Hans-Michael Koetzle

 4 Sterne bei 5 Bewertungen

Lebenslauf

Hans-Michael Koetzle, geboren 1953, lebt als freier Autor und Journalist in München. Von ihm erschienen zahlreiche Titel zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen Die Zeitschrift twen (1995), Photo Icons (2001), Das Lexikon der Fotografen (2002), René Burri: Fotografien (2004), Fotografen A-Z (2011) und Dr. Paul Wolff & Tritschler (2019).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hans-Michael Koetzle

Neue Rezensionen zu Hans-Michael Koetzle

Berühmte Fotos brennen sich ins kollektive Bewusstsein und definieren nicht nur Momente, sondern ihre Zeit

Sie fangen ein Gefühl, eine Haltung, einen Menschen ein und sie schreiben Geschichte. Hans-Michael Koetzle hat 50 Meilensteine der Fotogeschichte ausgewählt, die er in Photo Icons. 50 Schlüsselbilder und ihre Hintergründe beschreibt und analysiert.

Dieses Buch ist bereits in zahlreichen Editionen in den vergangenen 20 Jahren erschienen, zuletzt 2011. Nun hat TASCHEN es in seiner handlichen und günstigen Buchreihe Bibliotheca Universalis rechtzeitig für die weihnachtlichen Gabentische neu aufgelegt.

Beginnend bei den frühesten Fotografien wie Nicéphore Niépces in achtstündiger Belichtung entstandener Aufnahme Blick aus dem Arbeitszimmer (1827) und Louis Jacques Mandé Daguerres Straßenszene Boulevard du Temple (1838) bis zu Thomas Hoepkers Blick von Williamsburg, Brooklyn, auf Manhattan, in dem fünf entspannte und fröhliche junge Menschen zusammensitzen, während am 11. September 2001 eine riesige Rauchwolke aus der bekannten New Yorker Skyline aufsteigt.

Das Inhaltsverzeichnis, welches jedes der fünfzig Fotos mit Fotograf, Name und Jahr in Miniaturansicht zeigt, lädt zum Nachschlagen und unregelmäßigem Schmökern ein. Ja, dieses Bild da, das kenne ich! Schauen wir doch mal, was es damit auf sich hat…
Und flugs findet man sich bei extrem berühmten Aufnahmen wie Sam Sheres Foto der Hindenburg in Flammen (Lakehurst, New Jersey/USA (1937), einem Musterbeispiel der Katastrophenberichterstattung, René Burris Portraitaufnahme von Che (1963) oder Nick Uts Kim Phúc – Napalm gegen Zivilisten, an das sicher Viele zuerst denken, wenn von einem „ikonischen Foto“ gesprochen wird.

Gesamte Rezension lesen unter meinkunstbuch.wordpress.com.

Cover des Buches Kennedy in Berlin (ISBN: 9783777420301)
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Rezension zu "Kennedy in Berlin" von Hans-Michael Koetzle

WinfriedStanzick
Ein ganz beeindruckender Bildband eines zentralen Ereignisses in der Geschichte der Bundesrepublik


 

Fünfzig Jahre ist es nun her, dass der damalige US-Präsident John F. Kennedy während seines Deutschlandbesuchs 1963 vor allem im geteilten Berlin die Emotionen der Menschen so bewegte, dass dieses Ereignis wie kaum ein anderes(vielleicht abgesehen vom Fall der Mauer 1989) sich in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt hat.

 

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich als Neunjähriger diesen Besuch über die Tageszeitung verfolgt habe, wie erschüttert ich kurze Zeit später war, als ich vom Attentat auf Kennedy erfuhr, und wie ich dann viele Jahre lange immer wieder in einem von meinem Vater gekauften Bildband über diesen Besuch blätterte.

 

In einem Nachfolger dieses Bandes sind all die Bilder, an die ich mich erinnere, noch einmal versammelt. Der 1934 geborene Fotograf Ulrich Mack hat sie alle gemacht, dessen Werk und insbesondere dessen Kennedy Reportagen 1963 der Publizist Hans-Michael Koetzle eine interessante und aufschlussreiche kulturgeschichtliche Betrachtung widmet, in der man viel über die publizistische Landschaft der sechziger Jahre erfährt.

 

Ein ganz beeindruckender Bildband eines zentralen Ereignisses in der Geschichte der Bundesrepublik vor 1989.

Rezension zu "50 Photo Icons" von Hans-Michael Koetzle

Das Buch enthält die bekanntesten Fotographien seit der Entwicklung dem Beginn der Fotogeschichte zu Beginn der 1830er Jahre - so auch die ersten, noch sehr verschwommenen Aufnahmen der Stadt Paris in den 1840er Jahren. Neben großformatigen Abbildungen dieser bekanntesten Fotographien finden sich ausführliche Texte zu Entstehungszeit und Künstlermotivation. Der Band enthält so namhafte Fotographen wie Cartier Bresson, Nadar oder Newton; die bekanntesten Fotographien dieser Künstler werden in ihrem zeithistorischen Umwelt erörtert, genauso wie Anlass und Umsetzung durch den Fotographen. Viele der versammelten Fotographien sind Kriegsfotographien, die mittlerweile von der aktuellen Geschichtsforschung zum Teil als "Fälschungen", bei Fotographien wohl eher als "Montagen" bezeichnet werden müssen. Dieser Kontext bleibt ein wenig außen vor. Insgesamt eine recht intelligente Art, sich mit den bekanntesten Bildern der Fotographiegeschichte zu befassen; eine Mischung aus Lexikon und "Bilderbuch".

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