Hans Bentzien

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Hans BentzienClaus Schenk Graf von Stauffenberg
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Claus Schenk Graf von Stauffenberg
Claus Schenk Graf von Stauffenberg
 (1)
Erschienen am 01.02.2004
Hans BentzienElisabeth - Landgräfin von Thüringen: Das irdische Leben einer Heiligen
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Elisabeth - Landgräfin von Thüringen: Das irdische Leben einer Heiligen
Hans BentzienDivision Brandenburg
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Division Brandenburg
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 (1)
Erschienen am 01.08.2004
Hans BentzienWarum noch über die DDR reden?
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Warum noch über die DDR reden?
Warum noch über die DDR reden?
 (1)
Erschienen am 01.03.2009
Hans BentzienUnterm roten und schwarzen Adler: Geschichte Brandenburg-Preußens für jedermann
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Unterm roten und schwarzen Adler: Geschichte Brandenburg-Preußens für jedermann
Hans BentzienIch, Friedrich II.
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Ich, Friedrich II.
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Erschienen am 01.08.2006
Hans BentzienDamm und Deich - Fruchtbar und reich
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Hans BentzienWohin die Reise geht illustriert von Konrad Golz
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Neue Rezensionen zu Hans Bentzien

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Claus Schenk Graf von Stauffenberg" von Hans Bentzien

Wenn es nur mehr solcher Entschlossener gegeben hätte ...
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Der Autor, ehemaliger Kultusminister der DDR, später dann wegen Differenzen mit dem Regime kaltgestellt, hat sich intensiv mit der Familie Stauffenberg beschäftigt. Nach einer kurzen Skizze der Familiengeschichte, der Schulzeit und der familiären Beziehungen, räumt Bentzien dem Philosophen, Dichter, Denker Stephan George einen recht großen Raum ein. Dieser Mann prägt mit seinen mystischen Gedanken eines elitären Lebensgefühls die aristokratische Jugend Deutschlands. Später wird man ihn als Wegbereiter des „Herrenmenschentums“ verunglimpfen.

Die Jahrhunderte lange Tradition des Deutschen Hochadels (immerhin reichen die Wurzeln der Stauffenbergs bis zu den Stauffer-Kaisern), lassen letztlich Claus die, seit langem latenten (aber stets verborgenen) revolutionären Kräfte, der verfolgten Opposition nicht auf seine Seite ziehen. Er hatte einfach kaum Umgang mit Arbeitern.

Der Autor beschreibt – oftmals in epischer Breite – die Wandlung des Offiziers zum Attentäter. Schon ab der Annexion Polens muss er erkennen, dass Hitler seine Herrschaftsansprüche auf Kosten der Zivilbevölkerung auslebt, die er, ohne mit der Wimper zu zucken, massakrieren lässt.
Stauffenberg, ein brillanter Militärstrategie sieht, wie Hitlers unausgegorene Befehle (er hält sich für den „Größten Feldherrn aller Zeiten“ – kurz GRÖFAZ) Menschen und Material sinnlos vergeuden.
Weitere Gräueltaten lassen ihn immer schneller an einen Umsturz an der Spitze Deutschlands denken. Vorerst ist nur von einer Absetzung und nicht vom Tyrannenmord die Rede.
Die Unzufriedenheit in der Wehrmacht wächst mit jedem Befehl, den Hitler gibt. Tausende Kilometer entfernt stehend, müssen die Soldaten sich fragwürdigen Entscheidungen, eines Mannes beugen, der immer öfter auf Schleimer hört und keine Ahnung von der Materie hat. Oftmals werden deswegen Gelegenheiten vergeben, die Soldaten vor der endgültigen Vernichtung zu bewahren.

Schon während des Russlandfeldzuges und nach der Niederlage von Stalingrad formieren sich die Gegner des Regimes. Die Gruppen und Grüppchen agieren im Verborgenen, stets auf der Hut vor der Enttarnung.
Stauffenberg wird von der russischen Front nach Nordafrika versetzt. Ein englischer Tieffliegerangriff kostet in beinahe das Leben. Er verliert ein Auge, die rechte Hand und an der linken zwei Finger. Während seiner Rekonvaleszenz im Jahr 1943 nähert er sich den Widerstandskreisen um Goerdeler, Beck und von Tresckow an, um schnell zur zentralen Führungsperson des Widerstandes aufzusteigen. Während Goerdeler noch zaudert, drängt Stauffenberg zum Tyrannenmord. Viele Generäle können sich nicht zum Mord an Hitler durchringen. Ja, sie berufen sich auf den Eid, den sie geschworen haben.

Nachdem alle möglichen Kandidaten ausfallen, wird er selbst als Verbindungsoffizier der Wehrmacht, das Attentat in der Wolfschanze (Ostpreußen) ausführen.

Das Scheitern des Attentates ist uns allen bekannt. Die blutige Vergeltung des Regimes ebenso.

Interessant für mich war, wie oft der Plan, Hitler zu beseitigen, auf Grund von winzigen Zufällen (?), Ereignissen usw. nicht zur Ausführung kommen konnte.

Obwohl der Autor sich häufig in vielen winzigen Details verliert, ist seine Biographie über Claus Schenk von Stauffenberg sehr aufschlussreich. Dem Titel gemäß „Claus Schenk Graf Stauffenberg – der Täter und seine Zeit“ widmet sich der Autor dem Umfeld, Zitate und Auszüge aus Briefen ergänzen seine umfangreichen Recherchen. Einige Akte sind nach wie vor unter Verschluss (100-jährige Sperrfrist). Vielleicht bringen diese dann Licht ins Dunkel. 

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Elisabeth - Landgräfin von Thüringen: Das irdische Leben einer Heiligen" von Hans Bentzien

Elisabeth von Thüringen - eine Heilige oder eine verwirrte Seele?
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Hans Bentzien entführt uns in das Hochmittelalter, das von ca. 1050 bis um 1250 dauerte.
Um die historische Umwelt von Elisabeth, einer ungarischen Prinzessin, darzustellen taucht der Autor immer wieder in die rivalisierende Welt der deutschen Fürsten und Könige sowie zu den Machtspielen der Päpste ab. Grundsätzlich finde ich diese Vorgehensweise ja in Ordnung, da dem Leser sonst die Zusammenhänge fehlen. Doch leider driftet Bentzien recht häufig in dieses Netzwerk von Macht und Korruption ab, sodass für die eigentliche Hauptperson, Elisabeth, meiner Ansicht nach zu wenig Raum bleibt. Ja, es sind wenig schriftliche Zeugnisse erhalten. Das meiste, was über sie bekannt ist, wurde erst nach ihrem Tod geschrieben. Oftmals mit dem Stilmittel der Übertreibung angereichert, lassen uns die historischen Quellen hier ein wenig im Unklaren.

Faktum ist, dass die ungarische Prinzessin, gerade einmal vierjährig, aus dynastischen Überlegungen an den thüringischen Landgrafensitz gebracht und mit Hermann verlobt wurde. Nach dessen frühen Tod, vermählte sich sein Bruder Ludwig mit Elisabeth.
Lt. Bentzien soll es sich beinahe um eine Liebesheirat gehandelt haben - eine damals eher unübliche Vorgangsweise.
Bei der Darstellung des Ehealltags springt der Autor durch Zeit und Raum, so dass es manchmal mühsam ist, ihm zu folgen.
Ludwig hat seiner Frau freie Hand bei der Verwaltung der Güter gelassen, während er selbst an diversen Kriegszügen teilnahm. Das gilt durch eine Münze mit beiden Abbildern als gesichert. Sie verteilt Nahrungsmittel an die Bedürftigen, was an sich zur Pflicht des Adels gehört. In den Augen der Nachbarn übertreibt es Elisabeth mit ihrer Mildtätigkeit.

Elisabeth hat zu Reichtum und Wohlstand eine, für die damalige Zeit, revolutionäre Einstellung. Die Reichen sollten mit den Armen ihren Besitz teilen. Sie selbst verzichtete häufig auf die prachtvollen Gewänder und kleidete sich einfach. Damit gerät sie auch in Konflikt mit der katholischen Kirche, die Prunk und Pomp, zur Erhöhung Gottes quasi vorschreibt. Elisabeth erhält Kenntnis von den Franziskanern, die Besitzlosigkeit anstreben und findet sich in diesen Lehren wieder.
Sie lässt am Fuße der Wartburg ein Hospital errichten und hilft bei der Krankenpflege mit. In diese Zeit fällt auch der Aufstieg des Kreuzzugspredigers Konrad von Marburg. Konrad soll auch Ketzer ausfindig machen und so die Macht katholischen Kirche weiter stärken.

Dann ereilt Ludwig der Ruf des Kaisers und des Papstes Richtung Heiliges Land. Vor dem Aufbruch, der sich mehrmals durch fadenscheinige Ausflüchte des Kaisers verschiebt, bestimmt Ludwig Konrad von Marburg zum Beichtvater Elisabeths ohne zu ahnen, welch fieses Spiel der Dominikaner mit ihr treiben wird.

Ludwig kehrt aus dem Kreuzzug nicht mehr zurück. Konrad gewinnt immer mehr Einfluss auf Elisabeth. Doch ihre Frömmigkeit und ihre Selbstlosigkeit sind ihm ein Dorn im Auge. Je mehr sie sich seinen Schikanen unterwirft, desto grausamere denkt er sich aus. Er entfernt alle ihre Vertrauten und setzt Spitzel ein.
Was er genau vorhat, ist Gegenstand vieler Spekulationen. Berichtet wird jedenfalls, dass er die Witwe mehrmals täglich geißelte und sie durch Schlafentzug und Hungern zu einem willfährigen Werkzeug machen wollte.
Letztlich stirbt sie an Entkräftung.

Schon zu ihren Lebzeiten hat sie die Menschen gespalten. Die einen sahen in ihr eine verehrungswürdige Heilige, die anderen hielten sie für eine gefährliche Irre, die in einem religiösen Wahn an einen heimtückischen Prediger geraten ist.
Die Figur des Konrad ist ebenfalls recht merkwürdig, ist er es ja, der nur knapp zwei Jahre nach ihrem Tod das Kanonisierungsverfahren einleiten lässt. Auf der einen Seite treibt er sie in den Tod, auf der anderen beharrt er auf die Heiligsprechung???

Auch die Stellung innerhalb der Familie beleuchtet Hans Bentzien. Die Familie Ludwigs isoliert Elisabeth, da man sie für geisteskrank hielt.
Ich persönlich finde auch Elisabeths Verhalten ihren drei Kindern gegenüber unangemessen und wenig barmherzig. Für fremde Kranke und Bedürftige war ihr nichts mühselig genug, die eigenen Kinder sind ihr nicht wichtig? 

Diese Biographie lässt mich ein wenig ratlos zurück.


Kommentare: 7
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Jens65s avatar

Rezension zu "Division Brandenburg" von Hans Bentzien

Rezension zu "Division Brandenburg" von Hans Bentzien
Jens65vor 10 Jahren

Wirklich erstklassige Bücher finden sich selten, ebenso - glücklicherweise - auch das Gegenteil.
Wenn der Autor dieses Buches (wollen wir es `mal so nennen) aber behauptet, alle Brandenburger seien „sowieso" letztendlich alle bei der SS gelandet (wo sie seiner Ansicht nach auch hingehörten) und in dieser Tradition stehe auch das KSK und mit ihm die gesamte Bundeswehr; und wer sich für den Dienst in der Bundeswehr „hergibt", sei ein Unverbesserlicher und ein psychpathischer Verbrecher und Mörder, dann erklärt sich das in meinen Augen nur damit, daß der Verlag, der dieses Büchlein herausgibt, nicht umsonst „Edition Ost" heißt.

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