Hans-Ulrich Treichel

 3,8 Sterne bei 153 Bewertungen
Autor von Der Verlorene, Menschenflug und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans-Ulrich Treichel

Hans-Ulrich Treichel, am 12.8.1952 in Versmold/Westfalen geboren, lebt in Berlin und Leipzig. Er studierte Germanistik an der Freien Universität Berlin und promovierte 1984 mit einer Arbeit über Wolfgang Koeppen. Er war Lektor für deutsche Sprache an der Universität Salerno und an der Scuola Normale Superiore Pisa. Von 1985-1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Deutsche Literatur an der FU Berlin und habilitierte sich 1993. Von 1995 bis 2018 war Hans-Ulrich Treichel Professor am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig. Seine Werke sind in 28 Sprachen übersetzt.  

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Schöner denn je (ISBN: 9783518429730)

Schöner denn je

Neu erschienen am 20.06.2021 als Hardcover bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Hans-Ulrich Treichel

Cover des Buches Der Verlorene (ISBN: 9783518739457)

Der Verlorene

 (52)
Erschienen am 18.02.2013
Cover des Buches Werke in 16 Bänden (ISBN: 9783518418055)

Werke in 16 Bänden

 (42)
Erschienen am 11.10.2010
Cover des Buches Werke in 16 Bänden (ISBN: 9783518418062)

Werke in 16 Bänden

 (27)
Erschienen am 07.03.2015
Cover des Buches Tauben im Gras. Das Treibhaus. Der Tod in Rom (ISBN: 9783518019269)

Tauben im Gras. Das Treibhaus. Der Tod in Rom

 (16)
Erschienen am 01.06.1986
Cover des Buches Menschenflug (ISBN: 9783518458372)

Menschenflug

 (16)
Erschienen am 26.02.2007
Cover des Buches Tristanakkord (ISBN: 9783518398036)

Tristanakkord

 (12)
Erschienen am 19.11.2001
Cover des Buches Grunewaldsee (ISBN: 9783518462447)

Grunewaldsee

 (10)
Erschienen am 17.04.2011
Cover des Buches Der irdische Amor (ISBN: 9783518413524)

Der irdische Amor

 (9)
Erschienen am 29.07.2002

Neue Rezensionen zu Hans-Ulrich Treichel

Cover des Buches Der Verlorene (ISBN: 9783518739457)Love_books14s avatar

Rezension zu "Der Verlorene" von Hans-Ulrich Treichel

Klassische Schullektüre
Love_books14vor 4 Monaten

In Treichels Erzählung “Der Verlorene” geht es um die Geschichte rund um einen Jungen, dessen Bruder bei der Flucht vor den Russen verloren gegangen ist. Die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern richtet sich auf die Suche nach Arnold, während der Ich-Erzähler oftmals außen vor bleibt. Schweigen und Distanz sind Grundbausteine der Beziehung zwischen Sohn und Eltern. 


Hinter dem einfachen und minimalistischen Schreibstil steckt viel mehr, als sich auf den ersten Blick erahnen lässt. Die Motive der Fotografie, Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und die erbbiologischen Untersuchungen die das Nazi-Regime durchgeführt hat, aber auch transgenerationale Traumaweitergabe und das Gefühl von Schuld und Scham sind wesentliche Bestandteile der Geschichte. Hinter jeder Bemerkung steckt mehr und auch die Komik der Geschichte lässt durchblicken, dass nicht alles so scheint, wie es beschrieben wird. Die Suche nach Arnold zieht sich durch das gesamte Buch und prägen den Ich-Erzähler und seine Beziehung zu seinen Eltern. 


Alles in allem ist es eine Geschichte mit wesentlich mehr Tiefgang als es auf den ersten Blick den Anschein macht. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht zu 100% überzeugen oder emotional fesseln. Ich konnte keinerlei Verbindung mit ihr aufbauen. Deshalb von mir 3/5 Sterne. 

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Cover des Buches Menschenflug (ISBN: 9783518417126)Finesty22s avatar

Rezension zu "Menschenflug" von Hans-Ulrich Treichel

Menschenflug
Finesty22vor einem Jahr

3-4 Sterne
dies war das erste Buch von Hans-Ulrich Treichel welches ich las, vom Schreibstil her war es sicher auch nicht das letzte.
Auch das Thema fand ich grundsätzlich Interesant, nur von der Umsätzung hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr erhofft.

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Cover des Buches Mein Sardinien (ISBN: 9783866481381)Herbstroses avatar

Rezension zu "Mein Sardinien" von Hans-Ulrich Treichel

Ausgeträumt …
Herbstrosevor 2 Jahren

Er hatte sich das Leben in Berlin Ende der 70er-Jahre anders vorgestellt, der Germanistik-Student aus Westfalen, lebhafter und unterhaltsamer. Bisher ist jedoch nichts interessant für ihn, weder seine Abschlussarbeit, an der er gerade schreibt, noch seine WG in Schöneberg. Auch die Abende haben nicht viel zu bieten. Sein Job als Türschließer in der Berliner Philharmonie würde ihm schon gefallen, wenn er denn die Konzerte anhören dürfte – aber das ist nicht erlaubt. Die Tage dümpeln so vor sich hin bis er eines Nachts, entgegen seiner Gewohnheit, eine italienische Bar betritt und dort 
Cristina kennen lernt, eine junge Frau aus Sardinien. Er verliebt sich sofort in sie, und, für ihn selbst überraschend, wird aus den beiden bald ein Paar. Als dann Cristina nach Sardinien zurück will, um im Gartenbaubetrieb ihres Bruders mitzuarbeiten, ist unser Student nur zu gerne bereit mitzukommen. Er kann sich durchaus vorstellen, zukünftig in Berlin zu studieren und auf Sardinien mit Cristina das Leben zu genießen. Ob sich seine Träume wohl verwirklichen lassen … ? 

Hans-Ulrich Treichel, geb. 1952 in Versmold/Westfalen, studierte an der FU Berlin Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft und promovierte 1984, war dann an den Universitäten Salerno und Pisa Lektor für deutsche Sprache. 1993 habilitierte er sich und lehrte als Professor bis 2018 am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig. Hans-Ulrich Treichel schrieb zahlreiche Romane, Gedichte und Essays, wofür er einige namhafte Auszeichnungen und Ehrungen erhielt. Seine Werke wurden in 28 Sprachen übersetzt. Heute lebt Treichel in Berlin und Leipzig. 

Als Ich-Erzähler versucht hier der Autor, seine Erlebnisse, Gefühle und Sehnsüchte gegen Ende der 70er-Jahre dem Leser nahe zu bringen. Während ihm dies beim Erleben (er beschreibt exakt jede Straße, jedes Ladenlokal und selbst die Stationen und Nummern der Buslinien) manchmal nur zu gut gelungen ist, konnte ich mich in seine Gefühle absolut nicht hinein versetzen. Von inniger Liebe zwischen Cristina und ihm konnte ich nichts zu spüren, es war allenfalls ein gewisses Begehren vorhanden. Bei den Sehnsüchten nach dem ‚Land wo die Zitronen blühen‘ bezieht sich Treichel hauptsächlich auf Zitate früherer berühmter Italienreisenden, wie Johann Wolfgang von Goethe, D.H. Lawrence, Ernst Jünger und einigen anderen, was sich permanent wiederholt und den Lesefluss entscheidend hemmt. 

Der Schreibstil des Autors gefällt mir ansonsten recht gut. Sachlich-lakonisch, dennoch humorvoll und manchmal recht ironisch beschreibt er die Verhältnisse und Begebenheiten. Ein herrliches Beispiel ist, als er auf der Ladefläche eines Kleintransporters ein Spaliergitter für Pflanzen festhalten musste (S.86): „Meine Aufgabe als Festhalter des Holzgitters bewältigte ich ohne Probleme und kam mir sogar ein wenig abenteuerlich vor, wie ich so auf der Ladefläche des Transporters über die Insel fuhr. Hinter mir eine Staubwolke, vor mir die untergehende Sonne, in den Händen das hoch aufragende und schwankende Blumengitter, das ich wie ein Segel mal in die eine und mal in die andere Richtung navigierte, wobei ich eine Zeitlang von kreischenden Möwen begleitet wurde, die den Piaggio offenbar mit einem Fischkutter verwechselten, bis sie begriffen, dass hier nichts zu holen war, und Richtung Meer abdrehten.“ 

Solche und ähnliche Passagen sind es, die mich letztendlich mit dem Buch ausgesöhnt haben, denn eine Liebesgeschichte, wie im Untertitel zu lesen, ist es nur bedingt – und auf keinen Fall eine Liebeserklärung an Sardinien.

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