Hans-Joachim Löwer Die Stunde der Kurden

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Inhaltsangabe zu „Die Stunde der Kurden“ von Hans-Joachim Löwer

Seit 100 Jahren kämpfen die Kurden im Nahen Osten um einen eigenen Staat. Ausgerechnet im Irak, wo sie am brutalsten unterdrückt wurden, sehen sie sich nun ihrem Ziel so nah wie nie zuvor. Wie ein Leuchtturm steht ihre autonome Region an einem Meer voller Gewalt. Das kleine, bislang autonome Kurdistan erlebt einen Wirtschaftsboom, ist eine Insel der Toleranz und praktiziert Demokratie wie kein anderes Land im Orient - aber gerade deswegen hat es als Nachbarn mehr Feinde als Freunde. Hans-Joachim Löwer stand mit kurdischen Kämpfern an der Front gegen die Islamisten, sprach mit Überlebenden der blutigen Verfolgung und streifte über die umstrittenen Ölfelder, auf denen die ganze Ho.nung der Kurden ruht. Und er traf bei seinen Recherchen ungewöhnliche Figuren. Einen Baulöwen, der einst Guerillakämpfer war. Einen Minensucher, der beide Beine verlor und trotzdem weitermacht. Den religiösen Führer der Jesiden, der nicht lesen und schreiben kann. Einen arabischen Stammesführer, der aus Angst vor der Terrorgruppe "Islamischer Staat" zu den Kurden geüchtet ist. "Wir sind einfach anders", sagte ein Kurde dem Autor. "Anders als die Araber - aber auch anders als ihr im Westen."

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  • Konstruktiver Aufbau umgeben von Feinden

    Die Stunde der Kurden
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. June 2015 um 09:55

    Konstruktiver Aufbau umgeben von Feinden In aller Munde (und in allen Nachrichten) war der Widerstand der Kurden gegen das Vorrücken des IS. Sei es unmittelbar an der türkischen Grenze, sei es im Kampf im Irak. Die kurdische Partei „HDP“ befindet sich aktuell im Aufwind und hat, nach Jahren der programmatischen Arbeit und Erneuerung, gute Chancen, eine gewichtige Rolle im künftigen türkischen Parlament einzunehmen. Statt des vor Jahren bekannten bewaffneten Kampfes der PKK auch mit terroristischen Mitteln entfaltet sich somit in der jüngeren Vergangenheit die Hoffnung des kurdischen Volkes auf einen eigenen Staat , zumindest auf eine gewisse Souveränität nach Jahrhunderten des „an den Rand gedrückt Werdens“ auch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene zusehends. Eine Entwicklung, die Hans-Joachim Löwer in diesem flüssig und verständlich geschriebenen Buch nachvollzieht und anhand der „Autonomen Region Kurdistan“ im Norden des Iraks an vielen Eindrücken und Beispielen diese prosperierende Kraft nachhaltig beschreibt. Wobei es Löw besonders eindringlich gelingt, diese „Alternative“ zu den anderen, weitgehend und oft zentralistisch geführten Bewegungen und Staaten im Umfeld herauszuheben. „Eine Un-Orientalische Freiheit“, die sich auch im Kampf um ein neues Bild der Frau in dieser Region bemüht, die einsteht für Demokratie, die (nicht nur in den im Buch genannten Einzelfällen) wirtschaftlich bereits Zeichen gesetzt hat. Eine wachsende Gemeinschaft, die bereits selbst Flüchtlinge aufnehmen, die für manchen „arabischen Stammesführer“ einen Neuanfang bedeuten.. Lebendig, nah an den Menschen, interessant im Stil, Löwer bietet einen „blick aus der Nähe“ auf eine Region und ein Volk, dessen Name zwar geläufig ist, über dessen konkrete Geschichte und über dessen aktuelle Vision eines freien, eigenen Staates, in dem dann auch demokratische Freiheit selbstverständlich sein soll, nicht unbedingt breite Bekanntheit vorliegt. Ein Jahrhundert der Repressalien in der Türkei, in Syrien, im Irak und im Iran haben eine ganz eigene Geschichte geschrieben, in der deutlich wird: Geduld und Beharrungsvermögen beginnen, sich in labilen Verhältnisses des Umfeldes langsam auszuzahlen. Wofür nicht nur der Kampf um Kirkuk wie ein Fanal steht, sondern für das auch die vielen kleinen Schritte, die Löwer im Buch beschreibt, wichtige Etappen darstellen. Eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.

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