Hans Blumenberg

 4.5 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Wirklichkeiten, in denen wir leben, Arbeit am Mythos und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Hans Blumenberg

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Hans BlumenbergArbeit am Mythos
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Arbeit am Mythos
Arbeit am Mythos
 (4)
Erschienen am 24.11.2011
Hans BlumenbergDie Legitimität der Neuzeit
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Die Legitimität der Neuzeit
Die Legitimität der Neuzeit
 (4)
Erschienen am 30.06.2010
Hans BlumenbergWirklichkeiten, in denen wir leben
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Wirklichkeiten, in denen wir leben
Hans BlumenbergDie Vollzähligkeit der Sterne
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Die Vollzähligkeit der Sterne
Die Vollzähligkeit der Sterne
 (4)
Erschienen am 11.03.2011
Hans BlumenbergDie Lesbarkeit der Welt
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Die Lesbarkeit der Welt
Die Lesbarkeit der Welt
 (3)
Erschienen am 30.03.2011
Hans BlumenbergDie Sorge geht über den Fluß
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Die Sorge geht über den Fluß
Die Sorge geht über den Fluß
 (3)
Erschienen am 10.11.2011
Hans BlumenbergParadigmen zu einer Metaphorologie
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Paradigmen zu einer Metaphorologie
Paradigmen zu einer Metaphorologie
 (2)
Erschienen am 01.10.2012
Hans BlumenbergÄsthetische und metaphorologische Schriften
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Ästhetische und metaphorologische Schriften

Neue Rezensionen zu Hans Blumenberg

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Jaris avatar

Rezension zu "Schriften zur Literatur 1945-1958" von Hans Blumenberg

Hans Blumenberg - Schriften zur Literatur
Jarivor einem Jahr

Vor diesem Buch hatte ich keine Ahnung, wer Hans Blumenberg war. Ich entdeckte das Buch in einer Vorschau und irgendwie schrie alles in mir, dass ich die Rezensionen dieses unbekannten Menschen lesen soll. Als die Sammlung dann erschienen war und sie in der Hand hielt, schrie das Buch weiter "Lies mich, lies mich!". Natürlich wehrte ich mich nicht dagegen.
Blumenberg faszinierte mich sofort. Als studierter Philosoph bedient er sich einer Sprache, die sich ganz anders liest, sich anders anfühlt, als jene, die ich täglich gebrauche. Viele Ausdrücke musste ich nachschlagen und ich gebe offen zu, dass ich längst nicht alles gelesene begriffen habe.
Aber genau das macht einen Grossteil der Faszination aus. Blumenbergs Verstand ist glasklar und ebenso scharf. Er sieht Dinge, die für Menschen wie mich unsichtbar bleiben. Was für ein Blick für auf die Welt! Welch tiefes Verständnis für die Literatur! Nachdem ich einige der Texte Blumenbergs gelesen habe, sehe ich selbst die genannten Romane und Autoren in ganz anderem Licht.
Während des Lesens geriet ich fast in eine Art Rausch. Ich kam kaum vorwärts (zwei Minuten für eine Seite, doppelt so lang wie gewohnt), aber ich wollte immer weiterlesen, mehr erfahren, mehr Wissen in meinen Verstand stopfen. Doch dieser sagte irgendwann (ca. nach 20 Seiten) „STOPP!“ und ich musste Blumenbergs Schriften wohl oder übel zur Seite legen.
Diese gesammelten Werke sind Fachliteratur, nicht für jedermann geeignet. Ungeübte Leser werden zu schnell in Frustration gefallen. Blumenberg bedient sich der Worte „Dualismus“ und „Metaphysik“ wie wir „Hallo“ und „Schönes Wetter“ sagen. Ich musste mich erst einmal hinsetzen und Wikipedia-Artikel wälzen, um den Kontext zu verstehen.
Doch gehöre ich zu den Leuten, denen sowas Spass macht. Ich liebe es zu lernen und Neues zu erfahren. Vor allem wenn es um mein Lieblingsthema geht: Bücher!
Und davon gibt es in diesen Schriften sehr viel. Aber Blumenberg macht auch einen Abstecher zu den Comics, vergleicht Hardcover und Taschenbuchausgaben und philosophiert fröhlich vor sich hin. Denn das tun Philosophen nun einmal.
Nur den sehr ausführlichen Text am Ende habe ich grob überflogen. So tiefgründig muss ich mich nicht über einen Autoren informieren, von dem ich noch nie gehört habe. Jedoch hat Blumenberg schon zuvor dafür gesorgt, dass meine Bibliotheksliste zügig angewachsen ist.

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Niklas_van_Thorns avatar

Rezension zu "Arbeit am Mythos" von Hans Blumenberg

Ein großer Denker und Literat ohne Nobelpreis
Niklas_van_Thornvor 5 Jahren

Der Philosoph Blumenberg war (gerade in unserer oberflächlichen und schnelllebigen Zeit) zu tiefgründig und zu anspruchsvoll in seinen sehr individuellen Ansätzen, um sogleich und überall verstanden zu werden, obwohl er als höchst sprachbegabter und origineller Denker mit dem Wissenshintergrund der gesamteuropäischen Kulturgeschichte immer Wesentliches und Außergewöhnliches zu bieten hatte - so ist ihm der (an sich verdiente) Nobelpreis entgangen. Er war als Redner, Sinn-Sucher, Deuter und Ausleger faszinierend - und immer weit entfernt von Banalität, Worthülsen und vorverdautem Allerwelts-Zeug. Wenn er über Goethe sprach, hatte man zeitweise das Gefühl, dem alten Meister selbst zuzuhören, und auch die Antike wurde unter seinem Zugriff höchst lebendig und zeitlos bedeutungsvoll. Ein skeptischer Aufklärer mit weitem Horizont und feinem Humor - so bleibt er Niklas van Thorn (alias Klaus Nieradzik, einem seiner Schüler in Münster) in bester Erinnerung. Seine Vorlesungen wirkten nicht vorbereitet, sondern erlaubten die Teilnahme an gedanklichen Geburtsprozessen; so entstand nicht der Eindruck, dass hier ein Hochschullehrer trocken über Philosophie referierte, sondern man spürte: Hier arbeitet (wie der Universal-Künstler Michelangelo "im Schweiße seines Angesichts" und auf höchstem Niveau) ein echter Philosoph, über den die Hochschullehrer wohl noch lange reden werden... Gerade für einen früheren Hörer seiner meistens ebenso interessanten wie unkonventionellen Vorlesungen ist es erfreulich, heute - lange nach seinem zu frühen Tode - in sprachlich ausgefeilter Form nachlesen zu können, was sich damals noch in der Gestaltungsphase befand, aber dennoch schon ahnen ließ, dass hier vielleicht wenig Zeitgebundenes ("Aktuelles"), aber gerade darum - in einem kenntnisreichen überzeitlichen Dialog - Wesentliches und Bedeutsames heranreifte, das mehr als viele literarische Ergüsse minder begabter Zeitgenossen verdiente, in Buchform erhalten zu bleiben. Mir, dem Germanisten im Hauptfach, gab er als Literat und Stilist jedenfalls mehr als ein Böll oder Grass, und in der Tiefe und Eindringlichkeit seines Fragens und Formulierens war er eigentlich nur mit Denkern vom Format eines Heidegger, Martin Buber oder Ernst Bloch vergleichbar.

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Rezension zu "Briefwechsel 1971-1978" von Hans Blumenberg

Rezension zu "Briefwechsel 1971-1978" von Hans Blumenberg
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

In der inhaltlichen Aufteilung dieses Buches besteht leider Gottes ein Ungleichgewicht. Die Betitelung "Briefwechsel" lässt den Leser auf eine ausführliche Korrespondenz zwischen zwei großen Denkern des 20. Jahrhunderts hoffen. Der etwa 300 Seiten "schmale" Band enthält aber nur wenige Seiten eines eigentlichen Briefwechsels, während im Rest eine Auswahl größtenteils bereits publizierter Texte abgedruckt ist, die den dennoch recht großen Einfluss des Briefwechsels, besonders auf Seiten Blumenbergs, auf die weiteren Werke der beiden Denker illustriert.
Nach der Lektüre der Briefe kommt es zu unzähligen Redundanzen, da bestimmte Argumente fast wörtlich in die ausgewählten Materialien eingegangen sind. Dennoch sollte man dem Band und so auch der Vorgehensweise der Herausgeber etwas Positives abgewinnen können. Hier wird dokumentarisch und minutiös das seltsame Gespräch zwischen zwei grundverschiedenen Zugängen zur Wissenschaft dargestellt. Besonders in den unterschiedlichen Materialien, die die in den Briefen besprochenen Themen in alle Richtungen immerwieder drehen und wenden, stechen die Nuancierungen in der Perspektive und in der Betonung ins Auge, die dem jeweiligen Umstand der Publikationen gegenüber variieren.

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