Hans-Jürgen Heinicke Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg

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Inhaltsangabe zu „Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg“ von Hans-Jürgen Heinicke

'Man weiß nie, was man findet. Das ist das Spannende an dem Job …' Seit dreißig Jahren räumt Hans-Jürgen Heinicke Wohnungen und Häuser aus. Dabei findet er Schönes und Hässliches, Anrührendes und Kurioses und manchmal auch Kostbares. Mit feinem Gespür für die Schicksale hinter den Dingen sammelt er Geschichten, die nur das echte Leben schreiben kann. 'Auf den ersten Blick mag es nicht so scheinen, doch Wohnungsräumungen sind eine recht intime Angelegenheit. Man dringt in das Leben wildfremder Menschen ein, auch wenn es die nicht mehr gibt, zumindest nicht an diesem Ort. Wenn man mit offenen Augen durch die Zimmer geht, erfährt man sehr viel über die Menschen, die darin gelebt haben. Obwohl ich den Job schon lange mache, ist das für mich immer noch aufregend.'

Kurzweilig und wirklich interessant. Man bekommt direkt Lust, selber Wohnungen zu entrümpeln!

— Lissy
Lissy

Krass zu erleben, was vom Leben wirklich übrig bleibt. Dieses Buch regt zum Nachdenken an.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

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  • Ein sehr ruhiges Buch, welches zuum Nachdenken anregt. Allerdings hatte ich mir ein wenig was andere

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    NiJo

    NiJo

    Ich liebe den Schreibstil von Gila van Delden. Er ist so einfühlsam, so autentisch und berührend, das man meint sie spricht einen persönlich an. Auch hier erzählt sie wieder so klasse, als wäre man in den Situationen selbst dabei gewesen Diesmal erzählt Gila van Delden von ihren Seminaren. Den lustigen, humorvollen, traurigen, nachdenklichen...Erlebnissen, die sie auf Seminaren mit andren Teilnehmern erlebt. Sehr lustig ist z. B. die Story des "Verhütungsengels" und die Folgen davon. Sie gibt wieder Einblicke in ihr Privatleben. So muss man im Laufe des Buches z. B. Abschied von Finchen (Katze) nehmen. Desweiteren berichtet sie von den Dreharbeiten zu "Nicht heulen, Husky" (ihr 1. Buch was verfilmt wurde). Nur ist der Film so ganz anderes wie das Buch und darüber ist Gila nicht sehr glücklich. Sie lernt während der Dreharbeiten auch Barbara Rudnick und Heiner Lauterbach und andere Schauspieler kennen und auch davon erzählt sie. Zuviel möchte ich nicht verraten, aber ich fand das Buch wieder klasse und es war viel zu schnell ausgelesen.  auch habe ich festgestellt, das man durch Affinartinen wirklich seine Gedanken und damit sein leben beeinflussen kann. Eine tolle Erkenntnis!

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    siebenundsiebzig

    siebenundsiebzig

    Ein , für mich, interessantes und zugleich aufrüttelndes Buch über ein aktuelles Thema. Der Autor, professioneller Wohnungsauflöser, lässt den Leser fast aktiv an seiner Arbeit teilnehmen. Er schildert in einer authentischen, aber trotzdem leicht zu verstehenden, Weise seine Eindrücke und Gedanken, welche ihm so beim Entrümpeln, Entsorgen und Wegwerfen von Gegenständen in den Sinn kommen. Dabei findet er öfters auch persönliche Aufzeichnungen der ehemaligen Wohnungsbesitzer. Behutsam und feinfühlig wird der Leser mit solchen, sehr persönlichen, Dingen konfrontiert und dabei selbst zu tiefgreifenden Gedanken angeregt. Aber auch auf sein eigenes Leben blickt der Autor in einer hochinteressanten Art zurück. So lassen die Eindrücke, welche beim Lesen des Buches entstehen, auch öfters über die persönliche "Endlichkeit" nachdenken. Wir leben in einem Konsumrausch und kaufen des öfteren auch Gegenstände welche eigentlich nutzlos sind oder fast nie gebraucht werden, aber trotzdem irgendwann einmal auf Trödelmärkten landen oder von der Müllabfuhr entsorgt werden müssen. Vielleicht haben mir auch deshalb die nachfolgenden Worte aus dem Buch so gut gefallen: "Im Grunde ist es mit den meisten Sachen so, die man heute in irgendwelchen Läden bekommt: Kaum hat man sie gekauft, schon verlieren sie ihren Wert - und zwar komplett. Das heißt, im Prinzip ist das Kaufhaus die Vorstufe zur Müllkippe." Dieses Buch hat mich nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern es hat auch mein Einkaufsverhalten verändert.

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  • Aus dem Leben eines Schatzsuchers

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Babscha

    Babscha

    16. May 2013 um 20:52

    Der Autor ist Wohnungsauflöser im Großraum Berlin-Brandenburg und nennt sich selbst „Schatzsucher“. Das heißt, er übernimmt die komplette Räumung der Wohnungen und Häuser verstorbener Personen und ist jedes Mal selbst gespannt, was ihn beim Betreten der jeweiligen Domizile erwartet. Und da ist so einiges möglich, wie er in seinem Buch verrät. In launigen Worten erzählt er von verschiedensten "Abwicklungsfällen" seiner langjährigen Praxis, von Wohnungen, in denen eine Pretiose neben der anderen steht genau so wie von Behausungen voller müllhaldereifem Plunder jeder Art (in dem sich aber immer wieder mal ein verwertbarer „Schatz“ finden lässt, der sein Entdeckerherz höher schlagen lässt). Und er erzählt von den dahinter stehenden Menschen, die ihm über ihre Hinterlassenschaften ungewollt oft tiefste Einblicke in ihre Leben und Schicksale gewähren. Und er berichtet natürlich vom Selbstverständnis seines Jobs („einer muss es ja machen“) im permanenten Austarieren zwischen angemessen-würdebewahrendem Verhalten im Umgang mit Nachkommen und Interieur und gleichzeitig notwendigem nüchtern-geschäftsmäßigem Kalkül, wie sich die jeweiligen Dinge später auch zu Geld machen lassen („ich habe eine Familie zu ernähren“). Ein sehr unterhaltsames, gut zu lesendes Werk, das mir bestens gefallen hat.  

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Literatur

    Literatur

    14. January 2013 um 21:51

    Hans-Jürgen Heinicke ist Schatzsucher: seit mehr als 30 Jahren löst er bestehende Haushalte - meist nach dem Tod des jeweiligen Besitzers auf, verschafft sich einen Eindruck von den Möbeln, den persönlichen Gegenständen, vom Leben der Menschen, die bisher diese Wohnung bewohnten, gibt jedoch den einzelnen Dingen auch eine neue Bestimmung - in der Holzverwertungsanlage, im Sperr- oder Sondermüll, aber auch beim Nachbarn um die Ecke, bei interessierten Sammlern oder irgendwo auf unserem Kontinent. Jede Wohnung birgt dabei ein kleines Geheimnis, jede zehnte sogar einen Schatz, den es zu entdecken und zu angemessenem Preis zu verkaufen gilt. In seinem Sachbuch schildert der Autor Anekdoten aus seinem beruflichen Alltag, berichtet sowohl über Grundsätzliches als auch über interessante Begebenheiten. Ich muss meiner Bewertung voranstellen, dass ich bereits hohe Erwartungen vor der Lektüre des Romans hatte, die jedoch nicht erfüllt wurden, sodass deshalb meine Bewertung etwas ernüchtert ausfällt. Ich habe bereits selbst in der Familie drei Haushalte aufgelöst und hatte dabei auch Kontakt mit Kollegen von Herrn Heinicke, sodass die grundsätzlichen Aspekte des Romans kaum neue Informationen für mich bereithielten. Ich hatte fallbasierte Kapitel erwartet, was auf den ersten Blick auch zutrifft, aber durch den weitschweifigen und vom Thema oft abschweifenden Erzählstil kommen die einzelnen Geschichten nur wenig zur Geltung bzw. es erfordert viel Konzentration, dem Erzählstrang zu folgen. Wichtig finde ich die Botschaft des Romans: Jeder Mensch sammelt während seines Lebens seine ganz eigenen Schätze an, die jedoch nach seinem Tod zurückbleiben und neutral betrachtet teilweise wertvoll teilweise aber überflüssig sind. Es lohnt sich folglich, über den eigenen Konsum nachzudenken. Deshalb möchte ich abschließend betonen, dass ich, auch wenn der Roman meinen Lesegeschmack nicht ganz getroffen hat, die Arbeit von Herrn Heinicke und seinen Kollegen wichtig finde und ich es begrüße, dass uns ein kleiner Einblick durch den Roman gewährt wird.

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  • Leserunde zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    HansJuergenHeinicke

    HansJuergenHeinicke

    Bewerbung Liebe Mitglieder von Lovelybooks, Ich möchte Ihnen heut mein Buch "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" vorstellen. Es ist am 26.9.12 beim Fischerverlag erschienen. In meinem Buch finden Sie aufregende und interessante Geschichten aus meiner 30 jährigen Tätigkeit als professioneller Wohnungsauflöser,  den Verlassenschaften und interessanten Personen aus diesem Umfeld. Da dieses Thema doch alle Menschen früher oder später einmal betrifft könnte es auch für Sie bestimmt  von Interesse sein. Mit freundlichen Grüßen Hans-Jürgen Heinicke Es werden 20 Bücher verlost, für die man sich bis zum 10. Oktober bewerben kann!

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hans-Jürgen Heinicke ist von Beruf Wohnungsauflöser. Dabei muss er sich nicht nur mit den zurückgelassenen Möbel- und Kleidungsstücken der früheren Hausbewohnern beschäftigen, sondern auch mit deren Lebensgeschichten. So erfährt er z.B. etwas darüber, wo die Personen ihren Urlaub verbrachten, wie sie ihre Wäsche in den Schrank einräumten oder wie deren Leben möglicherweise verlaufen ist. Auch stellt Herr Heinicke fest, dass Personen derselben Altersgruppe über ähnliche Einrichtungsgegenstände verfügt haben bzw. verfügen. Immer wieder tauchen so motorisierte Fernsehsessel, die den Sitzenden, in alle nur erdenkliche Positionen befördern oder Häckeldecken in allen erdenklichen Formen auf. Allerdings erfährt man nicht nur etwas über die Wohnungen, sondern Herr Heinicke berichtet zu Beginn des Buches auch Grundsätzliches über seine Arbeit. Von wem wird er beauftragt, wie verläuft eine Wohnungsräumung oder was passiert danach mit dem Inventar. Fazit: Die allgemeinen Erklärungen zu Beginn des Buches fand ich zwar punktuell interessant, doch zuweilen auch etwas langatmig. Hans-Jürgen Heinicke wurde bei der Verfassung des Buches von dem Journalisten Fred Sellin unterstützt. Generell ist der Schreibstil sehr angenehm. Man findet gut in die jeweiligen Handlungen hinein und die Geschichten lassen sich flüssig lesen. Ich muss sagen, dass das Buch mich an einigen Stellen ziemlich nachdenklich gemacht hat. Was wird von einem zurückbleiben, wenn man nicht mehr hier sein wird? Kommt dann jemand "Fremdes" und wirft die Dinge weg, die einem so viel bedeutet haben? Und welchen Sinn hat unser Streben nach Besitz, wenn doch alles zurückbleibt? Ein Buch mit einer Thematik, dass man in der Art nicht jeden Tag findet. Es lohnt sich, das Buch zu besitzen. ;-)

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    saskia_heile

    saskia_heile

    15. November 2012 um 21:01

    INHALT es wird beschrieben was und wie der Autor zu diesen Job kam und was er allgemein empfindet wenn er Wohnungsräumungen vornehmungen machen muß. FAZIT ein sehr schönes Buch, leicht, flüssig und aber auch interessant geschrieben, man hat viel neues Kennengelernt vor allem was gerade dem Beruf betrifft. Es sind viele alte Geschichten aufgetaucht die alles noch viel spannennder machten. hier möchte ich auch einfach nicht zu viel verraten. Mir hat es gefallen.

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Linny

    Linny

    15. November 2012 um 10:25

    Was vom Leben übrig bleibt kann alles weg Hans-Jürgen Heinicke erzählt in diesem Buch einige Begebenheiten die ihm in der Zeit als professioneller Wohnungsauflöser passiert sind. Was passiert mit den Eigentum wenn einer stirbt?. Und keiner will es haben. Für den einen ist es Müll und der andere entdeckt einen „Schatz“. Man kommt beim lesen zwangsläufig zu der Überlegung. Was passiert eigentlich mit meinen Sachen wenn ich mal sterbe?. Gibt es überhaupt die richtige Antwort darauf.

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Queenelyza

    Queenelyza

    "Man weiß nie, was man findet. Das ist das Spannende an dem Job." So spricht ein moderner Schatzsucher, der Wohnungsauflöser Hans-Jürgen Heinicke. Beauftragt von Menschen, die sich nicht um Nachlässe ihrer Verstorbenen kümmern können oder wollen, befasst er sich mit den Dingen, die übrig bleiben und so indirekt auch mit den Menschen, die diese Dinge zurückgelassen haben. "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg", so der Buchtitel des - ja, was für ein Buch ist es denn eigentlich? Ein Sachbuch? Eine Biografie? Eine Lebensgeschichte? Alles das, und noch viel mehr. Ein Sachbuch, weil der Leser viel Wissenwertes über Nachlässe, Flohmärkte und die dortigen Bräuche und ein Berufsbild erfährt, das wohl die wenigsten Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit auf dem Schirm haben. Eine Biografie, weil wir nicht nur Einzelheiten über den Beruf an sich erfahren, sondern auch zur Person des Autors, was er zuvor gemacht hatte und wie ihn dieser Beruf - oder diese Berufung - schließlich gefunden hat. Und auch eine Lebensgeschichte, oder gleich mehrere. Nicht nur die des Autors, sondern auch die der Menschen, die in den Wohnungen lebten, die es zu räumen gilt. Wobei letztere nur anhand der gefundenen Gegenstände "nacherlebt" werden können. In mehreren kurzen Kapiteln erzählt der Autor diverse Begebenheiten, die ihm während seiner Tätigkeit passiert sind. Dinge, die er gefunden hat, Angehörige, die er erlebt hat, Lebensläufe, die er sich anhand des Inventars einer Wohnung erdenkt. Dazu serviert er uns allerlei Informationen rund ums Sammeln und Verkaufen - zum Beispiel, dass ein Gemälde aus mehreren Schichten bestehen kann und unter Umständen noch etwas viel Wertvolleres unter dem ersten Bild zum Vorschein kommt. Der Autor nimmt uns mit auf den größten Trödelmarkt der Republik, lässt und teilhaben an Tagebüchern, die er gefunden hat. Der Leser bekommt es mit Möbeln zu tun, die sich mit aller Kraft gegen einen Umzug zu wehren scheinen, mit allerlei Devotionalien aus der dunklen Zeit der Geschichte. Und immer wieder mit Dingen, bei denen er sich scheut, sie einfach wegzuwerfen. Ich habe dieses Buch sehr genossen, denn es ist für mich eine Hommage an das Leben. Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit gegenüber sich selbst und auch der älteren Generation. Eine kleine philosophische Geschichte über Glück und Unglück, denn macht uns unsere Konsumgier heutzutage wirklich glücklich? Das Glück lässt sich nicht horten - und das ist gut so. Ein kleines, feines Buch für jeden, der sich beruflich mit Menschen beschäftigt - und für alle anderen erst recht. Für mich eine klassische Punktlandung - und ein Buch, das man sicherlich irgendwann mal in meinem Nachlass finden wird. So man denn dann noch weiß, was ein Buch ist und wie man es benutzt...

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    rumble-bee

    rumble-bee

    Ich hatte mich von vornherein für dieses Buch interessiert, da ich vermutete, zwischen der Tätigkeit des Autors und meiner könnte es gewisse Parallelen geben. Und ich hatte Recht. Ich habe gerade eine Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen, und in diesem Rahmen auch ein Praktikum bei einem ambulanten Pflegedienst gemacht. Meine Erkenntnisse decken sich zum großen Teil mit denen des Autors: Wohnungen erzählen etwas über Menschen, gerade die Wohnungen alter Leute, die noch ganz andere Einstellungen zu Gegenständen und zum Leben überhaupt hatten. Ich finde es allerdings schade, dass dieses Buch als Taschenbuch erschienen ist. Das weckt beim Leser falsche Erwartungen, und wird dem Wert des Buches nicht ganz gerecht. Es ist sicherlich nicht leicht einzuordnen - größtenteils ist es Sachbuch, dann wieder anteilsweise Lebensgeschichte des Autors. Und eine Prise Philosophie kommt auch noch hinzu. Doch gerade diese Mischung hat für mich die Faszination ausgemacht. Hans-Jürgen Heinicke wurde, laut Impressum, von einem Journalisten beim Verfassen des Buches unterstützt. Von daher kann ich natürlich nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob alle Formulierungen oder die Struktur des Buches auf den Autor zurückgehen. Ich stelle allerdings fest, dass eine wohltuend lesbare Sprache gewählt wurde, die sehr nah am Alltag ist, aber dennoch immer wieder Geistesblitze und auch komische Momente fassen kann. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Das Buch ist sicherlich ein wenig eigen. Man darf keine Anekdotensammlung erwarten, und es sind auch keine reinen "Fallgeschichten". Das Buch beginnt mit einem sachlichen Kapitel, wie der Autor zu seiner Tätigkeit als "Sachverständiger für Nachlässe", so die offizielle Bezeichnung, kam. Es folgen einige Kapitel von besonderen "Fällen", die jedoch in lockerem Plauderton geschrieben sind, und innerhalb der Geschichte auch immer wieder mal in allgemeine Betrachtungen abschweifen. Abgeschlossen wird das Buch dann von einem Kapitel mit Betrachtungen über Tod und Endlichkeit, auch wieder durchbrochen von Erlebnisse aus verschiedenen, von ihm erlebten Wohnungsauflösungen. Dieses Buch hat auf mich vor allem durch seine interessante Mischung "gewirkt". Es enthält ganz verschiedene Betrachtungsweisen. Einerseits die rein geschäftlichen Aspekte des Wohnungsauflösens, die wesentlich vielschichtiger sind als erwartet. Dann wieder Betrachtungen über den Menschenschlag, der einem solchen Beruf nachgeht. Ausführliche "Begehungen" der Wohnungen, wobei der Autor den Leser an die Hand nimmt, und man sich alles sehr bildlich vorstellen kann. Und nicht zuletzt natürlich Gedanken darüber, wie die Menschen gelebt haben mögen, die in diesen Wohnungen teils lebten, teils hausten, teils Luftschlösser bauten. Sensationelle Hintergründe darf man hier nun nicht erwarten. Es ist ein Buch der vielen, leisen Töne, die den aufgeschlossenen Leser aber zum Nachdenken anregen. Was wird von mir eines Tages bleiben? Was macht mein Leben aus? Sollte man nicht sein Glück genau jetzt, im Leben, ergreifen, und nicht für eine ungewisse Zukunft horten? Es ist weniger ein Buch über Verlust und Tod, als ein Buch über das Leben. Das hat mich tief berührt! Ich werde das Buch sehr gerne weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Buchfan276

    Buchfan276

    06. November 2012 um 19:07

    Hans-Jürgen Heinicke schildert in seinem Besuch sehr treffend und glaubhaft den Beruf des Wohnungsauflösers. Er zeigt den Verlauf des Auftrags von der ersten Besichtigung der Wohnung bis hin zur Entrümpelung auf. Außerdem erfährt man zahlreiche Informationen über besondere Fundstücke des Auflösers, die ihm in seinem Berufsalltag begegnen. Es geht von einer Heiligenstatue bis hin zu einem Tagebuch aus dem zweiten Weltkrieg. Allerdings geht es weniger um die mit den Fundstücken verbundenen Menschen, sondern eher um die Gegenstände selbst und was ein Wohnungsauflöser mit denen anfangen kann. Das Cover fand ich sehr treffend und auch gleich ansprechend. Im Klappentext stört mich die Angabe, dass es um die Schicksale hinter den Gegenständen geht. Das käme mir zu kurz, wobei ich mir auch keine Geschichten hinter den Gegenständen erwartet habe und daher auch fünf Sterne gebe. Herr Heinicke erzählt sehr nach am Geschehen, es wirkt auf mich sehr persönlich und ehrlich. Man merkt auch immer wieder, wie viel ihm sein Beruf bedeutet. Das Buch ist in vergleichsweise lange Kapitel eingeteilt, welche jeweils die Geschichte einer Wohnung bzw. eines Gegenstandes erzählen. Besonders gut gefallen hat mir die Beschreibung eines Tagebuchs aus dem zweiten Weltkrieg, die ich sehr rührend fand. Insgesamt also wirklich ein empfehlenswertes Buch, das mir interssante Lesestunden bereitet hat.

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. November 2012 um 23:43

    "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke ist eine gelungene Mischung aus Sachbuch und Autobiographie, die mich unterm Stich begeistert hat. Man erfährt zunächst Allgemeines über den Beruf des Wohnungsauflösers, den persönlichen Werdegang des Autors, natürlich „Fallgeschichten“ und am Ende noch etwas philosophisch angehaucht eine Betrachtung zur Endlichkeit. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und den Blick auf die wirklich wichtigen Aspekte des Lebens lenkt! Er wird gerufen, wenn sich die Familien nicht selbst um die Wohnungsauflösung kümmern können oder wollen. In den Erzählungen wir schnell deutlich, dass der Autor seinen Beruf als Wohnungsauslöser innig liebt. Ein wichtiger Bestandteil ist hier eine Art Schatzsuche. Um solche Schätze zu entdecken verfügt er über eine große Sachkenntnis und Allgemeinbildung, sonst würden „Schätze“ unbeachtet bleiben. Ebenfalls wichtig ist es ihm ein Gefühl für die Wohnung und ihren verstorbenen Bewohner zu bekommen. Wohnungen erzählen soviel von ihrem Bewohner, nur ist der Blick dafür bei den meisten wohl nicht geschärft genug. Der Sprachstil ist sehr nah am Leben, gut und flüssig lesbar, aber etwas mehr Emotion hätte auch an mancher Stelle nicht geschadet. Darüberhinaus werden die Wohnungsbesichtigungen so plastisch beschrieben, dass man sie vor eigenen Augen zu sehen scheint. Auch die Menschen scheinen durch die Erzählungen greifbar. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, denn die wirtschaftlichen und menschlichen Aspekte des Wohnungsauflösens sind vielschichtiger als man das erwarten würde!

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    MelE

    MelE

    03. November 2012 um 09:49

    Schatzsucher Das Buch "Was vom Leben übrig bleibt ....." zu beschreiben fällt doch etwas schwer, da es sich nicht genau einordnen lässt. Ist eine Lebensgeschichte? Ist es ein Sachbuch? Auch wenn ich mir da eher unsicher bin, fand ich es doch recht interessant einen Einblick in das Leben eines Wohnungsauflösers zu werfen. Meine Eltern haben vor einigen Jahren selbst einen engagiert als meine Großeltern verstarben, aber erstens gab es da nicht viel zu holen und zweitens hatten wir schon einiges an Vorarbeit geleistet. Ich selbst als meine Großeltern darum baten mit ihnen gemeinsam auszumisten und später dann mein Onkel, der noch bevor meine Oma verstarb plötzlich da war und alles mitnahm was noch zu Geld zu machen war. Die Wohnung war trotzdem nicht leer und die Firma die bestellt wurde, hatte sicherlich noch einiges was zu gebrauchen war und natürlich auch jede Menge Müll, denn was will man mit selbstgebauten Möbeln? Mein Großvater war Tischler und hat das meiste in ihrer Wohnung selbst gebaut, aber wer erkennt darin einen Wert? Wer sieht darin die Geschichte die sich dahinter verbirgt? Ich habe gehofft in dem Buch "Was vom Leben übrig bleibt ...." vielleicht die eine oder andere Weisheit anzutreffen und vielleicht dadurch auch getröstet zu werden. Das Buch war dann doch ganz anders als erwartet, obwohl dadurch nicht uninteressant, sondern eher sachlich und teilweise auch emotionslos, aber wahrscheinlich muss man seine Gefühle abschalten können um Geschäfte mit dem Tod zu machen. Etwas sehr nah an sich heranlassen und die Person hinter den Antiquitäten, Büchern, Teppichen, Leuchtern und was es sonst noch so zu finden gibt muss man sicherlich ausklammern. Außerdem tritt Hans - Jürgen Heinicke auch erst dann auf, wenn der Mensch verstorben ist und lernt ihn lebend nicht kennen. Ich fand es interessant, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich dann leider doch nicht, obwohl mir meine eigene Sterblichkeit wieder einmal vor Augen geführt wurde. Niemand bleibt, sondern alle müssen irgendwann die Reise in den Tod antreten und "Was vom Leben übrig bleibt, das kann dann alles weg!", denn wir können nichts mitnehmen und vielleicht ist es das eine oder andere Mal vielleicht besser schon vorher dafür zu sorgen was mit den Dingen passiert, die mich in meinem Leben begleitet haben. Aufgefallen ist mir, das Herr Heinicke meist Wohnungen entrümpelt hat, wo er das eine oder andere veräußern kann um gute Gewinne abzukassieren, zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick zahlt er eventuell noch drauf und das nicht nur an Arbeitskraft, sondern auch finanziell, aber das ist ein Risiko das er einfach abwägen muss. Er liebt seinen Job und das konnte ich deutlich herauslesen. Ich wünsche dem Autor viel, viel Freude weiterhin und falls es erneut ein Buch geben sollte, in der er seinen Job beschreibt, wünschte ich mir die eine oder andere vielleicht witzige Geschichte und die eine oder andere Emotion, denn dies blieb dann doch eher oberflächlich. Ich vergebe gerne 4 Sterne für das Buch, denn 3 oder noch weniger hat das Buch dann doch nicht verdient!

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  • Rezension zu "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" von Hans-Jürgen Heinicke

    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    03. November 2012 um 04:55

    Als erstes möchte ich mal klarstellen, dass es sich NICHT um einen Roman handelt. Die Wohnung eines verstorbenen Angehörigen aufzulösen, empfinden viele Menschen wie einen zweiten Abschied. Danach bleibt nicht mehr viel von der Person, die sie zu Grabe getragen haben, übrig. Im Grunde sind es nur noch die Erinnerungen. Und der eine oder andere Gegenstand vielleicht, den sie aus der Wohnung mitnehmen, um ihn bei sich aufzubewahren. Herr Heinicke bezeichnet sich selbst als Sachverständiger für Nachlässe und kann auf eine über 30jährige Berufserfahrung zurückgreifen. Er zeigt auf, was eigentlich vom Leben übrig bleibt. Nur die Erinnerung, denn alles materielle ist vergänglich.

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    Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg
    bookgirl

    bookgirl

    02. November 2012 um 15:00

    Inhalt Hans-Jürgen Heinecke ist seit 30 Jahren Wohnungsauflöser und hat in "Was vom Leben übrig bleibt, kann alles weg" einige seiner Erlebnisse zu Papier gebracht. Meine Meinung Man merkt den einzelnen Erzählungen an, dass der Autor seinen Beruf liebt und große Sachkenntnis sowie Allgemeinwissen besitzt. Ich bin sicher mit einer falschen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen, dachte ich doch, dass man mehr über die Menschen, als über Gegenstände und wie man diese zu Geld macht erfährt. Es ist interessant zu erfahren, wie die Wohnungsauflösung von statten geht und wie unterschiedlich die beschriebenen Wohnungen ausgesehen haben. So war der Autor z.B. bei einem Steuerberater, dessen Wohnung 450 qm groß war, bei einer nicht weiter benannten Schauspielerin, bei einem Ehepaar, welches das Reisen liebt und lernt auf diese Art auch ein wenig die Menschen hinter den Gegenständen kennen. Das Buch ist zwar gut und flüssig geschrieben, hat mich aber nicht vollends überzeugt. Es hat mir allerdings aufgezeigt, dass nichts für die Ewigkeit ist und man die Dinge, die einen umgeben schon jetzt nutzen und nicht für besondere Anlässe und Zeiten liegen lassen sollte. Fazit Eine Geschichte, die das Leben schreibt und mit netten Episoden gespickt ist, aber meinen Geschmack nicht ganz getroffen hat.

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