Hans-Peter Grünebach Sir Archibalds Seelenreise, Großschrift

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Inhaltsangabe zu „Sir Archibalds Seelenreise, Großschrift“ von Hans-Peter Grünebach

Der Jungjournalist Marcel Bouchard reist mit Sir Archibald, seinem Gefährten, ans Meer und findet sein Paradies. Marcel schreibt an einem Essay - bis er, aus Sehnsucht und Kummer um den inzwischen verunglückten Archibald, Hilferufe verschickt. §Bald ist Marcel von einem Kreis starker Frauen umgeben. Es folgen turbulente Strandtage und ein handfester Skandal, der die Fischer gegen die Fremden aufbringt. §Dass Archibald die Reise weiter miterlebt, erkennen selbst diejenigen nicht, die an Wiedergeburt glauben. Und dieser erzählt seine spektakuläre, vorher nie da gewesene Geschichte, die berührt, Vorurteile vertreibt und Hoffnungen erweckt

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  • Reinkarnation eines kleinen Rauhaardackelrüden

    Sir Archibalds Seelenreise, Großschrift
    Kerry

    Kerry

    27. April 2013 um 08:49

    Eigentlich wollte der Journalist Marcel Bouchard mit seiner Freundin Isabell ein paar schöne Tage in Portugal verbringen und an seinem Essay schreiben, doch noch kurz vor Urlaubsbeginn trennte sich diese von ihm, sodass Marcel, zusammen mit seinem Hund Archibald, die Reise allein antritt. Er ist nicht unzufrieden mit seiner Situation, hat er doch den Rauhaardackelrüden Archibald an seiner Seite und auch alte und neue Freunde begleiten ihn auf seiner Reise. Noch in München trifft er sich mit seinen niederländischen Freunden Adri und Trijnie, welche zu einem späteren Verlauf seiner Reise zu ihm stoßen wollen. Ursprünglich war im Urlaub die gemeinsame Pilgerung des Jakobswegs geplant, um die Festigkeit der Beziehung zwischen Marcel und Isabell zu prüfen - diese Prüfung überstand noch nicht einmal die endgültige Planung. Also setzt sich Marcel in sein altes Auto, schnappt sich Archibald und los geht es. Doch mitten im Nirgendwo ihrer Reise beginnt das, womit niemand gerechnet hat, obwohl Archibald bereits ein stolzes Alter erreicht hatte. Archibald stirbt und lässt Marcel gebrochen zurück. Diesem bleibt nichts anderes übrig, als seinen jahrelangen treuen Begleiter vor Ort zu begraben und seine Reise nunmehr allein und einsam fortzuführen. Was Marcel jedoch nicht ahnt - Archibald ist weiter bei ihm, nicht als Geist, sondern als wiedergeborener Kakerlak, denn Archibald kann Marcel einfach nicht alleine lassen, irgendwer muss ja auf ihn aufpassen. Allein und einsam erreicht Marcel schlussendlich Portugal und beschließt, dort erst einmal, im Rahmen Der familiären Atmosphäre seiner Wirtin, zur Ruhe zu kommen und tatsächlich gelingt es ihm, nach und nach neuen Lebensmut zu finden. Doch ganz alleine wird er es nicht schaffen, das weiß er, sodass er in einem sehr einsamen Moment einen Hilferuf abschickt - und die Resonanz ist überwältigend. Archibald derweil beobachtet als Kakerlak den weiteren Verlauf und muss sich endlich schlüssig werden, wie er Marcel von seiner Wiedergeburt als Kakerlak in Kenntnis setzt und zwar so, dass Marcel ihm nicht vor Schreck gleich wieder ein vorzeitiges Ende setzt. Ein entzückendes Buch über Freundschaft, Familie und Wiedergeburt! Den Plot empfand ich als detailliert und bildgewaltig ausgearbeitet, ich konnte förmlich den Sand am Strand zwischen meinen Füßen spüren, das Wasser um meinen Körper und die Sonne auf meiner Haut - ein Buch, perfekt für einen Urlaub, auch wenn man gerade keinen hat. Die Figuren wurden allesamt facettenreich erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass jede Figur einzigartig war, keine glich auch nur im entferntesten der anderen, sodass eine jede Figur einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat. Auch fand ich die Idee, Archibald als Kakerlak wiederauferstehen zu lassen und diesen mit Handeln und Denken auszustatten, ausgesprochen hinreißend fand, obwohl ich allgemein mit derlei Krabbelgetier nicht wirklich etwas anfangen kann. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass sich das Buch eigentlich wie von selbst gelesen hat. An einigen Stellen hätte ich mir dennoch etwas mehr Dramatik gewünscht, was dem Lesefluss und Lesegenuss jedoch keinen Abbruch getan hat.

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