Perfekt geeignet, um in Weihnachtsstimmung zu kommen! Es lässt sich gut an einem Nachmittag weglesen. Vier kleine Geschichten von Hans Fallada, die einen zum Teil zurück in die Kindheit bringen :)
Hans Fallada

Lebenslauf
Alle Bücher von Hans Fallada
Jeder stirbt für sich allein
Kleiner Mann – was nun?
Der Trinker
Wer einmal aus dem Blechnapf frißt
Ein Mann will nach oben
Der Alpdruck
Der eiserne Gustav
Wolf unter Wölfen
Neue Rezensionen zu Hans Fallada
Man spürt beim Lesen, wie nah dran der Autor am Geschehen ist. Er schreibt von den Bereichen, in denen er sich auskennt. Einfühlsam, authentisch und fesselnd. Der Titel - der ja nicht der Favorit von Hans Fallada war - sagt natürlich ein Stück weit das Ende vorher, aber man wünscht während der Lektüre sehnlichst, es würde Willi anders ergehen. Überzeugende Kritik an einer Gesellschaft, die einem einmal Gestrauchelten keine wirkliche Chance einräumt.
Zum Schatten werden…
Der Trinker ist Erwin Sommer, so wurde er im Buch genannt.
Er ist eine schwache Person, die immer andere Menschen für eigene Taten schuldig macht.
Nicht ohne sich bewusst zu sein, zerstört der Trinker sich selbst durch seine Handlung.
Es fehlt ihm an Selbstwert und Selbstbewusst. Sein niedriges Selbstwertgefühl demotiviert ihn stark im Leben. Seine Frau ist ihm ein Dorn im Auge. Sie ist ihm eine Erinnerung an seine Schwächen. Er kann sie deswegen nicht wahrnehmen und kann sie auch nicht wahrhaft lieben. Er lässt seinen Frust an sie aus.
Durch einen starken Alkoholkonsum versucht er der Realität und seiner Unzufriedenheit zu entfliehen. Er macht sich klein, obwohl er im Gegenteil groß angesehen werden will.
Zwecklos scheint sein Leben zu sein. Sein einziges Ziel ist es, Alkohol zu trinken und den betrunkenen Zustand zu genießen. Er wird ganz schnell von dem Autor entmenschlicht. Er wird nicht nur als Trinker im Buch dargestellt, sondern auch als Lügner, Verräter der Familie, Betrüger, Räuber und Verbrecher. Niemand hält ihn mehr für einen guten Burger oder Mitmenschen. Es ist dem Leser sehr schwer mit ihm Mitleid zu fühlen.
Er handelt respektlos zu sich selbst, zu seiner Frau, sowie zu anderen Menschen und dadurch überschreitet er alle denkbaren Grenzen.
Es ist kein Wunder, dass er auch schnell im Gefängnis und später in einer Heilanstalt landet. Dort lernt er aber kleine Dinge zu schätzen. Dinge, die ihm früher wertlos waren. Ein Stückchen Brot, ein Stückchen Seife, ein bisschen Tabak. Plötzlich spielen in seinem Leben alle diese Sachen eine andere Rolle, sie werden überlebenswichtig. Auf einer Stelle werden sie 'primitiven Dinge des Lebens’ im Buch genannt, worüber man mit anderen Insassen ‘ein vernünftiges Wort reden konnte’.
Dort lernte er auch Menschen kennen, mit denen er früher nie etwas zu tun hatte. Kriminelle, Diebe, psychich oder seelisch kranke Menschen. Er merkt, wie das System solche Menschen behandelt und mit solchen Menschen umgeht, alle leiden unter Hunger. In einer solchen Anstalt werden die Menschen, die Insassen sehr knapp mit allem versorgt, es betrifft Essen, Kleidung und andere wichtige Dinge des Lebens. Der Grund dafür, merkt Erwin Sommer, ist die überall herrschende Korruption.
Obwohl Herr Sommer nicht ein positiver Charakter dieser Geschichte ist, hat man aber keine starke Abneigung gegen ihn, zumindest ging es mir so.
Er scheint eine sehr emotionale Figur zu sein. Er weiss aber auch nicht oft, wie er nachhaltig und ohne sich selbst zu schaden mit seinen Emotionen umgehen kann. Jeder starke emotionale Schock oder außerordentliche Ereignis kann er kaum beheben oder unter Kontrolle bringen. Er versucht, solche Ereignisse und Schocks mit alkoholischem Rausch zu überwinden.
Statt diese Erlebnisse in einer gesunden Art zu erarbeiten, will er seine Gefühle mit Alkohol betäuben. Diese Art der Handlung zerstört ihn als Mensch, nimmt ihm seinen Willen weg und schadet ihm nur mehr und mehr, sodass am Ende aus einem Mensch nur ein willenloser Schatten bleibt
Gespräche aus der Community
Im Februar lesen wir zusammen "Kleiner Mann, was nun?" von Hans Fallada.
Der Roman erschien in der Zeit der seit 1929 anhaltenden Weltwirtschaftskrise, die ihren Ausgang beim Zusammenbruch der amerikanischen Börse am 24. Oktober 1929 nahm. Die Krise brachte weltweit Elend und Armut mit sich und sorgte vielfach für einen rapiden Anstieg der Arbeitslosigkeit. Fallada schildert das Schicksal eines „kleinen Mannes“ und seiner Frau in Deutschland während der Zeit der Weimarer Republik. (Quelle: Wikipedia)
Zu beachten ist hierbei, dass es davon verschiedene Ausgaben gibt. Ich habe mich hier bei der Einteilung der Leseabschnitte an der 2016 erschienenen ungekürzten Originalfassung orientiert. Falls es irgendwie Probleme geben sollte mit der alten Fassung, dass vielleicht Kapitelüberschriften fehlen/anders lauten, bitte melden.
Die Leserunde beginnt am 1. Februar und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!
Die Leserunde beginnt am 10.2.2016.
Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen.
!!! Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost !!!
Für den Oktober haben wir uns „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada vorgenommen.
Klappentext:
„Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindringliche Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avancierte rund 60 Jahre nach ihrer Entstehung zum überragenden Publikumserfolg in Deutschland und der Welt. Millionen Leser sind berührt von der Geschichte des Ehepaars Quangel, das nach dem Kriegstod des Sohnes einen ganz privaten Weg findet, sich gegen das unmenschliche Regime zur Wehr zu setzten und so die eigene Seele zu retten.
Der Sensationsbestseller – in mehr als 30 Sprachen übersetzt
Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin diesen Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. – Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman endlich in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.“
Die Leserunde beginnt am 10. Februar und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ lesen will.:-)
Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben geben kann.
Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.
Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!
• Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt.
• Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!
Zur Einteilung der Leseabschnitte
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Meine Ausgabe ist in 4 Teile und 73 Kapitel gegliedert und danach habe ich die Leserunde eingeteilt:
1. Leseabschnitt: Teil 1/Kapitel 1 - 11
2. Leseabschnitt: Teil 1/Kapitel 12 - 19
3. Leseabschnitt: Teil 2/Kapitel 20 - 27
4. Leseabschnitt: Teil 2/Kapitel 28 - 33
5. Leseabschnitt: Teil 3/Kapitel 34 - 44
6. Leseabschnitt: Teil 3/Kapitel 45 - 51
7. Leseabschnitt: Teil 4/Kapitel 52 - 63
8. Leseabschnitt: Teil 4/Kapitel 64 - Ende
April 1945: Der Krieg ist vorbei, doch nachts verfolgen den Schriftsteller Dr. Doll Träume vom Bombentrichter, der ihn nicht freigibt. Er will etwas tun gegen den Alpdruck der Mitschuld, doch er kann es niemandem recht machen als Bürgermeister einer Kleinstadt, eingesetzt von der Roten Armee. Er stiehlt sich fort und flüchtet in den Drogenrausch. Im Chaos des zerbombten, nur auf dem Schwarzmarkt funktionierenden Berlin, entgleitet ihm seine junge, morphiumsüchtige Frau, und er hat um zwei Leben zu kämpfen, als er zaghaft beginnt, wieder an eine Zukunft zu glauben. Niemand hat die Monate des Zusammenbruchs 1945/46 so eindringlich geschildert wie Hans Fallada. Dieses Buch über die verworrene Zeit zwischen Krieg und Frieden, in der mecklenburgischen Provinz und ganz besonders in der für ihre historische Schuld abgestraften Stadt Berlin, ist in seiner dennoch menschlich warmen und zugleich lebensnahen Schilderung ein echter Fallada. Erst nachdem sich Fallada den »Alpdruck«, die Geschichte des erkennbar eng aus seinem eigenen Erleben geschöpften Protagonisten Dr. Doll, von der Seele geschrieben hatte, konnte er sich der Arbeit an »Jeder stirbt für sich allein« stellen.
Das sagt die Presse zum Roman:
»Der ›Alpdruck‹ ist Symbol für das, was sich in Deutschland nach der Kapitulation abspielte.« Der Tagesspiegel
»Ein Stück verdichtete Zeitgeschichte – fesselnd und lebendig geschrieben.« Berliner Zeitung
»Ein höchst ehrliches Buch, ein menschliches Dokument.« Frankfurter Neue Presse
»Meisterhaft sind die letzten Monate des Kriegserlebnisses geschildert.« Zwiebelfisch
Hier findet Ihr eine Leseprobe.
Zum Autor: RUDOLF DITZEN alias HANS FALLADA wurde 1893 in Greifswald als Sohn eines hohen Justizbeamten geboren. Mit dem vielfach übersetzten Roman »Kleiner Mann – was nun?« (1932) wurde er weltbekannt. In der Zeit des Nationalsozialismus lebte Fallada als »unerwünschter Autor« zurückgezogen in Mecklenburg. 1945 übersiedelte er nach Berlin, wo er 1947 starb. Sein letzter Roman »Jeder stirbt für sich allein« wurde rund 60 Jahre nach Erscheinen ein internationaler Bestseller.
»Alles in meinem Leben endet in einem Buch.« H.F.
Wer jetzt neugierig geworden ist und gerne mitlesen möchte, kann sich bis einschließlich 29. April für die Leserunde zu Hans Falladas Roman »Der Alpdruck« bewerben. Wir stellen 15 Freiexemplare zur Verfügung. Solltet ihr zu den Mitlesenden zählen, setzen wir eine Teilnahme am Austausch in den Leseabschnitten und eine abschließende Rezension voraus.
Wir sind sehr gespannt auf Eure Bewerbungen und freuen uns auf eine sicherlich ganz besondere Leserunde.
Brit vom Aufbau Verlag
Zusätzliche Informationen
Hans Fallada wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald (Deutschland) geboren.
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