Hans Fallada Drei Jahre kein Mensch

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Inhaltsangabe zu „Drei Jahre kein Mensch“ von Hans Fallada

Diese bisher unveröffentlichten acht Geschichten spielen an unterschiedlichen Orten, handeln zu unterschiedlichen Zeiten und entstanden unter grundverschiedenen Umständen, aber sie haben eines gemeinsam: mehr oder weniger direkt tragen sie autobiographische Züge. Seine Erfahrungen mit der Sucht zum Beispiel hat der Autor keinem anderen Text so offen unterlegt wie dem "Sachlichen Bericht über das Glück, ein Morphinist zu sein". Freilich hat der Ich-Erzähler Hans ein anderes Schicksal, aber so suggestiv kann über die Euphorie des Rausches und das Desaster danach nur jemand schreiben, der harte Drogen kennt und zudem das Erzähltalent eines Hans Fallada besitzt. In der Titelgeschichte verwendet Fallada Vorfälle, die er 1924 im altmodisch geführten Greifswalder Gerichtsgefängnis und wenig später im bürokratisch geleiteten Zentralgefängnis von Neumünster erlebte, im sogenannten humanen Strafvollzug. Die eigenen Kinder, Mücke und Achim, dieser phantasievolle Erfinder der beiden Jü-Jüs, sind die Hauptpersonen zweier poetischer Berichte, die Reminiszenzen an das freie Leben der Familie Ditzen darstellen: andere Geschichten aus der Murkelei. Weiter entfernt vom Biographischen sind dagegen die Fakten der Schülergeschichte, die ein Roman werden sollte, gewidmet "Meiner geliebten unseligen Jugend", oder jene Erzählung eines halbwüchsigen Angeklagten, dessen Sehnsucht, vom Vater angenommem zu werden, an der Wirklichkeit zerbricht. Die Studie des Herausgebers, akribisch recherchiert, folgt den Spuren, die der Nachlaß hinterließ: eine Odyssee, wie von Fallada erfunden.

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