Hans Boeters

 3 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Krieg und Liebe.

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Krieg und Liebe

Krieg und Liebe

 (5)
Erschienen am 22.02.2018

Neue Rezensionen zu Hans Boeters

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Krieg und Liebe" von Hans Boeters

Einblick in das Leben eines Getriebenen
Bellis-Perennisvor 6 Monaten

Der Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898 – 1970) ist uns allen durch seinen Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues!“ bekannt.

Sein Leben ist der Mehrheit der Leser vermutlich nicht so geläufig. Geboren als Erich Paul Remark in Osnabrück, erleidet er die Kindheit eines typischen „Sandwich-Kindes“: Sein älterer Bruder krank, die jüngere Schwester das Nesthäkchen. So wird er wenig beachtet und „läuft nebenher mit“.

Er wird im Ersten Weltkrieg schwer verwundet und verarbeitet seine und die Erlebnisse anderer Soldaten in seinem Roman (1929). Damit wird er schnell berühmt und für die damaligen Verhältnisse wohlhabend.

 

Hier setzt dann Hans Boeters biografischer Roman an. Remarque sonnt sich im Ruhm und ist dennoch ein Getriebener. An den Erfolg seines ersten Romans kann er nicht anschließen. So verlegt er sich – so scheint es – auf zahlreiche Liebschaften und Eroberungen. Die Liste seiner Geliebten liest sich wie das Who ist Who der Schickeria der Zwischenkriegszeit. Glücklich wirkt er nicht, wie aus den abfälligen Bemerkungen zu erkennen ist.

Mit der Machtergreifung Hitlers ist es vorbei mit seinem Status: Seine Bücher und Schriften landen am Scheiterhaufen, die Filme werden verboten. Er selbst kann dem Regime über Umwege entkommen und trifft im New Yorker Exil seine Ex-Freundinnen wie Greta Garbo und Marlen Dietrich wieder.

 

Meine Meinung:

 

Autor Hans Boeters ist im Brotberuf Patentanwalt und ist gewöhnt sachlich, nüchterne Texte abzufassen. Das merkt man hier deutlich. Den Dialogen, die Remarque mit seinen jeweiligen Frauen führt, sind für mich nicht ganz so gut gelungen. Ich fände es besser, das Buch als Biografie aufzuarbeiten. Recherchiert hat Boeters ja ausgiebig. So ist hier ein Werk entstanden, das für einen Roman zu nüchtern und für eine Biografie zu viel Interpretation enthält. Nicht Fisch, nicht Fleisch.

Gut hat mir gefallen, dass Briefe Remarques an seine Geliebten abgedruckt sind. Auch die Zeittafel ist gut gelungen, hilft sie doch, sich im bewegten Leben des Schriftstellers zurecht zu finden.

 

Es scheint, als hätte Erich Maria Remarque doch noch sein Lebensglück gefunden. Die Tänzerin Jutta Zambona heiratet er gleich zweimal. Seine letzte Ehefrau ist Paulette Goddard, die vorher mit Charlie Chaplin verheiratet war.

 

Fazit:

 

Ein biografischer Roman, in dem man vielen bekannten Namen begegnet, dessen Schreibstil allerdings nicht romanhaft ist. Daher diesmal nur 3 Sterne.


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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Krieg und Liebe" von Hans Boeters

"Da quält sich einer ab, sich zu beweisen"
R_Mantheyvor 7 Monaten

Sieht man sich das Cover dieses Buches an, dann könnte man glauben, es handelt sich um ein Sachbuch, das Erich Maria Remarques Beziehungen zum weiblichen Geschlecht beleuchten möchte. Doch tatsächlich handelt es sich um einen Roman, jedenfalls wenn man dem Klappentext glaubt. Was dabei Dichtung und Wahrheit ist, kann man folglich nicht wirklich unterscheiden.

Mich hat es Mühe und mehrere Anläufe gekostet, dieses Werk endlich bis zum Ende durchzulesen. Nur wenn man die am Ende des Buches auffindbare Tabelle mit Remarques Lebenslauf und den dazugehörigen Damen stets parat hat, ist man überhaupt in der Lage der reichlich sprunghaften Handlung zu folgen. Wirklich abgeschreckt hat mich jedoch der gestelzte Stil des Autors, der alles noch unrunder erscheinen lässt.

Und schließlich bleibt noch die Frage, was ein Leser aus dieser Darstellung eigentlich entnehmen soll. Erich Paul Remark macht aus diesem Namen Erich Maria Remarque. Das sagt schon viel. Remarque war ein Lebemann, der mit seinem Klassiker "Im Westen nichts Neues" für damalige Verhältnisse sehr reich wurde. Wenn man über seine schriftstellerischen Qualitäten auch geteilter Meinung sein kann, dieses Buch schildert wie kaum ein anderes den ersten Weltkrieg und den endlosen Stellungskampf in Frankreich. Das spielt bei Hans Boeters jedoch kaum eine Rolle. Remarques Frauengeschichten mögen interessant für Voyeure sein – so sind sie nämlich hier ausgestaltet -, doch wirklich erleuchtend sind sie nicht. Was also soll das Ganze?

In Erinnerung bleiben wird Remarque allein durch seinen Erfolgsroman. Mit welchen Frauen er im Bett war, wie lange und warum, ist eine völlig andere Geschichte. Es mag ja sein, dass solche tatsächlich völlig nebensächlichen Angelegenheiten andere Menschen in Wallung bringen, jedoch kaum, wenn sie Generationen zurückliegen und man sich heute nur noch vage, wenn überhaupt, an die Darsteller dieser Aufführung erinnern wird. Hätte der Autor seine "Recherchen" schön bebildert als nachvollziehbares Sachbuch auf den Markt gebracht, dann wäre dies vielleicht ein Beitrag zur Biografie von Remarque gewesen. Das hätte allerdings mit Sicherheit ein wenig mehr Mühe gemacht, weil man dabei weniger mit der eigenen Phantasie arbeiten muss und mehr mit den vorhandenen Quellen. Aus meiner Sicht ist dieser vorgebliche Roman einfach nur schlecht.

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Flatters avatar

Rezension zu "Krieg und Liebe" von Hans Boeters

Einblicke
Flattervor 8 Monaten

Zum Inhalt: Klappentext

Mit "Im Westen nichts Neues" schrieb Erich Maria Remarque einen der berühmtesten und erfolgreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Fernab der Literatur war er ein Trinker und Liebhaber der Frauen: die Tänzerin Ilse Jutta Zambona heiratete er gleich zweimal; zu seinen Affären zählten Marlene Dietrich, die "göttliche" Greta Garbo und die Zarennichte Natasha Paley; zuletzt Paulette Goddard, die er an der Seite von Charlie Chaplin kennenlernte und mit der er eine befreiend glückliche Zeit verbrachte. Ein faszinierendes literarisches Porträt des Schriftstellers - und eine außergewöhnliche Würdigung hundert Jahre nach dem Ende des von Remarque so eindringlich beschriebenen Weltkriegs.


Meine Meinung:

Der Schriftsteller Erich Maria Remarque führte ein sehr bewegtes und turbulentes Leben. In diesem Buch hier, eine Romanbiografie, wird aufgrund verschiedener, zahlreicher Quellen versucht, es zu rekonstruieren. Erich Maria Remarque hatte eine nicht allzu leichte Kindheit und suchte Zuflucht in der Literatur. Bereits in jungen Jahren gelang ihm sein größter Erfolg, nämlich "Im Westen nichts Neues". In diesem Werk hier liegt aber das Augenmerk auf Remarques Beziehung zu den Frauen. Viele Affären, auch bekannte Namen darunter (sei es Marlene Dietrich oder Greta Garbo), kreuzen seinen Weg. Er hat teils sehr abwertende Ansichten auf der Suche nach der Liebe. Er mußte im ersten Weltkrieg an die Front und wurde verwundet. Nazis verbrannten seine Bücher und verboten seine Filme, so dass er sich einen anderen Lebensmittelpunkt suchen mußte. Der Autor dieses Werkes hat einen ziemlich sachlichen Schreibstil, der mich teils beim Lesen anstrengte. Er ist etwas trocken und wenig mitreißend. Das passt nicht so wirklich zu diesem doch sehr polarisierendem Menschen Remarque. Dessen Lebenslauf sehr interessant ist und eine gewisse Faszination ausübt.


Cover:

Gut ausgewähltes Cover, das gleich ins Auge fällt und neugierig auf die Geschichte macht, die sich dahinter verbirgt.


Fazit:

Ein Lebemann und Frauenliebhaber, der rastlos durch das Leben zog und letztendlich doch noch angekommen ist.

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