Hans-Erhard Lessing

 3,9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Das Fahrrad, Ich fahr' so gerne Rad ... und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans-Erhard Lessing

Hans-Erhard Lessing, geboren am 26. Februar 1938 in Schwäbisch Gmünd, ist Physiker, Technikhistoriker und einer der weltweit führenden Fahrradexperten. Er machte auf den Zusammenhang zwischen der Zweiraderfindung und der Klimakatastrophe von 1816/17 aufmerksam. Zahlreiche Publikationen, darunter die »Bibel für Fahrradenthusiasten« und »Bicycle Design: An Illustrated History« zusammen mit Tony Hadland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hans-Erhard Lessing

Cover des Buches Das Fahrrad (ISBN: 9783608913422)

Das Fahrrad

 (3)
Erschienen am 03.04.2017
Cover des Buches Ich fahr' so gerne Rad (ISBN: 9783423209854)

Ich fahr' so gerne Rad

 (1)
Erschienen am 01.05.2007
Cover des Buches Meine Radreise um die Erde (ISBN: 9783931965068)

Meine Radreise um die Erde

 (1)
Erschienen am 10.10.2007
Cover des Buches Ich fahr' so gerne Rad ... (ISBN: 9783423145886)

Ich fahr' so gerne Rad ...

 (0)
Erschienen am 07.04.2017
Cover des Buches Ich fahr' so gerne Rad… (ISBN: 9783423140881)

Ich fahr' so gerne Rad…

 (0)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches Karl Drais (ISBN: 9783765085697)

Karl Drais

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Erschienen am 02.06.2010
Cover des Buches Robert Bosch (ISBN: 9783499505942)

Robert Bosch

 (0)
Erschienen am 01.08.2007

Neue Rezensionen zu Hans-Erhard Lessing

Cover des Buches Das Fahrrad (ISBN: 9783608913422)seschats avatar

Rezension zu "Das Fahrrad" von Hans-Erhard Lessing

Solide Kulturgeschichte
seschatvor 5 Jahren

Dieses Jahr wird das Fahrrad 200 Jahre alt und das Verlagshaus Klett-Cotta hat sich dieses runde Jubiläum zum Anlass genommen, eine kleine Kulturgeschichte zur Thematik herauszugeben.

Der Technikhistoriker Hans-Erhard Lessing arbeitet sich auf insgesamt 255 Seiten von den technischen Anfängen und Vorbildern des "Drahtesels" bis zu den heutigen hochmodernen Fahrradmodellen vor. Während der Autor die momentanen Fahrradtrends eher sporadisch abhandelt, so detailreich geht er auf die Entwicklungen des 18. und 19. Jahrhunderts, vor allem auf die Draisine und das Veloziped ein. Dies empfand ich anfangs noch recht spannend und aufschlussreich, wurde auf Dauer und mit Zunahme der Seiten aber anstrengend bis öde. Zudem hätte ich mir mehr Bildmaterial zur Auflockerung und Veranschaulichung des Fachtextes gewünscht. Die kulturgeschichtlichen Exkurse stellten hingegen meine Highlights dar, weil hier eingehend auf das Verhältnis von Frau bzw. Kirche zum Fahrrad eingegangen wurde, was bisher viel zu selten beleuchtet worden ist. Zudem konnte ich lernen, dass damals Kokabonbons und Cola als Aufputschmittel für längere Touren genutzt wurde und wie es zur Bezeichnung "Eisbein" gekommen ist. Auch die Ausführungen zum Hochrad gerieten unterhaltsam. So schön die reiche Quellenarbeit von Lessing auch sein mag, so ermüdend empfand ich die teilweise seitenlangen Zitate aus Zeitschriften etc. Auch der für ein Sachbuch typisch nüchterne Erzählton fehlte nicht.

FAZIT
Ein solides, wenngleich an manchen Stellen etwas ausschweifendes Sachbuch zum Thema "Fahrrad". 

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Cover des Buches Das Fahrrad (ISBN: 9783608913422)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Das Fahrrad" von Hans-Erhard Lessing

200 Jahre Fahrrad - ein Fortbewegungsmittel feiert Geburtstag
Bellis-Perennisvor 5 Jahren

„Wenige Artikel, die der Mensch je benutzte,haben eine derartige Revolution in der Gesellschaft hervorgerufen wie das Fahrrad.“ (USA-Volkszählungsbericht 1900)

Kaum zu glauben, das Fahrrad wird im Juni 2017 200 Jahre alt.
Zumindest, wenn es nach dem Autor geht, der die (Kultur)Geschichte dieses Fortbewegungsmittels penibel recherchiert hat.

Als erstes hat der Forstbeamte Karl von Drais 1817 versucht, die Pferde durch seine Laufmaschine zu ersetzen. Seit es wegen des Ausbruchs des Vulkans Tamboga (Bali) 1815 zu mehreren Missernten und darauffolgenden Hungernöten kam (so die Interpretation des Autors), mussten Alternativen zur Fortbewegung gefunden werden.


Die Laufmaschine, auch Draisine genannt, wird nicht überall enthusiastisch angenommen. Sie ist laut (Holz bzw. Eisenräder), braucht eine Menge Platz und erschreckt die Pferde der Fuhrwerke sowie die Passanten auf dem Trottoir. Sie darf daher nicht auf der Straße fahren und auch nicht auf den Gehwegen. Kommt uns das bekannt vor?

Der Siegeszug des Zweirades beginnt erst Ende des 19. Jahrhunderts, als sich das Hochrad zum „Niederrad“, mit zwei gleich großen Rädern entwickelt hat. Die Erfindung des Luftreifens von Dunlop, lässt die Anzahl der Fahrräder in die Höhe schnellen, bis ihm das Automobil den Rang als Fortbewegungsmittel abläuft.

Die eigentlich interessante Geschichte an dem Buch sind nicht die technischen Spielereien, die Hans-Erhard Lessing erzählt, sondern die gesellschaftspolitischen Veränderungen. Zuerst nur ein Spielzeug für reiche, männliche Adelige wird das Fahrrad zu einem Gebrauchsgegenstand, den sich auch die Fabriksarbeiter leisten können. 
Von der edlen Handarbeit zum Fließbandprodukt geht die Entwicklung. Namhafte Fabriken wie Opel, Benz, MAN und/oder Steyr bauen Räder für den unterschiedlichen Gebrauch. 
Selbst die Kirchen melden sich zu Wort. Die einen verteufeln die neue Fortbewegungsart, die anderen stellen Räume als Werkstätten für die Schäfchen und deren Räder zur Verfügung.

Der Aufschrei ist groß, als sich Frauen des Fahrrads bemächtigen. Von „unschicklich“ bis „die Gesundheit gefährdend“ und „unfruchtbar machend“ gehen auch hier die Wogen hoch. Und erst die Kleidung! Mit Korsett und Krinoline ist nicht gut Radfahren, daher werfen die Frauen die beengenden Kleidungsstücke (und einige auch dieselbe Gesinnung) über Bord und fahren mit Hosenröcken oder Pumphosen (sogenannten „Bloomers“). Hier sei auf Petra Durst-Benning und ihren Roman "Solang die Welt noch schläft", in dem genau  diese gesellschaftspolitischen Veränderungen zum Thema gemacht werden, hingewiesen. 

Nach wie vor gibt es Konflikte mit den anderen Verkehrsteilnehmern. In manchen Ländern wird eine Fahrerlaubnis verlangt und es darf nur auf bestimmten Straßen gefahren werden. Zuwiderhandeln wird mit saftigen Strafen geahndet. 
Ein déjà-vu Erlebnis?
Im Wien des beginnenden 20. Jahrhundert z. B. sind die Regeln in jedem Bezirk anders und das Auge des Gesetzes pflichtbewusst….

Meine Meinung:
Hans-Erhard Lessing, der 1938 geborene Physiker und Technikhistoriker, gehört zu den weltweit führenden Fahrradspezialisten. Doch genau dieses Expertenwissen kann auch dazu führen, sich in Details zu verlieren. Leider ist das hier an manchen Stellen passiert. Ein Großteil der technischen Details hat mich beim Lesen ein wenig ermüdet, noch dazu, wo ich keine erklärte Freundin des Drahtesels bin. Vermutlich wird es einem breiteren Publikum ähnlich ergehen. Daher nur 4 Sterne.

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Cover des Buches Ich fahr' so gerne Rad (ISBN: 9783423209854)BertieWoosters avatar

Rezension zu "Ich fahr' so gerne Rad" von Hans E Lessing

Rezension zu "Ich fahr' so gerne Rad" von Hans E Lessing
BertieWoostervor 13 Jahren

Eine Sammlung amüsanter Geschichten rund ums Fahrrad. Die Geschichten sind von bekannten und weniger bekannten Autoren des 19. und 20 Jh. Sie handeln vom Lernen des Fahrradfahrens (z.B. bei Mark Twain), aber sind auch autobiografisch, wie bei Simone de Beauvoir oder Hans Fallada. Es enthält auch eine Sherlock Holmes Kurzgeschichte, bei der zwei Radspuren und das "Lesen" des richtigen Reifenprofils zur Lösung des Falls beitragen. Am besten hat mir die Geschichte von Simone de Beauvoir gefallen, in der sie eine sommerliche Fahrradtour mit Sartre während des 2. WK durch das unbesetzte Frankreich schildert. Dabei kann man richtig des Reiz von gemächlichen Radtouren nachvollziehen. Sehr gut war auch eine Geschichte von Jacques Faizant, in der man lernt, dass ein vorwitziges Mundwerk einen nicht zu einer Ausstellung moderner Kunst, sondern zu einer Fahrradmesse führten kann und man sich dort statt Gemälden, Muffen, Zahnkränze und Rahmenbauteile ansehen und die damit verbundenen enthusiastischen Diskussionen darum anhören muss.

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