Hans Dieter Zimmermann

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Lebenslauf von Hans Dieter Zimmermann

Hans Dieter Zimmermann: 1975–1987 Professor für neuere deutsche Literatur an der Goethe-Universität in Frankfurt, ab 1987 an der TU Berlin, Geschäftsführender Herausgeber der Tschechischen Bibliothek in deutscher Sprache in 33 Bänden, einem Projekt der Robert-Bosch-Stiftung, Herausgeber der Werke des deutsch-tschechischen Schriftstellers und Diplomaten Jiří Gruša in elf Bänden und zusammen mit Hans-Gerd Koch Herausgeber einer zwölfbändigen Auswahl der Werke Max Brods. Zimmermann publizierte eine Biographie Heinrich von Kleists und eine Theodor Fontanes. Er schrieb ein Buch über die Brüder Martin und Fritz Heidegger und eine Zusammenfassung seiner Ergebnisse zu Franz Kafka: Kafka für Fortgeschrittene. Er ist Vorsitzender der Hans-Werner-Richter-Stiftung Bansin und der Peter-Huchel-Gedenkstätte in Wilhelmshorst bei Potsdam. Von Präsident Václav Havel erhielt er den Tomáš-Garrigue-Masaryk-Orden.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Ein Rückblick auf 80 Jahre (ISBN: 9783990294765)

Ein Rückblick auf 80 Jahre

Erscheint am 31.10.2021 als Hardcover bei Wieser Verlag.

Alle Bücher von Hans Dieter Zimmermann

Cover des Buches Martin und Fritz Heidegger (ISBN: 9783406528811)

Martin und Fritz Heidegger

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Erschienen am 04.04.2005
Cover des Buches Kafka für Fortgeschrittene (ISBN: 9783406510830)

Kafka für Fortgeschrittene

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Erschienen am 18.03.2004
Cover des Buches Wir Außenseiter (ISBN: 9783890863610)

Wir Außenseiter

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Erschienen am 20.03.2017
Cover des Buches Ein Rückblick auf 80 Jahre (ISBN: 9783990294765)

Ein Rückblick auf 80 Jahre

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Erscheint am 31.10.2021
Cover des Buches Urschwejk (ISBN: 9783990294529)

Urschwejk

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Erschienen am 30.03.2021
Cover des Buches Der Prager Kreis (ISBN: 9783835317956)

Der Prager Kreis

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Erschienen am 04.04.2016
Cover des Buches Theodor Fontane (ISBN: 9783406734373)

Theodor Fontane

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Erschienen am 25.01.2019

Neue Rezensionen zu Hans Dieter Zimmermann

Cover des Buches Martin und Fritz Heidegger (ISBN: 9783406528811)Aliknechts avatar

Rezension zu "Martin und Fritz Heidegger" von Hans Dieter Zimmermann

Das Original und sein Bruder
Aliknechtvor 4 Jahren

In dem kleinen badischen Provinzstädtchen Meßkirch, das an der Ablach und hart an der Grenze zum Hohenzollerischen liegt, wuchsen die beiden Brüder Martin und Fritz Heidegger auf. Die Stadt liegt im Schatten eines Schlosses, das sich früher im Besitz der Grafen von Zimmern befand, und der großen Stadtkirche St. Martin. Dort war der Vater Mesmer und die beiden verrichteten ab frühester Jugend als Mesmerbuben Glockendienste an den sieben Glocken, die mit ihren unterschiedlichen Klängen den katholischen Tages- und Jahresablauf markierten. 

Die begabten Brüder wurden mit Stipendien nach Konstanz aufs Gymnasium und ins dortige Konradihaus geschickt. Martin Heidegger stieg  zu einem weltbekannten Professor der Philosophie auf, während Fritz am Konstanzer Gymnasium scheiterte und nach verschiedenen Zwischenstationen bei der Volksbank in Meßkirch über Jahrzehnte Geld verwaltete. Fritz entwickelte sich zu einem in der Stadt und ihrer Umgebung weithin bekannten Original und Fasnachtsredner und stand örtlich in hohem Ansehen, während man den geistigen Höhenflügen des Philosophen nur teilweise zu folgen vermochte. 

Die beiden Brüder verstanden sich über das ganze Leben hinweg aufs beste und unterstützten sich gegenseitig. Fritz fertigte auf seiner Schreibmaschine in jahrelanger Arbeit Kopien von Kisten voller handschriftlicher Manuskripte Martins an, die dieser niemand im Freiburger Institut anvertrauen wollte. Sie kamen auf diese Weise zu einer engen Zusammenarbeit über philosophische Themen und Fritz war gegen Ende des 2. Weltkriegs behilflich, eine große Zahl von Unterlagen in der nahen Burg Wildenstein, hoch über dem Kloster Beuron an der Donau, zu verbergen und sicher einzulagern. 

Der Autor Hans Dieter Zimmermann konnte  auf eine Vielzahl von Photos, Briefen und anderen schriftlichen Unterlagen und auf detaillierte Information von dem katholischen Priester Heinrich Heidegger, dem Sohn von Fritz, zurückgreifen. Das Buch beschreibt den Nachhall der schmerzhaften Spaltung in Katholiken und Alt-Katholiken, die in Baden recht stark waren, und berichtet über die Zeit des 1. Weltkriegs, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus, dem Fritz reserviert gegenüberstand, während Martin sich davon hat anfangs begeistern lassen. Andere Persönlichkeiten wie der ebenfalls aus Meßkirch stammende ehemalige Konstanzer Stadtpfarrer und Freiburger Erzbischof Conrad Gröber und Hanna Arendt, die bei Heidegger in Marburg studierte und seine Geliebte war, werden auch gestreift. Ein schönes,  gut recherchiertes und informatives Buch. 

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