Hans-Dieter Gelfert Shakespeare

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Inhaltsangabe zu „Shakespeare“ von Hans-Dieter Gelfert

William Shakespeare ist der wohl größte englische Dichter. Hans-Dieter Gelfert gibt in diesem Buch eine Einführung in Leben und Werk. Er skizziert das gesellschaftliche Bewußtsein der Shakespearezeit und die Grundthemen des Gesamtwerks, interpretiert die wichtigsten Werke und deutet sie vor dem Hintergrund des elisabethanischen Weltbildes und der anbrechenden Neuzeit. (Quelle:'Flexibler Einband/10.02.2014')

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  • Stark Komprimiert

    Shakespeare
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. March 2014 um 09:18

    Stark Komprimiert Dicht gedrängt folgen in diesem schmalen Band die Kapitel auf Kapitel. Von der Zeit Shakespeares über das Theater, Shakespeares Kanon, etwas ausführlicher (was auch ganz gut so ist) ein Blick auf Shakespeares Weltsicht (soweit man diese wirklich erschließen kann), ein Schnelldurchlauf durch Versepen, Sonette, Historien, Komödien, Romanzen wie ebenso ein Blick auf Shakespeares Nutzung von Sprache, seine Bedeutung für die englische Frühaufklärung und „Shakespeares Größe“. Allgemein im Schnelldurchgang, könnte man sagen und trifft damit nicht unbedingt daneben. Wobei deutlich sein muss, dass Gelfert nicht mehr als eine Einführung zu Mann und Werk mit diesem Buch gibt und hier das Notwendige durchaus in knapper Form dem Leser vor Augen führt. Trotz des knappen Raumes bleibt zumindest Zeit, sich den „Hamlet“ einige Seiten näher anzuschauen, wie die sogenannten „Problemstücke“ des Dichters (im Rahmen einer „pessimistischen Wendung“ Shakespeares legt Gelfert auch für einige Stücke nach Hamlet diesen „Unterton der Tragödie“ offen für „Troilus und Cressida“, „Ende gut alles gut“ und „Das Maß der Angst“. Stücke, die in ihrer Entwicklung auf das breit ausgeführte Thema des „Menschenhasses“ in „König Lear“ in Gelferts Darlegung entwickelnd hinführen). Die eigentliche Größe Shakespeares verortet Gelfert in der „Tiefe der Auslotung der Innenwelt des Menschen auf seinem ureigensten Feld“. Ein Werk, in dem die „Fundamente beben“, im Gegensatz zu Goethe, dessen Weltvertrauen nie in seinen Grundfesten erschüttert war. Hier, in der Auslotung menschlicher Tiefe, im Zynismus, aber auch im komödiantisch-amoralischen (Jago), im Drama der Verstrickungen der Leidenschaften bis hin zum ausgeprägten Menschenhass, aber auch der möglichen Luftigkeit und Leichtigkeit des Seins und der Liebe sieht Gelfert das eigentliche Genie Shakespeares. Mit einer höhewertigen Schätzung Shakespeares im Drama, dessen Krone Gelfert im englischen Dichter sieht. Gerade weil Shakespeare nicht (wie viele andere) im „Chaos“ die „verdeckten Ordnungsmöchte“ eruierte, sondern ganz andersherum von der Ordnung ausgehend die Tiefen hinter dieser nur vermeintlichen Ordnung auslotet. Alles in allem dient dieser Band tatsächlich vor allem der ersten sachlich-nüchternen Orientierung in Bezug auf Werk, Person und Zeit Shakespeares, für sich alleine sollte man dieses Werk nicht stehen lassen, sondern auf der Basis der Informationen Gelferts dann sich dem ein oder anderen größeren, breiteren, vielleicht auch „bunteren“ Werk über Shakespeare nähern.

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