Hannu Rajaniemi Quantum

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Inhaltsangabe zu „Quantum“ von Hannu Rajaniemi

Kein anderer Science-Fiction-Roman wurde von den Lesern und Medien so gefeiert wie Hannu Rajaniemis »Quantum«: Seine Verbrechen sind im ganzen Sonnensystem bekannt - der Meisterdieb Jean le Flambeur kann sich jedoch an keine seiner Taten erinnern. Was ist mit seinem Gedächtnis geschehen? In wessen Körper steckt er? Und warum rettet ihn die ätherische Kriegerin Mieli aus seiner erbarmungslosen Gefangenschaft? Ausgerechnet in der Stadt des Vergessens soll Jean Antworten finden. Dort wird menschliche Lebenszeit als Währung gehandelt, und Erinnerungen sind der kostbarste Besitz jedes Einwohners. Und weil auf keinem Planeten Verbrechen härter bestraft werden, muss der Meisterdieb ohne Gedächtnis auf dem Mars den brillantesten Coup aller Zeiten durchziehen ...

Hat mich nicht mitgezogen; zu verworrene Geschichte an die ich wenig konkrete Erinnerungen habe. Vielen scheints zu gefallen; mir eher nicht

— Stryke83
Stryke83

Wer an Science-Fiction das Fremd-Sein in anderen Welten liebt, wird dieses Buch verschlingen!

— FlintstonesRequiem
FlintstonesRequiem

Schwer zu lesen.

— gorgophol
gorgophol

Nette Ideen, schöner Plott, aber sher zäh zu lesen. Auserdem verliert man schnell den Faden wenn man nicht aufpasst.

— PoerpleOehring
PoerpleOehring

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  • Meisterdieb sucht Gedächtnis.

    Quantum
    FlintstonesRequiem

    FlintstonesRequiem

    10. September 2015 um 13:26

    Der Meisterdieb Jean Le Flambeur begibt sich auf die Suche nach seinen Erinnerungen - wie sonst soll er schließlich den größten Diebstahl seiner Karriere begehen? Das Buch spielt über seine gesamte Länge mit dem Nicht-Wissen und Nicht-Erinnern. Dazu gehört nicht nur, dass der Hauptprotagonist sich nicht an seine eigene Identität erinnern kann, sondern auch, dass der Leser ohne Vorwissen, geschweige denn Begriffserklärungen, in eine Vielzahl fremder Welten und Kulturen geworfen wird, und sich die Funktionsweise dieser Gesellschaften mit der Zeit selber erschließen muss. Wen so etwas nervt, der wird an diesem Buch wohl keine Freude haben. Wer an Science Fiction aber gerade das Fremd-Sein in anderen Welten liebt, der wird dieses Buch verschlingen. Neben der außergewöhnlichen Geschichte und den alles andere als flachen Charakteren macht vor allem die Vielzahl anderer Kulturen, die Rajaniemi auffächert, den Reiz dieses Romans aus. Ich bin begeistert und freue mich auf den nächsten Band!

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  • Quantum - Hannu Rajaniemi

    Quantum
    SuSa

    SuSa

    28. July 2013 um 14:50

    Ein kurzer Einblick Jean le Flambeur ist durch seine Verbrechen im gesamten Sonnensystem als Meisterdieb bekannt. Er hat nur ein Problem, er kann sich an keine seiner Taten erinnern. Was führte zu diesem Gedächtnisverlust? Und warum saß er im Gefängnis, bis ihn die schöne und geheimnisvolle Kriegerin Mieli aus seiner Gefangenschaft befreite? Auf dem Mars soll der Meisterdieb seine Antworten finden. Doch gerade dort werden Verbrechen am härtesten bestraft, denn die kostbarste Währung der Menschen ist ihre Lebenszeit. Jean le Flambeur steht also vor keiner leichten Aufgabe… Bewertung Hannu Rajaniemi hat mit seinem Hauptschauplatz auf dem Mars eine sehr futuristische Welt geschaffen. Allein die Tatsache, dass die Menschen dort mit Lebenszeit bezahlen, ist zum einen überaus spannend und gleichzeitig beängstigend. Wer den Film „In Time – Deine Zeit läuft ab“ gesehen hat, wird einige Parallelen zu „Quantum“ feststellen. Denn auch hier gibt es zwei Hauptprotagonisten, welche nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammenfinden. Jedoch enden Jean le Flambeur und Mieli nicht als Liebespaar, sondern gehen eher eine kämpferische Zweckgemeinschaft ein, welche mit freundschaftlichen Zügen gekennzeichnet ist. Rajaniemi hat aber auch wichtige Nebenfiguren geschaffen, die hervorragend und tiefgründig ausgearbeitet sind. Isidore Beautrelet, um nur ein Beispiel zu nennen. Er wird uns als angehenden und vielversprechenden Detektiv vorgestellt, der, so mag man durchaus berechtigt vermuten, den Gegenpart zum Meisterdieb übernehmen soll. Doch ist Isidore noch viel mehr als ein klassischer Held und mit dem Dieb auf eine Weise verbunden, die man erst im Laufe des Romans so langsam zu erahnen beginnt. Es kommt selten vor, dass wirklich alle Charaktere mit reichlich Ecken und Kanten daherkommen. Gerade dadurch macht deren Zusammenspiel in diesem Roman aber richtig Spaß und lassen die zahlreichen Nebenschauplätze nicht überflüssig erscheinen. Sie reihen sich vielmehr positiv in den roten Faden der Geschichte ein. Wer jetzt aber auf eine leichte Diebes-Detektiv-Geschichte hofft, die wie zahlreiche andere Science-Fiction-Geschichten einfach nur in der Zukunft spielt, wird schnell enttäuscht sein. Der Autor hat mit seinem Erstlingswerk nämlich hohe Ansprüche an seine Leser gestellt, weshalb man es auch als schwere Kost bezeichnen kann. Er wirft sie regelrecht in eine Welt von unbekannten Begrifflichkeiten, bizarren Kampftechniken und nahezu unvorstellbaren Szenarien. Und das alles, ohne je ein erklärendes Wort abzugeben. Kein Anhang oder ähnliches hilft dem Leser aus seiner Unwissenheit, wobei er sich Begriffe wie Zoku, Zaddikim, Gevolut und viele weitere durch aktives Mitdenken im Laufe der Geschichte noch selbst erklären kann. Anders sieht es jedoch mit Quantenpunkt-Fäden, Quantenverschränkung, Qubit, Quarks, Nanomaterie etc. aus. Wenn man als Leser nicht gerade geneigt ist, während der Lektüre all diese Begriffe nachzuschlagen, oder wie der Autor selbst ein Experte in Sachen Stringtheorie ist, leuchten beim Lesen regelmäßig dicke Fragenzeichen auf. Hier besteht die Gefahr, dass man „Quantum“ frustriert weglegt. Ich finde jedoch, dass gerade diese Mischung aus anspruchsvoller Wissenschaft und spannender Fiktion diese Geschichte wirklich einzigartig macht und es sich lohnt, bis zum Ende durchzuhalten. Denn eine Science-Fiction-Geschichte zum Mitdenken gibt es in der heutigen Zeit leider nicht so häufig, so dass man Hannu Rajaniemi zu diesem mutigen Roman wirklich gratulieren kann. Dieser hat sich für das Ende auch etwas richtig Nettes einfallen lassen: Gerade als man denkt, ein klassisches offenes Ende vor sich zu haben, das eine Fortsetzung verspricht, wird man als Leser mit einem Nachschlag fast überrumpelt, der mich sehr an „Matrix“ erinnert hat. Fazit Eine Vergangenheit die wiedergefunden werden will, Intrigen, Gedankenmanipulation und spannende Detektivgeschichten sind die Grundpfeiler dieser Science-Fiction-Geschichte. Wer sich zudem nicht von dieser bizarren Welt abschrecken lässt und ein Buch sucht, wo man als Leser auch mitdenken kann und sogar muss, der ist bei „Quantum“ genau richtig. Allen anderen sei eher davon abzuraten, da gerade die ungewohnten Begriffe sehr schnell Frustration auslösen können.

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  • Rezension zu "Quantum" von Hannu Rajaniemi

    Quantum
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. June 2012 um 23:29

    Nachdem das Buch lange nur als teure Sonderausgabe verfügbar war (und ich mich nie zum Kauf durchringen konnte), ist es vor einigen Monaten als normale Taschenbuchausgabe erschienen und somit nun in meinem Bücherregal gelandet. Nachdem ich die ersten 50 Seiten gelesen hatte, war ich extrem froh nicht mehr Geld dafür ausgegeben zu haben: Man bekommt in nahezu jedem Satz eine Reihe von Fremdwörtern um die Ohren geworfen - und Erklärungen gibt es kaum (und kein Glossar). Dementsprechend schwer fällt es auf den ersten (100) Seiten, sich in die erschaffene Welt einzudenken geschweige denn sich in einen der Protagonisten hineinzuversetzen. Wer also auf der Suche nach einer leicht verdaulichen Diebesgeschichte ist, sollte vielleicht besser zu einem anderen Buch greifen. Nachdem man sich durch das erste Viertel des Buches gequält hat, nimmt die Handlung dann endlich an Fahrt auf. Jean der Meisterdieb landet zusammen mit seiner Retterin Mieli - in deren Schuld er nun steht- auf dem Mars, um seine Erinnerungen wiederzuerlangen, denn er kann sich seit seinem Gefängnisaufenthalt überhaupt nicht mehr an sein früheres Leben erinnern. Die weitere Handlung spielt auf dem Mars, sodass man (endlich) eine etwas bessere Vorstellung von der Welt bekommt. Die Idee, die Rajaniemi hier einbringt, ist nämlich durchaus interessant. Als Währung dient die Lebenszeit eines Menschen, die mit einer personalisierten Uhr exakt abgerechnet wird. Ist diese abgelaufen, wird man ein "Schweiger" und dann nach einigen Jahren quasi wiedergeboren. Zudem kann jeder mit einem sogenannten Gevolut genau regeln, welche Personen Zugriff auf welche persönliche Daten haben sollen und ob sie sich später noch daran erinnern können - sei es der eigene Name, Erinnerungen oder Gespräche. Das geht soweit, dass man sich sogar selbst unsichtbar für andere machen kann. Die politischen Verstrickungen der verschiedenen Gruppen sind dagegen wesentlich komplizierter zu durchschauen, teilweise werden sie (meiner Meinung nach) auch gar nicht aufgelöst. Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch in diesem Teil schließlich doch noch gefangen nehmen und habe -entgegen meines ersten Eindrucks- das Buch doch noch des Kaufs würdig befunden. Vielleicht ist es bei diesem Buch durchaus ganz sinnvoll, es mehrmals zu lesen. Beim zweiten Lesen kann man sich sicherlich mehr auf die Details konzentrieren, die einem beim ersten Lesen völlig entgehen, weil man noch am Grundverständnis arbeiten muss. Viele Leser sind aber sicherlich nach dem ersten Lesen schon genug abgeschreckt, dass sie es ein zweites Mal nicht mehr in die Hand nehmen - was eigentlich schade ist. Meiner Meinung nach hat sich Hannu Rajaniemi übernommen - etwas weniger wäre vielleicht mehr gewesen. Aber wie gesagt, bereut habe ich den Kauf letztendlich nicht. Von mir 7 Punkte. Im September erscheint übrigens der zweite Band auf Englisch ("The Fractal Prince").

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  • Rezension zu "Quantum" von Hannu Rajaniemi

    Quantum
    goswin

    goswin

    "Die Kriegerin Mieli befreit Jean le Flambeur, den Meisterdieb, aus einem Gefängnis. Doch er erinnert sich nicht an sein früheres Leben. Wer war er und was hat er gestohlen? Um dies herauszufinden, reisen beide zum Mars. In der “Stadt des Vergessens“ machen sie sich auf die Suche nach Jeans früherem Ich und etwas, das dieses dort versteckt hat..." Im März 2011 erschien in der Fantasy-Sparte des Piper-Verlages der Science Fiction-Roman “Quantum“ des Finnen Hannu Rajaniemi. Das ca. 430 Seiten starke Buch mit Klappenbroschur zeigt ein angemessenes Cover, das mit der Handlung zu tun haben mag oder auch nicht. Der Titel selbst ist relativ nichtssagend, der englische Originaltitel “The Quantum Thief“ ist eindeutig besser gewählt. Wenn ein Verlag sich nicht zu schade ist, den Buchrücken eines Romans mit Lobeshymnen voll zudrucken, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder ist das Buch wirklich so gut, dass dieser eigentlich billige Werbetrick keiner mehr ist, oder es ist eben doch nur genau jener billige Trick, der um so durchsichtiger ist, wenn die zitierten Autoritäten fast sämtlich englische Zeitungen sind und somit weder die deutsche Übersetzung noch die üblichen Reaktionen der deutschen Leserschaft beurteilen können. Wie so oft gibt es nicht nur schwarz und weiß, sondern auch Grautöne. So auch hier. Liest man sich durch die ersten, vielleicht 100 Seiten des Buches – wobei man das Wort “liest“ auch durch das Wort “quält“ ersetzen mag – so beschleicht einen das Gefühl, dass man seine Zeit mit etwas verschwendet, was der Verlag in fälschlicher Weise hochgelobt hat. Quält/liest man sich weiter erkennt man, dass der Autor durchaus ein interessantes Setting gefunden hat. Es erreicht bei weitem kein Level, dass die Einschätzung des Guardian “brilliantes Debüt“ rechtfertigen würde, aber es bietet durchaus Ansätze zum Nachdenken. Genau das ist es eigentlich auch, was den Roman letztlich interessant macht. Denn es ist nicht die komplexe Handlung, die so verwirrend beschrieben ist, das wohl auch der Autor zum Schluß die Fäden verloren hat. Denn es sind keineswegs die handelnden Figuren, die in großer Zahl langweilig und eindimensional sind. Das sie nicht klischeehaft sind, liegt einzig daran, dass der Autor kreativ genug war Figuren zu erschaffen, für die es schlicht keine Klischees gibt. Denn es ist schon gar nicht sein Schreibstil, welcher das Lesen zur eigentlichen Qual macht. Es ist in Ordnung, wenn ein Autor seine eigene Welt schafft und dabei auch neue Begrifflichkeiten einführt. Wenn ein Autor aber jene Begriffe nur benutzt, aber nur spät oder gar nicht erklärt und diese in so unglaublich großer Zahl nutzt, dass ein Leser nur noch mit dem Verständnis eines einzelnen Satzes beschäftigt ist und keinen Blick mehr für das große Ganze hat, dann ist der Stil genau das, was den Roman im Deutschen meilenweit von den evtl. im Englischen verdienten Lobhymnen entfernt. Einzig die Welt hinter all den überflüssigen, physikalischen Konstrukten und Phantasybegriffen ist das wovon der Roman lebt und welche Lob verdient hat. Eine Welt in der Lebenszeit als Währung dient und es (vielleicht) keinen endgültigen Tod gibt, bietet wunderbare Ansätze zum Nachdenken und Grübeln. Diesen Ansätzen im Buch zu folgen, ist letztlich die lohnendste Beschäftigung mit dem Roman. Wer Interesse an dem Roman hegt, sollte sich im Bücherladen die Zeit nehmen und ein paar Seiten darin lesen. Wer mit dem seltsamen Schreibstil zurecht kommt, für den mag sich die innere Schönheit des Romans entfalten können. Ansonsten besteht das Lesen zu mehr als 50% der Zeit aus Quälerei... und dazu ist Lebenszeit zu kostbar. Nicht Empfehlenswert.

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