Hans Bentzien Claus Schenk Graf von Stauffenberg

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Inhaltsangabe zu „Claus Schenk Graf von Stauffenberg“ von Hans Bentzien

Wie und warum wurde Stauffenberg zum Attentäter? Was bewegte die Männer des 20. Juli?§§Eine kompetente Einführung in die Motive des militärischen Widerstands gegen Hitler und ein kontroverses und zeitgerechtes Lebensbild des bekannten Attentäters.

Eine penibel recherchierte Biographie eines großen Mannes, die auch auf das Umfeld eingeht

— Bellis-Perennis

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    Claus Schenk Graf von Stauffenberg

    Bellis-Perennis

    24. July 2016 um 11:48

    Der Autor, ehemaliger Kultusminister der DDR, später dann wegen Differenzen mit dem Regime kaltgestellt, hat sich intensiv mit der Familie Stauffenberg beschäftigt. Nach einer kurzen Skizze der Familiengeschichte, der Schulzeit und der familiären Beziehungen, räumt Bentzien dem Philosophen, Dichter, Denker Stephan George einen recht großen Raum ein. Dieser Mann prägt mit seinen mystischen Gedanken eines elitären Lebensgefühls die aristokratische Jugend Deutschlands. Später wird man ihn als Wegbereiter des „Herrenmenschentums“ verunglimpfen. Die Jahrhunderte lange Tradition des Deutschen Hochadels (immerhin reichen die Wurzeln der Stauffenbergs bis zu den Stauffer-Kaisern), lassen letztlich Claus die, seit langem latenten (aber stets verborgenen) revolutionären Kräfte, der verfolgten Opposition nicht auf seine Seite ziehen. Er hatte einfach kaum Umgang mit Arbeitern. Der Autor beschreibt – oftmals in epischer Breite – die Wandlung des Offiziers zum Attentäter. Schon ab der Annexion Polens muss er erkennen, dass Hitler seine Herrschaftsansprüche auf Kosten der Zivilbevölkerung auslebt, die er, ohne mit der Wimper zu zucken, massakrieren lässt. Stauffenberg, ein brillanter Militärstrategie sieht, wie Hitlers unausgegorene Befehle (er hält sich für den „Größten Feldherrn aller Zeiten“ – kurz GRÖFAZ) Menschen und Material sinnlos vergeuden. Weitere Gräueltaten lassen ihn immer schneller an einen Umsturz an der Spitze Deutschlands denken. Vorerst ist nur von einer Absetzung und nicht vom Tyrannenmord die Rede. Die Unzufriedenheit in der Wehrmacht wächst mit jedem Befehl, den Hitler gibt. Tausende Kilometer entfernt stehend, müssen die Soldaten sich fragwürdigen Entscheidungen, eines Mannes beugen, der immer öfter auf Schleimer hört und keine Ahnung von der Materie hat. Oftmals werden deswegen Gelegenheiten vergeben, die Soldaten vor der endgültigen Vernichtung zu bewahren. Schon während des Russlandfeldzuges und nach der Niederlage von Stalingrad formieren sich die Gegner des Regimes. Die Gruppen und Grüppchen agieren im Verborgenen, stets auf der Hut vor der Enttarnung. Stauffenberg wird von der russischen Front nach Nordafrika versetzt. Ein englischer Tieffliegerangriff kostet in beinahe das Leben. Er verliert ein Auge, die rechte Hand und an der linken zwei Finger. Während seiner Rekonvaleszenz im Jahr 1943 nähert er sich den Widerstandskreisen um Goerdeler, Beck und von Tresckow an, um schnell zur zentralen Führungsperson des Widerstandes aufzusteigen. Während Goerdeler noch zaudert, drängt Stauffenberg zum Tyrannenmord. Viele Generäle können sich nicht zum Mord an Hitler durchringen. Ja, sie berufen sich auf den Eid, den sie geschworen haben. Nachdem alle möglichen Kandidaten ausfallen, wird er selbst als Verbindungsoffizier der Wehrmacht, das Attentat in der Wolfschanze (Ostpreußen) ausführen. Das Scheitern des Attentates ist uns allen bekannt. Die blutige Vergeltung des Regimes ebenso. Interessant für mich war, wie oft der Plan, Hitler zu beseitigen, auf Grund von winzigen Zufällen (?), Ereignissen usw. nicht zur Ausführung kommen konnte. Obwohl der Autor sich häufig in vielen winzigen Details verliert, ist seine Biographie über Claus Schenk von Stauffenberg sehr aufschlussreich. Dem Titel gemäß „Claus Schenk Graf Stauffenberg – der Täter und seine Zeit“ widmet sich der Autor dem Umfeld, Zitate und Auszüge aus Briefen ergänzen seine umfangreichen Recherchen. Einige Akte sind nach wie vor unter Verschluss (100-jährige Sperrfrist). Vielleicht bringen diese dann Licht ins Dunkel.

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