Hans-Martin Schönherr-Mann Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht

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Inhaltsangabe zu „Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht“ von Hans-Martin Schönherr-Mann

Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir am 9. Januar 2008§Mit ihrer Kritik am traditionellen Frauenbild hat Simone de Beauvoir Denken und Leben zahlreicher Frauen verändert. Im Mittelpunkt dieser Einführung in Leben und Werk steht ihr berühmtestes Buch 'Das andere Geschlecht', über die Lage der Frauen in der westlichen Welt. Sie kam zu dem Schluss, dass die engen Grenzen des »Typisch Weiblichen« von der Gesellschaft bestimmt sind, und fasste dies in der damals sehr provokanten These zusammen, dass man nicht zur Frau geboren, sondern zur Frau gemacht wird. Sie lehnte weder die Liebe noch die Familie ab. Was sie forderte, war: Die Menschen sollten nicht alleine aufgrund ihres Geschlechts in Zwangslagen geraten, aus denen sie sich nicht mehr befreien können.

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  • Rezension zu "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht" von Hans-Martin Schönherr-Mann

    Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht

    HeikeG

    18. August 2008 um 18:20

    Was heißt eine Frau sein? Mit dieser und anderen Fragen, die die Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir in ihrem spektakulärsten Buch "Das andere Geschlecht" aufwarf und analysierte, beschäftigt sich Hans-Martin Schönherr-Mann in seinem, anlässlich des 100. Geburtstages der berühmten Französin am 09. Januar 2008, erschienen Buch "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht". Gerade in der heutigen Zeit der Emanzipation der Frauen - zumindest in der westlichen Welt - werden kurioserweise immer mehr Rufe laut, die dem nunmehr gleichberechtigten weiblichen Geschlecht vorwerfen, sich ihren "natürlichen Aufgaben" nicht mehr genügend zu widmen und dadurch die Gesellschaft und die Familie zu zerstören und sich zwangsläufig dadurch selbst ins Unglück zu stürzen. Die sogenannten Traditionalisten aller Couleur versuchen, die Frauen auf ihre ursprüngliche "Bestimmung" zurückzuführen: dem "Frau-Sein". Bestes und die Wogen hoch schlagendes Beispiel war die Publikation des Buches "Das Eva Prinzip" der Fernsehjournalistin Eva Herrmann, die den Feminismus frontal angreift und die Errungenschaften der Emanzipation generell in Frage stellt. In dem vorliegenden Buch "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht", das zum Jubiläum der französischen Philosophin und Schriftstellerin herausgegeben wurde, arbeitet sich der Münchner Philosophieprofessor Hans-Martin Schönherr-Mann sehr philosophisch an Simone de Beauvoir und ihr Standardwerk "Das andere Geschlecht" heran und widmet sich intensiv und tiefgreifend dem Aspekt, inwiefern de Beauvoirs damalige fortschrittliche und kühne Gedanken auch in der heutigen Zeit noch Bestand haben, gleichwohl angesichts der neuen, traditionalistischen Debatten. Dabei bindet der Autor auch weitere Publikationen der berühmten Französin ein (u. a. "Eine gebrochene Frau", "Die Mandarins von Paris") oder vergleicht ihre Äußerungen mit denen anderer Soziologen, Philosophen (Sartre, Kant, Leo Strauss u. v. m.), Denker, Schriftsteller und Journalisten (z. Bsp. Hannah Arendt, Frank Schirrmacher). Ergänzt wird dieses intelligente Buch durch eine ausführliche Bibliografie weiterführender Literatur und ein Personenregister "Was heißt Frau sein?" "Verwirklichen sich Frauen in der Liebe, in der Ehe, in der Familie, im Mann oder in der Emanzipation?" und "Was heißt Selbstverwirklichung?" Diese komplexen Fragestellungen an den Text, die jeweils ein Kapitel einleiten und als Gerüst dienen, um in die nachfolgenden Antworten und Diskussionen besser "einzutauchen", ermöglichen eine sachliche Auseinandersetzung des Lesers zur Diskussion und zur Rolle der Frau in Gesellschaft und Familie gestern wie heute. Letztendlich können sich Frauen nur dann im "Frau-Sein" verwirklichen, so Schönherr-Mann im Sinne de Beauvoirs, indem sie "Verantwortung für ihr eigenes Leben und damit auch für fremde Menschen übernehmen - nicht nur für ihre Kinder, somit ihren individuellen Blick über das Familiäre hinaus ins Öffentliche, Soziale oder Politische wenden." Fazit: "Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht" ist ein sehr philosophisches Werk und fordert zum konzentrierten Lesen, aber auch Entwickeln eigener Gedanken auf. Ein anspruchsvolles Buch und eine gute Empfehlung, sich tiefer mit dieser klugen Frau zu beschäftigen, deren Gedankengut auch mehr als 20 Jahre nach ihrem Tod vielfach nichts an Aktualität verloren hat.

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