu den Hintergründen der gesamten Story. Sowohl, wieso die einzelnen Gründer dieser fantastischen matrixähnlichen Welt diese überhaupt geschaffen haben, als auch zur Vergangenheit der Hauptpersonen Mieli und Jean. Dadurch wird die Spannung sehr gut aufrechterhalten, die mit „Quantum“ geschaffen wurde. Zusätzlich begegnet man auf der scheinbar postapokalyptischen Erde weiteren bisher unbekannten Persönlichkeiten, die direkt aus einem Märchen wie aus 1001 Nacht stammen könnten. Diese Charaktere wachsen innerhalb dieser 400 Seiten regelrecht über sich hinaus und entwickeln sich ständig weiter, so dass man regelrecht mitgerissen wird von der Wucht der einzelnen Ereignisse und das Buch kaum aus den Händen legen kann.

Fazit

Bei einer Trilogie geht man ja manchmal recht verhalten an den Mittelband heran und fragt sich, ob er die Erwartungen erfüllen und die Spannung halten kann, die der erste Teil geweckt haben mag. Bei „Fraktal“ ist das meiner Meinung nach definitiv der Fall. Neue und tiefgründige Charaktere mit einem neuen Setting, welche einem roten Faden gleich auf den ersten Teil aufbauend hervorragend in die Geschichte eingeflochten wurden, gepaart mit der Kontinuität in der Schreibweise machen diesen Roman zu einem klasse Leseerlebnis. Einen besonderen Spaß macht es vor allen Dingen, wenn man „Fraktal“ direkt im Anschluss an „Quantum“ liest. Das eventuell auftretende Verständnisproblem wird dadurch auf jeden Fall gemindert…

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 37 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks