Das Schlossgespinst

von Hans-Henner Hess 
4,5 Sterne bei35 Bewertungen
Das Schlossgespinst
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stzemps avatar

Empfehlenswert lustig, amüsant und einfach unterhaltsam. Ein Krimi der leichtesten Sorte.

Bellis-Perenniss avatar

Herrlicher Krimi mit feinem, aber bösem Humor. Überraschende Wendungen machen ihn extra spannend

Alle 35 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Schlossgespinst"

Nach seinem turbulenten Ausflug in die Welt des Oberhofer Bobsports
ist der Fickel froh, wieder in heimischen Gefilden zu weilen.
Jetzt kann alles seinen gewohnt ruhigen Gang gehen. Doch zu früh
gefreut! Ausgerechnet im Meininger Schloss Elisabethenburg, in dessen
Schloss-Stuben der Fickel immer so gemütlich Gänsebrust verzehrt,
machen sich kriminelle Energien bemerkbar.
Die Partitur eines unbekannten Brahms-Konzertes ist aufgetaucht
und entfesselt einen Streit zwischen der Meininger Stadtverwaltung
und der Adelsfamilie. Das könnte dem Fickel herzlich egal sein. Doch
schon bald gibt es im Schloss einen Toten zu beklagen – und ausgerechnet
er soll es als Anwalt mal wieder richten. Notgedrungen macht
sich der Fickel daran, den Fall aufzuklären, und wünscht sich schon
bald, seine kulturelle Ader niemals entdeckt zu haben …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832163488
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:14.01.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Herrlicher Krimi mit feinem, aber bösem Humor. Überraschende Wendungen machen ihn extra spannend
    Ein Gespinst aus Intrigen und Habgier im Schloss

    Autor Hans-Henner Hess entführt uns die Thüringische Stadt Meiningen. Es ist sein dritter Krimi aus der Stadt an der Werra.
    Diesmal  wird die 97-jährige, ehemalige SED-Bürgermeisterin Elfriede Langguth, genannt die 'Rote Elfriede', tot aufgefunden. In ihrem Testament hat sie ihr Hündchen Erich (ja, nach dem ehemaligen Parteichef benannt) als Universalerben und ihre persönliche Assistentin als Nebenerben ernannt.
    Rechtsanwalt Fickel, seines Zeichens Terminvertreter (vulgo „Terminhure“) am Meininger Gericht, rutscht eher zufällig als Nachlassverwalter in diesen Todesfall hinein.

    Was ursprünglich wie ein natürlicher Tod einer betagten Frau ausgesehen hat, entpuppt als heimtückischer Mord. Dem Bauchgefühl des beigezogenen Polizisten sei Dank!

    Personen, die ein Motiv haben, die streitbare Elfriede aus dem Weg zu räumen, gibt es Einige, immerhin wohnte die Rote Elfriede sehr feudal. Sie soll auch Original-Partituren von Johannes Brahms besessen haben. Während der Ermittlungen kommt es zu allerhand Verwicklungen.

    Geschickt führt uns der Autor an der Nase herum. Mehrmals scheint der Mörder oder die Mörderin überführt, um dann doch „nur“ in andere Verbrechen verwickelt zu sein.

    Die Figuren, allen voran Anwalt Fickel haben köstliche Marotten. Fickel trägt, wegen der Affenhitze statt des üblichen anwaltlichen Anzugsgraublauschwarz auch bei Gericht lieber Badeschlapfen, Shorts und Hawaiihemd. Auch hat er lieber keine Fälle und dafür seine Ruhe. Ehrgeiz oder Karriere sind seine Sache nicht. Das besorgt schon seine Ex-Frau, Oberstaatsanwältin Gundelwein, die, um ihre Karriere weitervoranzutreiben, selbst den Leitenden Staatsanwalt in die Pfanne haut.
    Eine besondere Rolle spielt neben Chihuahua Erich, Fickels Kumpel, der unscheinbare Archivar Eddi Abe, Spitzname „Maulwurf“.

    Subtil und herrlich unterschwellig bekommen wir einen Crash-Kurs in Juristerei, Erbrecht inklusive. Historische Fakten rund um Meiningen und Johannes Brahms sowie Schmankerln der regionalen Thüringer Küche dürfen auch nicht fehlen.

    Fazit:

    Ein mit bösem, aber feinem Humor gespickter Regionalkrimi, bei dem auch eine Portion „(N)Ostalgie“ vorkommt. Die beiden Vorgängerbände warten bereits aufs Gelesen werden.
    Ich vergebe gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 2 Jahren
    Lest die Fußnoten!

    Endlich einmal ein Buch dessen Fußnoten sich lohnen zu lesen.  Anwalt Fickel ist ein Anwalt, den man als Leser mag, aber nicht unbedingt als Verteidiger haben möchte. So mancher Laie kennt sich da besser mit dem Gesetz aus als Anwalt Fickel. Doch ausgerechnet er wird wieder in einem Fall hineingezogen. Er, der sich doch einfach nur etwas Ruhe sich gönnen möchte und gern einmal nichts tut. Die Umstände verlangen jedoch etwas mehr Einsatz für den Menschen, den Hund und die Musik.
    Hans-Henner Hess kann seine Leser bestens mit Fickel und Co. unterhalten. Ein Krimi, der nicht nur gut gestrickt, sondern auch mit viel Humor, Satire und Ironie ausgestattet ist. Wie schon gesagt, die Fußnoten müssen hier beachtet werden und man sollte stets auf das Augenzwinkern des Autoren beim Lesen achten. Nicht immer kommen die Juristen hier gut weg, aber da der Autor selbst ein solcher ist, kann man wohl von aufgehübschten Insiderinformationen ausgehen ;-).  Eine gute Protion Ostalgie werden ebenso geliefert wie eine kleine Brise klassische Musik. Beides nicht zu verachten und sehr unterhaltsam. Die Geschichte wird nur langsam aufgerollt und bis dahin lernt man jede Menge skurrile Figuren aus der Meininger High Society kennen. Bis zum Schluss kann Hans-Henner Hess die Spannung halten und am Ende den Leser noch überraschen.
    Man sollte (nicht wie ich) bei dieser kleinen Krimiserie mit dem ersten Band "Herrentag" starten. So bringt man sich nicht um viele komische Momente und kann auch so manche Nebenbemerkung besser vestehen. Der "Herrentag" liegt bei mir schon bereit und auch der zweite Band wird bald folgen.

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    Readivor 3 Jahren
    Dazugelernt im juristischen Bereich!

    Der dritte Fall für den Fickel hat ihn anscheinend richtig ins rotieren gebracht. Bedingt durch ein Sommerloch bei Gericht, wird er als Anwalt für die Rote Elfriede eingesetzt und kommt damit unfreiwillig an mehrere weitere Fälle, aber auch an leckere Rouladen! Vor allem als die Rote Elfriede plötzlich verstirbt und Kriminaler Recknagel mitsamt seinem Bauchgefühl -trotz ihres hohen Alters von 97 Jahren -nicht unbedingt an einen natürlichen Tod glaubt, wird der Fickel auch noch als Nachlassverwalter eingesetzt und der Tod der Erblasserin muss ja nun auch noch aufgeklärt werden. ...

    Die beiden Vorgänger Bände kannte ich leider noch nicht und wusste so eben auch nicht, was so einen Fickel ausmacht. Entsprechend war ich überrascht festzustellen, dass er kein Musteranwalt ist, sondern sich gerne durch das Leben zu schlawienern scheint. Auch kann man wohl behaupten, dass der Fickel eine Art Homo Oekonomikus par excellence ist, der nur eben so viel wie nötig tut... Eine ganz eigene, trockene Art von Humor gehört ebenfalls zu seinen Eigenheiten und haben mich als Leser des öfteren schmunzeln lassen.

    Zuerst musste ich mich in die Geschichte einfinden, war dann aber ab dem zweiten Teil der Story drin und mein kriminalistischer Spürsinn sah schon die Auflösung des Falles vor sich.
    Allerdings habe ich da die Rechnung ohne die ein oder andere überraschende Wende gemacht, die  die Story sehr interessant werden lassen. Und die Besonderheiten der dargestellten Charaktere haben einen hohen Unterhaltungswert gehabt!

    Gefallen hat mir außerdem, dass man während der Lektüre einiges, nicht nur an regionalen Besonderheiten, sondern auch an rechtlichen Grundlagen aufgeschnappt hat. Die ungewöhnliche Arbeit mit Fußnoten und einfallsreichen Erklärungen und Ostdeutschen Hintergründen hat mir ebenfalls sehr zugesagt.

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 3 Jahren
    Anwalt Fickel ermittelt zum dritten Mal

    Ganz Meiningen stöhnt unter dem heißen Sommer, bei Gericht geht es ebenfalls träge zu, als Anwalt Fickel ein neues Mandat bekommt: die 97-jährige Elfriede Langguth, auch Rote Elfriede genannt, pocht auf die Rückgabe einer unbekannten Partitur von Brahms durch den Historischen Verein. Kurz darauf wird die alte Dame tot in ihrem Bett aufgefunden, alles deutet auf einen natürlichen Tod hin. Wenn da nicht das Bauchgefühl des Kriminalrat Recknagel wäre, das ihm sagt, dass hier vielleicht nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Zumal es mehrere Personen gibt, die von dem Tod der Roten Elfriede profitieren.

    Zum dritten Mal rutscht Anwalt Fickel in einen Mordfall, natürlich wieder nicht ganz freiwillig, denn das wäre eindeutig gegen seine Natur. Wobei ich sagen muss, dass er diesmal eine für ihn ungeahnte Energie und Motivation zeigt, und das ausgerechnet im heißesten Sommer! Ob das nur an den weltbesten Rouladen liegt, die ihm die Hauptverdächtige serviert? Wer so gute Rouladen kocht, kann schließlich keinen Menschen umbringen. Dabei hält der Fall und die Auflösung einige Überraschungen bereit, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe.

    Die Krimis um den Anwalt Fickel sind eher gemütlich, kein Wunder, kennt er sich doch besser mit Skat spielen und Kakteen aus als mit Paragraphen und macht um anstrengende Arbeit gerne einen großen Bogen. Aber dennoch machen die Regionalkrimis viel Spaß, was nicht nur an den überraschenden Fällen liegt, sondern auch an dem Humor, der immer mit einem Augenzwinkern daherkommt. Gut gefällt mir, dass sich dieser Humor und auch die Ostalgie, die liebevoll auf die Schippe genommen wird, im dritten Band immer noch nicht abgenutzt hat, was auch daran liegt, dass der Humor nicht platt daherkommt.

    Was mich an sympathischen Buchreihen immer besonders freut, ist das Wiedersehen mit den bekannten Figuren: ob es sich dabei um den Fickel handelt, der hier unfreiwillig auf den Hund kommt, den Kriminalrat Recknagel mit seinem Bauchgefühl, das ihn immer wieder gut berät oder die Oberstaatsanwältin Gundelwein, die Exfrau vom Fickel, die sehr ehrgeizig und zackig ist.

    Ich habe mich wieder sehr gut mit diesem Buch amüsiert und nebenbei noch einiges aus dem juristischen Bereich gelernt. Nun freue ich mich auf den vierten Band mit dem Fickel.

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    Krimines avatar
    Kriminevor 3 Jahren
    Ein Regionalkrimi, der voller Pointen steckt

    Mitten in den juristischen Burgfrieden hinein, platzt eine Leiche und der Meininger Anwalt Fickel bekommt schon bald alle Hände voll zu tun, um neben einer kniffligen Erbangelegenheit auch noch einem perfiden Mörder auf die Schliche zu kommen. Dass er dabei wie gewohnt überhaupt keine Ahnung von nichts hat, wird schnell klar. Trotzdem stürzt sich Fickel voller Enthusiasmus in die Ermittlungen und stößt dabei auf alte Geheimnisse, die es in sich haben.

    „Das Schlossgespinst“ ist der dritte Fall des Meininger Anwalts Fickel, der als „Terminhure“ am Gericht sein Dasein fristet. Und obwohl er nicht der hellste Stern am Anwaltshimmel ist, gelingt es ihm stets auf merkwürdige Art, den einen oder anderen Kriminalfall zu lösen. Ein vergnügliches Unterfangen, von dem nicht nur die Meininger Gesellschaft profitiert, sondern auch der Leser, der sich vor Lachen manchmal kaum halten kann. Zu komisch sind die Bilder, die ihm sein Kopfkino suggeriert, wenn ebendieser Anwalt in einem absinthfarbenen Rokokokleid seine Recherchen anstellt.

    Neben ausreichend humorvollen Szenen hat der aus der Feder von Hans-Henner Hess stammenden Regionalkrimi aber noch mehr zu bieten. Interessante Informationen über die eine oder andere juristische Plänkelei, Wissenswertes über historische Fakten und ein Blick in die Meininger High Society, deren Figuren in diesem Fall allerdings frei erfunden sind. Ergänzt wird das Ganze mit ostalgischen Spitzfindigkeiten, deren Erklärungen in erläuternden Fußnoten zu finden sind und nicht zu vergessen, mit einer Vielzahl schrulliger Figuren, die jede für sich genommen, einzigartig sind.

    Fazit:
    Ein Regionalkrimi, der voller Pointen steckt und mit einem ungewöhnlich ambitionslosen Anwalt bestens zu unterhalten versteht.

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    Sternenstaubfees avatar
    Sternenstaubfeevor 3 Jahren
    Anwalt Fickels dritter Fall

    Eine Hitzewelle hängt über Thüringen. Ausgerechnet jetzt kommt Arbeit auf Anwalt Fickel zu, der es sich bei den Temperaturen lieber im Hawaii-Hemd und mit Flip Flops bequem gemacht hätte. Doch eine hochbetagte, ehemalige Bürgermeisterin stirbt, was eigentlich nicht ungewöhnlich wäre, doch es gibt ein paar Ungereimtheiten...

    Mein Leseeindruck:

    In diesem Buch ermittelt der Anwalt Fickel bereits in seinem dritten Fall, aber man kann den Krimi auch problemlos ohne Vorwissen lesen.

    Ich habe Band 1 und Band 2 bereits gelesen und kenne den ungewöhnlichen Anwalt Fickel daher bereits schon etwas. Ich habe mich darauf gefreut, ihm in diesem Buch wieder zu begegnen.

    Für mich steht die Krimihandlung fast schon etwas im Hintergrund. Im Vordergrund stehen die doch etwas skurrilen Charaktere, allen voran Fickel und seine Exfrau.

    Ich mag auch den außergewöhnlichen Schreibstil von Hans-Henner Hess. Zugegeben, ich brauche immer ein paar Seiten mehr, um mich einzulesen, aber dann kann ich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Auch hier habe ich wieder viel gelacht, denn das Buch steckt voller Humor und Ironie.

    Wer mal einen wirklich besonderen Krimi lesen möchte mit ganz außergewöhnlichen Charakteren, der sollte sich die Buchreihe um Anwalt Fickel unbedingt mal näher anschauen.

    Mir hat es auf jeden Fall wieder sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen!

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    Kaitos avatar
    Kaitovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweilig, lustig und herrlich hinterwäldlerisch. Die klassischen Krimi-Elemente sind aber eher Nebensache.
    Mehr meiniger Lokalkolorit, weniger Krimi


    Der Fickel (Vorname unbekannt) ist ein "juristischer Low-Performer". Das bedeutet er ist ein Anwalt auf der Ersatzbank, der auch eigentlich nicht selbst ermitteln müssen sollte.
    Aber leider kommt es selten so, wie man es sich wünscht.
    Als in Meinigen, im tiefsten Thüringen ein unbekanntes Stück von Johannes Brahms auftaucht und dann auch noch eine prominente Leiche gefunden wird, ist es aus mit des Fickels sommerlicher Ruhe.

    "Das Schlossgestinst" ist ein wortwitziger Regional-Krimi mit besonderem Augenmerk auf die Schrullen der Figuren. Diese hadern zum Teil noch immer mit ihrer DDR-Vergangenheit, leben in schönstem Kleinbürgertum oder verfolgen verbissen ihre ehrgeizigen Karriereziele. So ergibt sich ein spannendes und witziges Mit- und Gegeneinander, bei dem die Aufklärung des Falles eher in den Hintergrund tritt.
    Ergänzt wird das Schauspiel durch Fußnoten des Autors, die dem nicht-thüringischen Leser die lokalen Eigenheiten näher bringen sollen.
    Selten hat Fußnotenlesen so viel Spaß gemacht.
    Gewürzt mit einigen interessanten juristischen Details, entführt dieses Buch den Leser in ein sommerliches Provinzabenteuer, mit dem unmotiviertesten Helden in der Geschichte des Kimis.

    Es handelt sich hier um den dritten Fall des Fickel.
    Aber auch ohne Kenntnis der ersten beiden lohnt es sich mit ihm in seinem Wartburg durch Meiningen zu tingeln. Es gibt auf jeden Fall viel zu lachen und einen interessanten Fall zu lösen.
    Besonders als Urlaubslektüre, aber auch an kalten Tagen sehr zu empfehlen.

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    Schnauzhaars avatar
    Schnauzhaarvor 3 Jahren
    Ungewohnter Schreibstil, aber man kommt doch noch rein und kann viel lachen

    Ich verzichte an dieser Stelle auf die Zusammenfassung des Buches, da dies meine Vorrednerinnen bereits ausführlich gemacht haben.

    Ich hatte am Anfang der Leserunde meine Mühe mit dem Schreibstil, insbesondere mit den Fussnoten, die ich normalerweise nur von Fachbüchern kenne. Ab ca. der Mitte des Buches bin ich dann aber in diesen Stil reingekommen und konnte auch das Augenzwinkern hinter diesen Fussnoten erkennen. Ich persönlich bin mit Fickel nicht ganz so warm geworden (er ist mir zu widersprüchlich als Person) aber die anderen Charakteren sind toll und die Bösen wirklich böse.

    An alle, die einen reinen Kriminalroman erwarten: das ist er nicht. Aber es ist ein sehr witziges Buch, bei dem man viel Lachen darf und das ein unerwartetes Ende nimmt. Mehr sei hier aber nicht verraten. Kauft und lest es!

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    Sellemamas avatar
    Sellemamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Krimi mit viel Humor und tollen Fußnoten, überraschende Wendungen und ein unerwartetes Ende.
    Ein Krimi mit viel Humor

    Das Schlossgespinst von Hans-Henner Hess 


    Inhaltsangabe 
    Nach seinem turbulenten Ausflug in die Welt des Oberhofer Bobsports ist der Fickel froh, wieder in heimischen Gefilden zu weilen. Jetzt kann alles seinen gewohnt ruhigen Gang gehen. Doch zu früh gefreut! Ausgerechnet im Meininger Schloss Elisabethenburg, in dessen Schloss-Stuben der Fickel immer so gemütlich Gänsebrust verzehrt, machen sich kriminelle Energien bemerkbar. Die Partitur eines unbekannten Brahms-Konzertes ist aufgetaucht und entfesselt einen Streit zwischen der Meininger Stadtverwaltung und der Adelsfamilie. Das könnte dem Fickel herzlich egal sein. Doch schon bald gibt es im Schloss einen Toten zu beklagen – und ausgerechnet er soll es als Anwalt mal wieder richten. Notgedrungen macht sich der Fickel daran, den Fall aufzuklären.

    Cover 
    Das Cover wirkt sehr interessant, ich persönlich wäre am Buch nicht vorbei gelaufen. Der Kaktus ist einfach toll. 
     
    Schreibstil   
    Ob wohl es sich bei diesem Buch  bereits um den 3. Teil einer Romanserie handelt  kann man hier der Geschichte folgen.
    Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig am Anfang, einmal daran gewöhnt ist es kein Problem mehr. Toll sind die Fußnoten im Buch hier humorvolle Erklärungen liefern.

    Charakter 
    Der Anwalt Fickel ist die Hauptfigur des Buches. Er wird als eine eher ruhe liebende Person beschrieben, der lieber zu wenig als zu viel arbeitet. Er kommt jedoch durch Zufall nicht drum herum als Anwalt tätig zu werden und so fällt er regelrecht von einer Arbeit in die nächste. Durch sehr humorvolle Art bringt der Autor einen in die Welt der Anwälte und Richter und lässt einen den Herr Fickel ans Herz wachsen. Ich mochte ihn von der ersten Seite an und finde ihn wirklich gut beschrieben.
    Auch die anderen Charakter mit ihren Fehlern und Macken sind gut und realistisch dargestellt worden und mir sehr sympathisch gewesen. Sie wirkten nie übertrieben oder zu perfekt. 

    Das Buch 
    Der Mord beziehungsweise die Aufklärung des Falles haben mir sehr gut gefallen. Ich bin bis zum Ende nicht auf den Täter gekommen und konnte es nicht glauben. Hatte ich doch so viele tolle Theorien und dann kam es doch ganz anders. Genau so mag ich ein Krimi und war begeistert. Nebenbei werden auch andere kriminelle Tätigkeiten aufgedeckt die wiederum dazu führten das es nie langweilig geworden ist. Hier ist es dem Autor super gelungen witzige Szenen einzufügen bei den Ermittlungen und Aufklärungen der Fälle.

    Fazit
    Ein Krimi mit viel Humor und tollen Fußnoten, überraschende Wendungen und ein unerwartetes Ende.

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    katze267s avatar
    katze267vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: heiterer, Krimi mit origenellem Ermittler und einer gehörigen Portion Ostalgie
    Neuer Fall für Anwalt Fickel

    Ganz Meiningen leidet unter dem Jahrhunderthoch"Gunther". Auch das Gerichtsgebäude ist regelrecht verwaist,.Anwalt Fickel hält, hitzeangepasst in Hawaiihemd und Badelatschen  als "Terminhure"die Stellung für die Anwälte. Da wird er spontan als Rechtsbeistand zu einem Gerichtsfall gerufen. Es geht um ein als Spielschuld verpfändetes , handgeschriebenes, historisches Notenblatt mit einer Liedkomposition. Fickel, schnell mit schwarzer Krawatte "aufgepeppt" tritt als Vertreter der über 90jährigen   Besitzerin, der "roten Elfriede", zu DDR Zeiten Bürgermeisterin des Städtchens ,und deren Gesellschafterin, der distinguierten Astrid Kemmerzehl auf. Er ist auch erfolgreich gegenüber dem Vorsitzenden des historischen Vereins, Herrn Bornkessel, der das eventuell Brahms zugeschriebene Werk für sich beansprucht, nun aber widerstrebend der roten Elfriede aushändigen soll. Doch vor der Rückgabe verstirbt unerwartet Elfriede. Kommissar Recknagel glaubt nicht an einen Zufall. Doch war es Mord? Als Verdächtige kämen dann neben Herrn Bornkessel auch der Leitende Oberstaatsanwalt nebst Gattin infrage, in dessen Haus Elfriede Wohnrecht und Anspruch auf eine Leibrente hatte. Und auchdie Gesellschafterin gerät in Verdacht. Neben Kommisar Recknagel  ermittelt bald auch Fickels Exgattin, die Oberstaatsanwältin Gundelwein und auch Fickel als Testamentsvollstrecker mischt eifrig mit.
    Neben durchaus spannenden Elementen besticht dieser heitere Krimi durch originelle Figuren, viel Situationskomik und eine gehörige Portion "Ostalgie". Mein persönliches Highlight waren die amusanten Fussnoten.
    Nicht nur für Krimifreunde ein wirklich heiterer Lesespass.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Anwalt Fickels brandneuer Fall

    Fickel, der Loser unter den Anwälten, ist wieder da! Aber diesmal ist der Mordfall, den er zu lösen hat, besonders knifflig, denn es sieht so aus, als wäre sein Gegenspieler nicht aus dieser Welt.
    Mit "Das Schlossgespinst", dem neuesten Fall um den schrulligen Rechtsanwalt Fickel*, unterhält Hans-Henner Hess seine Leserschaft, indem er aus der trockenen juristischen Materie ein humorvolles und köstliches Lesevergnügen macht.

    *Fickel: Ableitung der Koseform "Fick" zum Rufnamen Friedrich (1387 Fyckel, 1388 Viggel, 1508 Fickel). Außerdem bedeutet Fickel umgangssprachlich so viel wie Ferkel: Wenn jemand beim Essen gern kleckert, ist er eben ein Fickel.

    Zum Inhalt
    Sommer in Meiningen. Jahrhunderthoch "Gunther" bringt alles Leben zum Erliegen, nur der Fickel frohlockt. Endlich passt die Welt sich mal seinem Tempo an und er kann sich mit angenehmeren Dingen beschäftigen als mit Mord und Totschlag. Doch die Gespenster der Hochkultur stören ihn in seiner Ruhe. Der berühmte Komponist und ewige Junggeselle Johannes Brahms brach am Hof des Meininger Theaterherzogs einst ein Herz – und anderthalb Jahrhunderte später steht Kriminalrat Recknagel vor einer prominenten Leiche und kämpft gegen seinen Brechreiz. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ausgerechnet "Terminhure" Fickel soll sich jetzt mit den Folgen eines historischen Techtelmechtels herumschlagen. Und das nur, weil die Oberstaatsanwältin Gundelwein gerade viel zu sehr mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt ist, als sich um einen schnöden Mord zu kümmern. Immerhin macht der Fickel bei seinen Ermittlungen die eine oder andere bittersüße Bekanntschaft, nicht nur mit dem Bratwurstschnaps. Alle Spuren führen zum Historischen Verein und ins Schloss Elisabethenburg, in dem merkwürdige Dinge vor sich gehen …

    Zum Autor
    Hans-Henner Hess wurde 1973 in Berlin-Mitte geboren und ließ sich ebendort wegen einer verlorenen Wette zum Volljuristen ausbilden. Da der Rechtsstaat auf seine weitere Mitwirkung dankend verzichtete, schlug er sich als Autor und Dramaturg bei diversen Fernsehformaten durch. Nebenher verfasste er Lang- und Kurzgeschichten, schrieb Theaterstücke und Songtexte. Bei DuMont erschienen seine Romane "Herrentag" (2013) und "Der Bobmörder" (2014).

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    Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

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