Hans Dominik

 3,4 Sterne bei 84 Bewertungen
Autor von Die Macht der Drei, Der Brand der Cheopspyramide und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Als Sohn des Verlegers und Journalisten Friedrich Wilhelm Emil Dominik und dessen Frau, geb. Mügge am 15.11.1872 in Zwickau geboren. Als Ingenieur und Autor zahlreicher Zukunftsromane hat er sich einen Namen gemacht. Seit 1890 in Berlin-Moabit , machte er dort 1893 sein Abitur. 6 monatige Ausbildung als preußischer Maschinenbaueleve. Später Studium zum Maschinenbauingenieur ( Spezialgebiet Eisenbahntechnik) an der TH Berlin. Zwischen 1895/1897 Amerikaaufenthalte. Nach Rückkehr 1897 Musterung, jedoch wegen Kurzsichtigkeit wehruntauglich, Verschiedene Tätigkeiten u.a. bei Siemens & Halske AG und seit 30. September 1901 selbständiger Schriftsteller für verschiedene Tages - und Wochenzeitungen. Erst seit ca. 1924 kann er seinen Lebensunterhalt von den Einnahmen als Romanautor bestreiten. Dominik stirbt am 9.12.1945 in Berlin und wurde auf dem Städtischen Friedhof Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 30, Steglitz-Zehlendorf in einem Ehrengrab beigesetzt. .

Neue Bücher

Cover des Buches Der Brand der Cheopspyramide (ISBN: 9783565218639)

Der Brand der Cheopspyramide

Neu erschienen am 01.02.2026 als Taschenbuch bei epubli.

Alle Bücher von Hans Dominik

Cover des Buches Die Macht der Drei (ISBN: 9783739227573)

Die Macht der Drei

(8)
Erschienen am 15.01.2016
Cover des Buches Die Macht der Drei (ISBN: 9783954187072)

Die Macht der Drei

(5)
Erschienen am 14.07.2025
Cover des Buches Der Befehl aus dem Dunkel (ISBN: B001JCE03G)

Der Befehl aus dem Dunkel

(5)
Erschienen am 01.01.1995
Cover des Buches Der Wettflug der Nationen (ISBN: B0031N3QZE)

Der Wettflug der Nationen

(3)
Erschienen am 01.01.1998
Cover des Buches Land aus Feuer und Wasser (ISBN: 9782322076208)

Land aus Feuer und Wasser

(3)
Erschienen am 25.04.2016
Cover des Buches Ein Stern fiel vom Himmel (ISBN: 9785728973591)

Ein Stern fiel vom Himmel

(2)
Erschienen am 01.01.1934
Cover des Buches Die Spur des Dschingis-Khan (ISBN: 9783954187430)

Die Spur des Dschingis-Khan

(1)
Erschienen am 14.07.2025
Cover des Buches Land aus Feuer und Wasser (ISBN: 9783384488770)

Land aus Feuer und Wasser

(1)
Erschienen am 09.01.2025

Neue Rezensionen zu Hans Dominik

Cover des Buches Der Wettflug der Nationen (ISBN: B0031N3QZE)
Hanns_Steffen_Rentschlers avatar

Rezension zu "Der Wettflug der Nationen" von Hans Dominik

Hanns_Steffen_Rentschler
Wenn Technik Glaube ersetzt und Nationalstolz die Handlung schreibt

Habe das Buch zweimal gelesen einmal mit 12 und nochmal mit 62 was ein Unterschied. Ich versuch es mal so neutral wie möglich.

Hans Dominik erzählt von einer Zukunft, in der die Welt nicht durch Kriege, sondern durch ein globales Flugrennen erschüttert wird –

und das ist, für seine Verhältnisse, fast schon pazifistisch.

Ein gigantischer Wettkampf: Alle Nationen entwickeln Superflugzeuge.

Der Himmel wird zum Schlachtfeld der Ingenieure, das Gewinnen zur Frage nationaler Ehre –

und der Leser wird Zeuge eines hochgerüsteten Fortschrittsmärchens mit Reißbrett-Charakteren und Stahlromantik.

Der Held?

Typisch Dominik: fleißig, pflichtbewusst, deutsch.

Die Gegner?

Frankreich: charmant, aber technikmüde.

England: überlegen, aber arrogant.

USA: wild, reich und oberflächlich.

Und Russland… nun ja, Russland bleibt wie immer bedrohlich und rückständig.

Die Handlung ist simpel, die Ideen ambitioniert, der Stil … sagen wir: effizient.

Wer hier nach psychologischer Tiefe oder ironischer Brechung sucht, darf gern draußen weiterfliegen.

Aber wer das Genre in seiner historischen Reinheit studieren will – zwischen Stahl, Strom und Stolz – der findet hier das literarische Äquivalent zur Reichsflugschau.

Fazit:

Ein Roman wie ein Motor aus der Weimarer Republik: laut, zielgerichtet, nicht ohne Tendenz –

aber auch faszinierend als das, was er ist:

Ein Spiegel nationaler Sehnsucht nach technischer Größe, verpackt in eine Geschichte, die an Geschwindigkeit mehr glaubt als an Charaktere.

Wenn Charaktere durch Nationen ersetzt werden, erzählt das mehr über die Zeit als über die Figuren – und so peinlich es mir ist: Wegen Hans Dominik habe ich mal Maschinenbau studiert. Sag einer Bücher - auch solche- könnten nichts bewirken.


Cover des Buches Hans Dominik: Atomgewicht 500 (ISBN: B00CJUFRBG)
Buchgespensts avatar

Rezension zu "Hans Dominik: Atomgewicht 500" von Hans Dominik

Buchgespenst
Wettlauf ums Patent

Bei der Herstellung eines neuen Elementes mit hohem Atomgewicht, das als neue Energiequelle viel Geld verspricht,  wetteifern zwei große amerikanische Industriekonzerne miteinander. Werkspionage, Sabotage und das riesige Ego von Geschäftsführern wie Wissenschaftlern machen die Forschungsarbeit zu einem wahren Krimi. Nicht zuletzt ist das Experimentieren mit Atomgewichten nicht ungefährlich. Die Hoffnung, die United Chemical in die Anwerbung des deutschen Doktors Wandel scheint sich zerschlagen zu haben, doch kaum haben sie ihn kalt gestellt, wird er von der Dupont Company abgeworben. Prompt stellt sich die Frage, welches der beiden Unternehmen den größeren Fehler gemacht hat.

Man sollte meinen, dass ein Science-Fiction-Roman, der seinen Fokus auf Science legt und ohne Aliens und Weltrettungssetting auskommt, langweilig ist, doch weit gefehlt. Die Industriespionage ist hochspannend beschrieben und die Forschung zum instabilen Atomgewicht hält den Leser in Atem, von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Wissenschaftskrimi, ein Spionageroman und doch pure Science Fiction, die heute noch genauso gut zu lesen ist wie zum Veröffentlichungsdatum in den 1930ern. Als Leser muss man von der wissenschaftlichen Seite nichts verstehen, um der Geschichte folgen zu können, immer wieder geht es auch darum, dass schon die Charaktere selbst kaum in der Lage sind zu verstehen, was sie da tun – was dem Ganzen den bitter-spannenden Reiz einer drohenden Katastrophe gibt.

Ich mag die Science Fiction-Romane von Hans Dominik und auch wenn „Atomgewicht 500“ vergleichsweise ruhig und unspektakulär erscheint, eher die Ausstrahlung eines Spionageromans hat als die der Science Fiction, hat es mich doch begeistert. Wer mal Science Fiction mit dem Schwerpunkt Science lesen möchte findet hier ein großartiges Lesevergnügen.

Cover des Buches Das Erbe der Uraniden (ISBN: 9783453133730)

Rezension zu "Das Erbe der Uraniden" von Hans Dominik

Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein Klassiker, aber nicht der Geschichte wegen

Science-Fiction-Klassiker haben stets einen besonderen Reiz. Die Vorstellung, die Autoren aus aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert von unserer heutigen Welt hatten, ist oft amüsant, manchmal völlig überzogen, aber meistens durchaus interessant. Vielfach sind es Schriftsteller mit wissenschaftlichem Hintergrund, die den technischen Fortschritt ihrer Zeit weiter spinnen und dabei häufig ziemlich genau ins Schwarze treffen. Daher greife ich mit einer gewissen Regelmäßigkeit zu solchen Klassikern - bin aber nach dem Lesen leider ebenso regelmäßig enttäuscht. So auch im Falle des vorliegenden Buches von Hans Dominik.

Der Autor - Nachfolger von Jules Verne?

Der 1872 in Zwickau geborene Dominik gehört im weitesten Sinne wie viele andere zur erwähnten Autorengruppe der wissenschaftlich fundiert arbeitenden Schriftsteller. Sein Interesse an technischen Zusammenhängen hatte zunächst ein Maschinenbaustudium zur Folge, das er aber zugunsten eine Stelle als Elektroingenieur abbrach. Während dieser Zeit verfasste er bereits seine ersten Abhandlungen und arbeitete danach für verschiedenen Zeitungen. 1907 erschien seine erste utopische Erzählung und von 1912 bis 1919 schrieb er regelmäßig, aber erfolglos, Romane. Erst der 1922 erschienene Roman "Die Macht der Drei" verhalf ihm zum Durchbruch. Inzwischen wird Hans Dominik in Science-Fiction-Kreisen oft als Nachfolger von Jules Verne bezeichnet.

Die Geschichte - Verwirrend und langatmig

Den Plot von "Das Erbe der Uraniden" wiederzugeben ist nicht so einfach, wie es scheinen mag. Folgt man der Inhaltsangabe auf dem Buchrücken geht es um einen Wettlauf zweier genialer Wissenschaftler, die beide als erste die Venus erreichen möchten. Tatsächlich ist dies jedoch nur ein Teil der Geschichte. Viel mehr Raum nehmen die Vorgeschichte, diverse Charakterzeichnungen der Hauptakteure und schließlich auch einige unerklärliche Geschehnisse auf der Erde ein. Da ist ein seltsames, scheinbar unlöschbares Feuer, das sich unaufhaltsam durch die Gesteinsschichten einer Insel frisst und den Wissenschaftlern Rätsel aufgibt. Da ist der geheimnisvolle Gorm, ein Mann dessen Identität niemand so recht kennt, dem man aber die Schuld für das Inselfeuer gibt. Da sind die Signale einer außerirdischen Spezies, den Uraniden, die auf der Venus stranden und dort der Umwelt zum Opfer fallen. Und da ist der skrupellose Wissenschaftler Canning, der mit allen Mitteln versucht, als erster auf die Venus zu gelangen, um sich die Technologie dieser Außerirdischen zu sichern. Dabei macht er auch vor Diebstahl und Mord nicht Halt.

Neben diesen Handlungssträngen muss der Leser noch einige weitere kleinere Plots zu einem Gesamtwerk zusammenfügen, was zunächst recht anstrengend ist. Nicht nur der altertümliche Schreibstil sorgt dafür, dass die aufmerksame Verfolgung der anfänglich sehr verwirrenden Handlung schnell ermüdend wird. Auch die Geschehnisse selbst verhindern lange ein schlüssiges Bild. Ein halbes Buch lang fragt man sich, was das Ganze mit der Inhaltsangabe auf der Rückseite zu tun haben soll. Dann gewährt einem der Autor endlich so nach und nach Einblick in die Zusammenhänge. Welche Rolle Canning, Gorm und vor allem die Uraniden spielen wird einem erst sehr spät klar. Doch dann werden viele das Buch bereits zur Seite gelegt haben. Zu verworren sind die einzelnen Szenen, zu theatralisch die Dialoge und Aktionen der Personen, zu wenig zielführend die Rahmenhandlung. Sicher könnte man das Buch insgesamt als utopischen Spiegel der damaligen Gesellschaft sehen, doch unterhaltsam im Sinne von "leichte Kost" ist das nicht. Statt dessen fühlt man sich in einen Stummfilm von Fritz Lang versetzt, in dem erst das ausdrucksschwangere Spiel der Akteure und die ebenso tiefgründigen wie vielschichtigen Kulissen die einzelnen Szenen zu einem sinnvollen Ganzen zusammenführen. Nur dass es dem Roman "Das Erbe der Uraniden" am künstlerischen Anspruch eines Fritz Lang fehlt. So quält sich der Leser auf der Suche nach Unterhaltung durch viele komplizierte Personen, Orte und Begenbenheiten nur um schließlich Zeuge eines fast schon berechenbaren Endes zu werden.

Fazit

Für mich war "Das Erbe der Uraniden" wieder einmal ein recht unerquicklicher Roman. Die altmodische Sprache, stummfilmgleiches Agieren der Personen und eine über weite Strecken verwirrende Handlung sorgten dafür, dass ich beim Lesen nur quälend langsam voran kam. Selbst die erhofften Erkenntnisse über die technologischen Visionen der damaligen Zeit gingen im allgemeinen Durcheinander der ziellosen Handlung unter. Über die Hälfte des Buches fragte ich mich, wann Dominik denn endlich mal zum Punkt kommt und als es dann soweit war, hatte er jegliche Chance auf Unterhaltung bereits vertan. Möglicherweise ist der Roman aus historischer Sicht herausragend, doch sicherlich ist es nicht Hans Dominiks bestes Buch. Da hat "Die Macht der Drei" eindeutig mehr zu bieten. Wem ich dieses Buch empfehlen kann? Außer Wissenschaftlern, die sich mit der Geschichte der Science-Ficition befassen, fällt mir kein Leserkreis ein. Sicher, das ist sehr subjektiv betrachtet, aber für mich muss eine Geschichte dieses Genres zumindest einige Eigenschaften aufweisen, die da heißen: unterhaltsam, intelligent, actionreich, interessant, visionär, ergreifend, lustig. "Das Erbe der Uraniden" hat leider keines dieser Attribute in sonderlich ausgeprägter Form und fällt daher bei mir in vollem Umfang durch.

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Zusätzliche Informationen

Hans Dominik wurde am 15. November 1872 in Zwickau (Deutschland) geboren.

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