Hans-Michael Koetzle Kennedy in Berlin

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Inhaltsangabe zu „Kennedy in Berlin“ von Hans-Michael Koetzle

John F. Kennedy in Berlin Es ist ein strahlender Sommertag, als der mächtigste Mann der Welt die Rednertribüne betritt. Der Platz vor dem Rathaus Schöneberg ist überfüllt wie nie zuvor. Hunderttausende Menschen drängen sich zusammen. Alle blicken erwartungsvoll auf John F. Kennedy. Kurz nach 13 Uhr beginnt er zu sprechen – er hält die berühmteste Rede seiner Präsidentschaft. Kennedy betont den Wert der Freiheit und sagt den Deutschen die Solidarität des amerikanischen Volkes zu. Sein Schlusssatz ist legendär: 'Ich bin ein Berliner!' 450000 Deutsche jubeln, sind berauscht von der Strahlkraft des Präsidenten. Frauen fallen in Ohnmacht, begeisterte Hysterie greift um sich. Kaum ein Ereignis reißt die Deutschen derart mit wie Kennedys Besuch in der Bundesrepublik Deutschland. Der 26. Juni 1963 geht in die Geschichte ein. Der Fotograf Ulrich Mack ist mit seiner Kamera hautnah dabei. Seine Fotos, die im Bildband Kennedy in Berlin zusammengestellt sind, fangen die hochemotionale Stimmung ein, die in diesen Tagen in der Berliner Luft liegt. 'Ich bin ein Berliner' Der Anlass der Deutschland-Reise war der 15. Jahrestag der Berliner Luftbrücke. Viele Deutsche sahen dem Besuch skeptisch entgegen: Sie hatten ihm seinen Kommentar zum Bau der Mauer wenige Jahre zuvor übel genommen: 'Keine sehr schöne Lösung, aber tausendmal besser als Krieg', hatte John F. Kennedy verlauten lassen. In der Zeit des Kalten Kriegs fürchtete die Welt eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion. Die Berliner waren dennoch entsetzt über seine Äußerung. Das änderte sich mit Kennedys Ausspruch 'Ich bin ein Berliner!' In wenigen Minuten wischte er die Abneigung der Deutschen weg. Der charismatische Präsident hatte die Sympathie der Berliner mit vier Worten gewonnen. Der Bildband Kennedy in Berlin Während des gesamten Deutschland-Besuchs war Ulrich Mack an der Seite des Präsidenten. Er gehörte zu einem Kreis privilegierter Journalisten, die John F. Kennedy von seiner Ankunft am 23. Juni bis zum Abschied am 26. Juni 1963 begleiteten. Mack dokumentierte nicht nur das Geschehen selbst. Immer wieder blickte er nach links und rechts und fotografierte die Menschen am Wegesrand – begeisterte Berliner, gestikulierende Sicherheitskräfte, ohnmächtige Bürger. Besonders imposant: Ulrich Mack hielt die Rede vor dem Schöneberger Rathaus von oben fest – John F. Kennedy vor einem Meer gebannter Berliner. Die wenigsten dieser eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bilder wurden bislang veröffentlicht. Jetzt sind erstmals die besten Fotos der Serie in einem Bildband zusammengestellt. Aufsätze von Jasper von Altenbockum, Hans-Michael Koetzle und Egon Bahr erläutern Hintergründe der Reise und beleuchten Ulrich Macks Rolle. Kennedy in Berlin gibt auf 144 Seiten einen Einblick in jene historischen Junitage vor 50 Jahren und lässt spüren, wie sich die Berliner fühlten, als John F. Kennedy, der mächtigste Mann der Welt, ihnen zurief: 'Ich bin ein Berliner!'

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  • Ein ganz beeindruckender Bildband eines zentralen Ereignisses in der Geschichte der Bundesrepublik

    Kennedy in Berlin
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    14. May 2013 um 10:45

      Fünfzig Jahre ist es nun her, dass der damalige US-Präsident John F. Kennedy während seines Deutschlandbesuchs 1963 vor allem im geteilten Berlin die Emotionen der Menschen so bewegte, dass dieses Ereignis wie kaum ein anderes(vielleicht abgesehen vom Fall der Mauer 1989) sich in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingebrannt hat.   Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich als Neunjähriger diesen Besuch über die Tageszeitung verfolgt habe, wie erschüttert ich kurze Zeit später war, als ich vom Attentat auf Kennedy erfuhr, und wie ich dann viele Jahre lange immer wieder in einem von meinem Vater gekauften Bildband über diesen Besuch blätterte.   In einem Nachfolger dieses Bandes sind all die Bilder, an die ich mich erinnere, noch einmal versammelt. Der 1934 geborene Fotograf Ulrich Mack hat sie alle gemacht, dessen Werk und insbesondere dessen Kennedy Reportagen 1963 der Publizist Hans-Michael Koetzle eine interessante und aufschlussreiche kulturgeschichtliche Betrachtung widmet, in der man viel über die publizistische Landschaft der sechziger Jahre erfährt.   Ein ganz beeindruckender Bildband eines zentralen Ereignisses in der Geschichte der Bundesrepublik vor 1989.

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