Hans-Dieter Gelfert

 3.7 Sterne bei 43 Bewertungen

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Madam I'm Adam
Neu erschienen am 11.10.2018 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

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Edgar Allan Poe
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 (4)
Erschienen am 15.09.2008
Hans-Dieter GelfertCharles Dickens
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 (3)
Erschienen am 27.02.2012
Hans-Dieter GelfertShakespeare
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Shakespeare
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Erschienen am 23.08.2000
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Hans-Dieter GelfertWilliam Shakespeare in seiner Zeit
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William Shakespeare in seiner Zeit
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 (2)
Erschienen am 21.01.2014
Hans-Dieter GelfertTypisch englisch
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Typisch englisch
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 (3)
Erschienen am 04.07.2005

Neue Rezensionen zu Hans-Dieter Gelfert

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M

Rezension zu "Shakespeare" von Hans-Dieter Gelfert

Stark Komprimiert
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Stark Komprimiert

Dicht gedrängt folgen in diesem schmalen Band die Kapitel auf Kapitel. Von der Zeit Shakespeares über das Theater, Shakespeares Kanon, etwas ausführlicher (was auch ganz gut so ist) ein Blick auf Shakespeares Weltsicht (soweit man diese wirklich erschließen kann), ein Schnelldurchlauf durch Versepen, Sonette, Historien, Komödien, Romanzen wie ebenso ein Blick auf Shakespeares Nutzung von Sprache, seine Bedeutung für die englische Frühaufklärung und „Shakespeares Größe“.

Allgemein im Schnelldurchgang, könnte man sagen und trifft damit nicht unbedingt daneben. Wobei deutlich sein muss, dass Gelfert nicht mehr als eine Einführung zu Mann und Werk mit diesem Buch gibt und hier das Notwendige durchaus in knapper Form dem Leser vor Augen führt.

Trotz des knappen Raumes bleibt zumindest Zeit, sich den „Hamlet“ einige Seiten näher anzuschauen, wie die sogenannten „Problemstücke“ des Dichters (im Rahmen einer „pessimistischen Wendung“ Shakespeares legt Gelfert auch für einige Stücke nach Hamlet diesen „Unterton der Tragödie“ offen für „Troilus und Cressida“, „Ende gut alles gut“ und „Das Maß der Angst“. Stücke, die in ihrer Entwicklung auf das breit ausgeführte Thema des „Menschenhasses“ in „König Lear“ in Gelferts Darlegung entwickelnd hinführen).

Die eigentliche Größe Shakespeares verortet Gelfert in der „Tiefe der Auslotung der Innenwelt des Menschen auf seinem ureigensten Feld“. Ein Werk, in dem die „Fundamente beben“, im Gegensatz zu Goethe, dessen Weltvertrauen nie in seinen Grundfesten erschüttert war. Hier, in der Auslotung menschlicher Tiefe, im Zynismus, aber auch im komödiantisch-amoralischen (Jago), im Drama der Verstrickungen der Leidenschaften bis hin zum ausgeprägten Menschenhass, aber auch der möglichen Luftigkeit und Leichtigkeit des Seins und der Liebe sieht Gelfert das eigentliche Genie Shakespeares. Mit einer höhewertigen Schätzung Shakespeares im Drama, dessen Krone Gelfert im englischen Dichter sieht.

Gerade weil Shakespeare nicht (wie viele andere) im „Chaos“ die „verdeckten Ordnungsmöchte“ eruierte, sondern ganz andersherum von der Ordnung ausgehend die Tiefen hinter dieser nur vermeintlichen Ordnung auslotet.

Alles in allem dient dieser Band tatsächlich vor allem der ersten sachlich-nüchternen Orientierung in Bezug auf Werk, Person und Zeit Shakespeares, für sich alleine sollte man dieses Werk nicht stehen lassen, sondern auf der Basis der Informationen Gelferts dann sich dem ein oder anderen größeren, breiteren, vielleicht auch „bunteren“ Werk über Shakespeare nähern.

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M

Rezension zu "William Shakespeare in seiner Zeit" von Hans-Dieter Gelfert

Kultur der Zeit in Verbindung zu Person, Denken und Werk Shakespeares
michael_lehmann-papevor 5 Jahren



Auf der einen Seite ist Shakespeare „der“ Dichter „aller Zeiten“, zumindest der „meistbeforschte“, auf der anderen Seite liegt seine Person immer noch und immer wieder mehr im Dunkeln als im Hellen.

Hans Dieter Gelfert nun wendet sich in seiner bekannt systematischen Herangehensweise nach „Edgar Allen Poe“ und „Charles Dickens“ auch dieser Über-Figur der Dichtkunst, der Komödie und des Dramas eben „als Person“, den inneren Entwicklungen, zu.
Und, wie von ihm gewohnt, er vollzieht dies in gewissenhafter Gründlichkeit, ohne in Sprache, Form und Inhalt dabei zu sehr der abstrakten, theoretischen, wissenschaftlichen Diskussion anheim zu fallen. Auf der anderen Seite aber verbleibt Gelfert bei Weitem nicht in einer rein populärwissenschaftlichen Darstellung stehen, sondern lässt jederzeit spüren, dass er im Hintergrund fundiert die aktuellen Erkenntnisse der Forschung zu Grunde legt.

Ebenso, wie von Gelfert gewohnt, setzt er voraus, dass die „Atmosphäre der Zeit“, die kulturellen Eigenheiten, die relevanten Themen, das alltägliche Leben der Menschen im England des 16. Jahrhunderts von hoher Bedeutung für die Prägung von Person und Werk Shakespeares waren.
So ist nicht verwunderlich, um Shakespeare als „Kind seiner Zeit“ aufzuweisen, dass Gelfert im ersten Teil des Buches sehr detailliert die Zeitgeschichte aufwarten lässt und den Leser mit hineinnimmt in die „äußeren“ Wichtigkeiten der prägenden Lebensjahre des Dichters.

Eine Zeit geprägt von „verspäteter Renaissance“ und damit Hinwendung zu den „alten Formen“, damit in durchaus reibender Spannung zur Reformation und zur Aufklärung, ein Land an der Schwelle zur „modernen Welt“, dass in dieser Zeit die Grundlagen des kommende Empire legte, vor allem unter Elizabeth I..

Dem korrespondieren innerlich die Gegensätze von „Wissenschaft und Aberglauben“, von einer verstärkten Verehrung der Frau, einer Lust am Tragischen und einem deutlich geprägten „elisabethanischem Weltbild“ mitsamt einer Theaterkultur, die all diese auch widerstreitenden Entwicklungen widerspiegelte.

Im (kleineren) biographischen zweiten Teil des Buches führt Gelfert dann dies alles in seinem Kapitel über „Shakespeares Weltsicht“ prägnant zusammen.
Wie in den Stücken Shakespeares entweder dramatisch im Untergang oder durch „zur Vernunft bringen“ der jeweiligen Hauptfigur die jeweilige „Ordnung“ wieder hergestellt wird, in manchen Werken auch in monumentaler Tiefe und zeitlos angelegt, das ist ein deutlicher Hinweis auf die geprägte Sicht der Welt in Shakespeare selbst.

Wie er zudem die Problematiken (anders als in antiken Dramen) in die jeweiligen Personen „hinein verlegt“ und damit die Spannung zwischen „Vernunft und Leidenschaft“, alter „abergläubischen“ und emotionsgesteuerten Welt und „modernem“ Siegeszug der Vernunft ebenso in seinen Stücken oft und oft ausarbeitet und zugrunde legt.

„Alle seine tragischen Helden werden Opfer ihrer Leidenschaft, die über die Vernunft triumphiert“ (Tragödien, außer Hamlet) oder seine Helden sind jene, bei denen die Vernunft triumphiert über die Leidenschaft (Komödien).
Mithin positioniert sich Shakespeare auf Seiten der Vernunft, ganz Kind seiner Zeit.

Ehre und Natur, Gerechtigkeit und Gnade, Schein und Sein, Mann und Frau und manch weiteren, zentralen Themen geht Shakespeare nach, die in ihrer Haltung auf die „Zeichen der Zeit“ hin angelegt sind und von dieser geprägt waren, wie Gelfert sehr flüssig zu lesen und souverän dargestellt dem Leser biographisch in der Person und, im dritten Teil, ausführlich in der breiten und ebenso fundierten Auslegung der einzelnen Werke nachweist.

Ein intensives, hoch spannendes Buch, dass in sich den aktuellen Strand des wissenschaftlichen Diskurses über Shakespeare aufnimmt und die Verwobenheit des Dichters als „Kind seiner Zeit“ in eben dieser Zeit mit ihren Wandlungen und weichenstellenden kulturellen Entwicklungen präzise benennt. Und dies alles im Werk des Dichters dann detailliert nachweist.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre, die immer den Blick in das „Innere des Dichters“ im Mittelpunkt der Betrachtungen hält.

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YvonneLaross avatar

Rezension zu "Edgar Allan Poe" von Hans-Dieter Gelfert

Man nehme eine Ladung Fremdwörter und erhebe sich über den Leser ...
YvonneLarosvor 5 Jahren

Denn schließlich war das Leben von Edgar Allan Poe ja noch nicht kompliziert genug. Warum nicht auch noch das des Lesers schwer machen? Was für ein Spaß, ein Buch hauptsächlich deshalb zu schreiben, um sich selbst so richtig in Szene zu setzen!

Wir preisen es ganz groß an: "Dieses Buch versucht, Zeitgeschehen, Biographie und Werke des Edgar Allan Poe in Verbindung zu setzen!" Und dann versteifen wir uns seitenlang auf all die logischen Fehler, die Mr. Poe in seinen Kurzgeschichten gemacht hat. Natürlich nur echt mit der extra Portion Fachausdrücke! Soll schließlich jeder merken, dass ich der Obermacker bin!

Zwischendurch dann ein bisschen auf die Gefühlsdrüse gedrückt. "Natürlich bestürzt es auch mich, dieses große Leid, das Edgar Allan Poe durchleben musste! Eltern früh verloren ... Zu einem lieblosen Stiefvater gekommen ... Nicht anerkannt von den voreingenommenen Amerikanern ... Der Trunksucht verfallen ... In ständiger Armut gelebt ..."

Mysteriöse Dinge werden dann nur kurz angedeutet. Sollen die Leser selbt drauf kommen, was Dinge wie Thule genau sind ... Die erwähnten Verbindungen muss der Leser dann auch  selbst knüpfen. Das Buch ist immerhin in drei Abschnitte eingeteilt - Ordnung ist das halbe Leben!

Rezensentin: "Mann, hat der Typ ein Glück, dass Edgar Allan Poes' Leben aufregend genug für drei Sterne ist! Aber hätte ich darüber nicht auch in einer anderen Biographie lesen können?"

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Hans-Dieter Gelfert wurde am 02. Januar 1937 in Deutschland geboren.

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