Hans Blumenberg Arbeit am Mythos

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Inhaltsangabe zu „Arbeit am Mythos“ von Hans Blumenberg

Hans Blumenberg gehört fraglos zu den großen, solitären Gestalten in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. In einzigartiger Weise hat er es verstanden, Philosophiegeschichte mit anthropologischen und anderen philosophischen Fragestellungen zu verbinden und Querverbindungen zur Literatur, aber auch zu ganz alltäglichen, scheinbar nebensächlichen Ereignissen und Erfahrungen zu knüpfen. Blumenbergs Bücher vermitteln eine Leseerfahrung, "für die es innerhalb der Philosophie keine Parallele gibt", wie Henning Ritter in seinem Nachruf auf Blumenberg schrieb. Dies gilt auch für Arbeit am Mythos, das nun erstmals in einer Taschenbuchausgabe vorliegt und in dem sich Blumenberg mit philologischer Präzision und der Kunst des genialen Exegeten der Arbeit des Philosophen am Mythos widmet. Ein Klassiker. §Hans Blumenberg (1920 1996) war Professor für Philosophie an der Universität Münster. Sein Werk erscheint im Suhrkamp Verlag.

empfohlen im Fach "Deutsch" von Nicole Kalteis

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  • Ein großer Denker und Literat ohne Nobelpreis

    Arbeit am Mythos
    Niklas_van_Thorn

    Niklas_van_Thorn

    02. November 2013 um 12:39

    Der Philosoph Blumenberg war (gerade in unserer oberflächlichen und schnelllebigen Zeit) zu tiefgründig und zu anspruchsvoll in seinen sehr individuellen Ansätzen, um sogleich und überall verstanden zu werden, obwohl er als höchst sprachbegabter und origineller Denker mit dem Wissenshintergrund der gesamteuropäischen Kulturgeschichte immer Wesentliches und Außergewöhnliches zu bieten hatte - so ist ihm der (an sich verdiente) Nobelpreis entgangen. Er war als Redner, Sinn-Sucher, Deuter und Ausleger faszinierend - und immer weit entfernt von Banalität, Worthülsen und vorverdautem Allerwelts-Zeug. Wenn er über Goethe sprach, hatte man zeitweise das Gefühl, dem alten Meister selbst zuzuhören, und auch die Antike wurde unter seinem Zugriff höchst lebendig und zeitlos bedeutungsvoll. Ein skeptischer Aufklärer mit weitem Horizont und feinem Humor - so bleibt er Niklas van Thorn (alias Klaus Nieradzik, einem seiner Schüler in Münster) in bester Erinnerung. Seine Vorlesungen wirkten nicht vorbereitet, sondern erlaubten die Teilnahme an gedanklichen Geburtsprozessen; so entstand nicht der Eindruck, dass hier ein Hochschullehrer trocken über Philosophie referierte, sondern man spürte: Hier arbeitet (wie der Universal-Künstler Michelangelo "im Schweiße seines Angesichts" und auf höchstem Niveau) ein echter Philosoph, über den die Hochschullehrer wohl noch lange reden werden... Gerade für einen früheren Hörer seiner meistens ebenso interessanten wie unkonventionellen Vorlesungen ist es erfreulich, heute - lange nach seinem zu frühen Tode - in sprachlich ausgefeilter Form nachlesen zu können, was sich damals noch in der Gestaltungsphase befand, aber dennoch schon ahnen ließ, dass hier vielleicht wenig Zeitgebundenes ("Aktuelles"), aber gerade darum - in einem kenntnisreichen überzeitlichen Dialog - Wesentliches und Bedeutsames heranreifte, das mehr als viele literarische Ergüsse minder begabter Zeitgenossen verdiente, in Buchform erhalten zu bleiben. Mir, dem Germanisten im Hauptfach, gab er als Literat und Stilist jedenfalls mehr als ein Böll oder Grass, und in der Tiefe und Eindringlichkeit seines Fragens und Formulierens war er eigentlich nur mit Denkern vom Format eines Heidegger, Martin Buber oder Ernst Bloch vergleichbar.

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