Hans Dieter Stöver

 3.9 Sterne bei 88 Bewertungen
Autor von Quintus geht nach Rom, Quintus in Gefahr und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans Dieter Stöver

»Das Wissen um unsere Wurzeln in der Antike schwindet, nicht nur an den Schulen. Darum sehe ich meine Aufgabe auch darin, Brücken zu schlagen vom Damals zum Heute, vom Heute zum Damals. Wir sind nun einmal die Erben Roms.« Der 1937 geborene Hans Dieter Stöver hat sich diesem Erbe verschrieben. Schon in jungen Jahren weckt die Mutter sein Interesse für die Antike: In der unmittelbaren Nachkriegszeit, auf langen Fußmärschen zu Tauschgeschäften in der nächstgelegenen Stadt erzählt sie ihrem Sohn aus historischen Romanen, die sie selbst gerade liest. Der Grundstein ist gelegt: Während seiner Schulzeit faszinieren Stöver die ›Griechischen und römischen Heldenleben‹ von Plutarch und Filme wie ›Ben Hur‹ oder ›Quo vadis?‹. Die Liebe zu den antiken Stoffen beeinflusst Stöver schließlich auch in der Wahl seiner Studienfächer: Zuerst studiert er Pädagogik in Bonn, danach Alte Geschichte, Altertumskunde, Neuere Geschichte und Kunstgeschichte in Köln. Nach dem Studium arbeitet er von 1964 bis 1994 als Lehrer. Außerdem verfasst er für den WDR Hörspiele und Features zu kulturgeschichtlichen Themen. Diese pädagogischen und journalistischen Erfahrungen tragen viel zum Erfolg seiner Bücher bei, die bezeichnenderweise immer wieder mit dem Begriff des Edutainment in Zusammenhang gebracht werden. Über 30 Titel sind seit 1976 erschienen: Sachbücher, Jugend- und Kriminalromane – allesamt angesiedelt in der römischen Welt. Seinen durchschlagenden Erfolg als Autor verdankt Stöver maßgeblich der Quintus-Trilogie, einer Romanfolge, die den jugendlichen Leser – anhand der turbulenten Karriere des jungen, bibliophilen Quintus – direkt in das Rom der Caesar-Ära führt. Nicht weniger lebendig erscheint diese Epoche, wenn Stöver sie in Sachbuch-Form darstellt: ›Drei Tage in Rom. Land- und Stadtleben zur Zeit Caesars‹ (dtv junior 79512) ist eine fakten- und anekdotenreiche, liebevoll illustrierte Alltagsgeschichte. Überhaupt sind es meistens die individuellen Schicksale, die Stöver zur Vermittlung historischer Zusammenhänge heranzieht. So stellt er z.B. in seinem Roman ›Das römische Weltwunder‹ (dtv junior 70385) den Bau des Kolosseums nicht nur aus fachkundiger Sicht eines römischen Bauunternehmers dar, sondern auch aus der seiner Tochter, die vor allem eines fürchtet: dass ihrem heimlichen Geliebten, dem Gladiator Verus, bei den Eröffnungsspielen etwas zustoßen könnte. Und in der Piratengeschichte ›Die letzte Fahrt der Triton‹ gerät der Leser an der Seite der Protagonisten direkt zwischen die Fronten des Spartakusaufstandes. Es sind vor allem die Begebenheiten des täglichen Lebens, in denen Stöver die vielfältigen Verbindungen zwischen damals und heute entdeckt: »Die Bewohner des römischen Riesenreiches hatten ähnliche Probleme zu meistern wie die Großstädter von heute: Überbevölkerung ... Müllbeseitigung, Pfusch am Bau, Mietwucher, schleichende Inflation des Geldwertes (...)« So bieten sich dem Leser – quer durch die Jahrtausende – erstaunliche Identifikationsmöglichkeiten. Heute lebt Hans Dieter Stöver in Rheinbach bei Köln, direkt an der römischen Wasserleitung. Seitdem er nicht mehr als Lehrer tätig ist, bleibt ihm mehr Zeit zum Schreiben ... und zum Komponieren, seiner zweiten großen Leidenschaft. Auch hier lässt ihn die Antike nicht los: So vertonte er kürzlich die ›Odyssee‹ an seinem Syntheziser. Stöver ist übrigens überzeugt, dass sein Hang zur Musik einen starken Einfluss auf sein Schreiben hat, dass sich sein Gefühl für musikalische Strukturen erzählerisch in der Komposition dramatischer Situationen und dem Rhythmus der Sprache widerspiegelt.Dass ihm irgendwann der antike Stoff ausgehen könnte, fürchtet er nicht: »Die Geschichte Roms ist kein monolithischer Block, sondern ein vielschichtig sich entwickelndes Gebilde, in stetem Wandel begriffen. Es gibt Brüche, wie heute, und innerhalb eines Jahrzehnts kann sich die Welt mehr verändern als zu anderen Zeiten in Jahrhunderten.«

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Quintus geht nach Rom" von Hans Dieter Stöver

Lehrreiches Abenteuer in Rom
Taluzivor 4 Jahren

Quintus muss mit seiner Familie vom Land in die Stadt ziehen, weil sein Vater den Hof verkaufen muss. In der Stadt bewohnen sie eine kleine, aber feine Wohnung. Nun muss jeder in der Familie zu sehen, dass er Arbeit findet, damit sie sich die Wohnung überhaupt leisten können.

Quintus kann lesen und schreiben, daher findet er Arbeit in einem Buchladen. Schnell hat er auch Freunde gefunden. Eines Tages kommen sie auf die Spur, dass „die Weißen“ eine Bande in Rom in kriminelle Machenschaften verstrickt sind. Und nicht nur das, sondern „die Weißen“ bedrohen Quintus und seinen neuen Freunde. Einer von ihnen wird sogar zusammen geschlagen. Die Lage spitzt sich zu als Quintus herausfindet, dass sein Vorarbeiter im Buchladen mit den Kriminellen unter einer Decke steckt.

„Quintus geht nach Rom“ ist der erste Band der 3 Bücher um Quintus und seiner Familie. Sie spielt zur Zeit von Julius Cäsar und wie der Titel schon sagt in Rom. Der Leser erfährt viel über die Lebensumstände im damaligen Rom, über römische Sagen und lernt auch etwas Latein. Diese viele Wissensvermittlung hält die Spannung leider recht niedrig. Erst am Ende des Buches spitzen sich die Geschehnisse zu und es wird kurz spannend. 

Allerdings ist der Schwerpunkt im Abschluss der Geschichte wieder die Wissensvermittlung, nämlich das Leben der Menschen im Stadthaus. Wer also sein Latein- und Geschichtswissen aufbauen will, ist mit diesem Buch auf dem richtigen Weg. Am Ende der Geschichte gibt es im Anhang noch Erklärungen zu römischen Begriffen plus ihre Bedeutung und die Namen römischer Personen oder Bauwerke werden erläutert.

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Rezension zu "Quintus setzt sich durch" von Hans Dieter Stöver

Rezension zu "Quintus setzt sich durch" von Hans Dieter Stöver
mabuerelevor 9 Jahren

Es handelt sich um den dritten Teil über die Erlebnisse des 16-jährigrn jungen Quintus.
Der Buchhändler Pollius Valerianus sucht einen bestimmten Papyrus. Doch in Rom ist er nicht zu bekommen. Deshalb schickt er Quintus nach Athen. Er erhält noch einen zweiten Auftrag, die Anfertigung eines Reisetagebuches. Sein Freund Aulus begleitet ihn, da er in Athen seine Ausbildung vervollkommnen soll. Doch Quintus` Reise geht noch weiter…
Der Roman erzählt ein Stück Geschichte. Es ist die Zeit von der ersten Niederlage Cäsars gegen Pompeius bis zur Ankunft Cäsar in Alexandria und dem Brand der Stadt. Die historischen Städte und Plätze, so Athen und Alexandria, werden exakt beschrieben. Als Leser konnte ich mir ein Bild von der Bibliothek in Alexandria machen und die Verzweiflung nachvollziehen, die Quintus beim Brand dieser Bibliothek erlebt hat. Damals sind unersetzliche Schätze der Menschheit in Flammen aufgegangen. Der Ablauf der Geschichte ist sehr genau recherchiert und detailgetreu dargelegt. Mir hat das Buch deshalb gefallen. Doch es ist als Kinder- und Jugendbuch ab 12 Jahre gedacht. Für diese Lesergruppe fehlt mir ein Stück spannende Handlung. Dass die Spannung allein in den historischen Abläufen und der Beschreibung des damaligen Bibliothekswesens und Buchhandels liegt, akzeptiert man als geschichtsinteressierter Leser. Wer Action sucht, ist bei dem Buch falsch.

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Rezension zu "Quintus in Gefahr" von Hans Dieter Stöver

Rezension zu "Quintus in Gefahr" von Hans Dieter Stöver
mabuerelevor 9 Jahren

Quintus, noch 15 Jahre alt, lebt in Rom. Er wohnt abwechselnd bei seinem Freund Aulus und seiner Schwester. Quintus arbeitet im Buchladen des Pollius Valerianus. Als dieser verreist, übergibt er Quintus die Verantwortung für den Laden. Die Zeiten sind unruhig. Caesar hat soeben den Rubikon überschritten. Am Abend kehrt Quintus zu seinem Freund zurück. Vor der Haustür warten zwei Männer auf ihn…
Quintus` Geschichte ist eingebettet in die Auseinandersetzungen um die Herrschaft über Rom. Dabei wird ausführlich auf den Stand der Wissenschaften in jener Zeit eingegangen. Wie Selenus Quintus erklärt, dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne bewegt, ist sehr gut dargestellt. Den Beweis lässt er Quintus selbst finden. Wissenschaft und Aberglaube wird gegenübergestellt. Auch die politischen Verhältnisse in Rom werden überzeugend dargeboten.
Gut gemachter historischer Roman für Kinder ab 12 Jahre, die sich für Geschichte interessieren und nicht in erster Linie ein handlungsreiches Buch erwarten.

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Hans Dieter Stöver wurde am 13. Dezember 1937 in Wissen an der Sieg (Deutschland) geboren.

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