Hans-Ulrich Keller

 4,4 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor*in von Kompendium der Chronologie, Kosmos Himmelsjahr 2023 und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller ist Gründungsdirektor des Planetariums Stuttgart und Professor für Astronomie an der Universität Stuttgart. Er leitet die Sternwarte Welzheim und gibt seit über 40 Jahren das „Kosmos Himmelsjahr“ heraus. Im Jahr 2017 wurde er mit dem Bruno-H.-Bürgel-Preis für hervorragende populäre Darstellungen auf dem Gebiet der Astronomie ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Kosmos Himmelsjahr 2027 (ISBN: 9783440184400)

Kosmos Himmelsjahr 2027

Erscheint am 21.09.2026 als Taschenbuch bei Kosmos.

Alle Bücher von Hans-Ulrich Keller

Cover des Buches Kompendium der Chronologie (ISBN: 9783440175859)

Kompendium der Chronologie

(3)
Erschienen am 22.12.2022
Cover des Buches Kompendium der Astronomie (ISBN: 9783440148174)

Kompendium der Astronomie

(2)
Erschienen am 13.04.2016
Cover des Buches Kosmos Himmelsjahr 2010 (ISBN: 9783440115329)

Kosmos Himmelsjahr 2010

(2)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Kosmos Himmelsjahr 2023 (ISBN: 9783440173688)

Kosmos Himmelsjahr 2023

(2)
Erschienen am 19.09.2022
Cover des Buches Kosmos Himmelsjahr 2009 (ISBN: 9783440113509)

Kosmos Himmelsjahr 2009

(2)
Erschienen am 12.09.2008
Cover des Buches Kosmos Himmelsjahr 2011 (ISBN: 9783440123652)

Kosmos Himmelsjahr 2011

(1)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Kompendium der Astronomie (ISBN: 9783440173619)

Kompendium der Astronomie

(0)
Erschienen am 18.10.2023

Neue Rezensionen zu Hans-Ulrich Keller

Cover des Buches Kompendium der Chronologie (ISBN: 9783440175859)
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Rezension zu "Kompendium der Chronologie" von Hans-Ulrich Keller

Dr_M
Eine hervorragende Übersicht, die leider oft kein tieferes Verständnis erzeugt

Für die meisten Zeitgenossen ist die Zeit einfach da. Man kann sie messen, schließlich hat man Uhren und Kalender. Erst bei näherer Betrachtung sieht man ein, dass das alles nicht ganz so einfach zu sein scheint, wie man es vermutet hatte. Wir messen einen Tag daran, dass sich die Erde einmal um sich selbst dreht. Dreht sie sich wirklich immer mit derselben Geschwindigkeit? Warum gehen manche Uhren nach? Und wie misst man genau, welche Zeit wir haben, wenn man sich nicht einmal auf die Erde verlassen kann?

Solchen und anderen Fragen geht dieses wirklich hervorragende, aber sehr dicht geschriebene Buch nach. Es entstand aus Vorlesungen, die der Autor in Stuttgart gehalten hat. Ich wäre dort nicht gerne Student gewesen, weil sich mir vermutlich vieles aus diesem Text oder der Vorlesung nicht erschlossen hätte. Man kann das natürlich einfach hinnehmen und auswendig lernen, wenn man eine Prüfung ablegen muss. Aber danach ist es dem schnellen Vergessen ausgesetzt. Dem Publikum in diesen Vorlesungen fehlte wahrscheinlich eine physikalische Grundausbildung, was wohl den Vorlesenden zwang, Dinge einfach ohne Erklärung zu postulieren. Da zu vermuten ist, dass die meisten Leser dieses Buches sich in einer ähnlichen Situation befinden, werden sie bestenfalls staunen, es aber zu einem wirklichen Verständnis nicht schaffen.

Das passiert sicher nicht durchgängig, weil auch so manches nicht besonders schwierig ist. Bei einigen Zusammenhängen sieht das anders aus. Ist die Zeit absolut? Kapitel 6.2 heißt "Relativität der Zeit". Dort wird ohne wirkliche Erklärung richtig behauptet, dass Menschen, die sich lange genug von der Erde mit annähernder Lichtgeschwindigkeit fortbewegen und dann auch so zurückkehren, die Zeit objektiv anders empfinden. Sie sind weniger schnell gealtert. Wie genau kann man aus den angegeben Formeln, die aus der Speziellen Relativitätstheorie folgen, entnehmen. Verstehen kann man das allerdings nur aus diesem Text heraus nicht.

Es gibt noch ein paar andere Stelle von ähnlichem Kaliber. Dennoch bietet dieses Buch eine mehr oder weniger komplette Darstellung aller die Zeit betreffenden Fragen und Probleme. Das findet man selten. Und dafür gebührt dem Autor höchstes Lob. Wenn ich dennoch nur vier Sterne vergebe, hat das allein damit zu tun, dass an einigen Stellen kein wirkliches Verständnis erzeugt wird. Oder werden kann. Bei einem solch umfassenden Werk geht das vielleicht auch nicht durchgängig, selbst wenn das unbefriedigend bleibt.

Cover des Buches Kompendium der Chronologie (ISBN: 9783440175859)

Rezension zu "Kompendium der Chronologie" von Hans-Ulrich Keller

Ein LovelyBooks-Nutzer
Das „Rätsel Zeit“ wird nicht in seinen grundlegenden Phänomena analysiert, sondern aus historisch-astronomischer Perspektive beschrieben

Auch wenn meine Interessen äußerst differenziert und weitgefächert sind, sind es doch immer wieder die Astronomie und Astrophysik, die mich besonders begeistern können. Wie man bei Von der "Vermessung des Kosmos" lesen kann, sind es nicht zuletzt die Bewusstseinsgrenzen sprengenden Maßstäbe, mit denen man es im Universum zu tun hat, die eine besondere Faszination auf mich ausüben. Ähnliche Begeisterung kann das Phänomen Zeit bei mir auslösen, welches ich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive reichlich in meinem Studium bearbeitet habe. Hans-Ulrich Keller, der bei (Hobby-)Astronomen vor allem für sein „Kosmos Himmelsjahr“ bekannt ist, hat seine Vorlesung zur Chronologie zu einem „Kompendium der Chronologie“ ausgearbeitet. Wie immer bei Kosmos erhält man ein hochwertiges Buch, das allerdings unbedingt richtig eingeordnet werden muss, um nicht enttäuschte Erwartungen bei den Leser*innen zu erzeugen.

Akademisches vs Populär Wissen

Denn inhaltlich ist das Kompendium, wie nicht anders zu erwarten, hervorragend. Allerdings schießt das Marketing an der ein oder anderen Stelle über den tatsächlichen Inhalt hinaus. Im Wesentlichen muss man sich einfach nur an den Titel halten. Es geht um Chronologie, um die Wissenschaft von der Zeitmessung und -rechnung. Insofern ist der Hinweis auf dem Buchdeckel „vom ägyptischen Kalender zur Atomuhr“ zutreffend und zielführend. Weniger hilfreich ist allerdings der Untertitel: Eine Einführung in die Wissenschaft von der Zeit. Denn das leistet das Kompendium nicht oder nur am Rande. Das „Rätsel Zeit“ wird nicht in seinen grundlegenden Phänomena analysiert, sondern aus historisch-astronomischer Perspektive beschrieben. Und das reicht auch vollkommen aus. So hätten auch die marginalen Zusätze, die sich mit der Zeit in der Physik und der Chronobiologie beschäftigen, nicht sein müssen. Die wirken weniger fachkundig und fehl am Platz.

Beeindruckend sind hingegen die Ausführungen zu den astronomischen Grundlagen der Zeitbestimmung. Hier fühlt man sich schnell wie in einem Hauptseminar zur Astronomie. Das führt zwar zu äußerst profunden Informationen, erfordert aber auch ein gewisses Maß an Vorwissen. Didaktisch scheint es mir nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit zu sein. Was vermutlich auch am anachronistischen Format der Vorlesung liegen könnte. Die illustrative Bebilderung ist von Kosmos wie immer exquisit, aber die Schaubilder sind manchmal doch arg unübersichtlich. Die Detailverliebtheit, sowohl bei den Bildern als auch bei Formeln und Zahlen entspricht eher einem Lehrbuch, was laut Keller aber gar nicht das Ziel des Kompendiums ist. Als Erweiterung des astronomischen Wissens ist es demnach gelungen, als allgemeinverständliches Kompendium zur Chronologie kann ich es beim besten Willen nicht bezeichnen. Hier besteht einfach ein frappanter Unterschied zu anderen Büchern aus dem Kosmos Verlag, die von Wissenschaftsjournalisten wie Thorsten Dambeck oder Thomas Bührke, geschrieben wurden.

Sehr ungleiche Kapitelverteilung

Die weiteren Abschnitte „Kalendersysteme“, „Zeitskalen“ und „Zeitmessung“ sind zwar ebenso (zu) Detail- und Grundlagenverliebt, finden aber einen ausgewogeneren Sprach- und Darstellungsstil. Gerade die historischen Ausführungen, ein ja ganz wesentliches Kaufargument, sind dann wirklich gut gelungen. Die tabellarischen Darstellungen hätten gut und gerne schlanker ausfallen können. Der Mehrwert wird da auch nicht immer deutlich. Zwiegespalten bin ich auch beim Abschnitt „Zeit in der Physik“. Warum solch hochinteressante und wichtige Aspekte auf sieben (!) Seiten abgehandelt werden, erschließt sich mir überhaupt nicht. Die Relativität der Zeit auf drei Spalten? Klar, kann man machen, kann man dann aber auch gleich lassen. Die letzten beiden Kapitel scheinen mir einfach nur „der Vollständigkeit halber“ hintendran gehängt zu sein. Das ist schade, da es andere Erwartungen weckt. Hätte man diese weggelassen, müssten sich die Leser*innen auch nicht über die Knappheit der Information oder deutlicher die Sinnlosigkeit der Kapitel ärgern.

Als profunde, aber auch anspruchsvolle Einführung in die Chronologie (!) ist es ein absolut zu empfehlendes Werk. Als Einführung in die Wissenschaft von der Zeit wäre es hingegen eher enttäuschend. Aber zur Erinnerung: es handelt sich ja schließlich auch um eine Lehrveranstaltung zur Chronologie an der Universität Stuttgart im Institut für Raumfahrtsysteme.

Cover des Buches Kompendium der Chronologie (ISBN: 9783440175859)

Rezension zu "Kompendium der Chronologie" von Hans-Ulrich Keller

Ein LovelyBooks-Nutzer
Lesenswert! 4 Sterne!

Klappentext:

„Für die meisten Menschen ist der Gebrauch von Uhren und Kalendern etwas Alltägliches. Doch wie erklärt man das Phänomen der Zeit? Wie kamen Menschen darauf, den Zeitablauf zu erfassen und Kalender aufzustellen? Dieses Buch ist die erste Gesamtübersicht zum Thema Zeit in der deutschsprachigen Literatur. Es erklärt das Rätsel der Zeit aus historischer und astronomischer Sicht, bietet einen umfassenden Überblick über das weltweite Kalenderwissen und versammelt wichtige Kalenderdaten wie Sonnen- und Mondfinsternisse und Feiertagstermine zum schnellen Nachschlagen. Ein einmaliger Leitfaden im unumkehrbaren Strom der Zeit.“


Mein Fazit gleich mal zu Beginn dieser Rezension: ein äußerst interessantes und erhellendes Buch zum Thema Zeit. 

Autor Hans-Ulrich Keller nimmt also hier die Zeit unter die Lupe. Wer hat sie denn damals überhaupt so messbar gemacht und wer kam auf die Idee mit den 24 Stunden? Fragen die nicht nur in den Sternen stehen aber auch hier nicht komplett beantwortet werden. Kurzum: grundlegende Fakten über das Wie, Warum, Weshalb wird der Leser hier nicht komplett beantwortet finden. Aber dennoch ist das Buch sehr lesenswert da es eben auch um Astronomie geht. Und genau da liegt ja bekanntlich das Steckenpferd von Keller. Er nimmt den Leser mit in den Kosmos und wir erlesen so nebst Sternbildern auch das Thema Chronologie und eben Zeitrechnung. Ein Kalender ist ein unheimlich komplexes Thema und wird hier gut und verständlich erläutert, wie der Rest des Buches auch. Was für uns komplett alltäglich erscheint hat aber eine große Bedeutung und war nicht einfach mal so eine Anreihung von Tagen und Monaten oder eben Minuten und Stunden, hier steckt mehr drin und einen Großteil bekommt der Leser hier fundiert erläutert.

Ich vergebe 4 sehr gute von 5 Sternen da mir doch gewisses Wissen hier fehlte und genau deshalb war das Buch eigentlich interessant für mich aber gut. Nichtsdestotrotz ist es sehr vielseitig und stimmig und definitiv lesenswert!

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