Hans-Peter Vertacnik Totenvogel

(15)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(13)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Totenvogel“ von Hans-Peter Vertacnik

Der Mord am ebenso charismatischen wie skrupellosen Innenminister schockt ganz Österreich. War es seine Gier nach Sex, Geld und Macht, die ihm zum Verhängnis wurde? Als Oberst Radek Kubica den Dingen auf den Grund gehen will, riskiert er alles – denn er lüftet ein Geheimnis, auf das er besser nie gestoßen wäre. Ein Innenminister und seine schmutzigen Machenschaften, ein Chefermittler, der zu tief gräbt – ein komplexer Kriminalroman mit Tiefgang..

So realistisch erzählt, dass es mir Gänsehaut verursachte

— Bibliomarie
Bibliomarie

Fesselnd bis zu letzten Zeile!

— mabuerele
mabuerele

Wieder ein Krimi der Spitzenklasse!

— Wildpony
Wildpony

Spannender, tiefgründiger, politischer Krimi aus Wien

— Leserin71
Leserin71

einfach lesenswert,bin schon gespannt auf die fortsetzung hans-peter vertacniks kriminalromane haben suchtfaktor

— eulenmama
eulenmama

komplexer Kriminalroman mit vielen Charakteren

— DianaE
DianaE

Ein vielschichtiger Politkrimi, der an der Grenze zum Thriller balanciert

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Stöbern in Krimi & Thriller

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Für alle, die spannende Lesestunden haben möchten, gebe ich eine klare Leseempfehlung. Wobei manche Passagen schon sehr extrem waren.

Ekcnew

Inspektor Takeda und der leise Tod

Japanischer Ermittler in Hamburg

Wuestentraum

In tiefen Schluchten

Das ist kein Krimi, eher Geschichtsstunde plus Naturbeschreibung

sabsisonne

Todesreigen

Der Autor versteht zu fesseln und sein Duo Nemez und Sneijer hat bereits Kultstatus erlangt. Nervenkitzel pur! Klare Leseempfehlung!

tinstamp

Die Verlassene

Spannend und langatmig zugleich

SillyT

Wildfutter

Zotig und komödienhaft - Geschmacksache

mareikealbracht

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • LovelyBooks Challenge Buchpreise 2017

    Widerfahrnis
    Ginevra

    Ginevra

    Challenge Buchpreise Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker, lest auch Ihr gerne anspruchsvolle, womöglich sogar preisgekrönte Bücher? Interessiert Ihr Euch für die Long- und Shortlists diverser Buchpreise? Habt Ihr Lust, gemeinsam unterschiedliche Literatur- Preisträger kennenzulernen und sich hier darüber auszutauschen? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für Dich! Hier die Regeln: Es gelten Bücher, die mindestens einmal auf einer Long- oder Shortlist für einen renommierten Buchpreis aufgetaucht sind, oder diesen sogar gewonnen haben.  Bei Preisen für das Gesamtwerk eines Künstlers/ einer Künstlerin gilt jedes Buch aus dem Gesamtwerk, auch nach der Preisverleihung erschienene Werke. Ganz wichtig: das Erscheinungsjahr ist dabei egal!  Hier werden einige Buchpreise vorgeschlagen, aber da es beinahe unzählige gibt, wird es Unterrubriken nach Genre geben. Es ist dabei egal, wieviele Bücher pro Liste gelesen werden. Wichtig ist in erster Linie der Austausch – und der Spass! Du darfst Dir ein persönliches Ziel setzen: 5, 10, 15 oder 20 Bücher! Wie funktioniert es praktisch? 1. Melde dich bitte mit einem Sammelbeitrag unter der entsprechenden Rubrik an! Der Sammelbeitrag wird in der Teilnehmerliste verlinkt, so dass Du ihn schnell wiederfindest. 2. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. 3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und poste den link dazu in Deinem Sammelbeitrag. 4. Bitte beachten: Die Liste der Buchpreise erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für alle weiteren Buchpreise gibt es die Rubrik „Sonstige“. 5. Anregungen findest Du u. a. auf folgenden links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Literaturpreisen www.literaturpreisgewinner.de http://www.deutscher-buchpreis.de/ http://themanbookerprize.com/ http://academie-goncourt.fr/ http://www.norden.org/en/nordic-council/nordic-council-prizes/nordisk-raads-litteraturpris Hier noch ein interessanter link für verschiedene Krimipreise: http://www.das-syndikat.com/krimipreise.html Nimmst du die Herausforderung an?Ich freue mich auf viele Anmeldungen! TeilnehmerInnen (ist hier eigentlich auch ein Mann dabei??): Bellis-Perennisblack_horse Buchraettin Buecherwurm corsicana dia78 erinrosewell Ginevra Gruenente gst Gwendolina Harlequin Jary krimielse leselea lizzie123 marpije miss_mesmerized Orisha schokoloko29 Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi wandablue Wedma

    Mehr
    • 329
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

    Mehr
    • 3931
  • Totenvogel

    Totenvogel
    Blaustern

    Blaustern

    12. August 2016 um 12:07

    Der österreichische Innenminister Liebermann wird ermordet. Es könnte jeder gewesen sein, denn er hat in vielen Gebieten Feinde. Seine Anstellung nutzte er für schmutzige Geschäfte, um noch mehr Macht zu erlangen. Seine Gier nach Geld war unermüdlich, und auch Sex und Intrigen spielten eine große Rolle. Kubica ist nach seiner Schussverletzung wieder an Bord und soll den Fall lösen. Er steigt auf, doch auch bei der Polizei gibt es Missgunst und dadurch Intrigen, und er soll den Fall abschließen, ohne genaue Ergebnisse. Doch Kubica beißt sich durch und lässt nichts unversucht, um alles aufzudecken und stößt dabei auf die unglaublichsten Obszönitäten des Innenministers. „Totenvogel“ ist bereits der 2. Fall mit dem Ermittler Kubica, und er hat es nicht leicht. Weder mit seiner Schussverletzung noch mit seinem Kollegen und auch nicht im Privatleben. Seine Frau ist mit Sohn Oskar nach London entschwunden, was er irgendwie noch nicht ganz verwunden hat. Seine Freundin macht ihm das Leben ebenso schwer, weil er nur seine Arbeit sieht. Da ist doch der Alkohol ein guter Tröster. Meint er. Aber der Fall gibt ihm genug Adrenalin, denn hier ist er ausdauernd und entschlossen bei der Sache. Die übrigen Charaktere sind ebenso lebensecht beschrieben. Sympathisieren tut man aber mit keinem so recht. Die Geschichte besteht aus mehreren Erzählsträngen, wobei man sich hier wirklich voll konzentrieren muss, damit nichts untergeht, denn das Buch ist sehr umfassend und nicht so leicht verständlich. Deshalb beansprucht es auch eine gewisse Zeit zum Lesen. Trotz eher dunkler Materie gibt es aber immer wieder humorvolle Szenen, und die Spannung steigt mit jeder Seite. Das Ende watet mit eine großen Überraschung auf, und alles ist geklärt. Das Lokalkolorit hat mir hier auch sehr gut gefallen, Wien mit Geschichte und Architektur wurde mir hier sehr nahe gebracht und Interesse geweckt.

    Mehr
  • düsterer, komplexer Regionalkrimi

    Totenvogel
    JDaizy

    JDaizy

    18. July 2016 um 09:57

    "Unschlüssig verharrte der verwirrte Mann vor dem Waschbecken und blickte in den Spiegel. Traurige Augen unter dichten buschigen Brauen stierten ihn an. Voller Selbsthass. Im Grunde hatte er sein Gesicht ja nie gemocht. Diese große Nase, die viel zu dicken Lippen, seine schlappe, grobporige Haut und diesen unmöglichen Bart. Hoffentlich sah er im nächsten Leben besser aus. /.../ Mit einem Ruck zog er das dickwandige Wasserglas aus der Halterung neben dem Spiegel, füllte es, nahm einen ordentlichen Schluck und behielt das Wasser im Mund. Gleichzeitig riss er seine russische Kanone aus dem Hosenbund und schob sich den Lauf zwischen die Zähne. Die hübsche, immer freundliche indische Putzfrau kam ihm in den Sinn. Was er der jetzt antat, war auch nicht ohne." Ein Mord erschüttert das beschauliche Wien. Innenminister Liebermann wurde ermordet und nicht nur die Polizei stellt sich die Frage: Warum? War er ein Zufallsopfer? War er in skrupellose Machenschaften verstrickt? Oder wurde ihm seine Vorliebe für verheiratete Frauen zum Verhängnis? Oberst Kubica beginnt zu ermitteln und stößt dabei schnell auf zahlreiche Ungereimtheiten und gut gehütete Geheimnisse. Doch warum soll er trotz klarer Indizien plötzlich vom Fall abgezogen werden? Ist Kubica nach seinem "Unfall" tatsächlich noch nicht wieder fit genug für den Polizeidienst oder hat er einfach an den falschen Stellen, zu tief gegraben? Mit "Totenvogel" setzt der Autor Hans-Peter Vertacnik die Geschichte um den sympathischen, urigen Kriminalkommisar Kubica fort. Man kann das Buch aber auch sehr gut eigenständig lesen, ohne den Vorgänger "Donauwölfe" zu kennen, da es in sich abgeschlossen ist. Auch für mich war es der erste Kriminalroman des Autors. Am Anfang musste ich mich erst in die vielen Charaktere einlesen und musste durch die, für mich, ungewöhnlichen Berufsbezeichnungen (das Buch spielt in Österreich) etwas "sortieren". Das die Personen einmal mit dem Vornamen, dann wieder mit dem Nachnamen und dann wieder nur mit der Berufsbezeichnung angesprochen werden, macht es nicht einfacher. Wenn das "im Kopf Sortieren" aber einmal gelungen ist, findet man sich gut in der Geschichte zurecht. Schnell war ich gefangen in dem Netz aus mysteriösen Geldgeschäften, politischer Korruption, Erpressung, Eifersucht und persönlichen Intrigen.Hans-Peter Vertacnik war selbst ehemaliger leitender Polizeibeamter und wenn man aufmerksam liest, findet man interessante Details und Einblicke in die kriminalistische Arbeit. Er zeichnet Figuren mit hohem Wiedererkennungswert. Ich habe besonders Kubica in mein Herz geschlossen - auch wenn er mich mit seinen Ecken, Kanten und seinen Macken, vor allem mit seinem Trennungsschmerz um seine Ex-Frau manchmal etwas "genervt" hat. Aber sind es nicht gerade die kleinen Macken, die uns unverkennbar und liebenswert machen?! Sehr berührt hat mich auch die Geschichte um seinen Sohn Oscar und seine Freundschaft zu Wozzek. Ich hoffe wirklich, dass die Geschichte weitergeht und Kubica nicht in Pension geschickt wird. Denn dann würden mir "nur" noch die "Donauwölfe" bleiben - denn dieses Buch werde ich mir defintiv kaufen. Auch wenn ich damit die Geschichte wohl von hinten aufrolle. "Totenvogel" ist 2016 als Taschenbuch im emons-Verlag erschienen. Das Cover und auch der Titel sind für mich leider nicht sehr aussagekräftig. Vielleicht, weil ich die örtlichen Gegebenheiten in Wien nicht kenne. Ich vermute, dass es sich bei der Abbildung um das Dach einer bekannten Sehenswürdigkeit handelt, denn der Autor beschreibt im Buch immer wieder anschaulich die Plätze, in denen die Geschichte spielt. Das macht defintiv Lust auf Wien und vielleicht begebe ich mich irgendwann einmal auf Kubicas Spurensuche. Der Kriminalroman selbst ist in drei Abschnitte mit hundertvierunddreißig Kapiteln (auf zeihundertsechsundachtzig Seiten) eingeteilt. Er hat eine angenehme Schriftgröße, kurze Kapitel und ist hochwertig verarbeitet. So wie man es vom emons-Verlag gewohnt ist. Der Schreibstil des Autors lässt sich am besten mit den Worten: "flüssig, düster, direkt und männlich" beschreiben. Man findet sich schnell in die Geschichte und sie lässt einen nur schwer los, weil man auf die Auflösung hinfiebert. Meine Lieblingsstelle, die mir wohl immer im Gedächtnis bleiben wird, ist die, mit dem Lindenblütentee im Urinbecher im Krankenhaus. Darüber muss ich jetzt noch schmunzeln und deshalb darf sie nicht unerwähnt bleiben. Fazit: Ein kurzweiliger, aber anspruchsvoller, spannungsgeladener Regionalkrimi, der eindrucksvoll mit den dunklen menschlichen Seiten, um Macht, Kontrolle und Gier spielt. Mit komplexen Handlungssträngen, die erst am Ende zusammenlaufen und auf deren Auflösung ich wirklich hingefiebert habe.

    Mehr
  • Macht und Gier

    Totenvogel
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    16. July 2016 um 14:48

    Innenminister Liebermann wurde ermordet. Potentielle Täter gibt es genug, denn Liebermann missbrauchte seine Stellung und seine Gier nach Geld und Macht war riesengroß. Auch Affären hat er jede Menge. Radek Kubica wurde lange durch eine Schussverletzung außer Gefecht gesetzt und macht ihm immer noch zu schaffen. Auch sein Privatleben läuft nicht rund. Nun aber wird er überraschend befördert und ist gleich für den Fall Liebemann verantwortlich. Bei den Kollegen macht er sich dadurch keine Freunde. Aber er will den Fall lösen, egal wie viele Widerstände es gibt. Es ist eine sehr komplexe Geschichte mit recht düsterer Atmosphäre, die uns der Autor hier auftischt. Aber es gibt auch Dialoge, die humorvoll sind und das Ganze auflockern. Kurze Kapitel und verschiedene Handlungsstränge sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Die Geschichte um Intrigen und schmutzige Machenschaften ist von Anfang an spannend. Dabei blieb ich bis zum Schluss darüber im Unklaren, welcher der vielen möglichen Täter mit welchem Motiv denn nun wirklich der Mörder ist. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet. Ich konnte mir also gut ein Bild von ihnen machen, aber sympathisch war mir keiner. Auch mit Radek Kubica hatte ich einige Probleme, denn im privaten Bereich lässt er es doch an Einfühlungsvermögen mangeln. Aber bei den Ermittlungen ist er beharrlich und zielorientiert. Ein komplexer und spannender Krimi mit Lokalkollorit.  

    Mehr
  • Kubicas zweiter Fall - unbedingt zu empfehlen

    Totenvogel
    tweedledee

    tweedledee

    11. July 2016 um 18:52

    Schauplatz Wien: Österreichs Innenminister wird ermordet, Oberst Kubica mit der Untersuchung des Falls betraut. Doch mit der augenscheinlichen Lösung ist Kubica nicht einverstanden, es gibt Details die ihn stutzig machen. Sein Chef ordnet an den Fall ad acta zu legen, doch er wäre nicht Kubica wenn er dieser Weisung folgen würde. Kubica lässt nicht locker und stößt auf die schmutzigen Geheimnisse des Ministers. Der zweite Fall für Radek Kubica hat mir noch besser gefallen, als sein erster "Donauwölfe", obwohl dieser mich schon begeistert hat. Der Krimi hat einfach alles, was man sich als notorischer Krimileser nur wünschen kann: Eine verzwickte und spannende Handlung, sympathische Protagonisten die sich entwickeln und einen sehr anspruchsvollen Schreibstil, der sich wunderbar locker lesen lässt. Dazu lässt der Autor immer wieder Informationen zu bekannten Orten oder Gebäuden in Wien einfließen, geschichtliche Details, die viel für Wien-Flair sorgen. In "Donauwölfe" musste ich mit Kubica erst mal warm werden, er ist kein einfacher Kerl. Seine Frau hatte den Koffer gepackt und war mitsamt Sohn Oskar nach London gezogen, weil Kubica seine Arbeit wichtiger als die Familie war, Kubica hat seinen Kummer und Stress im Alkohol ertränkt. In diesem Teil hat er seine Alkoholsucht im Griff, ist gesundheitlich aber nach einer Schussverletzung noch schwer angeschlagen. Kubica brennt darauf wieder zur Arbeit zu kommen und hat auch schnell einen brisanten Fall am Wickel: der Innenminister wird ermordet. Zu alldem kommen noch Intrigen, denn es gibt Vorgesetzte, die Kubica nur allzu gern in den Ruhestand schicken würden. Denn Kubica ist unbequem. Er bearbeitet einen Fall nach seiner Art, verbeißt sich darin, er sagt was er denkt und tritt damit einigen Leuten auf die Füße. Doch gerade das macht ihn auch so wahnsinnig sympathisch. Privat tut sich auch einiges bei Kubica, so bekommt er z. B. überraschend Besuch von seinem pubertierenden Sohn, was für einige Verwicklungen sorgt. Der Fall an sich ist so verzwickt, es gibt mehrere Handlungsstränge die erst ganz zum Schluss zusammen laufen, aber dafür mit einem Paukenschlag. Einiges kann man sich als aufmerksamer Leser zusammen reimen, aber der Drahtzieher hinter allem ist bis zum Ende unbekannt. Hans Peter Vertacnik hat hier einen grandiosen Fall entwickelt und mich mit dem Ende absolut überrascht. Der Fall ist komplex und einige Vorkommnisse sind leider nur allzu realistisch, genau das macht für mich einen guten Krimi aus. Es bleibt auch keine Frage offen, alles wird schlüssig geklärt. Fazit: Fesselnder Krimi mit viel Lokalkolorit, einer komplexen Handlung und einem sympathischen Protagonisten. Ich bin begeistert, freue mich schon auf den nächsten Fall.

    Mehr
  • Ein starker Krimi

    Totenvogel
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    11. July 2016 um 16:01

    Radek Kubica, Polizeibeamter, kämpft an mehreren Fronten. Nach einer Schussverletzung im Einsatz noch nicht wieder ganz hergestellt, außerdem auf Alkoholentzug, möchte ihn der Amtsarzt in Frühpension schicken. Sein Kollege spekuliert auf seinen Posten, seine Frau hat ihn verlassen und ist mit dem Sohn nach London gezogen. Mit seiner Freundin läuft es überhaupt nicht rund, sein Sohn, möchte nicht mehr bei der Mutter leben – Radek hat das Gefühl, dass sein Leben  ihm grade um die Ohren fliegt. Dann wird der Innenminister ermordet, Kubica muss wieder ran. Er wird sogar befördert, was seine Kollegen mit Neid und Missgunst erfüllt.Die Geschichte ist schmutzig, der Politiker ließ sich schmieren und zwar nicht nur von einer Seite, Geld, Macht, Sex und Intrigen waren sein Antrieb.  Feinde hat er wie Sand am Meer. Für Kubica wird es nicht einfach, den Spuren zu folgen, es werden ihm immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen und seine Arbeit wird von vielen Seiten behindert. Alte Seilschaften, Politiker und Neider,  jeder will an den Fäden ziehen. Aber verbissen folgt er seinem Weg und lässt sich nicht aufhalten. Aber auch eine andere Seite hat Interesse an den Machenschaften des Ministers und so kommt noch ein Mitspieler zum Zug und der Fall wird nicht einfacher.Dieser Krimi ist vielschichtig, komplex – um nicht zu sagen kompliziert – aufgebaut. Verschiedene Handlungsstränge und Erzählebenen fordern die volle Aufmerksamkeit. Für mich nicht immer ganz einfach, dass Personen mal mit Nachnamen, mal mit Vornamen, mal mit Dienstrang genannt wurden. Da brauchte ich etwas Zeit um mich einzulesen und nicht die Orientierung zu verlieren. Aber hat man sich eingelesen, ist man gepackt und kann nicht mehr aufhören.  Die Verwicklungen von Finanz und Politik ist so realistisch geschildert, dass man um unsere Gesellschaft fürchten muss. Als ehemaliger Polizist weiß der Autor wovon er schreibt. Die Protagonisten sind real, tiefgründig und sehr lebensecht dargestellt, Sympathien konnte ich eigentlich für keinen der Hauptcharakter – außer für Kubica - entwickeln. Aber es ist halt auch ein schmutziges Geschäft, in dem der Roman angesiedelt ist. „Ein neuer Mensch hat sich entwickelt. Der oberflächliche, abgestumpfte, konsumorientierte Egoist, der an nichts glaubt außer an die Macht des Geldes.“ Dieser Satz kann als Grundaussage stehen. Wenn es nicht immer wieder diesen morbiden, schwarzen Wiener Humor gäbe, diese kleinen giftigen Einschübe, könnte man fast in Tristesse versinken. Überhaupt ist der Schauplatz Wien ein Lichtblick, wie die Stadt und ihre Menschen geschildert werden, hat mir gut gefallen.  Ich hoffe nur, dass die österreichische Realpolitik hier im Roman nicht gespiegelt ist, dass würde mir doch den Glauben an unsere Gesellschaft rauben, obwohl bei manchen Vorgängen….Ein stark geschriebener Krimi mit Tiefgang, gesellschaftspolitischem Anspruch und einer Spannung, die sich von Kapitel zu Kapitel steigert.      

    Mehr
  • Leserunde zu "Totenvogel" von Hans-Peter Vertacnik

    Totenvogel
    HansPeterVertacnik

    HansPeterVertacnik

    Zahltag in Wien Der Mord am ebenso charismatischen wie skrupellosen Innenminister schockt ganz Österreich. War es seine Gier nach Sex, Geld und Macht, die ihm zum Verhängnis wurde? Als Radek Kubica den Dingen auf den Grund gehen will, riskiert er alles – denn er lüftet ein Geheimnis, auf das er besser nie gestoßen wäre. Ein Innenminister und seine schmutzigen Machenschaften, ein Chefermittler, der zu tief gräbt – ein komplexer Kriminalroman mit Tiefgang. Sein Anruf erwischte Wien eiskalt. Es dauerte geschlagene zwanzig Minuten, ehe der erste Streifenwagen eintraf. Der Notarztwagen brauchte fast doppelt so lange, und bis endlich die Kripo und die Staatspolizei antanzten, war es halb fünf. Da waren die ersten Journalisten längst vor Ort, und mit den Frühnachrichten um fünf ging die Sensation schon auf Sendung. Wie die Schockwelle eines Erdbebens fegte die Nachricht über das Land. Liebe Leserinnen und Leser Ab Ende Juni ist mein neuer Roman "Totenvogel" im Handel. Nach "Donauwölfe" hat es mein Ermittler Radek Kubica hier mit seinem wohl bisher heikelsten Fall zu tun:  Mit dem Mord am österreichischen Innenminister.  Zur "Totenvogel" - Leserunde lade ich alle herzlich ein. Der Emons-Verlag Köln stellt 15 Bücher zur Verfügung, um die sich bitte nur jene bewerben sollten, die auch verlässlich Rezensionen verfassen und die der Veröffentlichung ihrer Rezension oder von Teilen davon, in welcher Form auch immer, ausdrücklich zustimmen. Sobald den 15 Gewinnern je ein Rezensionsexemplar zur Verfügung steht wird die Leserunde eröffnet. Allen Krimifans eine spannende Zeit und alles Gute wünscht Hans-Peter Vertacnik

    Mehr
    • 307
  • Wer den Bogen überspannt ...

    Totenvogel
    mabuerele

    mabuerele

    08. July 2016 um 17:18

    „...Der Wiener grantelt, der Wiener raunzt, aber dass er endlich einmal den Arsch hebt, auf den Tisch haut und etwas ändert, kommt ihm gar nicht in den Sinn...“ In einer tropischen Nacht in Wien findet ein hoher Beamter aus dem Wirtschaftsministerium einen Toten. Sechs Monate zuvor fährt ein Kurier mit einem Koffer voll Geld nach Liechtenstein. Nach Einzahlung erfolgt eine Information an den österreichischen Innenminister Liebermann. Die Firma Vienna Intersoft hat den Innenminister geschmiert, um an einen Großauftrag zu kommen. Doch eine zweite Firma hat mehr gezahlt. Der verantwortliche Abteilungsleiter erschießt sich. Hofrat Werner Witoldski, Geheimdienstchef der Republik Österreich, trifft sich mit der Abgeordneten Frederike Jung. Sie will ihre Kontakte spielen lassen, damit er seinen Job behält, denn Liebermann hätte den gern einer jungen Juristin gegeben. Nachdem Major Kubica bei seinem letzten Fall schwer verletzt wurde, möchte ihn der Amtsarzt gern in den Ruhestand schicken. Doch es kommt anders. Er wird Leiter der Mordkommission Wien und erhält den Rang eines Oberst. Allerdings lässt sein Vorgesetzter ihn unauffällig überwachen. Das sind nur einige Fakten, mit denen der fesselnde Krimi beginnt. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Es ist der zweite Teil mit dem Ermittler Kubica. Die Geschichte hat viele Facetten. Es geht um Korruption und Erpressung, um Macht und Geldgier, verratene Freundschaft und heimliche Liebschaften. Jeder belauert jeden. Das gilt nicht nur in der Politik, sondern auch im Polizeiapparat. Die komplexen und nur langsam durchschaubaren Beziehungen zwischen den Protagonisten sorgen für einen extrem hohen Spannungsbogen. Als Liebermanns Geldgeschäfte aufzufliegen drohen und er Erpresserbriefe mit den Worten „...Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird...“ erhält, werden selbst die Medien und Druck gesetzt und Dokumente gefälscht, weil nicht sind kann, was nicht sein darf. Den Erpresserbriefe sind Einzahlungsscheine beigelegt, ausgestellt auf humane und kirchliche Organisationen. Kubica allerdings lässt sich nicht beeinflussen. Der Oberst zieht im dienstlichen Bereich stur seine Linie durch. Ein Fall ist erst abgeschlossen, wenn alle Fakten glasklar auf den Tisch liegen, nicht wenn die neue Innenministerin ein Erfolgsmeldung braucht. Dabei hat Kubica auch noch Probleme in seinem Privatleben. Seine Dienstauffassung, die weder Freizeit noch Wochenende kennt, hat ihm schon die Ehe mit Anna gekostet. Wirklich abgeschlossen aber hat er mit ihr noch nicht. Hinzu kommt, dass Oscar, der gemeinsame Sohn, in England alles andere als glücklich ist. Margot, Kubicas jetzige Freundin, fühlt sich auch zu oft allein gelassen. Natürlich darf der polnische Pfarrer Wozzek nicht fehlen. Er bringt eine besondere Farbe ins Geschehen. Der Schriftstil ist dem Genre angemessen. Schnell wechselnde Orte und Personen beleben die Handlung. Die Örtlichkeiten in Wien werden ausführlich beschrieben. Ab und an gibt es fein dosierte sarkastische Bemerkungen zur österreichischen Mentalität, wie obiges Zitat zeigt. Die kriminologische Arbeit kann ich als Leser genau verfolgen, weil sie nicht nur detailliert beschreiben wird, sondern weil mich Kubica ebenfalls an seinen Gedanken teilhaben lässt. Das eher schlichte Cover passt zur Handlung. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Das komplexe Geschehen wurde logisch gekonnt aufgebaut und konsequent zu Ende geführt. Das Buch gab im Rahmen einer fesselnden Handlung einen interessanten Einblick in gut funktionierende Netzwerke von Politik und Wirtschaft.

    Mehr
    • 11
  • Totenvogel - wieder ein Krimi der Spitzenklasse!

    Totenvogel
    Wildpony

    Wildpony

    07. July 2016 um 13:20

    Totenvogel  -  Hans-Peter Vertacnik Kurzbeschreibung Amazon: Der Mord am ebenso charismatischen wie skrupellosen Innenminister schockt ganz Österreich. War es seine Gier nach Sex, Geld und Macht, die ihm zum Verhängnis wurde? Als Oberst Radek Kubica den Dingen auf den Grund gehen will, riskiert er alles – denn er lüftet ein Geheimnis, auf das er besser nie gestoßen wäre. Ein Innenminister und seine schmutzigen Machenschaften, ein Chefermittler, der zu tief gräbt – ein komplexer Kriminalroman mit Tiefgang.. Mein Leseeindruck: Ich habe mich unheimlich gefreut das es eine Fortsetzung mit Radek Kubica nun gibt, denn dieser Krimi damals hat mich wirklich begeistert. Und so war die Vorfreude darauf richtig groß und der geniale Autor Hans-Peter Vertanik hat mit diesem Fall noch einen drauf gelegt! Das war wieder Spitzenklasse und hat mich total gefesselt und begeistert. Kubica als Ermittler ist einfach große Klasse und ich freut mich für ihn das er nach seiner Verletzung nun den Posten als Leiter der Mordkommission Wien bekam. Aber es gibt auch andere Mitmenschen die ihn lieber "gleich im Ruhestand" gesehen hätten. Daher ist die Handlung voll gepackt mit Gaunerei und Intrigen. Von einem Spannungsbogen können wir hier nicht reden. Denn ein Bogen flacht auch wieder ab. Hier wurde jedoch die Spannung atemlos die ganze Zeit weit oben gehalten bis zum Schluss. Nicht nur der Fall Liebermann beschäftigt Kubica, sondern auch seine etwas problematische Beziehung zu Margot und die Noch-Verbundenheit mit seiner Ex-Frau Anne, die mit dem Sohn weit weg in England nun lebt. Und Kubica ist auch nur ein Mensch mit Gefühlen und Problemen und so finde ich die Figur Radek Kubica wieder großartig herausgearbeitet. Fazit: Wieder volle Begeisterung bis zum Ende und eine Riesen-Empfehlung für alle Krimifans. Dieses Buch müsst ihr unbedingt lesen. Es kann auch unabhängig vom ersten Teil Donauwölfe gelesen werden. Ich würde aber doch die Einhaltung der Reihenfolge empfehlen. Freue mich schon auf einen neuen Kubica.... und vergebe mit großer Freude 5 wohlverdiente Sterne!      

    Mehr
  • Spannender, tiefgründiger, politischer Krimi aus Wien

    Totenvogel
    Leserin71

    Leserin71

    07. July 2016 um 11:05

    "Donauwölfe" war Hans-Peter Vertacniks erster Krimi um Oberst Radek Kubica. Mit "Totenvogel" liegt nun der zweite Band vor, der aber gut ohne die Vorkenntnisse aus dem ersten zu lesen ist. Und darum geht es:Radek Kubica sollte nach seinen Verletzungen eigentlich nur noch Innendienst bei der Wiener Polizei machen, manche meinen sogar, der Unbequeme sollte sich ganz aus dem Polizeidienst verabschieden. Als der Innenminister Österreichs ermordet wird, soll Kubica doch wieder ermitteln, aber nur so, wie es sich gewisse Kreise der Politik vorstellen. Aber Kubica wäre nicht Kubica, wenn er sich diesen Anweisungen beugen würde und ermittelt auf eigene Faust weiter, bis er auf ein Geheimnis stößt...Meine Meinung:Radek Kubica ist kein einfacher Charakter, er folgt aber stets seinem Sinn für Gerechtigkeit. Dass manch andere diesen Begriff von Gerechtigkeit weiter auslegen, interessiert ihn nicht. Sein Privatleben leidet unter dem Berufsleben, ich fühle mit seiner Freundin, möchte aber auch nicht, dass ein Mörder frei herumläuft.In drei Kapiteln mit insgesamt 134 Szenen erzählt Hans-Peter Vertacnik eine mitreißende, bedrückende Geschichte, die mich an der Integrität von Politikern zweifeln lässt. Durch die kurzen Szenen ergibt sich ein schneller Wechsel von Perspektiven und Schauplätzen, was dem ganzen zusätzlich Tempo verleiht. Gekonnt spielt der Autor mit einer Vielzahl von Personen, so dass volle Aufmerksamkeit beim Lesen gefragt ist und auch belohnt wird. Hatte ich mir doch manches schon zusammengereimt, war ich am Ende doch sehr überrascht! Danke dafür!Wien ist wieder einmal ein hervorragender Schauplatz!Sehr gerne gebe ich wieder 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für alle Krimifans!

    Mehr
  • Ein Sumpf von Intrigen und Korruption

    Totenvogel
    c-bird

    c-bird

    06. July 2016 um 16:25

    Wien in den frühen Morgenstunden. Ein Toter wird zwischen zwei geparkten Autos gefunden. Es handelt sich um keinen Geringeren als den Innenminister. Österreich ist schockiert. Den Fall übernimmt Oberst Radek Kubica. Er ist gerade erst wieder nach einer Verletzungspause zum Leiter der Mordkommission Wien ernannt worden. Seine Ermittlungen fördern jede Menge Dreck zu Tage. Innenminister Liebermann war involviert in ein Geflecht aus Korruption, Machtmissbrauch, Sex und Gier. Da mangelt es nicht an potentiellen Tätern…Es ist bereits der zweite Fall für Oberst Radek Kubica. Den Vorgänger „Donauwölfe“ kannte ich leider nicht. Dadurch hatte ich anfänglich Probleme mit der Vielzahl der Figuren, die mir nicht vertraut waren. Doch mit ein paar Notizen ging es dann und sobald die Charaktere gefestigt waren, wollte mich die Geschichte gar nicht mehr loslassen und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Spannungsbogen lag die ganze Zeit hoch.Der Prolog beginnt mit dem Auffinden der Leiche im Mai. Danach springt die Geschichte ein halbes Jahr zurück und zeichnet die Ereignisse auf, die sich vor dem Tod Liebermanns ereigneten. Liebermann log und betrog wo es nur ging, Intrigen wohin man nur schaute. Doch die Obrigkeiten halten auch nach seinem Tod noch die schützende Hand über ihn, schließlich sind auch die anderen darin verwickelt. Kubica bekommt so manchen Stein in den Weg gelegt. Auch privat läuft es nicht gerade rund für Kubica. Mit seiner Freundin Margot liegt er im Dauerclinch. Hinzu kommen noch ständige Telefonate mit seiner Ex Anne, die mit dem gemeinsamen Sohn in London lebt.Ein wirklich gelungener Wien-Krimi. Nicht nur die Figuren waren gut ausgearbeitet und wirkten sehr authentisch, zudem hat der Autor auch jede Menge Lokalkolorit einfließen lassen. Sehr angenehm und kurz fand ich die Kapitel. 134 Kapitel auf 286 Seiten sprechen für sich. Dadurch wechselte nicht nur ständig die Perspektive, sondern man fühlt sich selbst angetrieben noch ein weiteres Kapitel zu lesen.Wer also eintauchen will in einen Sumpf von Machtmissbrauch, Affären und Gier, dem sei dieser Krimi dringend ans Herz gelegt. Unterhaltung vom Feinsten, einfach zurücklegen und genießen. Für das nächste Jahr ist ein weiterer Kubica angekündigt. Ich werde mich solange mit dem Vorgänger über Wasser halten.

    Mehr
  • zweiter fall des sympathischen wiener ermittlers radek kubica

    Totenvogel
    eulenmama

    eulenmama

    06. July 2016 um 15:30

    darum geht es:kaum ist oberst radek kubica wieder im dienst, überrascht der mord am innenminister von österreich das land. innenminister liebermann der eiskalt und ohne gewissen seine ziele verfolgt,sei es bei frauen,geld,macht hat sich in seinen leben viele feinde gemacht.kubica gerät in die fänge dunkler machenschaften,deckt ein geheimnis auf,das besser verborgen geblieben wäre.sein gerechtigkeitsinn lässt ihn trotz warnungen,fast könnte man sagen drohungen aus mehreren richtungen nicht aufgeben.meinung:konnte mich hans-peter vertacnik schon mit seinen donauwölfen überzeugen,so hat er es auch bei totenvogel geschafft.ein angenehmer schreibstil und hochspannung lassen einen nicht mehr los.authentisch und absolut glaubwürdig,nimmt er einen mit nach wien. diesmal gehts um intrigen,affären,hochgestellter politiker,korruption aus allen richtungen,und schließlich mord.eiskalt ausgeführt.oberst kubica beweist einmal mehr sein außergewöhnliches talent beim ermitteln.privat geht leider viel schief.was mich besonders beindruckt,ist die präzise beschreibung der polizeiarbeit.mir gefällt auch mich der autor immer wieder an plätze von wien führt,ihre geschichte erzählt,cafes und vieles mehr. auch der lokalkolorit kommt nicht zu kurz.ein anspruchsvoller krimi mit  viel liebe für das detailfünf sterne gibt es dafür von mirund 2017 darf man sich auf eine fortsetzung freuen, ein wiedersehen mit radek kubica

    Mehr
  • Zahltag in Wien

    Totenvogel
    esposa1969

    esposa1969

    03. July 2016 um 01:36

    Klappentext: Der Mord am ebenso charismatischen wie skrupellosen Innenminister schockt ganz Österreich. War es seine Gier nach Sex, Geld und Macht, die ihm zum Verhängnis wurde? Als Oberst Radek Kubica den Dingen auf den Grund gehen will, riskiert er alles – denn er lüftet ein Geheimnis, auf das er besser nie gestoßen wäre. Ein Innenminister und seine schmutzigen Machenschaften, ein Chefermittler, der zu tief gräbt – ein komplexer Kriminalroman mit Tiefgang.   Leseeindruck: Mit "Totenvogel" von Autor Has-Peter Vertacnik liegt uns hier ein Wiener Regionalkrimi vor, der an schmutzigen Machenschaften und Intrigen kaum zu überbieten ist. Ich liebe schmutzige Machenschaften - zumindest in Romanen - und Geheimnisse. Bei diesem Krimi fällt auf, dass dieser in drei Ober-Kapitel und insgesamt 134 Unterkapitel auf knapp 300 Seiten aufgeteilt ist, somit haben wir recht kurze Kapitel, die allesamt angenehm kurz und kurzweilig sind. Mir gefällt es, wenn die Kapitel immer nur wenige Seiten lang sind, auch wenn dadurch ein Perspektivenwechsel im schnellen Rhythmus stattfindet.Somit haben wir gleich zu Beginn mehrer Handlungsstränge von der de rgeübte Krimilese ja weiß, dass diese sich bald zu einem Gesamtbild zusammenfügen, insofern war ich schnell drin in den Geschehnissen. Der Schreibstil lässt sich absolut flott und flüssig lesen und obwohl ich den Vorgänger-Band "Donauwölfe" nicht gelsen habe, wurde ich schnell vertraut mit Oberst Radek Kubica. Mir ist auch gleich aufgefallen, dass der Wiener Lokalkolorit angenehm ausgeprägt ist, was mir sehr gut gefällt, denn wenn ich einen Regionalkrimi lese, möchte ich mich während des Lesens auch in der Region befinden. Das Cover ist schon sehr verheißungsvoll düster und sprach mich sofort an. Gerne möchte ich meine Leseempfehlung mit 5 Sternen aussprechen!   @ esposa1969   

    Mehr
  • Intrigen und glattes Parkett in Österreichs Innenpolitik ...

    Totenvogel
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    02. July 2016 um 11:18

    Wie schon in seinem ersten Wien-Krimi „Donauwölfe“ entführt uns Hans-Peter Vertacnik in die Intrigen geschwängerte Luft der Österreichischen Innenpolitik. Mehrere Handlungsstränge werden zu einem dicken Zopf geflochten. Man muss schon genau lesen, wer gerade welcher Fraktion und/oder Connection angehört. Der allseits unbeliebte Innenminister Liebermann wird erschossen aufgefunden. Der Verdächtigen sind viele. Zitat der Frau Gemahlin: „er hatte mehr Feinde als Haare auf dem Kopf“. Oberst Radek Kubica, noch nicht wirklich von seinem letzten Einsatz, bei dem er angeschossen wurde, genesen, muss wieder ermitteln. Man versucht mehrmals in kalt zu stellen, ist er doch einigen der Mächtigen schwer auf die Zehen getreten. Radek ist jedoch der beste Kriminalbeamte und darf vorerst ermitteln. Selbst Drohungen und verwanzte Büros halten ihn nicht wirklich auf. Dabei hat er eigentlich ganz andere Probleme: seine Ex-Frau Anne lebt mit dem gemeinsamen Sohn Oskar in London, hat aber für den pubertierenden Burschen wenig Zeit. Daher macht der sich, so mir nichts dir nichts, einfach auf den Weg nach Wien, um bei seinem Vater zu leben. Doch dessen derzeitige Freundin Margot ist wenig begeistert von diesem Familienzuwachs und stellt Radek vor ein Ultimatum. So kämpft Radek gleich an mehreren Fronten. Wird er das Geflecht der Korruption zerschlagen? Wie auch schon im letzten Krimi steht ihm Pawel Wozzek, ein polnischer Pfarrer mit Verbindungen zu Geheimdiensten und in die Unterwelt helfend zur Seite. Köstlich die Idee mit dem Medikament gegen Radeks häufigen Alkoholkonsum. Als Wienerin kenne ich natürlich die Schauplätze und schlendere mit den verschiedensten Figuren über den Kohlmarkt oder treffe Oberst Kubica auf dem Zentralfriedhof. Die Charaktere sind sehr gut gelungen und wirken authentisch. Ich kann den feisten Innenminister richtig gut vor meinen Augen erschienen lassen. Fett und schleimig, korrupt und sexbesessen – ein richtig liebenswürdiger Zeitgenosse. Nun, gut, sein Ende kennen wir. Niemand weint ihm eine Träne nach. Ich habe mich gut unterhalten und habe bei der einen oder anderen Szene lauthals lachen müssen. Als Beamtin sind mir die einen oder anderen Anzüglichkeiten auf die Politik und deren Vertreter nicht ganz unbekannt. Doch wollen wir hoffen, dass der Sumpf doch nicht ganz so schlimm ist, wie beschrieben.

    Mehr
    • 3
  • weitere