Hans-Martin Schönherr-Mann

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Hans-Martin Schönherr-MannSimone de Beauvoir und das andere Geschlecht
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Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht
Hans-Martin Schönherr-MannHannah Arendt
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Hannah Arendt
Hannah Arendt
 (1)
Erschienen am 15.03.2006
Hans-Martin Schönherr-MannFriedrich Nietzsche
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Friedrich Nietzsche
Friedrich Nietzsche
 (1)
Erschienen am 01.04.2008
Hans-Martin Schönherr-MannVom Nutzen der Philosophie
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Vom Nutzen der Philosophie
Vom Nutzen der Philosophie
 (1)
Erschienen am 24.07.2012
Hans-Martin Schönherr-MannAuf der Spur des verlorenen Gottes
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Auf der Spur des verlorenen Gottes
Hans-Martin Schönherr-MannProtest, Solidarität und Utopie
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Protest, Solidarität und Utopie
Protest, Solidarität und Utopie
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Erschienen am 28.09.2013
Hans-Martin Schönherr-MannWas ist politische Philosophie?
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Was ist politische Philosophie?
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Erschienen am 01.04.2012
Hans-Martin Schönherr-MannRumford 11A
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Rumford 11A
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Erschienen am 01.11.2012

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Rezension zu "Vom Nutzen der Philosophie" von Hans-Martin Schönherr-Mann

Rezension zu "Vom Nutzen der Philosophie: Pragmatismus als Lebenskunst" von Hans-Martin Schönherr-Mann
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Ein Loblied auf den Pragmatismus

Es ist nun beileibe keine neue Erkenntnis oder „Mode“, die Haltung des Pragmatismus nach vorne zu rücken. „Anpacker“, „Macher“, „Vernunftmenschen“ stehen seit ehedem hoch im Kurs. Wenn einer wie Altkanzler Helmut Schmidt verlauten lässt, dass er einen mit „Visionen“ umgehend einer inneren Abteilung eines Krankenhauses empfohlen hätte und wenn man die Wertschätzung dem Pragmatiker Helmut Schmidt bis heute hin wahrnimmt, dann ist durchaus zu vermuten, dass der Pragmatismus zu allen Zeiten eine durchaus nutzbringende Führungseigenschaft war.

Allerdings, und dies sollte man im Hinterkopf bei der Lektüre des Buches haben, gerade der Pragmatismus braucht eine enge Werte Anbindung, denn er lässt sich durchaus in den Dienst auch zerstörerischer und kruder Ideologien stellen. Nicht nur die verblendeten Ideologen des dritten Reiches sind verantwortlich für die zerstörerischen Kräfte jener Zeit, ohne kühle Pragmatiker der Macht und der Umsetzung der Vorgaben wäre der Welt an sich vieles erspart geblieben an Gräueln. (Gut, dass Schönherr-Mann immer wieder auch auf das Gemeinsame, das Zusammenwirken der Menschen rekurriert. Dies als Leitlinie genommen, ist der pragmatische Ansatz sicherlich hoch interessant gerade im Anblick vielfacher Wertkonflikte der Gegenwart).

Aber was ist es nun genau, was man gewinnt, wenn man pragmatisch denkt? Hans-Martin Schönherr-Mann gibt breit und durchaus fundiert argumentiert Aufschluss über den Nutzen des Pragmatismus für die heutige Zeit. Und stellt von Beginn an klar, dass das überkommende Vorurteil, Pragmatiker hätten eben keine Prinzipien, so nicht stimmig ist und nie stimmig war. Wohl aber verweist er auf die Konkretion, die dem Pragmatismus innewohnt, sich um Probleme vorrangig zu kümmern und nicht abstrakten Ideengebäuden oder unnachgiebigen Dogmen das Wort zu reden. Die eigenen Leitlinien sind dabei durchaus vorhanden, treten aber zum Nutzen der Sache in den Hintergrund. So gewinnt die pragmatische Haltung vor allem Handlungsfreiheit in mannigfaltigen, teils auch festgefahrenen Problemlagen und sucht vorrangig Lösungen (und wieder sei betont, das die zu Grunde liegenden Leitlinien des Pragmatikers, die Werte, von entscheidender Bedeutung sind, letzte Linien nicht dem Machbaren zu unterwerfen). Ein wichtiger Ansatz auf der Basis der Erfahrungen, dass Diskussionen um Werte und Weltanschauungen oft kaum lösbar vorliegen.

Überall da also, wo Menschen darauf angewiesen sind, aus unterschiedlichen Haltungen heraus gemeinsame Probleme zu lösen, das führt Schönherr-Mann überzeugend aus, ist die Haltung des Pragmatismus jene, mit der am ehesten Kompromisse und Ergebnisse mit praktischen Folgerungen zu erzielen sind. Das „ gemeinsam Machbare“ tritt in den Fokus, nicht das „Normative“.

Pragmatisch dann betrachtet Schönherr-Mann die Folgerungen grundlegender Philosophischer Felder für „die Machbarkeit“ des Alltages, des Lebens.

Ethik, um das Leben zu gestalten, Wissen, um sich zu orientieren in der Welt, Politik, um das eigene Leben verantwortlich gestalten zu können. Kunst, Ökologie und vieles mehr überprüft Schönherr-Mann auf die Wichtigkeit des jeweiligen Feldes im Sinne der pragmatischen Notwendigkeit für das Individuum.

Hier und da wirkt dies allerdings doch sehr persönlich gefärbt (Sprachphilosophie, weil man nie weiß, was man sagt; Religion, um sich nichts vorbeten zu lassen u.a.).

Immer aber, und das ist aufgrund der einfachen Sprache des Buches gut nachzuvollziehen, bleibt Schönherr-Mann auf seinen „pragmatischen Grundlagen“ und Methoden. So mag das ein oder andere Kapitel inhaltlich zu subjektiv gewählt sein und nicht jedem Leser gleichermaßen in seiner Bedeutung sich erschießen, was man allerdings am Buch sehr gut nachvollziehen und lernen kann, ist eine differenzierte, pragmatische Haltung, die dazu benötigten „Tugenden“ und die Umsetzung dieser Haltung im eigenen Leben und im Alltag. Wobei der Titel des Buches nur eingeschränkt und subjektiv zu verstehen ist und die Philosophie auf den Pragmatismus letztlich zentral zugrundeliegend nur vorliegt.

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Rezension zu "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht" von Hans-Martin Schönherr-Mann

Rezension zu "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht" von Hans-Martin Schönherr-Mann
HeikeGvor 10 Jahren

Was heißt eine Frau sein?

Mit dieser und anderen Fragen, die die Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir in ihrem spektakulärsten Buch "Das andere Geschlecht" aufwarf und analysierte, beschäftigt sich Hans-Martin Schönherr-Mann in seinem, anlässlich des 100. Geburtstages der berühmten Französin am 09. Januar 2008, erschienen Buch "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht".

Gerade in der heutigen Zeit der Emanzipation der Frauen - zumindest in der westlichen Welt - werden kurioserweise immer mehr Rufe laut, die dem nunmehr gleichberechtigten weiblichen Geschlecht vorwerfen, sich ihren "natürlichen Aufgaben" nicht mehr genügend zu widmen und dadurch die Gesellschaft und die Familie zu zerstören und sich zwangsläufig dadurch selbst ins Unglück zu stürzen. Die sogenannten Traditionalisten aller Couleur versuchen, die Frauen auf ihre ursprüngliche "Bestimmung" zurückzuführen: dem "Frau-Sein".
Bestes und die Wogen hoch schlagendes Beispiel war die Publikation des Buches "Das Eva Prinzip" der Fernsehjournalistin Eva Herrmann, die den Feminismus frontal angreift und die Errungenschaften der Emanzipation generell in Frage stellt.

In dem vorliegenden Buch "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht", das zum Jubiläum der französischen Philosophin und Schriftstellerin herausgegeben wurde, arbeitet sich der Münchner Philosophieprofessor Hans-Martin Schönherr-Mann sehr philosophisch an Simone de Beauvoir und ihr Standardwerk "Das andere Geschlecht" heran und widmet sich intensiv und tiefgreifend dem Aspekt, inwiefern de Beauvoirs damalige fortschrittliche und kühne Gedanken auch in der heutigen Zeit noch Bestand haben, gleichwohl angesichts der neuen, traditionalistischen Debatten.

Dabei bindet der Autor auch weitere Publikationen der berühmten Französin ein (u. a. "Eine gebrochene Frau", "Die Mandarins von Paris") oder vergleicht ihre Äußerungen mit denen anderer Soziologen, Philosophen (Sartre, Kant, Leo Strauss u. v. m.), Denker, Schriftsteller und Journalisten (z. Bsp. Hannah Arendt, Frank Schirrmacher). Ergänzt wird dieses intelligente Buch durch eine ausführliche Bibliografie weiterführender Literatur und ein Personenregister

"Was heißt Frau sein?"
"Verwirklichen sich Frauen in der Liebe, in der Ehe, in der Familie, im Mann oder in der Emanzipation?" und
"Was heißt Selbstverwirklichung?"
Diese komplexen Fragestellungen an den Text, die jeweils ein Kapitel einleiten und als Gerüst dienen, um in die nachfolgenden Antworten und Diskussionen besser "einzutauchen", ermöglichen eine sachliche Auseinandersetzung des Lesers zur Diskussion und zur Rolle der Frau in Gesellschaft und Familie gestern wie heute.

Letztendlich können sich Frauen nur dann im "Frau-Sein" verwirklichen, so Schönherr-Mann im Sinne de Beauvoirs, indem sie "Verantwortung für ihr eigenes Leben und damit auch für fremde Menschen übernehmen - nicht nur für ihre Kinder, somit ihren individuellen Blick über das Familiäre hinaus ins Öffentliche, Soziale oder Politische wenden."

Fazit:
"Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht" ist ein sehr philosophisches Werk und fordert zum konzentrierten Lesen, aber auch Entwickeln eigener Gedanken auf.
Ein anspruchsvolles Buch und eine gute Empfehlung, sich tiefer mit dieser klugen Frau zu beschäftigen, deren Gedankengut auch mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod vielfach nichts an Aktualität verloren hat.

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