Krieg und Liebe

von Hans Boeters 
3,0 Sterne bei5 Bewertungen
Krieg und Liebe
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Eine Romanbiografie, die vom Thema her interessant ist, aber erzählerisch nicht überzeugt hat.

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Ein interessanter Lebenslauf, in dem man vielen bekannten Namen begegnet. Der Schreibstil bremste hier leider mein Lesevergnügen.

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Inhaltsangabe zu "Krieg und Liebe"

Das außergewöhnliche Porträt eines Jahrhundertschriftstellers

Mit »Im Westen nichts Neues« schrieb Erich Maria Remarque einen der berühmtesten und erfolgreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Fernab der Literatur war er ein Trinker und Liebhaber der Frauen: die Tänzerin Ilse Jutta Zambona heiratete er gleich zweimal; zu seinen Affären zählten Marlene Dietrich, die »göttliche« Greta Garbo und die Zarennichte Natasha Paley; zuletzt Paulette Goddard, die er an der Seite von Charlie Chaplin kennenlernte und mit der er eine befreiend glückliche Zeit verbrachte.
Ein faszinierendes literarisches Porträt des Schriftstellers – und eine außergewöhnliche Würdigung hundert Jahre nach dem Ende des von Remarque so eindringlich beschriebenen Ersten Weltkriegs.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783710900327
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:Benevento
Erscheinungsdatum:22.02.2018

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Romanbiografie, die vom Thema her interessant ist, aber erzählerisch nicht überzeugt hat.
    Einblick in das Leben eines Getriebenen

    Der Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898 – 1970) ist uns allen durch seinen Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues!“ bekannt.

    Sein Leben ist der Mehrheit der Leser vermutlich nicht so geläufig. Geboren als Erich Paul Remark in Osnabrück, erleidet er die Kindheit eines typischen „Sandwich-Kindes“: Sein älterer Bruder krank, die jüngere Schwester das Nesthäkchen. So wird er wenig beachtet und „läuft nebenher mit“.

    Er wird im Ersten Weltkrieg schwer verwundet und verarbeitet seine und die Erlebnisse anderer Soldaten in seinem Roman (1929). Damit wird er schnell berühmt und für die damaligen Verhältnisse wohlhabend.

     

    Hier setzt dann Hans Boeters biografischer Roman an. Remarque sonnt sich im Ruhm und ist dennoch ein Getriebener. An den Erfolg seines ersten Romans kann er nicht anschließen. So verlegt er sich – so scheint es – auf zahlreiche Liebschaften und Eroberungen. Die Liste seiner Geliebten liest sich wie das Who ist Who der Schickeria der Zwischenkriegszeit. Glücklich wirkt er nicht, wie aus den abfälligen Bemerkungen zu erkennen ist.

    Mit der Machtergreifung Hitlers ist es vorbei mit seinem Status: Seine Bücher und Schriften landen am Scheiterhaufen, die Filme werden verboten. Er selbst kann dem Regime über Umwege entkommen und trifft im New Yorker Exil seine Ex-Freundinnen wie Greta Garbo und Marlen Dietrich wieder.

     

    Meine Meinung:

     

    Autor Hans Boeters ist im Brotberuf Patentanwalt und ist gewöhnt sachlich, nüchterne Texte abzufassen. Das merkt man hier deutlich. Den Dialogen, die Remarque mit seinen jeweiligen Frauen führt, sind für mich nicht ganz so gut gelungen. Ich fände es besser, das Buch als Biografie aufzuarbeiten. Recherchiert hat Boeters ja ausgiebig. So ist hier ein Werk entstanden, das für einen Roman zu nüchtern und für eine Biografie zu viel Interpretation enthält. Nicht Fisch, nicht Fleisch.

    Gut hat mir gefallen, dass Briefe Remarques an seine Geliebten abgedruckt sind. Auch die Zeittafel ist gut gelungen, hilft sie doch, sich im bewegten Leben des Schriftstellers zurecht zu finden.

     

    Es scheint, als hätte Erich Maria Remarque doch noch sein Lebensglück gefunden. Die Tänzerin Jutta Zambona heiratet er gleich zweimal. Seine letzte Ehefrau ist Paulette Goddard, die vorher mit Charlie Chaplin verheiratet war.

     

    Fazit:

     

    Ein biografischer Roman, in dem man vielen bekannten Namen begegnet, dessen Schreibstil allerdings nicht romanhaft ist. Daher diesmal nur 3 Sterne.


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    R_Mantheyvor 5 Monaten
    "Da quält sich einer ab, sich zu beweisen"

    Sieht man sich das Cover dieses Buches an, dann könnte man glauben, es handelt sich um ein Sachbuch, das Erich Maria Remarques Beziehungen zum weiblichen Geschlecht beleuchten möchte. Doch tatsächlich handelt es sich um einen Roman, jedenfalls wenn man dem Klappentext glaubt. Was dabei Dichtung und Wahrheit ist, kann man folglich nicht wirklich unterscheiden.

    Mich hat es Mühe und mehrere Anläufe gekostet, dieses Werk endlich bis zum Ende durchzulesen. Nur wenn man die am Ende des Buches auffindbare Tabelle mit Remarques Lebenslauf und den dazugehörigen Damen stets parat hat, ist man überhaupt in der Lage der reichlich sprunghaften Handlung zu folgen. Wirklich abgeschreckt hat mich jedoch der gestelzte Stil des Autors, der alles noch unrunder erscheinen lässt.

    Und schließlich bleibt noch die Frage, was ein Leser aus dieser Darstellung eigentlich entnehmen soll. Erich Paul Remark macht aus diesem Namen Erich Maria Remarque. Das sagt schon viel. Remarque war ein Lebemann, der mit seinem Klassiker "Im Westen nichts Neues" für damalige Verhältnisse sehr reich wurde. Wenn man über seine schriftstellerischen Qualitäten auch geteilter Meinung sein kann, dieses Buch schildert wie kaum ein anderes den ersten Weltkrieg und den endlosen Stellungskampf in Frankreich. Das spielt bei Hans Boeters jedoch kaum eine Rolle. Remarques Frauengeschichten mögen interessant für Voyeure sein – so sind sie nämlich hier ausgestaltet -, doch wirklich erleuchtend sind sie nicht. Was also soll das Ganze?

    In Erinnerung bleiben wird Remarque allein durch seinen Erfolgsroman. Mit welchen Frauen er im Bett war, wie lange und warum, ist eine völlig andere Geschichte. Es mag ja sein, dass solche tatsächlich völlig nebensächlichen Angelegenheiten andere Menschen in Wallung bringen, jedoch kaum, wenn sie Generationen zurückliegen und man sich heute nur noch vage, wenn überhaupt, an die Darsteller dieser Aufführung erinnern wird. Hätte der Autor seine "Recherchen" schön bebildert als nachvollziehbares Sachbuch auf den Markt gebracht, dann wäre dies vielleicht ein Beitrag zur Biografie von Remarque gewesen. Das hätte allerdings mit Sicherheit ein wenig mehr Mühe gemacht, weil man dabei weniger mit der eigenen Phantasie arbeiten muss und mehr mit den vorhandenen Quellen. Aus meiner Sicht ist dieser vorgebliche Roman einfach nur schlecht.

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    Flattervor 6 Monaten
    Einblicke

    Zum Inhalt: Klappentext

    Mit "Im Westen nichts Neues" schrieb Erich Maria Remarque einen der berühmtesten und erfolgreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Fernab der Literatur war er ein Trinker und Liebhaber der Frauen: die Tänzerin Ilse Jutta Zambona heiratete er gleich zweimal; zu seinen Affären zählten Marlene Dietrich, die "göttliche" Greta Garbo und die Zarennichte Natasha Paley; zuletzt Paulette Goddard, die er an der Seite von Charlie Chaplin kennenlernte und mit der er eine befreiend glückliche Zeit verbrachte. Ein faszinierendes literarisches Porträt des Schriftstellers - und eine außergewöhnliche Würdigung hundert Jahre nach dem Ende des von Remarque so eindringlich beschriebenen Weltkriegs.


    Meine Meinung:

    Der Schriftsteller Erich Maria Remarque führte ein sehr bewegtes und turbulentes Leben. In diesem Buch hier, eine Romanbiografie, wird aufgrund verschiedener, zahlreicher Quellen versucht, es zu rekonstruieren. Erich Maria Remarque hatte eine nicht allzu leichte Kindheit und suchte Zuflucht in der Literatur. Bereits in jungen Jahren gelang ihm sein größter Erfolg, nämlich "Im Westen nichts Neues". In diesem Werk hier liegt aber das Augenmerk auf Remarques Beziehung zu den Frauen. Viele Affären, auch bekannte Namen darunter (sei es Marlene Dietrich oder Greta Garbo), kreuzen seinen Weg. Er hat teils sehr abwertende Ansichten auf der Suche nach der Liebe. Er mußte im ersten Weltkrieg an die Front und wurde verwundet. Nazis verbrannten seine Bücher und verboten seine Filme, so dass er sich einen anderen Lebensmittelpunkt suchen mußte. Der Autor dieses Werkes hat einen ziemlich sachlichen Schreibstil, der mich teils beim Lesen anstrengte. Er ist etwas trocken und wenig mitreißend. Das passt nicht so wirklich zu diesem doch sehr polarisierendem Menschen Remarque. Dessen Lebenslauf sehr interessant ist und eine gewisse Faszination ausübt.


    Cover:

    Gut ausgewähltes Cover, das gleich ins Auge fällt und neugierig auf die Geschichte macht, die sich dahinter verbirgt.


    Fazit:

    Ein Lebemann und Frauenliebhaber, der rastlos durch das Leben zog und letztendlich doch noch angekommen ist.

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    Sikals avatar
    Sikalvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein interessanter Lebenslauf, in dem man vielen bekannten Namen begegnet. Der Schreibstil bremste hier leider mein Lesevergnügen.
    Einblicke in ein Leben


     

    Der Schriftsteller Erich Maria Remarque (1898 – 1970) hatte ein bewegtes Leben. Diese Romanbiografie versucht dieses aufgrund zahlreicher Quellen zu rekonstruieren. Unter seinem ursprünglichen Namen Erich Paul Remark wurde er als zweites von drei Kindern geboren, wobei er als typisches Sandwichkind nicht die allermeiste Zuneigung seiner Mutter erhielt – der ältere Bruder krank, die jüngere Schwester niedlich, da hatte Erich bereits so gut wie verloren. Doch er suchte Zuflucht in der Literatur und hatte bereits in jungen Jahren seinen größten Erfolg zu verzeichnen (Im Westen nichts Neues).

     

    Der Fokus des Romans von Hans Boeters liegt auf Remarque und seiner Beziehung zu Frauen, oftmals war er ein Getriebener, der sich in unzählige Affären stürzte. Durchaus bekannte Namen zieren diese Eroberungen, als Liebhaber der Frauen verbrachte er zwar glückliche Stunden, doch oftmals merkt man auch seine oberflächliche Gemütshaltung und seine abwertenden Ansichten. Auf der ewigen Suche nach Liebe trifft er unter anderen auf Greta Garbo oder auch Marlene Dietrich.

     

    Im ersten Weltkrieg musste er an die Front, wurde auch verwundet. In der Zwischenkriegszeit konnte er seinem Status als Lebemann und Frauenverschwörer gerecht werden. Als die Nazis Remarques Bücher verbrannten, seine Filme verboten wurden, musste er sich einen anderen Lebensmittelpunkt suchen. Über Umwege landete er schließlich in New York, wo er wieder auf Dietrich & Co traf.

     

    Besonders eindrucksvoll finde die von Remarque verfassten Briefe, die in dem Buch teilweise abgedruckt wurden. Schön auch, dass er anscheinend auf seiner ewigen Suche nach Liebe letztendlich doch noch fündig wurde.

     

    Der Autor Hans Boeters, Patentanwalt aus München publizierte mehrere Arbeiten über naturwissenschaftliche Themen, bevor er sich nach langen Recherchen an diesen Roman wagte. Der Schreibstil ist ziemlich sachlich, nüchtern, trotz der oftmals leidenschaftlichen Dialoge, die Remarque mit seinen Begleiterinnen führte. Hier hätte ich mir doch mehr Empathie gewünscht. Die am Schluss angehängte Zeittafel finde ich sehr gut gelungen, hier kann man zusammenfassend noch einmal die Stationen seines Lebens Revue passieren lassen.

     

    Ein interessanter Lebenslauf, in dem man vielen bekannten Namen begegnet. Der Schreibstil bremste hier leider mein Lesevergnügen und so wurden mir manche Szenen zur Qual.

    Kommentare: 1
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    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 6 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“


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    1. Du meldest dich hier im Thread an und erstellst einen Sammelbeitrag. Dieser kann von dir jederzeit verändert bzw. aktualisiert werden.
    2. Die Challenge dauert von 1.1.2018 bis 31.12.2018. Du kannst jederzeit einsteigen.
    3. Schreibe zu jedem Buch eine Rezension und ordne diese dem jeweiligen Bereich zu. Verlinke bitte deine Rezension in deinem Sammelbeitrag, nur so kann am Ende des Jahres ermittelt werden, ob du die Challenge geschafft hast.

    Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren.


    Es ist egal, ob du Sachbücher oder Ratgeber liest. Diese können in diversen Formaten (Hörbuch, E-book, Print) vorgestellt werden. Wichtig ist, dass das jeweilige Buch vom Verlag bzw. Lovelybooks als Sachbuch/Ratgeber/Biographie geführt wird.


    Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn!


    Und das kannst du gewinnen:

    Natürlich ein Buchpaket von LovelyBooks – dieses wird unter allen Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern verlost, die das Ziel der Challenge geschafft haben.


    In eigener Sache: Ich wünsche mir eine Challenge, in der wir respektvoll miteinander umgehen, in der wir die Meinung der anderen akzeptieren (wenn wir sie auch nicht immer teilen werden) und in der wir auch bei hitzigen Diskussionen immer wieder zu einem Konsens finden – „Meinungsfreiheit“ soll hier selbstverständlich sein.


    Ich freue mich, wenn du dabei bist.


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