Hans-Jürgen Rusch Gekapert

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Inhaltsangabe zu „Gekapert“ von Hans-Jürgen Rusch

Die Raketenkorvette „Hans Beimler“ lag 20 Jahre in Peenemünde. Im August 2011 wird sie nach Dänemark überführt. Planmäßig verlässt der Schleppzug den Hafen und läuft an der Küste Rügens nach Norden. Kap Arkona ist passiert, da kapert eine Crew entschlossener Männer das Schiff und versenkt den vorausfahrenden Schlepper. Die „Hans Beimler“ verschwindet in den Weiten der Ostsee. Bundespolizei und Marine starten eine groß angelegte Suchaktion nach dem entführten Schiff - nicht wissend, dass ein verheerender Terroranschlag droht …

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— abendstern78

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    Gekapert

    abendstern78

    11. March 2014 um 13:49

    Das Buch war für mich etwas schwer zu lesen, da mir der Zusammenhang zum ersten Band fehlte, den man zwar nicht unbedingt gelesen haben muss, zum Verständnis aber sicher besser ist. Die Geschichte um ein ausgedientes U-Boot, das abgerüstet und nach Dänemark verschifft werden soll, traf dann doch nicht meinen Lesegeschmack. Das Buch ist sehr gut gegliedert, da die Charaktere und das Boot am Anfang vorgestellt werden. am Schluss werden auch noch Begriffe erklärt. Die Geschichte hat sich teilweise für mich in die Länge gezogen und auch der Schluss hat mir nicht so gut gefallen. Nachdem der Autor durch seinen beruflichen Werdegang immer in diesem Bereich schreibt, wird es mein letztes Buch von ihm gewesen sein. Buchgesichter-Meinung:

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  • Rezension zu "Gekapert" von Hans-Jürgen Rusch

    Gekapert

    dingsbaer

    09. February 2013 um 18:44

    Ludger Rotgerber soll als Sicherheitsbeauftragter eine Ladung medizinischer Geräte auf der Fähre Gloria begleiten. In Wirklichkeit besteht die Ladung aber aus Sprengstoff und Präzisionszündern, was er nicht bemerkt. Als es auf der Gloria zu einem Brand kommt, wird alles zerstört. Auf dem Rettungsschiff taucht dann plötzlich der totgeglaubte Arno Janning auf, den Ludger noch von früher kennt. Janning war zu DDR-Zeiten Offizier beim Marine-Sicherheits-Amt. Nun leitet er das IEK, das Institut für Entwicklungshilfe und -kooperation, mit starken Verbindungen nach Russland. Janning gibt Ludger die Schuld an der Zerstörung seiner Lieferung und will ihn in einigen Monaten für Dienste in Anspruch nehmen. So zusagen als Wiedergutmachung für den Verlust des Transportes. Ludgers Chefin Svenja Itzig, die Janning auch von früher kennt, hat keine Möglichkeit Nein zu sagen, denn Janning erpresst sie und die Firma. Das IEK will das Museumsschiff "Hans Beimler", die 575, nach Dänemark verkaufen und überführen. In Wirklichkeit wollen sie die "575" mit Hilfe einiger Rumänen wieder einsatzbereit machen und damit einen Terroranschlag verüben. Der Referatsleiter im Bundeskanzleramt in Berlin und sein Mitarbeiter Kernler kontrollieren die Geheimdienstaktivitäten und sind Janning auf die Schliche gekommen. Sie wissen, dass Janning nicht vor Mord zurückschreckt, wenn ihm jemand im Weg ist. Augenscheinlich wollen sie mit Janning gemeinsame Sache machen. Aber sie wollen ihn reinlegen, um anschließend ein neues Seesicherheitsgesetz durchzusetzen. Janning soll für sie ein Kernkraftwerk in Schweden angreifen. Die Hauptpersonen des Buches sind Arno Janning und Svenja Itzig. Der Machtkampf zwischen den beiden ist die Schlüsselhandlung, die hinter der Entführung der Hans Beimler läuft. Arno Janning ist ein kaltschnäuziger Mann ohne Skrupel und Moral. Ihm ist jedes Mittel recht, seinen Plan durchzuführen und zum Erfolg zu kommen. So scheut Janning sogar nicht davor zurück, die Familien seiner Mitarbeiter in Gefangenschaft zu nehmen und mit deren Ermordung zu drohen, wenn sie ihre Aufgabe nicht zufriedenstellend erfüllen. Er weiß es gekonnt, seine Mitmenschen, besonders die Leute, die ihm von Nutzen sind zu manipulieren. Svenja ist ein Charakter, den ich nicht ganz so gut einschätzen kann. Auf der einen Art ist sie zwar mutig, weil sie den Kampf mit Janning nicht scheut. Auf der anderen Seite ist sie doch etwas naiv und unvorsichtig, obwohl sie weiß, mit wem sie es zu tun hat. Ihr Mann Pit ist ebenfalls ein mutiger und ebenso neugieriger Charakter, der seinem Freund Ludger zur Hilfe kommt. "Gekapert" ist ein spannender Politthriller (warum eigentlich Thriller und nicht Krimi?), in dem der Autor Hans-Jürgen Rusch sehr viel und gut recherchiert hat. Man merkt, dass er Ahnung von der Materie hat und voll und ganz hinter der Story steckt. Mir persönlich ist es stellenweise schwer gefallen, der Story in allen Einzelheiten zu folgen, denn es war für mich als Laien doch etwas sehr umfangreich und stellenweise langatmig, was aber in keiner Weise das Buches runter stufen soll. Mir ist es nur manchmal schwer gefallen, den Faden zu behalten, denn es wurden oft Abkürzungen genutzt, die mir nicht sofort klar waren. Hilfreich ist auf jeden Fall der Anhang des Buches, in dem viele militärische und seemännische Fachbegriffe erklärt werden und in dem es wichtige Hintergrundinformationen gibt. Rückblickend denke ich, dass es vielleicht auch hilfreich ist, den ersten Teil der "Arno Janning Reihe" "Gegenwende" zu kennen, denn es kommen die gleichen Hauptcharaktere vor. Insgesamt ist es mir nicht so leicht gefallen, für "Gekarpert" eine Rezension zu schreiben, denn die Handlung und die Personen in diesem Buch sind doch sehr umfangreich. Ich wollte ja auch nicht zu viel verraten. Fazit: Ein spannender Thriller, der vermutlich eher Männer ansprechend wird, die sich für die MArine und Politik interessieren.

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  • Rezension zu "Gekapert" von Hans-Jürgen Rusch

    Gekapert

    flaschengeist1962

    29. January 2013 um 13:06

    Ein Thriller aus einen anderen Bereich, der Marine. Die Story ging mal in eine ganz andere Richtung. Im Bereich Marine habe ich einen Thriller noch nie gelesen und ich muß sagen, es ging in diesem Buch von Anfang an spannend zu. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit den vielen Personen uns sie ihren Zuständigkeitsbereichen zuzuordnen. Nach einigen Seiten aber, kommt man ganz gut rein. Bei Jannings merkt man von Anfang an, daß er ein mieser Charakter ist und total brutal. Für ihn bedeutet ein Menschenleben nichts, ob es Landsleute sind oder Menschen aus anderen ärmeren Ländern. Alle zieht er mit rein und geht über Leichen. Es gibt aber auch viele gute Menschen, die für die Rettung alles tun. Das Buch läßt sich gut lesen und man kann es kaum aus der Hand legen. Tolle Geschichte, tolles Buch.

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  • Rezension zu "Gekapert" von Hans-Jürgen Rusch

    Gekapert

    petra_radtke

    21. January 2013 um 17:27

    Mit diesem Buch ist Hans-Jürgen Rusch ein Politthriller gelungen, der Fiktion mit der aktuellen Sicherheitslage in Deutschland verbindet. Arno Janning, ein ehemaliger Offizier des DDR-Marine -Sicherheitsamtes und jetzt Leiter des Instituts für Entwicklungshilfe und Kooperation (IEK) in Bremen, plant das Museumsschiff "Hans Beimler" für einen Terroranschlag aufzurüsten und zu entführen. Ihm auf den Fersen sind Svenja Itzig, Chefin einer Sicherheitsfirma in Stralsund, gemeinsam mit ihrem Mann dem Journalisten Peter Itzig, genannt Pit und deren Freund und Mitarbeiter Ludger Rotgerber. Doch Arno Janning will seinen Plan mit allen Mitteln durchsetzen und schreckt dabei auch nicht vor Erpressung, Entführung und kaltblütigen Mord zurück. Ob es ihm gelingen wird und welche Rolle im Thriller der Leiter des Referates 712 im Bundeskanzleramt spielt, erfährt der Leser in diesem atemberaubenden Thriller. Mein Einschätzung: Ich hatte die Möglichkeit das Manuskript für das Buch, das am 04.02.13 erscheinen wird, vorab zu lesen und meine Meinung und Fragen zu den einzelnen Abschnitten des Thrillers in einer Leserunde, die von Hans-Jürgen Rusch bei buchgesichter.de geleitet wurde, zu stellen. Es war für mich sehr informativ. Hans -Jürgen Rusch, Jahrgang 1957, diente selbst als Marineoffizier bis 1990 in Peenemünde und Stralsund und veröffentlichte 2008 seinen ersten Kriminalroman "Späte Rechnung". Das Buch selber ist in 4 Handlungsabläufen eingeteilt. Wie in einem Tagebuch sind zu den Geschehnissen Ort, Datum und Zeit angegeben. Sehr gut gefällt mir auch, dass es eine Skizze zum Decksplan der "Hans Beimler" gibt. So kann man als Leser die Orte der Handlung auf dem Schiff gut nachvollziehen. Auch die Übersicht über die wichtigsten Charaktere des Thrillers erleichtern dem Leser die Zuordnung der literarischen Gestalten im Handlungsablauf. Im Anhang werden wichtige seemännische und militärische Begriffe , die im Buch vorkommen gut erklärt. Ein Interview, das Hintergründe für die Idee zum Schreiben dieses Thrillers aufzählt, sowie ein Bericht über den Konflikt bei der Genehmigung des Baus der Ostsee-Pipeline Nord Stream und über die AIS Tarnung des Schiffes ergänzen den Roman. Mich hat dieser Politthriller durchweg gefesselt. Man merkt, dass der Schriftsteller genau recherchiert hat, sowohl über Handlungsorte, als auch über das Sicherheitssystem in der Bundesrepublik. Er schreibt in einem so bildhaften Ausdruck, dass man als Leser glaubt, einen Film vor sich zu sehen und alles mitzuerleben. Die Charaktere der handelnden Personen werden sehr gut geschildert. Bereits vom ersten Kapitel an, in dem es um eine Explosion auf einer Ostseefähre geht und sich die Hauptpersonen das erste Mal begegnen, wird man als Leser in einen Strudel von spannenden Ereignissen hineingezogen. Die "Hans Beimler", ein ehemaliges Schiff der Volksmarine, die auch in Wirklichkeit seit 20 Jahren als Museumsschiff in Peenemünde liegt, ist der Hauptschauplatz dieses Thrillers. Dieses Schiff mit Raketen aufzurüsten und es für einen Terrorakt auf der Ostsee zu verwenden, ist im Buch zwar nur Fiktion, aber die Gefahr für einen Terrorangriff auf der Ostsee ist auch in Wirklichkeit gegeben. Die Aktualität des Thrillers und seine Verbindung von Fiktion zur Wirklichkeit liegt darin, dass es in der Bundesrepublik Deutschland immer noch kein Seesicherheitsgesetz gibt, das in einem Notfall sofort Gegenmaßnahmen der Marine möglich machen könnte. Dieses Buch soll zum Nachdenken darüber und zum sofortigen politischen Handeln auffordern! Wie auch im Thriller aufgezeigt, sind Terroristen zu allem bereit , um ihre Ziele zu erreichen. Sie schrecken dabei auch nicht vor Erpressung und Mord zurück und nutzen ihre internationalen und politischen Verbindungen. Die Gestalt von Svenja- der Leiterin einer Sicherheitsfirma- ist mir besonders ans Herz gewachsen. Mutig stellt sie sich Arno Janning, dem führenden Kopf der Terrorgruppe entgegen. Auch wenn sie einige Niederlagen dabei in Kauf nehmen muss, gibt sie nicht auf. Auch ihr Mann Pit, der am Anfang noch das Ziel verfolgt, die Hintergründe für eine tolle Story als Journalist aufzudecken, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einem Mann, dem es um die Rettung vieler Menschenleben geht und der sein Leben dafür einsetzt. Ich habe bei der Beschreibung seiner Aktionen oft die Luft angehalten und mit ihm mitgefiebert. Demgegenüber kann ich die Kaltblütigkeit, mit der Arno Janning und seine Komplizen ihren Plan umzusetzen versuchen- nur verabscheuen. Der Thriller wird sicher viele Liebhaber finden. Spannende Lesestunden und ein Ende, das man nicht vorausahnen kann, sind allen Lesern gewiss !

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  • Rezension zu "Gekapert" von Hans-Jürgen Rusch

    Gekapert

    parden

    20. January 2013 um 23:14

    ALARM AUF DER OSTSEE... Der ehemalige Geheimdienstoffizier Arno Janning plant einen Terrorakt im Ostseeraum. Der Erlös aus einem Waffendeal, abgewickelt über das Fährschiff "Lisco Gloria", soll den Anschlag finanzieren. Doch die Ostseefähre geht in Flammen auf, und Janning muss umdisponieren. Mit Akribie bereitet er das Museumsschiff "Hans Beimler" für den geplanten Angriff vor. Die ehemalige Raketenkorvette der DDR-Volksmarine liegt im Hafen Peenemünde. MIt ihren vier Startcontainern für P-22-Raketen ist das Schiff hervorragend für einen Angriff auf ein Küstenziel geeignet... Jannings Vorbereitungen verlaufen planmäßig, bis ein Regierungsbeamter die technische Aufrüstung bemerkt. Kurzerhand beseitigt Janning den Staatsdiener und weckt dadurch die Aufmerksamkeit des Bundeskanzleramtes. Dennoch kann Janning die Hans Beimler einsatzbereit machen. An einem sonnigen Augutstmorgen verlässt sie den Hafen und wird wenig später entführt... Lesen durfte ich das Buch im Rahmen einer gemeinsamen Leserunde mit dem Autor, was den Vorteil einiger zusätzlicher Informationen brachte. So wurde z.B. durch den Verweis auf einen Trailer zum Buch schnell deutlich, dass der Thriller zumindest auf etlichen tatsächlichen Gegebenheiten beruht, was bei mir ganz klar die Neugierde weckte: https://www.youtube.com/watch?v=gyS5zcTL8yw&list=UUdQlcERFECvxu007CTBEJCg&index=2 Geschickt treibt Hans-Jürgen Rusch die Handlung von Anfang an voran, indem er chronologisch die Ereignisse an verschiedenen Handlungsorten und aus der Sicht unterschiedlicher Personen miteinander verflicht. So wird deutlich, dass überall unterschiedliche Wissensstände vorherrschen und dass Entscheidungen eben auch dadurch begründet sind. An Spannung mangelt es dem Thriller keineswegs, und gegen Ende schafft der Autor diese auch durchaus noch zu steigern... Was einerseits als positiv hervorzuheben ist, nämlich das überaus detailliert recherchierte Fachwissen von Hans-Jürgen Rusch, erschwert jedoch andererseits (dem Laien) teilweise das Lesen. Neben spezifischen Fachbegriffen aus der Seefahrt bekommt man es auch mit zahlreichen Abkürzungen zu tun, deren Bedeutung man im Anhang zwar nachlesen kann, die für mich aber immer wieder den Lesefluss unterbrachen. Was der Autor verschiedentlich mit und um seinen Thriller anprangert, ist die Tatsache, dass Deutschlands Seegrenzen durch mangelnde Gesetzgebung verletzlich sind. Mich als Leserin haben jedoch die ständig wechselnden oder ineinander übergreifenden oder sich ausschließenden Zuständigkeiten im Falle eines Falles meine Übersicht mehr als erschwert. Wer ist wann wofür zuständig? GSG9, Havariekommando, Bundespolizei, Maritim Headquater der Deutschen Marine... Dies mag den Realitäten entsprechen, doch mich hat diese Darstellung mehr als einmal verwirrt. Die Charaktere in dem Buch sind eher nüchtern dargestellt. Janning als Kopf der Terrorplanung ist gewieft und skrupellos, aber auch sonst kocht jeder so ziemlich sein eigenes Süppchen, soll heißen, agiert oft ähnlich skrupellos im Sinne eigener Interessen. Bei der Vorstellung, dass das Geschilderte im Wesentlichen so tatsächlich eintreten KÖNNTE, kann einem eigentlich nur schlecht werden. Jedenfalls habe ich kaum mit einem der Charaktere mitgefiebert oder sympathisiert, und ich bin mir auch nicht sicher, ob der Autor dies überhaupt beabsichtigt hat. Negativ fand ich in dem Thriller v.a. die Rolle der weiblichen Protagonistin Svenja, Chefin einer ominösen Sicherheitsfirma. Über deren andauernde Naivität, mangelnde Fähigkeit zur Personalführung und fehlendes Rückgrat habe ich mich mehr als einmal geärgert. Insgesamt ist der Thriller für mich zwar spannend geschrieben, aber insgesamt eher ein "Männerthriller". Die Themen Seefahrt, Militär und die fast ausschließliche Männerbesetzung der wichtigen Rollen lassen mich letztlich zu diesem Schluss gelangen. Das offene Ende passt zwar einerseits zur Thematik, lässt für mich insgesamt allerdings leider zu viele Fragen offen. Letztlich ein ambitionierter Thriller mit einer klaren Aussage und einer aktuellen Thematik, die einem Angst machen kann.

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  • Rezension zu "Gekapert" von Hans-Jürgen Rusch

    Gekapert

    walli007

    13. January 2013 um 17:33

    Entscheidungen, die sofort getroffen werden Die Weichen werden auf einer Fähre gestellt, denn hier wird eine Lieferung ausgetauscht und dann wird die Fähre gesprengt. Zum Glück kommt dabei niemand um, doch gehen ein paar rote Fahnen hoch als der totgeglaubte Arno Janning auf dem Schiff auftaucht, das die Geretteten aufgenommen hat. Was hat der wohl über 70jährige wieder ausgeheckt? Einen Teil bekommen Svenja Itzig, die Chefin einer Sicherheitsfirma, und ihr Mann Peter, ein Journalist, bald heraus. Die ausgetauschte Ladung wurde nämlich von ihrer Firma gesichert und dadurch sind sie nun erpressbar und werden von Janning gezwungen sich an einer Aktion zu beteiligen, bei der eher weniger mit rechten Dingen zugeht. Zwar soll die "Hans Beimler" ein altes Militärschiff aus Vorwendezeiten von Peenemünde nach Dänemark in ein Museum überführt werden, doch Janning, der den Transport geplant hat, beabsichtigt nicht, das Schiff jemals ankommen zu lassen. Fiktion und Wirklichkeit sind hier geschickt verwoben, denn die "Hans Beimler" liegt tatsächlich in Peenemünde und auch der Verkauf nach Dänemark war geplant. Was sich dann allerdings aus dem wahren Ausgangspunkt entwickelt hat es schon in sich. Da wird erpresst, ausgenutzt, manipuliert, getötet. Und bestimmt werden einige der Akteure, noch vor sich rechtfertigen, es diene der guten Sache. Zwar sehr nachvollziehbar ist diese Denkweise, doch schüttelt es einen bei dem Gedanken, in den hiesigen Gewässern könnte etwas ähnliches passieren wie hier geschildert. Anscheinend weist die Gesetzgebung in diesem Bereich einige verbrecherfreundliche Lücken auf, über die man garnicht so genau Bescheid wissen möchte. Kann tatsächlich keiner wirklich eingreifen? Gibt es keine internationale Zusammenarbeit? Oder meint man nach Beendigung des kalten Krieges sei Europa sicher? Hm, das haben sie in Amerika auch gedacht. Jedenfalls regt das Buch auf fesselnde Weise sehr stark zum Nachdenken an. Ein wenig wird man in eine fremde Welt entführt, die doch vor der eigenen Tür liegen kann. Wachsam möchte man sein, nur um festzustellen, dass man doch machtlos ist. Interessant fand ich besonders die genau recherchierten Details darüber wie man ein Schiff vor aller Augen verstecken kann. Auch die Zeichnung des Charakters des Arno Janning hat mich beeindruckt, so freundlich und ruhig schreckt er doch vor nichts zurück. Auch einige andere Bösewichter werden werden wunderbaren Widerwillen erregend beschrieben. Da bleiben die Guten manchmal etwas eindimensional. Dazu kann allerdings gesagt werden, auch wenn der Autor sagt, es handele sich nicht um einen zweiten Band, es gibt den Titel "Gegenwende", in dem einige der Protagonisten bereits auftauchen. Möglicherweise macht es dann doch Sinn, um alle Facetten der Protagonisten zu erfassen, den anderen Band der Nicht-Reihe doch zu lesen. Ein empfehlenswerter Thriller, der einem teilweise die Haare zu Berge stehen lässt. Und die Frage, was ist möglich, bleibt.

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