Hans Ch Blumenberg Um sie weht der Hauch des Todes

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Inhaltsangabe zu „Um sie weht der Hauch des Todes“ von Hans Ch Blumenberg

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  • Rezension zu "Um sie weht der Hauch des Todes" von Hans Ch Blumenberg

    Um sie weht der Hauch des Todes
    Asmodi

    Asmodi

    18. May 2011 um 14:03

    Was ist nur dran an diesem Genre, dem lediglich ein paar hundert Werke angehören, die sich inhaltlich überdies sehr ähneln, und das trotzdem Scharen von Cineasten, Kritikern und Filmfreaks über Jahrzehnte reizt, sich mit ihm auseinanderzusetzen? Die Hardcorefans sterben einfach nicht aus, bis heute wird munter analysiert, reflektiert, geschwärmt und geschwelgt. Klar, grundsätzlich waren die Western all’italia viel actiongeladener als ihre US-Pendants. Auch war die Atmosphäre eine andere, nicht zuletzt wegen der Musik, die pointiert als narratives Element genutzt wurde. Aber reicht dies als Begründung aus? Etliche mehr oder minder bekannte Filmessayisten versuchen in ihren mehr oder minder interessanten Textbeiträgen zu diesem (Sach-)Buch, Erklärungen für die geheimnisvolle Ausstrahlungswirkung des Italowesterns zu liefern. Da geht es um die musikalische Funktion von Geräuschen, das ausgelassene schlürfende Vertilgen von Bohnen und was dahintersteckt, die Rolle und Bedeutung der Frau in dieser harten Männerwelt, die politisch motivierte Thematisierung gesellschaftlicher Missstände und einiges mehr. Natürlich dürfen Abhandlungen über Stilikonen wie „El Cigarillo“ Clint Eastwood, Bud Spencer und Terence Hill nicht fehlen, Regiekoryphäe Sergio Corbucci wird mit einem Nachruf gewürdigt, Franco „Django“ Nero kommt in einem Interview zu Wort. Es ist viel Scharfsinniges, Erhellendes dabei. Allerdings muss man sich als Leser durch manche Passage ackern, in der man es mit wissenschaftlicher Intellektuellensprache übertrieb. Aber Dozieren gehört bei einem Kritikerbuch wohl dazu. Die „Altvorderen“ Hans-Christoph Blumenberg, Wolfgang Luley und Georg Seeßlen kommen in ihren Analysen zu nachdenkenswerten Schlüssen. Carsten Tritt liefert einen ziemlich fetzigen Zeitrafferartikel ab, dazu begeistert Trash-Experte Christan Keßler wie gewohnt mit Detailwissen und Fabulierkunst. Neben den Essays gibt es ausgiebig Fotomaterial (schwarzweiß) und ein fundiertes Filmverzeichnis. Insgesamt ist dieses Buch, das in einer zweiten erweiterten Auflage vorliegt, für Genrefans ein lohnender Fundus. Hier noch eine Liste der im Buch vertretenen Autoren: Hans- Christoph Blumenberg, Georg Seeßlen, Hans Schifferle, Oliver Baumgarten, Brigitte Desalm, Lars Henrik Gass, Christan Keßler, Franco Nero, Wolfgang Luley, Daniel Kothenschulte, Nikolaj Nikitin, Drehli Robnik, Carsten Tritt, Anatol Weber

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