Herrentag

von Hans-Henner Hess 
4,1 Sterne bei28 Bewertungen
Herrentag
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Julia_liests avatar

Imposante Figuren und ein interessanter Fall mit überraschendem Ausgang. Hat Spaß gemacht!

ChattysBuecherblogs avatar

Ein witziger Krimi mit regionalem Bezug. Ich möchte unbedingt auch die Fortsetzung(en) lesen.

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Inhaltsangabe zu "Herrentag"

Der Fickel steht als Rechtsanwalt am Meininger Gericht auf der Karriereleiter ganz unten. Er ist Terminvertreter (im Fachjargon »Terminhure«) und springt in Verhandlungen ein, wenn der ›richtige‹ Anwalt verhindert ist. Dass so einer Verteidiger in einem Mordverfahren wird, kann nur in einem Nest wie Meiningen passieren: Sylvia Kminikowski, designierte Amtsgerichtsdirektorin, wird ermordet im Englischen Garten aufgefunden. DNA-Spuren führen zu René Schmidtkonz, dem Enkel von Fickels Vermieterin. Also gibt der Fickel sich einen Ruck und vergräbt sich in den Fall. Obwohl er sich im Strafrecht nicht besonders gut auskennt, stößt er schon bald auf Ungereimtheiten, die seinen Mandanten entlasten könnten. Ein massives Problem jedoch bleibt: die Oberstaatsanwältin Gundelwein, die im Allgemeinen auf Männer nicht gut zu sprechen ist und im Besonderen auf den
Fickel. Sie ist Fickels Exfrau und sähe nichts in der Welt lieber, als dass er sich in seinem ersten großen Fall bis auf die Knochen blamiert …

*Fickel: Ableitung der Koseform »Fick« zum Rufnamen Friedrich (1387 Fyckel, 1388 Viggel, 1508 Fickel). Außerdem bedeutet Fickel umgangssprachlich so viel wie Ferkel: Wenn jemand beim Essen gern kleckert, ist er eben ein Fickel.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832162467
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:16.12.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    LadySamira091062s avatar
    LadySamira091062vor 2 Jahren
    Ein Mord und ein Ermittler mit sächsischem Charm und Charisma

    Frickel ist das was man im Fachjargon eine Terminhure nennt ,ein Anwalt  auf der unstersten Sprosse der Karriereleiter. Dem Frickel macht das aber  nix aus ,denn  er hat das Arbeiten nicht unbedingt erfunden und  ist froh wenn er nicht  mehr tun muss als unbedingt nötig.Wie er es überhaupt geschafft hat Anwalt zu werden ist dem Leser  schleierhaft.
    Doch er ist  trotz allem ein netter Mensch und  mit seinem recht bodenständigen Humor und Charakter  kann man ihm nicht böse sein .Und  so kommt er zu seinem ersten großen Fall wie die Jungfrau zum Kinde. Und ganz gegen seine normale Art   kniet er sich rein und  löst dann auch den Fall auf recht unkonventionelle Art und Weise.
    Dieser Krimi entführt uns  tief ins hinterste Thüringen ,wo die Welt bislang noch in Ordnung war  bis der Mord geschah. Man trifft urige Gestalten ,erfährt so manches über die Sitten  und Gebräuche  und  brachte mir  viele Erinnerungen an meine erste Fahrt in den Osten wieder .

    Ein Mord und ein Ermittler mit sächsischem Charm  und Charisma ,selten soviel gelacht bei einem Krimi wie hier.Normalerweise sind Krimis nicht mein Metier aber dieser hier war wirklich lesenswert

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wieder ein kurzweiliger Krimi, der auch mit bösen Seitenhieben nicht spart.
    Anwalt Fickel ermittelt wider Willen

    Dies ist der erste Fall von und mit Rechtsanwalt Fickel, seiner Ex-Frau, der Oberstaatsanwältin Gundelwein, und dem Kriminalrat Recknagel. Angesiedelt ist das Ganze in der thüringischen Stadt Meiningen.

    Die Frau des Landtagsabgeordneten und Richterin am Amtsgericht von Meiningen wird ermordet. Der Täter scheint schnell ausgeforscht. Es ist ausgerechnet der Enkel von Fickels Vermieterin.
    Dass Fickel als Pflichtverteidiger bestellt wird, ist dem gar nicht so recht, bedeutet das erstens ein Ende der Beschaulichkeit und andererseits ein Wiedersehen mit seiner Ex, der Oberstaatsanwältin Gundelwein.

    Während seiner Recherchen stolpert Fickel über allerlei Ungereimtheiten und verborgene Geheimnisse.

    Ich finde den Schreibstil des Autors herrlich skurril. Seine Figuren haben selten Vornamen. Er schreibt/spricht immer nur von „dem Fickel“ oder “der Gundelwein“.
    Einen Großteil der humorvollen Geschichte nimmt das dauernde Geplänkel zwischen Fickel und Gundelwein. Der eine kauzig, genügsam, auf seine Ruhe bedacht. Die andere zielstrebig, karrieregeil und ein echtes Arbeitstier. Beiden gemeinsam (das hören sie wohl nicht gerne) ist, dass sie beinahe kindische Freude daran haben, dem anderen etwas auszuwischen.
    Gundelwein, einsneunzig groß, sportlich und rothaarig, ist hier ein wenig perfider in der Wahl ihrer Mittel und so kommt es, dass der Leser mit Fickel beinahe Mitleid hat, aber nur beinahe.

    Der Autor ist selbst Jurist, weiß also worüber er schreibt. Mir haben die vielen kleinen Details aus der längst vergangen geglaubten DDR sehr gut gefallen.

    Fazit:

    Ein Krimi mit herrlich skurrilen Protagonisten und viel Lokalkolorit. Ich vergebe gerne fünf Sterne. Man muss nicht alles so tierisch ernst nehmen.


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    Ruby Summers avatar
    Ruby Summervor 2 Jahren
    Des Fickels erster Fall

    In „Herrentag” von Hans-Henner Hess klärt der eher bequeme Anwalt Fickel unfreiwillig den Mord an einer Meininger Richterin auf. Gegenspieler sind die Oberstaatsanwältin (und Ex-Frau des Fickels) Gundelwein, der Landrat und gleichzeitig Ehemann der Ermordeten Kminikowski und diverse andere gut angesehene Meininger Bürger, die sich bei näherer Betrachtung als Schurken erweisen.

    Zunächst mal hat mich im Laufe des Buches zunehmend genervt, dass vor den handelnden Personen immer – wirklich ausnahmslos immer! – der bestimmte Artikel steht. Es heißt andauernd der Fickel, die Driesel, der xy... Vermutlich gehört das zum Südwestthüringer Dialekt und soll die Personen authentischer machen – ich fand es schlicht anstrengend. Ansonsten wirkten die Protagonisten aber insgesamt überzeugend.

    Im Laufe des Krimis gibt es immer wieder Anspielungen auf DDR-Interna, die dann mit Hilfe von Fußnoten erklärt werden. Die Idee fand ich recht charmant, wenn ich auch nicht einschätzen kann, wie glaubwürdig es ist, dass die Menschen in Meiningen immer noch andauernd gegenwärtige Prozesse, Gebäude, Vereine etc. mit denen aus DDR-Zeiten vergleichen.

    Die Handlung ist originell und interessant und für mich, die ich gern „sanfte” Kriminalgeschichten lese, genau richtig spannend bzw. harmlos.

    Da ich mich berufsbedingt etwas mit Betreuungsrecht auskenne, bezweifle ich, dass der geschilderte Fall in der Realität tatsächlich so geschehen könnte, aber das ändert nichts daran, dass ich die Geschichte insgesamt gern gelesen habe.

    Ich freue mich auf einen weiteren Fall des Fickels.

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 2 Jahren
    "Schräger Witz, verschrobene Figuren, einmalige Kulisse"

    Das steht auf dem Buchdeckel. Und weil dieser Krimi auch noch in der tiefen thüringischen Provinz spielt, kam dieses Buch als Urlaubslektüre mit. Sein Autor, so kann man lesen, ließ sich wegen einer Wette zum Volljuristen ausbilden. Aber aus irgendeinem Grund kam er dann nicht zum Zuge und versuchte sich als Schriftsteller. Dieser Erstling erweist sich als eine wirklich merkwürdige Mischung aus Justizposse, Krimi und ostalgischen Erklärungsversuchen, die für Westdeutsche eher peinlich und für Ostdeutsche eher komisch wirken müssen. Zwischen unfähigen Anwälten und Richtern, korrupten und sich in Orgien gefallenden Politikern stolpert mit Anwalt Fickel ein sympathischer Versager herum, den der Autor stets "der Fickel" nennt. Das allerdings ist kein Alleinstellungsmerkmal, denn alle anderen auftretenden Herrschaften bekommen auch einen entsprechenden Artikel zugestanden, was sich wie so vieles in diesem Buch hinreichend seltsam liest.

    An diesem Buch werden sich vermutlich die Geister scheiden. Ich fand es gelegentlich grauenhaft, gelegentlich ganz unterhaltend und manchmal auch lustig. Aber ernstnehmen konnte ich es nicht. Die Handlung zieht sich zumindest für Liebhaber klassischer Krimis mangels Spannung unendlich hin. Schließlich lebt sie nur noch vom laschen Begehren nach der Erkenntnis, wie der Autor wohl seine skurrile Konstruktion vollenden wird. Bei manchem Leser wird sich ein solches Begehren wohl eher nicht einstellen, weil er es vielleicht gar nicht bis zu diesem Punkt geschafft hat.

    Das Ganze hat etwas von einem derben Volksschauspiel, was wohl auch nicht immer den Geschmack aller trifft. Auch das Lokalkolorit strahlt nicht wirklich, sondern glänzt eher matt. An dämlichen Ossis, Wendehälsen, karrierebewusste Wessis und anderen Klischees kommt der Autor auch nicht vorbei, wenngleich sich solche Kategorien inzwischen in der Wirklichkeit reichlich abgeschliffen haben.

    Von der schreienden Ankündigung auf dem Buchdeckel bleiben in der Tat allein die "verschrobenen Figuren", die in ihrer Mehrheit der Justiz angehören, an der sich der Autor vielleicht nicht ohne Grund abarbeiten musste. Jedenfalls macht er von seinen juristischen Kenntnissen regen Gebrauch. Wer weiß - so ganz untypisch scheinen seine Beschreibungen der thüringischen Verhältnisse jedenfalls nicht zu sein, wenn man die jüngste Geschichte dieses Landes etwas genauer kennt.

    Kurz: Das Buch ist eine reine Geschmackssache, weil es in keine Kategorie passt. Es ist weder ein spannender Krimi, noch eine Parodie. Es besitzt einen gewissen lokalen Einschlag und bedient ostalgische Gefühle, wenn man sie so besitzt, wie sie der Autor anspricht. Von allem etwas, aber irgendwie zu wenig im Ganzen. Vielleicht ganz lustig, wenn man sich in den Verhältnissen etwas auskennt, langweilig, wenn nicht.

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    Pippo121s avatar
    Pippo121vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweiliger, unterhaltsamer Krimi mit tollem Humor und viel Lokalkolorit!
    Kurzweilig und humorvoll

    Der Fickel, seinerseits ein Anwalt mit mäßigem Talent und noch weniger Ehrgeiz, wird scheinbar zufällig zum Verteidiger eines Mordverdächtigen. Ausgerechnet eine bekannte Juristin Kminikowski wurde ermordet und ganz Thüringen steht unter Schock. Obwohl der Fickel vor allem durch Unwissenheit glänzt, setzt er doch alles daran, die Unschuld seines Mandanten zu beweisen…

    Der Autor trumpft mit tollen, teils schrägen Protagonisten auf, die mich häufig zum Schmunzeln brachten. Der Fickel (Vornamen werden überbewertet) besticht keinesfalls durch sein Können als Anwalt, denn auf diesem Gebiet ist er wirklich eine Fehlbesetzung, sondern vielmehr durch triefende Ironie, Witz und einem guten Instinkt. Auch im gastronomischen Bereich lässt er sich nichts vormachen. Dass ausgerechnet seine Ex-Frau Oberstaatsanwältin Gundelwein seine Gegnerin im Mordprozess ist, macht die ganze Sache natürlich nicht einfacher, doch sehr viel reizvoller. Beide Parteien würdigen sich keines Blickes und würden die Gegenseite am liebsten am Boden sehen. Diese Konstellation ist für den Leser sehr erfrischend, teilweise skurril und oft einfach nur amüsant.

    Der Schreibstil des Autors ist kurzweilig und voller Humor. Auch die Anspielungen auf das Leben in der ehemaligen DDR sind humorvoll und fügen sich sehr geschickt in die Geschichte ein. Das Buch strotzt vor Lokalkolorit, verliert sich aber nicht in endlosen Beschreibungen oder Dialogen.

    Der Kriminalfall an sich ist sicherlich nicht das komplexeste Gebilde, doch logisch aufgebaut und hat mich zum Schluss, zumindest teilweise überrascht. Die Handlung lebt von den Protagonisten und dem Witz des Autors, ist zu jedem Moment schlüssig und leicht verständlich. Nur der Schluss kam mir etwas rasant, um nicht zu sagen überstürzt vor. So hätte ich doch sehr gerne näher erfahren, wie der Fickel und seine Vermieterin befreit werden und wie es mit den „Patienten“ des dritten Stockwerkes weitergeht.

    Insgesamt ist dieses Buch ein gelungener Krimi und ich kann ihn jedem Fan von Regional-Krimis wärmstens empfehlen!

    Kommentare: 1
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    Caillean79s avatar
    Caillean79vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Sodom und Gomorrha im beschaulichen Thüringen - ein Lesespaß der ostalgischen Art mit einem Anwalt, der was kann halt (wenn er muss...)
    Schmunzelkrimi gepaart mit etwas Ostalgie - eine gute Mischung!

    Sodom und Gomorrha im tiefsten verschlafenen Thüringen - wer hätte das gedacht? Am wenigsten sicherlich "der Fickel", Protagonist in diesem Lokalkrimi. Einen Vornamen hat er sicher, allerdings wird der nicht verraten und das ist auch nicht notwendig. Den Fickel kennt man hier, ebenso wie "den Amthor", "die Gundelwein" und "den Kminikowski".

    Es ist eine interessante Mischung von Figuren und Charakteren, die uns Herr Hess hier anbietet. Der Fickel ist ein ruhiger Patron, bissel faul, dem guten Essen zugetan, der Gundelwein eher nicht so. Denn die ist seine Exfrau und ein wenig zu ... nun ja, ambitioniert in ihrem Beruf als Staatsanwältin. Schon diese Konstellation sorgt im Buch für so manchen Lacher.

    Der Amthor ist ein Kollege vom Fickel, auch nicht mit sonderlich viel Ehrgeiz gesegnet. Ganz im Gegenteil zum Kminikowski, dem allseits bekannten Lokalfürsten (sprich: Landrat), dessen Gattin in diesem Roman ein viel zu frühes Ende findet.

    Während der Fickel in höchstem Maße unerwartet zum Pflichtverteidiger des vermeintlichen Mörders mutiert, deckt die Gundelwein nebulöse Geschichten der hiesigen Lokalpolitik auf. Oder versucht es zumindest. Eine nicht unerhebliche Rolle spielt auch eine Seniorenresidenz, in der sich seltsame Dinge zutragen. So wird es einem zumindest unter der Hand zugetragen im beschaulichen Meiningen.  :-)

    Der Schreibstil dieses Krimis ist schwer zu beschreiben - den muss man erlebt haben! Nicht total ungewöhnlich, aber auch nicht ganz alltäglich schmunzelt man sich durch das Buch (und die Fußnoten, die Nicht-DDR-Kennern das sozialistische Erbe näherbringen) - beschwingte Lesestunden garantiert.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Amüsanter, kurzweiliger Krimi im Justizmilieu - mit herrlichen Reminiszenzen an die frühere DDR
    Amüsanter, kurzweiliger Krimi im Justizmilieu mit herrlichen Reminiszenzen an die frühere DDR

    Zum Inhalt möge sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite anhand der dortigen Kurzinfo eine erste Meinung bilden. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Das Buch besticht durch seine einfache, aber herrlich kurzweilige Schreibweise, die weder versucht mit langweiligen Schnörkeln  Seiten zu schinden, noch durch endlose banale Dialoge zu langweilen. Nein,

    dem Autor gelingt es, einer im Grunde einfach gestrickten Story, durch geschickte Wendungen und brillant überspitzt gezeichnete Charaktere Leben einzuhauchen. Dass dabei nebenbei die von mir bereits in der Überschrift erwähnten Anspielungen auf das Leben und Arbeiten in der ehemaligen DDR geschickt eingestreut werden, tut dem Lesegenuss zusätzlich gut. Auch das Lokalkolorit wurde sehr schön und detailliert getroffen.

    Insgesamt ein Buch, dass wunderbar leicht und mit einer guten Prise Humor toll zu unterhalten vermag. Lediglich der in meinen Augen etwas zu überstürzte Schluss hat den insgesamt sehr guten Eindruck ein wenig eingetrübt. 

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    Ode1234vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Witzige Jura-Satire über einen Loser-Anwalt!
    Der beste Anwalt-Ratgeber der Welt

    "Herrentag" erzählt die Geschichte eines Anwalts, der besser keiner geworden wäre, weil sein Examen zu schlecht und sein Ehrgeiz zu gering ist - der alles aber mit einem guten Herz und einem noch besseren Instinkt auszugleichen weiß. Das Ganze ist witzig und gut geschrieben, und die Auflösung ziemlich überraschend. Perfektes Entertainment, ein Buch, das Spaß macht! 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Boshafter Krimi

    Ein Wiedersehen mit Meiningen. Das brachte für mich die Lektüre dieses spottsüchtigen Krimis. Es soll sich dabei um Anwalt Fickels ersten Fall handeln. Das wirft die Frage auf, was der Autor über Fickel, der in Meiningen agiert, in einem zweiten Fall unterbringen will. Was das Lokalkolorit betrifft, dürfte das ganze Pulver schon verschossen sein. Zumindest die wichtigsten Örtlichkeiten von Meiningen sind nahezu vollständig erwähnt. Vom Friedhof zum Freibad, vom Henneberger Haus zum Café Baumbach, vom Theater zum Brahms-Denkmal, vom Justizzentrum zum Ehrenmal für die gefallenen Sowjetsoldaten, von der Elisabethenburg zur Goetzhöhlenbaude, vom Bahnhof zum Schlundhaus und so weiter und so weiter. Ein Krimi, der sich, wenn ich keinen übersehen habe, mit zwei Morden begnügt, dafür aber satirische Pfeile nach allen Seiten verschießt und vor allem die Meininger Justizszene aufs Korn nimmt. Mit meist richtig amüsanten Bemerkungen. Der Autor ist offensichtlich ein Mensch, der sich jede witzige Äußerung, die in einem Gesprächskreis fällt, sofort merkt und später schriftstellerisch zu verwerten weiß. Fast könnte man sagen, er schreibt wie ein „literarischer Comedian“. Dazu passen auch die boshaften Fußnoten, die den Text begleiten. Man kann nicht anders, als diese Fähigkeiten des Autors herauszustellen. Sie heben den Krimi gegenüber anderen Krimis hervor. - Muss Fickel, wenn er einen weiteren Fall übertragen bekommt, sein Betätigungsfeld nach S aus dem Autokennzeichen SM verlegen? Und fährt er dann immer noch seinen alten Wartburg? Ich mache mir jetzt schon Gedanken dazu. Gibt der „Bobmörder“ darüber eventuell bereits Aufschluss?

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Provinzsatirekrimi

    Wollte mehrmals abbrechen und habe es dann doch zu Ende gelesen.  Ist halt was zum Abschalten, also klassische Urlaubslektüre.

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