Die neue Psychologie des Alterns

von Hans-Werner Wahl 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Die neue Psychologie des Alterns
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Inhaltsangabe zu "Die neue Psychologie des Alterns"

Wir altern heute anders

Wir werden nicht nur deutlich älter als die Generationen vor uns, sondern das Älterwerden an sich „funktioniert“ heute ganz anders als noch vor 30 oder 40 Jahren. In unseren Köpfen spuken jedoch noch Bilder und Vorurteile vom Altern und Altsein herum, die längst keine Gültigkeit mehr haben. Was sind die Herausforderungen des höheren Alters heute? Wie muss sich unser Verständnis vom Altern in Zukunft ändern? Wie können wir uns ganz individuell gut auf das Alter vorbereiten?
Antworten auf diese Fragen gibt der renommierte Alternspsychologe Prof. Dr. Wahl in seinem Buch über die vielleicht vielschichtigste und komplexeste Phase unseres Lebens. Er zeigt darin, dass wir keine Angst vor dem Älterwerden haben müssen und wie wir uns aktiv darauf einstellen können. Anhand gesicherter Erkenntnisse aus Langzeitstudien (über mehrere Jahrzehnte), korrigiert er unsere hartnäckig negative Bewertung des Alters, und er zeichnet ein neues, differenzierteres Bild vom Älterwerden, das viele erstaunlich positive Facetten hat (z.B. Anpassungsfähigkeit, Ausgeglichenheit und seelische Gesundheit).

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783466346370
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Kösel
Erscheinungsdatum:25.04.2017

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    michael_lehmann-papevor einem Jahr
    Nicht alles „neu“, aber interessant zu lesen

    Nicht alles „neu“, aber interessant zu lesen

    Die „Neue Psychologie des Alterns“, vorgestellt von Hans-Werner-Wahl, seines Zeichen Psychologe und „Altersforscher“, räumt mit einigen (zugegeben teils sehr althergebrachten) Beurteilungen der „letzten“, aber inzwischen „langen“ Lebensphase auf und zeichnet sich vor allem durch einen durchweg positiven Blick auf das Alter in seinen verschiedenen Etappen aus.

    Bis hin zur „fast letzten Phase“, des zunehmenden und, als Kurve betrachtet, recht steilen körperlichen Abbaus zum Ende des Lebens hin. Den Wahl kennzeichnet als eine Chance für den Menschen, diesen Abbau bewusst wahr- und anzunehmen als eine Form der „inneren“ Vorbereitung der Person in Psyche und Körper, das Leben loszulassen.

    Auch das ist im Übrigen nicht unbedingt neu. Die Phasen des Sterbens, von Kübler-Ross vor Jahrzehnten bereits minutiös beschrieben, finden sich hier in zusammenfassenden Worten durchaus wieder, wie auch die eigene Erfahrung wohl der meisten Leser in der eigenen Familie bei sehr alt gewordenen Menschen diese Bewertung unterstützt, dass irgendwann auch die Bereitschaft zum Loslassen, das „nicht mehr weiter Wollen“ deutlich erkennbar im Raum steht (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Dass „alt werden“ eine „Erfolgsgeschichte ist“ liegt ebenso klar auf der Hand, was die steigende Lebenserwartung, aber auch die länger anhaltende „Fitness“ körperlich wie geistig im Gros angeht. Und dass (nicht nur im Übrigen) das Alter und Altern auch eine „Kopfsache“ ist, dass sich in der Bewertung des Alters (zumindest bei den „Alten) mental im Vergleich zu vorhergehenden Zeiten vieles geändert hat (man ist mehr und mehr so alt, wie man sich fühlt und fühlt sich eben nicht so, wie es Stereotype der Gesellschaft lange Jahrhunderte geprägt haben), auch das ist einsichtig und nicht unbedingt neu

    Was ein, in dieser Form, durchaus aber neuer Blickwinkel ist, ist, das Alter nicht mehr von der Distanz zur Geburt her zu betrachten und damit als verlustreiche Vergangenheitsgeschichte zu bewerten, sondern es von der „Distanz-zum-Tod-Forschung“ her als noch aktiv und, vor allem, gut, zu gestaltenden „Lebensabschnitt“ nach vorne hin zu Leben. Was natürlich beinhaltet, sich mit dem Gedanken der Begrenzung des Lebens, des Sterbens und des Todes im Leben vertraut zu machen und von dieser Begrenzung aus die Lebenszeit bis zum Tod konstruktiv anzunehmen.

    Salopp formuliert könnte man die „neue Qualität“ des Alterns dahingehend formulieren, dass nicht mehr bedauert wird, was man „nicht mehr kann“ im Blick auf die langen Zeiten des Lebens zuvor, sondern dass die Freude entdeckt wird und die Möglichkeiten genutzt werden,
    „was immer noch oder neu“ möglich ist.

    Erfahrung, Stabilität, mentale Sicherheit, der Wegfall von „Druck“ bestimmte Leistungen „bringen zu müssen“, Gelassenheit und eine Vielzahl an „Bewältigungsstrategien“ für eine ebensolche Vielzahl an Lebenssituationen (aus Erfahrung gewonnen). Erfahrungen, die in der inneren Haltung und den äußeren Fertigkeiten durchaus es lohnen, weitergegeben und von Nachkommenden angenommen zu werden.

    Nicht verschwiegen, und das ist gut so, werden Momente der „Ohnmacht“ gegenüber dem Altern, denn es ist Fakt, dass trotz aller „moderner“ neuer Möglichkeiten das Alter auch, vor allem, körperliche Einschränkungen mit sich bringt.

    Alles aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen, folgt man den Einlassungen im Buch, die zum einen salopp formuliert du leicht verständlich in den Analysen und Zielen formuliert werden, anderseits ein wenig trocken wissenschaftlich da vor Augen gestellt werden, wo wissenschaftliche Erkenntnisse der verschiedenen Stränge der Altersforschung benannt werden.

    Alles in allem nicht unbedingt eine ständig überraschende, neue Vorstellung des Alterns, aber doch passend zusammengetragene und zusammengedachte Schau auf die „moderne Art und Möglichkeit des Alterns“.

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    W
    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Man kann seinem Alter entspannt entgegensehen



    Der Autor des vorliegenden sich an ein breites Lesepublikum richtenden Buches, Hans-Werner Wahl, zählt zu auch international renommiertesten Gerontologen Deutschlands.

    Während nicht nur in Deutschland die Bevölkerung immer älter wird, die Lebenserwartung des Einzelnen steigt, wird vor allem in der Sozialpolitik heftig darum gestritten, wie dieser Wandel zu gestalten ist. Die bisherigen Vorschläge, die allerdings vorgelegt wurden, bleiben bei der alten Linie, den Wohlstand der alten Menschen und Rentner auf Kosten der jüngeren Generationen zu sichern, weil diese mehr Wählerstimmen besitzen.

    Doch diese Dimension des Alters interessiert den Gerontologen nur am Rande, wenn auch eine sozial abgesicherte Existenz im Alter mir als eine fast notwendige Bedingung dafür scheint, was Wahl dann sein ganzes Buch über nachweist.

    Viele Forschungen haben  ergeben, dass wir Menschen uns bis ins hohe Alter weiterentwickeln können und dass viele das auch schon erfolgreich tun. Wahl zitiert Langzeitstudien, die belegen, dass sich Menschen, die etwa kurz vor dem Ruhestand stehen, sich für das Älterwerden bestens gerüstet sehen können. Denn:
    •    Ältere fühlen sich meist deutlich jünger, als sie sind und leben dadurch länger
    •    Sie können sich erstaunlich gut anpassen und altersbedingte Einschränkungen bewältigen, sind deshalb zufrieden und fühlen sich wohl
    •    Trotz vieler Meldungen die wachsende Zahl von Demenzkranken: Ältere sind kognitiv und mental überraschend stabil.

    An vielen Beispielen wird deutlich: Man kann seinem Alter entspannt entgegensehen, wenn man bereit ist und lernt, es auch aktiv zu gestalten.
     



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