Dieses kleine Bändchen, 1965 im Hamburger Lesehefte Verlag erschienen, enthält eine exklusive Auswahl von sieben Kurzgeschichten, die aus dem 1962 von Hans Bender (geb. 1919) veröffentlichten Buch "Mit dem Postschiff" stammen.
Die Erzählungen sind Alltagsgeschichten über Alltagsmenschen in Alltagssituationen. Nicht große, ausschweifende Poesie bestimmen die Erzählungen, sondern die sachliche Darstellung von Gegebenheiten und Handlungen in einer bestimmten Situation. Ohne Wertung wird menschliches Miteinander geschildert.
Die sieben Kurzgeschichten unterteilen sich hierbei in drei Gruppen. Die erste Gruppe bilden zwei Geschichten über Deutsche in russischer Kriegsgefangenschaft, in welche sich bis 1949 auch Bender selbst befand. In der zweiten Gruppe sind zwei Kurzgeschichten angesiedelt, die sich um besondere Einzelereignisse, einem Jahrmarktsbesuch und eine Wallfahrt, drehen und Erlebnisse aus Benders Jugend widerspiegeln. Zur dritten und letzten Gruppe gehören drei Reiseerlebnisschilderungen, welche in den 50er bzw frühen 60er Jahren spielen.
Besonders die Titelgeschichte besticht durch ihre Kürze und Kompaktheit mit dennoch starker Vielschichtigkeit.
Der Amtmann eines kleinen russischen Dorfes holt sieben deutsche Kriegsgefangene zur Kartoffelernte in den Ort. Zu einem davon, der auch bei ihm Quartier bezieht, entwickelt sich ein zwischenmenschlicher Kontakt. Plötzlich geraten die Kinder des Amtmanns in Gefahr. Wölfe tauchen auf. Seite an Seite stellen sie sich der tödlichen Gefahr ... - Bender erhielt 1957 den Kurzgeschichtenpreis der "Süddeutschen Zeitung". Zu recht, wie diese erlesene Auswahl belegt.
Rezension zu "Die Wölfe kommen zurück" von Hans Bender










