Hans-Henner Hess Das Schlossgespinst

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Inhaltsangabe zu „Das Schlossgespinst“ von Hans-Henner Hess

Nach seinem turbulenten Ausflug in die Welt des Oberhofer Bobsports
ist der Fickel froh, wieder in heimischen Gefilden zu weilen.
Jetzt kann alles seinen gewohnt ruhigen Gang gehen. Doch zu früh
gefreut! Ausgerechnet im Meininger Schloss Elisabethenburg, in dessen
Schloss-Stuben der Fickel immer so gemütlich Gänsebrust verzehrt,
machen sich kriminelle Energien bemerkbar.
Die Partitur eines unbekannten Brahms-Konzertes ist aufgetaucht
und entfesselt einen Streit zwischen der Meininger Stadtverwaltung
und der Adelsfamilie. Das könnte dem Fickel herzlich egal sein. Doch
schon bald gibt es im Schloss einen Toten zu beklagen – und ausgerechnet
er soll es als Anwalt mal wieder richten. Notgedrungen macht
sich der Fickel daran, den Fall aufzuklären, und wünscht sich schon
bald, seine kulturelle Ader niemals entdeckt zu haben …

Empfehlenswert lustig, amüsant und einfach unterhaltsam. Ein Krimi der leichtesten Sorte.

— stzemp

Herrlicher Krimi mit feinem, aber bösem Humor. Überraschende Wendungen machen ihn extra spannend

— Bellis-Perennis

Ein Krimi mit viel Humor und tollen Fußnoten, überraschende Wendungen und ein unerwartetes Ende.

— Sellemama

Kurzweilig, lustig und herrlich hinterwäldlerisch. Die klassischen Krimi-Elemente sind aber eher Nebensache.

— Kaito

Witziger Krimi der beschaulicheren Art, verfasst in einem bemerkenswerten Schreibstil, gespickt mit reichlich Humor und Satire

— Julitraum

Regionalkrimi mit Witz und Humor aber auch einer gehörigen Portion Satire rund um den Fickel, die Gundelwein und Co.

— Bianca75

heiterer, Krimi mit origenellem Ermittler und einer gehörigen Portion Ostalgie

— katze267

Ein humorvoller Regionalroman - Stellenweise leider etwas zäh, endet aber in einem unerwarteten Finale!

— Diana182

Heiß ist es, hoch geht es her in Meiningen - Fickel begibt sich auf Mörderjagd und löst das Geheimnis um aufgetauchte Brahms-Originalnoten

— Leserin71

Wer badelatscht durch Meiningen, hawaiibehemdet und verschwitzt? Es ist der Fickel, der immer noch nen Wartburg besitzt! :-)

— Caillean79

Stöbern in Krimi & Thriller

Schwesterherz

An manchen Stellen etwas zu klischeehaft und zu unrealistisch. Insgesamt aber spannend und undurchsichtig bis zum Schluss!

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Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Der literarische Schreibstil begeisterte mich. Komplex, politisch, gesellschaftskritisch, aber sehr schlüssig!

catly

  • Rezensionen
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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    07. January 2017 um 17:53
  • Ein Gespinst aus Intrigen und Habgier im Schloss

    Das Schlossgespinst

    Bellis-Perennis

    31. December 2016 um 17:01

    Autor Hans-Henner Hess entführt uns die Thüringische Stadt Meiningen. Es ist sein dritter Krimi aus der Stadt an der Werra.Diesmal  wird die 97-jährige, ehemalige SED-Bürgermeisterin Elfriede Langguth, genannt die 'Rote Elfriede', tot aufgefunden. In ihrem Testament hat sie ihr Hündchen Erich (ja, nach dem ehemaligen Parteichef benannt) als Universalerben und ihre persönliche Assistentin als Nebenerben ernannt.Rechtsanwalt Fickel, seines Zeichens Terminvertreter (vulgo „Terminhure“) am Meininger Gericht, rutscht eher zufällig als Nachlassverwalter in diesen Todesfall hinein.Was ursprünglich wie ein natürlicher Tod einer betagten Frau ausgesehen hat, entpuppt als heimtückischer Mord. Dem Bauchgefühl des beigezogenen Polizisten sei Dank!Personen, die ein Motiv haben, die streitbare Elfriede aus dem Weg zu räumen, gibt es Einige, immerhin wohnte die Rote Elfriede sehr feudal. Sie soll auch Original-Partituren von Johannes Brahms besessen haben. Während der Ermittlungen kommt es zu allerhand Verwicklungen.Geschickt führt uns der Autor an der Nase herum. Mehrmals scheint der Mörder oder die Mörderin überführt, um dann doch „nur“ in andere Verbrechen verwickelt zu sein. Die Figuren, allen voran Anwalt Fickel haben köstliche Marotten. Fickel trägt, wegen der Affenhitze statt des üblichen anwaltlichen Anzugsgraublauschwarz auch bei Gericht lieber Badeschlapfen, Shorts und Hawaiihemd. Auch hat er lieber keine Fälle und dafür seine Ruhe. Ehrgeiz oder Karriere sind seine Sache nicht. Das besorgt schon seine Ex-Frau, Oberstaatsanwältin Gundelwein, die, um ihre Karriere weitervoranzutreiben, selbst den Leitenden Staatsanwalt in die Pfanne haut.Eine besondere Rolle spielt neben Chihuahua Erich, Fickels Kumpel, der unscheinbare Archivar Eddi Abe, Spitzname „Maulwurf“.Subtil und herrlich unterschwellig bekommen wir einen Crash-Kurs in Juristerei, Erbrecht inklusive. Historische Fakten rund um Meiningen und Johannes Brahms sowie Schmankerln der regionalen Thüringer Küche dürfen auch nicht fehlen.Fazit:Ein mit bösem, aber feinem Humor gespickter Regionalkrimi, bei dem auch eine Portion „(N)Ostalgie“ vorkommt. Die beiden Vorgängerbände warten bereits aufs Gelesen werden.Ich vergebe gerne fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Lest die Fußnoten!

    Das Schlossgespinst

    Ritja

    06. June 2016 um 16:27

    Endlich einmal ein Buch dessen Fußnoten sich lohnen zu lesen.  Anwalt Fickel ist ein Anwalt, den man als Leser mag, aber nicht unbedingt als Verteidiger haben möchte. So mancher Laie kennt sich da besser mit dem Gesetz aus als Anwalt Fickel. Doch ausgerechnet er wird wieder in einem Fall hineingezogen. Er, der sich doch einfach nur etwas Ruhe sich gönnen möchte und gern einmal nichts tut. Die Umstände verlangen jedoch etwas mehr Einsatz für den Menschen, den Hund und die Musik. Hans-Henner Hess kann seine Leser bestens mit Fickel und Co. unterhalten. Ein Krimi, der nicht nur gut gestrickt, sondern auch mit viel Humor, Satire und Ironie ausgestattet ist. Wie schon gesagt, die Fußnoten müssen hier beachtet werden und man sollte stets auf das Augenzwinkern des Autoren beim Lesen achten. Nicht immer kommen die Juristen hier gut weg, aber da der Autor selbst ein solcher ist, kann man wohl von aufgehübschten Insiderinformationen ausgehen ;-).  Eine gute Protion Ostalgie werden ebenso geliefert wie eine kleine Brise klassische Musik. Beides nicht zu verachten und sehr unterhaltsam. Die Geschichte wird nur langsam aufgerollt und bis dahin lernt man jede Menge skurrile Figuren aus der Meininger High Society kennen. Bis zum Schluss kann Hans-Henner Hess die Spannung halten und am Ende den Leser noch überraschen. Man sollte (nicht wie ich) bei dieser kleinen Krimiserie mit dem ersten Band "Herrentag" starten. So bringt man sich nicht um viele komische Momente und kann auch so manche Nebenbemerkung besser vestehen. Der "Herrentag" liegt bei mir schon bereit und auch der zweite Band wird bald folgen.

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  • Dazugelernt im juristischen Bereich!

    Das Schlossgespinst

    Readi

    05. March 2016 um 12:31

    Der dritte Fall für den Fickel hat ihn anscheinend richtig ins rotieren gebracht. Bedingt durch ein Sommerloch bei Gericht, wird er als Anwalt für die Rote Elfriede eingesetzt und kommt damit unfreiwillig an mehrere weitere Fälle, aber auch an leckere Rouladen! Vor allem als die Rote Elfriede plötzlich verstirbt und Kriminaler Recknagel mitsamt seinem Bauchgefühl -trotz ihres hohen Alters von 97 Jahren -nicht unbedingt an einen natürlichen Tod glaubt, wird der Fickel auch noch als Nachlassverwalter eingesetzt und der Tod der Erblasserin muss ja nun auch noch aufgeklärt werden. ... Die beiden Vorgänger Bände kannte ich leider noch nicht und wusste so eben auch nicht, was so einen Fickel ausmacht. Entsprechend war ich überrascht festzustellen, dass er kein Musteranwalt ist, sondern sich gerne durch das Leben zu schlawienern scheint. Auch kann man wohl behaupten, dass der Fickel eine Art Homo Oekonomikus par excellence ist, der nur eben so viel wie nötig tut... Eine ganz eigene, trockene Art von Humor gehört ebenfalls zu seinen Eigenheiten und haben mich als Leser des öfteren schmunzeln lassen. Zuerst musste ich mich in die Geschichte einfinden, war dann aber ab dem zweiten Teil der Story drin und mein kriminalistischer Spürsinn sah schon die Auflösung des Falles vor sich. Allerdings habe ich da die Rechnung ohne die ein oder andere überraschende Wende gemacht, die  die Story sehr interessant werden lassen. Und die Besonderheiten der dargestellten Charaktere haben einen hohen Unterhaltungswert gehabt! Gefallen hat mir außerdem, dass man während der Lektüre einiges, nicht nur an regionalen Besonderheiten, sondern auch an rechtlichen Grundlagen aufgeschnappt hat. Die ungewöhnliche Arbeit mit Fußnoten und einfallsreichen Erklärungen und Ostdeutschen Hintergründen hat mir ebenfalls sehr zugesagt.

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  • Anwalt Fickel ermittelt zum dritten Mal

    Das Schlossgespinst

    odenwaldcollies

    04. March 2016 um 12:06

    Ganz Meiningen stöhnt unter dem heißen Sommer, bei Gericht geht es ebenfalls träge zu, als Anwalt Fickel ein neues Mandat bekommt: die 97-jährige Elfriede Langguth, auch Rote Elfriede genannt, pocht auf die Rückgabe einer unbekannten Partitur von Brahms durch den Historischen Verein. Kurz darauf wird die alte Dame tot in ihrem Bett aufgefunden, alles deutet auf einen natürlichen Tod hin. Wenn da nicht das Bauchgefühl des Kriminalrat Recknagel wäre, das ihm sagt, dass hier vielleicht nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Zumal es mehrere Personen gibt, die von dem Tod der Roten Elfriede profitieren. Zum dritten Mal rutscht Anwalt Fickel in einen Mordfall, natürlich wieder nicht ganz freiwillig, denn das wäre eindeutig gegen seine Natur. Wobei ich sagen muss, dass er diesmal eine für ihn ungeahnte Energie und Motivation zeigt, und das ausgerechnet im heißesten Sommer! Ob das nur an den weltbesten Rouladen liegt, die ihm die Hauptverdächtige serviert? Wer so gute Rouladen kocht, kann schließlich keinen Menschen umbringen. Dabei hält der Fall und die Auflösung einige Überraschungen bereit, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Die Krimis um den Anwalt Fickel sind eher gemütlich, kein Wunder, kennt er sich doch besser mit Skat spielen und Kakteen aus als mit Paragraphen und macht um anstrengende Arbeit gerne einen großen Bogen. Aber dennoch machen die Regionalkrimis viel Spaß, was nicht nur an den überraschenden Fällen liegt, sondern auch an dem Humor, der immer mit einem Augenzwinkern daherkommt. Gut gefällt mir, dass sich dieser Humor und auch die Ostalgie, die liebevoll auf die Schippe genommen wird, im dritten Band immer noch nicht abgenutzt hat, was auch daran liegt, dass der Humor nicht platt daherkommt. Was mich an sympathischen Buchreihen immer besonders freut, ist das Wiedersehen mit den bekannten Figuren: ob es sich dabei um den Fickel handelt, der hier unfreiwillig auf den Hund kommt, den Kriminalrat Recknagel mit seinem Bauchgefühl, das ihn immer wieder gut berät oder die Oberstaatsanwältin Gundelwein, die Exfrau vom Fickel, die sehr ehrgeizig und zackig ist. Ich habe mich wieder sehr gut mit diesem Buch amüsiert und nebenbei noch einiges aus dem juristischen Bereich gelernt. Nun freue ich mich auf den vierten Band mit dem Fickel.

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  • Ein Regionalkrimi, der voller Pointen steckt

    Das Schlossgespinst

    Krimine

    03. March 2016 um 16:19

    Mitten in den juristischen Burgfrieden hinein, platzt eine Leiche und der Meininger Anwalt Fickel bekommt schon bald alle Hände voll zu tun, um neben einer kniffligen Erbangelegenheit auch noch einem perfiden Mörder auf die Schliche zu kommen. Dass er dabei wie gewohnt überhaupt keine Ahnung von nichts hat, wird schnell klar. Trotzdem stürzt sich Fickel voller Enthusiasmus in die Ermittlungen und stößt dabei auf alte Geheimnisse, die es in sich haben. „Das Schlossgespinst“ ist der dritte Fall des Meininger Anwalts Fickel, der als „Terminhure“ am Gericht sein Dasein fristet. Und obwohl er nicht der hellste Stern am Anwaltshimmel ist, gelingt es ihm stets auf merkwürdige Art, den einen oder anderen Kriminalfall zu lösen. Ein vergnügliches Unterfangen, von dem nicht nur die Meininger Gesellschaft profitiert, sondern auch der Leser, der sich vor Lachen manchmal kaum halten kann. Zu komisch sind die Bilder, die ihm sein Kopfkino suggeriert, wenn ebendieser Anwalt in einem absinthfarbenen Rokokokleid seine Recherchen anstellt. Neben ausreichend humorvollen Szenen hat der aus der Feder von Hans-Henner Hess stammenden Regionalkrimi aber noch mehr zu bieten. Interessante Informationen über die eine oder andere juristische Plänkelei, Wissenswertes über historische Fakten und ein Blick in die Meininger High Society, deren Figuren in diesem Fall allerdings frei erfunden sind. Ergänzt wird das Ganze mit ostalgischen Spitzfindigkeiten, deren Erklärungen in erläuternden Fußnoten zu finden sind und nicht zu vergessen, mit einer Vielzahl schrulliger Figuren, die jede für sich genommen, einzigartig sind. Fazit: Ein Regionalkrimi, der voller Pointen steckt und mit einem ungewöhnlich ambitionslosen Anwalt bestens zu unterhalten versteht.

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  • Leserunde zu "Das Schlossgespinst" von Hans-Henner Hess

    Das Schlossgespinst

    aba

    Anwalt Fickels brandneuer Fall Fickel, der Loser unter den Anwälten, ist wieder da! Aber diesmal ist der Mordfall, den er zu lösen hat, besonders knifflig, denn es sieht so aus, als wäre sein Gegenspieler nicht aus dieser Welt. Mit "Das Schlossgespinst", dem neuesten Fall um den schrulligen Rechtsanwalt Fickel*, unterhält Hans-Henner Hess seine Leserschaft, indem er aus der trockenen juristischen Materie ein humorvolles und köstliches Lesevergnügen macht. *Fickel: Ableitung der Koseform "Fick" zum Rufnamen Friedrich (1387 Fyckel, 1388 Viggel, 1508 Fickel). Außerdem bedeutet Fickel umgangssprachlich so viel wie Ferkel: Wenn jemand beim Essen gern kleckert, ist er eben ein Fickel. Zum Inhalt Sommer in Meiningen. Jahrhunderthoch "Gunther" bringt alles Leben zum Erliegen, nur der Fickel frohlockt. Endlich passt die Welt sich mal seinem Tempo an und er kann sich mit angenehmeren Dingen beschäftigen als mit Mord und Totschlag. Doch die Gespenster der Hochkultur stören ihn in seiner Ruhe. Der berühmte Komponist und ewige Junggeselle Johannes Brahms brach am Hof des Meininger Theaterherzogs einst ein Herz – und anderthalb Jahrhunderte später steht Kriminalrat Recknagel vor einer prominenten Leiche und kämpft gegen seinen Brechreiz. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ausgerechnet "Terminhure" Fickel soll sich jetzt mit den Folgen eines historischen Techtelmechtels herumschlagen. Und das nur, weil die Oberstaatsanwältin Gundelwein gerade viel zu sehr mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt ist, als sich um einen schnöden Mord zu kümmern. Immerhin macht der Fickel bei seinen Ermittlungen die eine oder andere bittersüße Bekanntschaft, nicht nur mit dem Bratwurstschnaps. Alle Spuren führen zum Historischen Verein und ins Schloss Elisabethenburg, in dem merkwürdige Dinge vor sich gehen … Zum Autor Hans-Henner Hess wurde 1973 in Berlin-Mitte geboren und ließ sich ebendort wegen einer verlorenen Wette zum Volljuristen ausbilden. Da der Rechtsstaat auf seine weitere Mitwirkung dankend verzichtete, schlug er sich als Autor und Dramaturg bei diversen Fernsehformaten durch. Nebenher verfasste er Lang- und Kurzgeschichten, schrieb Theaterstücke und Songtexte. Bei DuMont erschienen seine Romane "Herrentag" (2013) und "Der Bobmörder" (2014). Habt ihr Lust, euch über diesen lustigen Regionalkrimi und dessen skurrilen Protagonisten im Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button für eins der 25 Exemplare von "Das Schlossgespinst", die wir zusammen mit DuMont verlosen, indem ihr bis zum 24.02. auf diese Frage antwortet: Gesetze und Humor. Passt das überhaupt gut zusammen? Bestimmt kennt ihr ein lustiges oder gar verrücktes Gesetz. Erzählt uns darüber! Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 596
  • Anwalt Fickels dritter Fall

    Das Schlossgespinst

    Sternenstaubfee

    29. February 2016 um 22:27

    Eine Hitzewelle hängt über Thüringen. Ausgerechnet jetzt kommt Arbeit auf Anwalt Fickel zu, der es sich bei den Temperaturen lieber im Hawaii-Hemd und mit Flip Flops bequem gemacht hätte. Doch eine hochbetagte, ehemalige Bürgermeisterin stirbt, was eigentlich nicht ungewöhnlich wäre, doch es gibt ein paar Ungereimtheiten... Mein Leseeindruck: In diesem Buch ermittelt der Anwalt Fickel bereits in seinem dritten Fall, aber man kann den Krimi auch problemlos ohne Vorwissen lesen. Ich habe Band 1 und Band 2 bereits gelesen und kenne den ungewöhnlichen Anwalt Fickel daher bereits schon etwas. Ich habe mich darauf gefreut, ihm in diesem Buch wieder zu begegnen. Für mich steht die Krimihandlung fast schon etwas im Hintergrund. Im Vordergrund stehen die doch etwas skurrilen Charaktere, allen voran Fickel und seine Exfrau. Ich mag auch den außergewöhnlichen Schreibstil von Hans-Henner Hess. Zugegeben, ich brauche immer ein paar Seiten mehr, um mich einzulesen, aber dann kann ich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Auch hier habe ich wieder viel gelacht, denn das Buch steckt voller Humor und Ironie. Wer mal einen wirklich besonderen Krimi lesen möchte mit ganz außergewöhnlichen Charakteren, der sollte sich die Buchreihe um Anwalt Fickel unbedingt mal näher anschauen. Mir hat es auf jeden Fall wieder sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen!

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  • Mehr meiniger Lokalkolorit, weniger Krimi

    Das Schlossgespinst

    Kaito

    29. February 2016 um 13:20

    Der Fickel (Vorname unbekannt) ist ein "juristischer Low-Performer". Das bedeutet er ist ein Anwalt auf der Ersatzbank, der auch eigentlich nicht selbst ermitteln müssen sollte. Aber leider kommt es selten so, wie man es sich wünscht. Als in Meinigen, im tiefsten Thüringen ein unbekanntes Stück von Johannes Brahms auftaucht und dann auch noch eine prominente Leiche gefunden wird, ist es aus mit des Fickels sommerlicher Ruhe. "Das Schlossgestinst" ist ein wortwitziger Regional-Krimi mit besonderem Augenmerk auf die Schrullen der Figuren. Diese hadern zum Teil noch immer mit ihrer DDR-Vergangenheit, leben in schönstem Kleinbürgertum oder verfolgen verbissen ihre ehrgeizigen Karriereziele. So ergibt sich ein spannendes und witziges Mit- und Gegeneinander, bei dem die Aufklärung des Falles eher in den Hintergrund tritt. Ergänzt wird das Schauspiel durch Fußnoten des Autors, die dem nicht-thüringischen Leser die lokalen Eigenheiten näher bringen sollen. Selten hat Fußnotenlesen so viel Spaß gemacht. Gewürzt mit einigen interessanten juristischen Details, entführt dieses Buch den Leser in ein sommerliches Provinzabenteuer, mit dem unmotiviertesten Helden in der Geschichte des Kimis. Es handelt sich hier um den dritten Fall des Fickel. Aber auch ohne Kenntnis der ersten beiden lohnt es sich mit ihm in seinem Wartburg durch Meiningen zu tingeln. Es gibt auf jeden Fall viel zu lachen und einen interessanten Fall zu lösen. Besonders als Urlaubslektüre, aber auch an kalten Tagen sehr zu empfehlen.

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  • Ungewohnter Schreibstil, aber man kommt doch noch rein und kann viel lachen

    Das Schlossgespinst

    Schnauzhaar

    24. February 2016 um 08:19

    Ich verzichte an dieser Stelle auf die Zusammenfassung des Buches, da dies meine Vorrednerinnen bereits ausführlich gemacht haben. Ich hatte am Anfang der Leserunde meine Mühe mit dem Schreibstil, insbesondere mit den Fussnoten, die ich normalerweise nur von Fachbüchern kenne. Ab ca. der Mitte des Buches bin ich dann aber in diesen Stil reingekommen und konnte auch das Augenzwinkern hinter diesen Fussnoten erkennen. Ich persönlich bin mit Fickel nicht ganz so warm geworden (er ist mir zu widersprüchlich als Person) aber die anderen Charakteren sind toll und die Bösen wirklich böse. An alle, die einen reinen Kriminalroman erwarten: das ist er nicht. Aber es ist ein sehr witziges Buch, bei dem man viel Lachen darf und das ein unerwartetes Ende nimmt. Mehr sei hier aber nicht verraten. Kauft und lest es!

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  • Ein Krimi mit viel Humor

    Das Schlossgespinst

    Sellemama

    22. February 2016 um 23:10

    Das Schlossgespinst von Hans-Henner Hess Inhaltsangabe Nach seinem turbulenten Ausflug in die Welt des Oberhofer Bobsports ist der Fickel froh, wieder in heimischen Gefilden zu weilen. Jetzt kann alles seinen gewohnt ruhigen Gang gehen. Doch zu früh gefreut! Ausgerechnet im Meininger Schloss Elisabethenburg, in dessen Schloss-Stuben der Fickel immer so gemütlich Gänsebrust verzehrt, machen sich kriminelle Energien bemerkbar. Die Partitur eines unbekannten Brahms-Konzertes ist aufgetaucht und entfesselt einen Streit zwischen der Meininger Stadtverwaltung und der Adelsfamilie. Das könnte dem Fickel herzlich egal sein. Doch schon bald gibt es im Schloss einen Toten zu beklagen – und ausgerechnet er soll es als Anwalt mal wieder richten. Notgedrungen macht sich der Fickel daran, den Fall aufzuklären. Cover Das Cover wirkt sehr interessant, ich persönlich wäre am Buch nicht vorbei gelaufen. Der Kaktus ist einfach toll. Schreibstil Ob wohl es sich bei diesem Buch bereits um den 3. Teil einer Romanserie handelt kann man hier der Geschichte folgen. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig am Anfang, einmal daran gewöhnt ist es kein Problem mehr. Toll sind die Fußnoten im Buch hier humorvolle Erklärungen liefern. Charakter Der Anwalt Fickel ist die Hauptfigur des Buches. Er wird als eine eher ruhe liebende Person beschrieben, der lieber zu wenig als zu viel arbeitet. Er kommt jedoch durch Zufall nicht drum herum als Anwalt tätig zu werden und so fällt er regelrecht von einer Arbeit in die nächste. Durch sehr humorvolle Art bringt der Autor einen in die Welt der Anwälte und Richter und lässt einen den Herr Fickel ans Herz wachsen. Ich mochte ihn von der ersten Seite an und finde ihn wirklich gut beschrieben. Auch die anderen Charakter mit ihren Fehlern und Macken sind gut und realistisch dargestellt worden und mir sehr sympathisch gewesen. Sie wirkten nie übertrieben oder zu perfekt. Das Buch Der Mord beziehungsweise die Aufklärung des Falles haben mir sehr gut gefallen. Ich bin bis zum Ende nicht auf den Täter gekommen und konnte es nicht glauben. Hatte ich doch so viele tolle Theorien und dann kam es doch ganz anders. Genau so mag ich ein Krimi und war begeistert. Nebenbei werden auch andere kriminelle Tätigkeiten aufgedeckt die wiederum dazu führten das es nie langweilig geworden ist. Hier ist es dem Autor super gelungen witzige Szenen einzufügen bei den Ermittlungen und Aufklärungen der Fälle. Fazit Ein Krimi mit viel Humor und tollen Fußnoten, überraschende Wendungen und ein unerwartetes Ende.

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  • Neuer Fall für Anwalt Fickel

    Das Schlossgespinst

    katze267

    18. February 2016 um 19:49

    Ganz Meiningen leidet unter dem Jahrhunderthoch"Gunther". Auch das Gerichtsgebäude ist regelrecht verwaist,.Anwalt Fickel hält, hitzeangepasst in Hawaiihemd und Badelatschen  als "Terminhure"die Stellung für die Anwälte. Da wird er spontan als Rechtsbeistand zu einem Gerichtsfall gerufen. Es geht um ein als Spielschuld verpfändetes , handgeschriebenes, historisches Notenblatt mit einer Liedkomposition. Fickel, schnell mit schwarzer Krawatte "aufgepeppt" tritt als Vertreter der über 90jährigen   Besitzerin, der "roten Elfriede", zu DDR Zeiten Bürgermeisterin des Städtchens ,und deren Gesellschafterin, der distinguierten Astrid Kemmerzehl auf. Er ist auch erfolgreich gegenüber dem Vorsitzenden des historischen Vereins, Herrn Bornkessel, der das eventuell Brahms zugeschriebene Werk für sich beansprucht, nun aber widerstrebend der roten Elfriede aushändigen soll. Doch vor der Rückgabe verstirbt unerwartet Elfriede. Kommissar Recknagel glaubt nicht an einen Zufall. Doch war es Mord? Als Verdächtige kämen dann neben Herrn Bornkessel auch der Leitende Oberstaatsanwalt nebst Gattin infrage, in dessen Haus Elfriede Wohnrecht und Anspruch auf eine Leibrente hatte. Und auchdie Gesellschafterin gerät in Verdacht. Neben Kommisar Recknagel  ermittelt bald auch Fickels Exgattin, die Oberstaatsanwältin Gundelwein und auch Fickel als Testamentsvollstrecker mischt eifrig mit. Neben durchaus spannenden Elementen besticht dieser heitere Krimi durch originelle Figuren, viel Situationskomik und eine gehörige Portion "Ostalgie". Mein persönliches Highlight waren die amusanten Fussnoten. Nicht nur für Krimifreunde ein wirklich heiterer Lesespass.

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  • Originell, witzig, spannend, überraschend! Gelungen!

    Das Schlossgespinst

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2016 um 16:36

    Der Terminanwalt Fickel am Amtsgericht von Meiningen  in Thüringen bekommt unerwartet eine Mandantin, die stadtberühmte ehemalige DDR-Bürgermeisterin Elfriede Langguth: Erst muss er sie bei einem Streit um ein Originalnotenblatt des berühmten Komponisten Brahms vor Gericht vertreten, kurze Zeit später ist er ihr Testamentsvollstrecker, nachdem sie ganz plötzlich verstirbt. Nun ja, nicht ganz so plötzlich, da die Gute immerhin über 90 ist, denkt sich der Fickel zuerst, dann aber stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde. Wer hatte ein Motiv? Ein interessanter und spannender Fall für Fickel läuft an, bei dem die Figuren, darunter Fickels Ex-Frau, die Oberstaatsanwältin Gundelwein und der Ermittler in dem Mord, Kriminalrat Recknagel  nicht nur wegen des Hochsommers gehörig ins Schwitzen kommen... Ich habe selten einen dermaßen witzigen, skurilen, auch mal schön bösen und absurden Krimi gelesen wie diesen hier. Am Ehesten kann man den Erzählstil mit den Krimis von Thomas Raab ("Metzger-Krimis") vergleichen. Mit Wortspielen, Anspielungen, Vergleichen und Fußnoten, welche letztere meistens die Jurisprudenz aufs Korn nehmen folgt der Leser / die Leserin dem Fickel in seinem eher gemächlichen Tempo durch die Handlung.  Die Figuren, allen voran der Fickel, sind wirklich super gelungen. Ich mag es sehr, wenn sich der Krimi nicht so ernst nimmt, und so ist es auch mit den Figuren, die manchmal etwas überzeichnet wirken, insgesamt aber wirklich schön schrullig und interessant sind. Letzteres ist mir da auch deutlich wichtiger als wenn sie zwar realistisch, aber totlangweilig wären. Was mir noch sehr gefällt, sind die überraschenden Wendungen und dass ich tatsächlich trotz einiger Krimierfahrung nicht auf den Mörder gekommen bin. Das fand ich richtig gut gemacht, meinen Respekt an den Autor. Oftmals errate ich vor den Ermittlern den Täter, hier nicht! Auch das Ende insgesamt hat mich sehr überrascht! Super! Also anstatt hier noch lange rumzuschwafeln: Meine vollste Empfehlung für diesen Krimi. Mir hat er sehr gut gefallen und ich werde mir die beiden vorigen Bände auf jeden Fall noch beschaffen und bin schon sehr neugierig drauf. :-)

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  • Rezension zu "Das Schlossgespinst" von Hans-Henner Hess

    Das Schlossgespinst

    dorli

    17. February 2016 um 13:32

    Meiningen im Hochsommer. Drückende Hitze im Amtsgericht und Anwalt Fickel - luftig in Hawaiihemd und Badelatschen gewandet - möchte am liebsten jegliche Anstrengung vermeiden. Doch wie so oft kommt es ganz anders, als man es gerne hätte: Die ehemalige Bürgermeisterin Elfriede Langguth wird ermordet und der Fickel muss als Testamentsvollstrecker ran… „Das Schlossgespinst“ ist bereits Fickels 3. Fall - für mich war dieser Einsatz in Meiningen der erste, den ich mit Rechtsanwalt des Meininger Amtsgerichtes erleben durfte. Auch ohne Kenntnis der ersten Fälle habe ich den Ermittler und seine Kollegen sehr gut kennengelernt und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir Informationen fehlen würden. Ganz begeistert bin ich von dem großartigen Humor, der in diesem Kriminalfall durchweg mitschwingt. Herrliche Situationskomik und schräger Wortwitz haben mich immer wieder Schmunzeln lassen. Aber der Krimi ist nicht nur unterhaltend und humorvoll – man kann auch prima mitgrübeln, wer denn nun hinter dem hinterhältigen Mord an der Roten Elfriede steckt. Die Ermittlungen verlaufen sehr ruhig. Fickel und auch Kriminalrat Recknagel halten Augen und Ohren offen und gehen den sich auftuenden Hinweisen nach. Während einige Spuren zum Historischen Verein und ins Schloss Elisabethenburg führen, legen die Ermittler ein besonderes Augenmerk auf das persönliche Umfeld der Ermordeten. Neben der Spurensuche gibt es immer wieder Einblicke in den Arbeitsalltag von Fickel, der Oberstaatsanwältin Gundelwein und deren Kollegen – die Justiz wird hier in ein sehr amüsantes Licht gerückt. Ganz nebenbei erfährt man auch noch allerlei Wissenswertes über die Historie Meiningens – die südthüringische Kulturstadt wird von Hans-Henner Hess prima in Szene gesetzt. Gut gefallen haben mir die zahlreichen Fußnoten – informative Anmerkungen und witzige Kommentare verleihen der Geschichte zusätzlichen Pfiff. Das Lesen und Mitermitteln hat mir großen Spaß gemacht - „Das Schlossgespinst“ ist ein sehr unterhaltsamer Krimi mit einem außergewöhnlichen Ermittler. Ein großartiges Lesevergnügen, besonders für Freunde des skurrilen Humors.

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  • Wer sagt denn, dass Anwälte "nur" in Schlips und Kragen tätig sind?

    Das Schlossgespinst

    Bianca75

    Zum Inhalt des Buches:   Sommer in Meiningen. Jahrhunderthoch ""Gunther" bringt alles Leben zum Erliegen, nur der Fickel frohlockt. Endlich passt die Welt sich mal seinem Tempo an und er kann sich mit angenehmeren Dingen beschäftigen als mit Mord und Totschlag. Doch die Gespenster der Hochkultur stören ihn in seiner Ruhe. Der berühmte Komponist und ewige Junggeselle Johannes Brahms brach am Hof des Meininger Theaterherzogs einst ein Herz - und anderthalb Jahrhunderte später steht Kriminalrat Recknagel vor einer prominenten Leiche und kämpft gegen seinen Brechreiz. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ausgerechnet "Terminhure" Fickel soll sich jetzt mit den Folgen eines historischen Techtelmechtels herumschlagen. Und das nur, weil die Oberstaatsanwältin Gundelwein gerade viel zu sehr mit ihrer eigenen Karriere beschäftigt ist, als sich um einen schnöden Mord zu kümmern. Immerhin macht der Fickel bei seinen Ermittlungen die ein oder andere bittersüße Bekanntschaft, nicht nur mit dem Bratwurstschnaps. Alle Spuren führen zum Historischen Verein und ins Schloss Elisabethenburg, in dem merkwürdige Dinge vor sich gehen ...   Das Buch "Das Schlossgespinst" ist der dritte Teil  des Autors Hans-Henner Hess, in dem der Anwalt Fickel ermittelt.   Fickel ist nicht der Typ Anwalt, den man sich vorstellt ... nein ... anstatt mit Schlips und Kragen erscheint er mit Hawaiihemd, Shorts und Flip Flops bekleidet vor Gericht ... Allein durch die aus seiner Tasche "gezauberten" Krawatte  gibt er sich als Anwalt vor seiner neuesten Klientin zu erkennen. So schliddert Fickel also in seinen neusten Fall.   Mit viel Witz, Humor, Ironie und Satire ist dieser Regionalkrimi ein Krimi, wie er mir bisher fremd war. Hinzu kommt auch noch die Sprachwahl des Autors ... DER Fickel ... DIE Gundelwein ... etc. Gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich an diesen Stil. Was dem Buch eine weitere Besonderheit verleiht, sind die erklärenden Fußnoten, mit denen das Buch gespickt ist. Durch sie erfährt der Leser das ein oder andere aus der ehemaligen DDR ...   Meine Meinung:   Zu Beginn hatte ich meine leichten Schwierigkeiten mit dem mir unbekannten Schreibstil. Im Verlauf des Buches regulierte sich dies aber und ich hatte meine Spaß mit dem Fickel, der Gundelwein, dem Recknagel und Co. Ich bin gespannt, wie es mit ihnen weiter gehen wird. Auch werde ich mir noch die ersten beiden Bücher zulegen. ;0)

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    • 3

    Bianca75

    17. February 2016 um 12:37
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