Hans Fallada Jeder stirbt für sich allein

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Inhaltsangabe zu „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

»Das beste Buch, das je über den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus geschrieben wurde.« Primo Levi »Ein literarisches Großereignis.« The New York Times Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindrückliche und berührende Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avanciert rund sechzig Jahre nach der Entstehung zum internationalen Publikumserfolg. Jetzt erscheint erstmals die ungekürzte Fassung nach dem bislang unveröffentlichten Originalmanuskript. Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin im Herbst 1946 in weniger als vier Wochen seinen letzten Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. – Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext. »Der Erfolg von ›Jeder stirbt für sich allein‹ zeigt, dass das Schwarzweißbild der Hitlerjahre endlich einer nuancierten Wahrnehmung weicht.« F. A. Z.

Abgebrochen. Konnte mich absolut nicht einfangen.

— AnMich_09

Ein zeitloses, großartiges Werk, das eindringlich vor Augen führt, wie wichtig es ist, ein anständiger Mensch zu bleiben.

— Bill777

Eine Würdigung des Widerstands des einfachen Mannes. Mit kleinen Schwächen, aber insgesamt auf jeden Fall lesenswert.

— Gulan

Ein Buch das mir sehr nah ging und tief berührte. Ein Buch voller Wucht, ein Mahnmal gegen das Hitlerregime .

— Arietta

Große Literatur, aber sehr traurig!

— StefanSchweizer

Fallada beschreibt das Leben der kleinen Leute während des Nazi-Regimes – Ein absolut großartiges Buch, das man einfach gelesen haben muss!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Nach den ersten 30 Seiten muss ich sagen, dass mir die Sprache und der Erzählstil sehr gefallen!

— Avatarus

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  • Geschichten, die das Leben schreibt

    Jeder stirbt für sich allein

    dominona

    19. February 2017 um 19:40

    Dieser Roman entstand nach einem realen Vorbild und zeichnet das Bild eines Ehepaares im dritten Reich, das eine eigene Art des Widerstandes entwickelt. In einer Mischung aus Krimi und Großstadtroman wird zwischen Perspektiven gewechselt und es wäre nur halb so eindrucksvoll, würde das ganze nicht auf einer wahren Geschichte basieren. Ich habe mitgefiebert und gehofft, auch gelitten und der Umfang des Buches ist durchaus gerechtfertigt.

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  • Widerstand des kleinen Mannes.

    Jeder stirbt für sich allein

    Gulan

    28. January 2017 um 13:17

    Noch immer sah Quangel sie stumm an, als beobachte er den Kampf, den sie in sich kämpfte. Nun wurde sein Blick heller, er nahm die Hände aus dem Sekretär, richtete sich auf und sagte fast lächelnd: „ Aber so leicht sollen die uns nicht kriegen! Wenn die schlau sind, wir können auch schlau sein. Schlau und vorsichtig. Vorsichtig, Anna, immer auf der Hut – je länger wir kämpfen, umso länger werden wir wirken. Es nützt nichts, zu früh zu sterben. Wir wollen leben, es noch erleben, dass die fallen. Wir wollen dann sagen können, wir sind auch dabei gewesen, Anna!“ (S.182-183) Im Sommer 1940 erhalten Otto und Anna Quangel die Nachricht, dass ihr Sohn im Krieg gefallen ist. Das Ehepaar ist tief erschüttert und beginnt seine bislang passive Rolle gegenüber dem Regime aufzugeben. Die Quangels schreiben Postkarten und Briefe mit regimekritischen und zum Widerstand auffordernden Inhalt und legen diese in belebten Treppenhäusern ab. Doch die Gestapo ist ihnen schnell auf der Spur. Der Roman erschien erstmals 1947 und gilt als der erste eines nichtemigrierten Autors, der den Widerstand gegen den Nationalsozialismus thematisierte. Hans Fallada war zum Ende der Weimarer Republik der Durchbruch als Autor gelungen, vor allem mit dem Welterfolg „Kleiner Mann – was nun?“. Im Nationalsozialismus wurde Fallada aber schnell zum unerwünschten Autor. Er emigrierte jedoch nicht, sondern zog sich nach Mecklenburg zurück. Fallada wurde nach dem Krieg von Johannes R. Becher protegiert, dem späteren Kulturminister der DDR. Becher übergab Fallada die Gestapoakten des Ehepaares Hampel, an deren tatsächlichem Fall die Geschichte lose angelehnt ist. Der schwer alkohol- und morphiumabhängige Fallada schrieb den Roman innerhalb von vier Wochen. Die Veröffentlichung erlebte der Autor nicht mehr, er starb am 05.02.1947. Das Originalmanuskript wurde aus politischen Gründen an mehreren Stellen verändert. Der Roman erlangte erst seit etwa zehn Jahren auch eine große internationale Aufmerksamkeit. Im Jahre 2011 veröffentlichte der Aufbau Verlag erstmals den Roman nach dem Originalmanuskript. Die Quangels sind ein stilles, aber vertrautes Ehepaar. Otto Quangel arbeitet als Werkstattleiter in einer Möbelfabrik, Anna ehrenamtlich bei der Frauenschaft. Als die Quangels die Nachricht vom Tode ihres einzigen Sohnes erhalten, wirft Anna ihrem Mann in einem Moment tiefer Trauer und Verbitterung vorwirft: „Aber das habt ihr angerichtet, […] du und dein Führer!“ Otto Quangel ist wie vor den Kopf gestoßen, doch nach langem Nachdenken reift in ihm der Entschluss, dass sie etwas tun müssen. Er überlegt sich, mit kleinen Postkarten seine Meinung gegen die Partei, den Führer und den Krieg zu äußern. Eine vermeintlich kleine Geste, aber in der Hoffnung, dass seine Botschaften sich verbreiten. Obwohl das Schicksal des Ehepaars Quangel im Vordergrund der Geschichte steht, begleitet Fallada eine Reihe weiterer Personen durch die Story und zeichnet so ein Berliner Panorama der Kriegsjahre. Die Jablonskistraße 55, in der die Quangels wohnen, bildet dabei so etwas wie einen Mikrokosmos. Neben den Quangels wohnen dort drei weitere Mietparteien. In der vierten Etage die Jüdin Rosenthal, deren Mann bereits inhaftiert ist und die nun verschiedener Repressalien über sich ergehen lassen muss. In Eder zweiten Etage wohnt der Kammergerichtsrat a.D. Fromm, ein strenger, eigenbrötlerischer Mann, der allerdings noch in preußischen Traditionen von Ehre und Recht verhaftet ist und daher mit den Nationalsozialisten wenig anfangen kann. Ganz unten wohnen die Persickes, der Vater ein heruntergekommener Alkoholiker, der jedoch seine Söhne bei der SS und den jüngsten gar bei einer Eliteschule Napola untergebracht hat. Die Söhne terrorisieren erwartungsgemäß die Nachbarschaft. Im Hinterhaus wohnt der Gauner und Denunziant Barkhausen, der immer wieder den Nazis zuarbeitet und doch immer selbst Gefahr läuft, bei seinen schmutzigen Geschäften unter die Räder zu kommen. Des Weiteren begleiten wir auch das Schicksal von Anna Kluge, der Briefträgerin, die den Quangels die Todesbotschaft überbringt, und ihres Mannes, ein Spieler und Taugenichts. Außerdem von Trudel Baumann, die Freundin von Quangels Sohn Otto, eine junge, optimistische Frau trotz aller Widrigkeiten. Nicht zuletzt hat der Gestapo-Kommissar Escherich breiten Raum in der Geschichte. Escherich ist zwar kein eingefleischter Nazi, aber ein unerbittlicher Kriminalist, der sich den Gegebenheiten angepasst hat und über einen längeren Zeitraum vergeblich nach dem „Klaubautermann“, dem Briefeschreiber, fahndet und dadurch selbst in Schwierigkeiten gerät. Man merkt schon am Personal, dass die Geschichte teilweise sehr breit angelegt ist, manchmal werden die Fäden auch etwas abrupt wieder aufgenommen oder abgebrochen. Die Sprache ist einfach, bei den Dialogen versucht der Autor sowohl den Berliner Dialekt der Unterschicht als auch die technokratische, harte Sprache der Nationalsozialisten abzubilden. Dennoch geraten einige Dialoge ziemlich hölzern und nur bedingt authentisch. Erstaunlich fand ich außerdem, dass Fallada es nur bedingt schafft, bei den Figuren die Oberflächlichkeit zu verlassen. Trotz eines auktorialen Erzählers erfahren wir zu selten etwas über das Innenleben und die Motivation der Figuren. Einige der Handlungen wirken sprunghaft, so etwa auch der Entschluss der Quangels, plötzlich ihr Schneckenhaus zu verlassen und die Postkarten zu schreiben. Er hatte im Jahre 1940 noch immer nicht begriffen, der gute Harteisen, dass jeder Nazi zu jeder Zeit bereit war, jedem Deutschen, der eine von seiner abweichende Meinung hatte, nicht nur alle Lebensfreude, sondern auch das Leben selbst zu nehmen. (S.201) Jetzt habe ich tatsächlich schon einige Kritik geübt, aber jetzt muss ich natürlich auch sagen, warum ich diesen Roman trotzdem lesenswert fand. Absolut beeindruckend und gleichzeitig bedrückend ist die Atmosphäre der Angst, die Fallada in seinem Buch beschreibt. Niemand ist wirklich sicher, ein falsches Wort genügt, manchmal braucht es nicht mal das, um den Argwohn der Gestapo auf sich zu ziehen. Überall lauern Denunzianten. Zwar gibt es gar nicht so viele echte Nazis, doch diese bestimmen den Ton und jeder, auch in vermeintlich sicherer Position, muss auf der Hut sein. Zum anderen ist dieser Roman eine Geschichte über das Gewissen. In einer Stimmung der permanenten Bedrohung entscheiden die Quangels sich dafür, nicht mehr zu schweigen, sondern ihren Kampf gegen das Regime aufzunehmen. Zwar tun sie dies mit bescheidenen Mitteln und das wirklich Tragische ist, dass sie so gut wie niemanden erreichen, aber sie bewahren sich ihre Würde und ein erhobenes Haupt bis zum bitteren Ende. Diese Botschaft ist auch die wahre Stärke des Buches, so dass man dem Autor die oben beschriebenen Mängel verzeiht.

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    • 14
  • Erschütternd, traurig und belehrend

    Jeder stirbt für sich allein

    StefanSchweizer

    03. July 2016 um 12:24

    Hans Falladas letzter Roman "Jeder stirbt für sich allein" ist nun in einer schönen, neu rekonstruierten Auflage im Aufbau Verlag erschienen. Der Roman ist erschütternd, tieftraurig und doch zugleich lehrreich. Er handelt von Tod, Wahnsinn, Sucht und allen erdenklichen menschlichen Niederträchtigkeiten, die während der Nazi-Diktatur begangen wurden.Das Arbeiter-Ehepaar Quangel entschließt sich nach dem Tod ihres Sohnes zum offenen Widerstand gegen das Hitler-Regime. Dazu verfassen sie Postkarten, die offen zum Widerstand aufrufen. Die GESTAPO kommt ihnen nach einiger Zeit auf die Spur und inhaftiert sie. Unfreiwillig reißen sie weitere Personen ins Unglück, bis das Ganze vor dem Volksgerichtshof und dem juristischen Ungeheuer Freisler endet."Jeder stirbt für sich allein" ist keine leichte Kost. Aber die Lektüre ist dennoch in jedem Fall zu empfehlen. Es entsteht ein markerschütterndes Panorama Berlins zur Nazizeit. Wo Wahnsinn, Lug, Trug und Tod an der Tagesordnung sind, bleibt jede Menschlichkeit auf der Strecke. Und dennoch gibt es einzelne Versuche, anständig zu bleiben gegenüber einem System, das alles Menschliche auszurotten sich auf die Fahnen geschrieben hat. Unbedingt lesen! 

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  • Jeder stirbt für sich allein!

    Jeder stirbt für sich allein

    HomersEvil

    06. May 2016 um 02:04

    Anständig bleiben! Sich noch im Spiegel anschauen können! Nicht mitmachen wollen, zumindest nicht mehr! Den Sohn nicht mehr verlieren! Dieser verfluchte Krieg! Dieser verfluchte Führer! Wo bleibt hier die Gerechtigkeit? Diese und ähnliche Gedanken gehen Otto Quangel nicht mehr aus dem Kopf. Er hat gerade die Nachricht erhalten, dass sein Sohn im siegreichen Frankreich-Feldzug gefallen ist. Wir schreiben das Jahr 1940. Seine Frau, Anna Quangel, gibt ihm indirekt die Schuld daran, hat doch "sein Führer" schließlich den Krieg vom Zaun gebrochen. Diese Worte, "sein Führer", schlagen Otto Quangel auf den Magen. Es muss sich etwas ändern. Viel zu lange hat er sich aus allem raus gehalten, wollte nichts sehen, wollte nur seine Ruhe, hat nicht hingehört, tat seinen Dienst, war ein Rädchen, ein Rädchen, dass all dies, dieses tausendjährige Reich ermöglichte! Doch damit soll endgültig Schluss sein! Otto Quangel beschließt zu handeln! Er schreibt eine Karte, ja eine einfache Karte, doch dies Karte soll nur der Anfang sein. Sie soll die Menschen aufrütteln, sie aus der alltäglichen Lethargie befreien, Augen öffnen! Der Inhalt der Karte kann den Kopf kosten, darüber ist sich Otto Quangel im Klaren, und doch platziert er sie im Treppenhaus eines belebten Bürogebäudes. Dieser Karte, den Führer und sein Reich aufs schärfste verunglimpfend und entlarvend, sollen noch viele weitere folgen. Doch natürlich blieben diese defätistischen Aktivitäten nicht unbemerkt. Die Gestapo setzt alles daran, jeden Zweifel an der Unfehlbarkeit ihres Führers im Keim zu ersticken. Koste es was es wolle und wen es wolle! Jeder der sich nur irgendwie verdächtig machte, konnte schon verloren sein. Und so geraten natürlich auch die Quangels in das Visier der Geheimen Staatspolizei. „Was haben Sie sich denn eigentlich auch gedacht, Quangel? Sie, ein einfacher Arbeiter, haben gegen den Führer kämpfen wollen, hinter dem die Partei, die Wehrmacht, die SS, die SA stehen? Gegen den Führer, der schon die halbe Welt besiegt hat und in ein, zwei Jahren unsern letzten Feind besiegt haben wird? Das ist doch lächerlich! Das müssen Sie sich doch von vornherein sagen, dass das schief gehen musste! Das ist wie wenn eine Mücke gegen einen Elefanten kämpfen will. Das verstehe ich nicht, Sie, ein vernünftiger Mann!“ „Nein, das werden Sie nie verstehen. Es ist egal, ob nur einer kämpft, oder zehntausend; wenn der eine merkt, er muss kämpfen, so kämpft er, ob er Mitkämpfer hat oder nicht. Ich habe kämpfen müssen, und ich würde es immer wieder tun. Nur anders, ganz anders.“ Hans Fallada hat mit seinem Roman ein Bild dieser Zeit gezeichnet. Ein Bild so scharf und unglaublich klar, und dabei doch so natürlich, dass es einem fast weh tut, wenn man genau hin sieht und es erlebt. Doch der sich dabei einstellende Schmerz ist wohl nur ein Hinweis darauf, dass das, was sich damals abgespielt hat, auch wieder abspielen kann. Ja sich vielleicht sogar heute, gerade jetzt, in dieser unseren Zeit, wieder abspielt! Ich wünschte damals, in dieser dunklen Zeit hätte es mehr Lichtpunkte wie die, der Quangels gegeben. Ich wünschte mehr Menschen hätten den Mut aufgebracht, einfach anständig zu bleiben! Damals wie heute!

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  • Berliner Widerstand im Dritten Reich

    Jeder stirbt für sich allein

    JoKeplin

    28. April 2016 um 16:59

    Die Quangels verlieren ihren einzigen Sohn im Zweiten Weltkrieg. Das ist der Auftakt für das Paar, auf ihre Art Widerstand zu leisten - fortan schreiben sie Postkarten mit Anti-Hitler-Aufrufen und legen sie über zwei Jahre lang unentdeckt in Geschäftshäusern aus. Parallel lernen wir ua den Kommissar Escherich, welcher mit diesem "Fall Klabautermann" betraut wird, den Kammergerichtsrat Fromm, welcher als Pensionär den Widerstand eher intellektuell ohne emotionale Beteiligung betreibt und die Persickes kennen, eine typische Brut des nationalsozialistischen Systems.Das Buch ist sehr eingängig geschrieben. Es besticht durch die karikiierte Zeichnung der Figuren, ohne sie zu verdammen. Der Kommissar als Teil des Systems handelt willkürlich und erfährt später am eigenen Leibe die Willkür des Systems. Überhaupt handeln die Protagonisten nicht als überzeugte Nationalsozialisten, sondern, um sich ganz egozentrisch persönliche Vorteile zu verschaffen. Der Roman beruht auf der wahren Geschichte des Weddinger Ehepaares Hampel und gerät dadurch zu einem Stück Zeitgeschichte. Der Autor wollte diesen Stoff zunächst nicht annehmen, da er selbst während des Dritten Reichs eher opportunistisch unterwegs war und sich hiermit nicht mit fremden Federn schmücken wollte - das spricht doch für ihn!

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  • Leserunde zu "Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada

    Jeder stirbt für sich allein

    NiWa

    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden. Die Leserunde beginnt am 10.2.2016. Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen. !!! Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost !!! Für den Oktober haben wir uns „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada vorgenommen. Klappentext: „Ein einzigartiges Panorama des Berliner Lebens in der Nazizeit: Hans Falladas eindringliche Darstellung des Widerstands der kleinen Leute avancierte rund 60 Jahre nach ihrer Entstehung zum überragenden Publikumserfolg in Deutschland und der Welt. Millionen Leser sind berührt von der Geschichte des Ehepaars Quangel, das nach dem Kriegstod des Sohnes einen ganz privaten Weg findet, sich gegen das unmenschliche Regime zur Wehr zu setzten und so die eigene Seele zu retten. Der Sensationsbestseller – in mehr als 30 Sprachen übersetzt Ein Berliner Ehepaar wagte einen aussichtslosen Widerstand gegen die Nazis und wurde 1943 hingerichtet. Von ihrem Schicksal erfuhr Hans Fallada aus einer Gestapo-Akte, die ihm durch den Dichter und späteren Kulturminister Johannes R. Becher in die Hände kam. Fieberhaft schrieb Fallada daraufhin diesen Roman nieder und schuf ein Panorama des Lebens der „normalen“ Leute im Berlin der Nazizeit: Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. – Diese Neuausgabe präsentiert Falladas letzten Roman endlich in der ungekürzten Originalfassung und zeigt ihn rauer, intensiver, authentischer. Ergänzt wird der Text durch ein Nachwort, Glossar und Dokumente zum zeithistorischen Kontext.“ Die Leserunde beginnt am 10. Februar und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns Hans Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ lesen will.:-) Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben geben kann. Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung. Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen! • Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit die Leserunde übersichtlich bleibt. • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen! Zur Einteilung der Leseabschnitte ------------------------------------------------ Meine Ausgabe ist in 4 Teile und 73 Kapitel gegliedert und danach habe ich die Leserunde eingeteilt: 1. Leseabschnitt: Teil 1/Kapitel 1 - 11 2. Leseabschnitt: Teil 1/Kapitel 12 - 19 3. Leseabschnitt: Teil 2/Kapitel 20 - 27 4. Leseabschnitt: Teil 2/Kapitel 28 - 33 5. Leseabschnitt: Teil 3/Kapitel 34 - 44 6. Leseabschnitt: Teil 3/Kapitel 45 - 51 7. Leseabschnitt: Teil 4/Kapitel 52 - 63 8. Leseabschnitt: Teil 4/Kapitel 64 - Ende

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    • 176
  • Bedrückendes Portrait Berlins im Jahre 1940

    Jeder stirbt für sich allein

    blauerklaus

    "Nein, das werden Sie nie verstehen. Es ist egal, ob nur einer kämpft oder zehntausend, wenn der eine merkt, er muss kämpfen, so kämpft er, ob er Mitkämpfer hat oder nicht….“ (Seite 501) Der erstmals 1947 erschienene und ab 2002 mit großem, überraschenderweise auch internationalem Erfolg, erstmals ungekürzt veröffentlichte Roman beschreibt das Schicksal des Ehepaars Anna und Otto Quangel, die im Berlin des Jahrs 1940 versuchen durch das anonyme Verteilen regimekritischer Postkarten und Briefe gegen das Naziregime zu opponieren. Der Roman basiert auf dem authentischen Fall des Ehepaars Otto und Elise Hampel, die 1943 in Berlin wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. Im ersten Teil des Buches werden die Quangels und ihre Mitbewohner in der Jablonskistrasse 55 in Berlin eingeführt. Mit dem Haus in der Jablonskistrasse und seinen Bewohnern zeichnet Fallada einen Queerschnitt durch die deutsche Bevölkerung des Jahres 1940: Die ängtliche Jüdin, die sich nicht mehr auf die Straße traut, die parteitreue Nazifamilie, der ruhigen Ex-Richter, der bereits resigniert hat, der Denunzianten und Gelegenheitsdieb und eben das Ehepaar Quangel, die nach dem Tod des einzigen Sohnes die Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit des von Hitler angezettelten Krieges erkennen und beschließen auf ihre Art Widerstand zu leisten. Sie erstellen Postkarten mit regimekritischen Texten und verteilen diese anonym in ganz Berlin. Meistens hinterlegen sie die Postkarten in den Treppenhäusern vielbesuchter Merhfamilienhäuser. Ihr Treiben bleibt nicht lange unbemerkt und der Gestapo-Beamte Escherich wird mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Im weiteren Verlauf des Romans verfolgt der Leser Escherichs Suche nach dem Kartenschreiber und das Schicksal einiger weiterer Figuren. Der letzte Teil widmet sich größtenteils der Beschreibung der Erlebnisse des Ehepaars Quangels nach der Verhaftung und deren absurde Gerichtsverhandlung vor dem Volksgerichtshof. In meinen Augen beschreibt der Roman sehr gut die Stimmung, die im Berlin der 1940er-Jahre herrschte. Misstrauen, Argwohn und Denunziantentum prägten die Gesellschaft in dieser Zeit. „Er hatte im Jahre 1940 noch immer nicht begriffen, der gute Harteisen, dass jeder Nazi zu jeder Zeit bereit war, jedem Deutschen, der eine von seiner abweichende Meinung hatte, nicht nur alle Lebensfreude, sondern auch das Leben selbst zu nehmen.“(Seite 201) Fallada benutzt eine sehr einfache und gut lesbare Sprache, er hat hier wirklich „dem kleinen Mann auf der Straße“ auf den Mund geschaut. Durch den Schreibstil und die an einen Kriminalroman erinnernden Elemente mit dem Kommissar Escherich liest sich der Roman ungeheuer spannend. Allerdings verzichtet Fallada auf eine allzu genaue Charakterisierung seiner Protagonisten. Die Motivation der Quangels zum Widerstand wird mit dem Tod des Sohnes zwar erklärt, eine weitere Auseinandersetzung mit der Regierung wird jedoch, ebenso wie bei den meisten anderen Charakteren, nicht beschrieben. Einige Handlungsfäden, von denen man zu Beginn glaubt, sie werden im Roman später noch eine Rolle spielen, werden später entweder gar nicht oder nur sehr halbherzig wieder aufgenommen. Die kleine Nebenhandlung über den Sohn eines Mitbewohners der Jablonskistrasse 55 erscheint, insbesondere das letzte Kapitel, ein bisschen kitschig, aber vielleicht wollte Fallada seinen Lesern so kurz nach Ende des Krieges kein allzu trostloses Ende zumuten. Da merkt man diesem Roman dann doch an, dass Fallada die 800 Manuskriptseiten in der unglaublichen Zeit von nur knapp vier Wochen geschrieben hatte. Fazit: Ein sehr lesenswerter und spannender Roman, der am Beispiel der Quangels zeigt wie wichtig es ist für seine Überzeugungen zu kämpfen – und sei es nur darum um mit dem eigenen Gewissen leben zu können. Denn die erhoffte Wirkung haben die Quangels mit ihren Postkarten nicht erreicht, die Finder hatten viel zu viel Angst um diese weiter zu verbreiten und so sind fast alle sofort in die Hände der Gestapo gewandert. Einen immerhin haben sie zum Nachdenken bringen können. Kommissar Escherich erkennt letztlich wer von beiden auf der richtigen Seite steht. “Hier stehe ich, wahrscheinlich der einzige Mann, den Otto Quangel durch seine Karten bekehrt hat. Aber ich bin dir nichts nutze, Otto Quangel, ich kann dein Werk nicht fortsetzen. Ich bin zu feige dazu. Dein einziger Anhänger, Otto Quangel!“ Seite 506 Im sehr interessant zu lesendem Anhang des Romans sind Fotos und Dokumente über das Ehepaar Hampel und ein kurzer Bericht über die Entstehungsgeschichte des Romans enthalten. Vor- und Nachsatz der gebundenen Ausgabe enthalten einen historischen Stadtplan von Berlin, auf der die Handlungsorte des Romans (Vorsatz) bzw. die Fundorte der Karten (Nachsatz) gekennzeichnet sind. Die mittlerweile fünfte Verfilmung (mit Emma Thompson als Anna Quangel und Daniel Brühl als Kommissar Escherich) des Stoffes hatte übrigens gerade auf der Berlinale Weltpremiere.

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    • 4
  • Der kleine große Widerstand der Quangels...

    Jeder stirbt für sich allein

    Miamou

    Nachdem ihr Sohn in Hitlers Krieg gefallen ist, wollen Anna und Otto Quangel Zeichen des Widerstands setzen. Sie schreiben Botschaften auf Karten und verteilen sie in der Stadt. Die stillen, nüchternen Eheleute träumen von einem weitreichenden Erfolg und ahnen nicht, dass Kommissar Escherich ihnen längst auf der Spur ist. ************************************************************ Ein beeindruckendes Buch. Ein starkes Buch. Ein hoffnungsvolles Buch. Fallada entführt den Leser in die Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkriegs. Frankreich ist besetzt und Hitler – Deutschland plant schon den nächsten Clou gegen England. Der Leser befindet sich allerdings in der Berliner Jablonskistraße, bei den kleinen Leuten, wo den Krieg jeder anders wahrnimmt. Da gibt es die Jüdin Fr. Rosenthal, die um ihr Leben fürchtet, nachdem man ihren Mann bereits abgeholt hat, ihr gegenüber die Familie der Parteigenossen, richtige Nazis, die sich als große Sieger fühlen. Dr. Fromm, der weiß, dass das System nicht richtig handelt und im Kleinen das Gute tut, Hr. Barkhausen, der keine Skrupel hat für sich den größten Profit herauszuschlagen, auch wenn er dabei über Leichen geht und das Ehepaar Quangel, das erfahren muss, dass der einzige Sohn im Krieg gefallen ist und daher beschließt ein Zeichen des Widerstandes zu setzen. Und so wird die erste Postkarte mit den Worten „Mutter! Hitler hat deinen Sohn getötet….“ geschrieben und abgelegt. Sehr bildhaft und sprachlich authentisch ist es dem Autor gelungen einen großen Schatz für ein Bücherregal zu erschaffen. Er hat sich dabei an das Ehepaar Hampel gehalten, das diesen Widerstand durch abgelegte Postkarten tatsächlich in dieser Form durchgeführt hat und dafür des Hochverrats angeklagt und hingerichtet wurde. Dem Leser ist schon von vornherein klar, dass es auch für die Quangels kein Entrinnen geben wird und doch gibt der Leser die Hoffnung nie auf, da selbst in den grausamsten Situationen noch kleine Lichtblicke für unsere Protagonisten zu sehen sind. Fallada ist mit seinen Beschreibungen seiner Figuren weit weg von jeder Schwarz – Weiß Malerei und räumt dadurch mit vielen zu schnell gemachten Vorurteilen auf. Für mich persönlich hat er dies am besten mit der Figur des Kommissars Escherich festgemacht. Als Kriminalist bei der Gesapo natürlich ein Obernazi, der seine Stellung ausnützt und nicht davor zurückschreckt auch mal grob zu sein. Zugleich zeigt er aber in schwachen Momenten zutiefst menschliche Seiten, sodass er für den Leser nicht als „großes Monster“ erscheint, sondern dass man ihn auch durchaus sympathisch finden kann. Er erlebt, man könnte es so ausdrücken, eine fast besondere Bekehrung. Generell wird in dem Buch auch aufgezeigt, dass der Widerstand gegen das Naziregime doch wesentlich größer war, als man vielleicht annehmen will und auch, dass die Bevölkerung über die Machenschaften der Nazis mehr wusste, als diese glaubten. Für mich zeigte sich das sehr schön in der Gerichtsverhandlung der Quangels, wo beide bereits wussten, dass der Tod auf die wartet und sie sich kein Blatt mehr vor den Mund nehmen mussten. Mutig haben sie sich in dieser Situation gegen Hitler und seine Schergen gestellt. Was mir auch noch besonders gut gefallen hat, war die aufgezeigte Diskrepanz der Nazis, die von der Bevölkerung absoluten Gehorsam einforderten und sie auch dabei bespitzelte, während sie selbst es mit ihren aufgestellten Regeln und Forderungen nicht ernst nahmen (bspw.: dass Frauen genauso ihren Beitrag zum positiven Kriegsverlauf beitragen sollen, wie die Männer). Das gesamte Regime wurde tatsächlich gut als ein Widerspruch in sich dargestellt. Fallada hat einen tollen Schreibstil. Man könnte meinen, dass er im Kaffeehaus neben einem sitzt und diese Geschichte erzählt. Er verwendet alltägliche Redewendungen und hat der Berliner Bevölkerung auf den Mund geschaut. Gleichzeitig findet man auch immer wieder leichten unterschwelligen Sarkasmus, der das Buch extrem lesenswert macht. Ich freue mich sehr darüber, dass ich dieses Buch in einer Klassikerrunde mitgelesen habe. Alleine hätte ich es bestimmt nicht entdeckt und mir wäre etwas wirklich wunderbar Schönes durch die Lappen gegangen.

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    • 8
  • So gut...

    Jeder stirbt für sich allein

    ChubbChubb

    28. February 2016 um 14:15

    Deutschland hat gewonnen, Frankreich kapituliert - in einem Mietshaus feiert das jeder anders. Die getreuen Nazis saufen, die Jüdin bangt, Dr. Fromm nutzt seine Position im System um Gutes zu tun, die Ganoven Barkhausen und Enno Kluge wittern Provit und die Quangels verlieren den Glauben an das System - ihr einziger Sohn ist im Krieg gefallen.  Fallada zeigt das alltägliche Leben mitten im Krieg. Wer beobachtet wen, wer könnte einen verpfeifen, wer macht gerne mit, bei wem tun sich Zweifel auf, wie gewinnt man, wie verhindert man Verlust in der Nazi-Zeit.  Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind die Taten des Ehepaars Quangel, die ihren ganz eigenen Protest ausüben. Sie geraten in das Visier von Nachbarn, Arbeitskollegen und Polizei.  Fallada zeigt in seinem Roman, dass im NS-System, zwar keiner Mitmachen will, aber es alle dennoch tun, aus Angst oder aus Gier. Und die, die ohne Frage mitmachen sind die dummen, die gierigen und die skrupellosen, die selbst den eigenen Vater in die Euthanasie übergeben. Dabei macht er das ohne erhobenen Zeigefinger, sondern auf Augenhöhe seiner Figuren. Teilweise ironisch, manchmal auch melancholisch.  Schrecklich gutes und aktuelles Buch. 

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  • Was für ein Buch!

    Jeder stirbt für sich allein

    Betsy

    "Es ist egal, ob nur einer kämpft oder zehntausend, wenn der eine merkt, er muss kämpfen, so kämpft er, ob er Mitkämpfer hat oder nicht."Falladas letzer Roman schildert das Leben in Nazi-Deutschland anhand vieler einfacher Leute. Die Geschichte kreist um das Ehepaar Quangel, welche nachdem ihr einziger Sohn im Krieg gefallen ist, beginnen Botschaften auf Karten zu schreiben, in denen sie Hitler und das System kritisieren und zum Widerstand aufrufen. Während diese hoffen, damit viele Leute zum Umdenken zu bringen, ist ihnen die Gestapo schon auf den Fersen in Gestalt des Kommissars Escherich.Die Figuren der Quangels basieren auf dem Ehepaar Otto und Elise Hampel, welche wirklich diese Karten schrieben und 1943 hingerichtet wurden. Fallada erfuhr aus einer ihm zugespielten Gestapo-Akte von deren Schicksal und verarbeitet sie in diesem wirklich großartigem Buch, dessen Titel schon sehr gut die Stimmung in dieser Zeit wiedergibt."...wenn man erst einmal eine Sache für wahrhaftig erkannt hat, so muss man eben für sie kämpfen. Ob du den Erfolg erlebst oder derjenige, der an deine Stelle getreten ist, das ist egal."Obwohl man ja gleich von Anfang an weiß, dass diese Geschichte mit dem Tode des Ehepaars Quangel endet, kann man nicht umhin bis zuletzt für diese zwei aufrechten Menschen mitzuhoffen und zu bangen, bis sich ihr so trauriges Schicksal erfüllt.Rund um die Quangels spielen noch viele andere Figuren ihre Rollen und man erlebt ihre teils unglücklichen und tragischen Schicksale mit. Obwohl es eine zutiefst bedrückende Geschichte ist, fließen aber auch sehr schöne Momente hinein, wie das Verständnis und die ehrliche Zuneigung der Eheleute Quangel. Bis zuletzt versuchen sie sich gegenseitig Kraft und Mut zu geben. Diese zwei Menschen schaffen es, sich ihren Stolz bis zur letzten Minute zu bewahren und für ihre Sache einzustehen, was einem wirklich die Tränen in die Augen treibt. Es gibt immer wieder Menschen, die hier still und heimlich versuchen zu helfen wo sie können, genauso wie es auch die simple Brutalität zu dieser Zeit gibt und den Leuten die diese Macht genießen.Fallada versteht es immer wieder solche kleinen Lichtblicke in dieser ansonsten so erdrückenden Geschichte einfließen zu lassen. Sei es auch noch so wenig, was man in dieser schrecklichen Zeit tun konnte, so half es doch vielen die Hoffnung auf bessere Tage nicht gänzlich zu verlieren."Wozu hat man denn gelebt auf dieser Welt, wozu hat man Kindern das Leben geschenkt, sich an ihrem Lächeln, ihren Spielen erfreut, wenn dann Tiere aus ihnen werden?"Die Atmosphäre der Schuldgefühle und Angst ist hier allgegenwärtig und man muss immer und überall darauf gefasst sein, von der Gestapo eingesammelt zu werden und sei es auch nur deshalb, weil jemanden beim stundenlangen Verhör ein Name herausrutscht."Die Luft stank nach Verrat. Keiner konnte dem andern noch trauen, und in dieser schrecklichen Atmosphäre schienen die Leute immer mehr gegen alles abzustumpfen, wurden nur noch zu Teilen der Maschine, die sie bedienten."Jeder dieser Charaktere stellt sich oftmals selbst in Frage und viele der Figuren sind nicht nur schlecht. Der Autor schafft es, das der Leser auch gegenüber den eigentlich "bösen" hier teilweise wirklich Sympathie empfindet, weil sie ja nicht immer nur schlecht waren oder sind.Die Sprache, die teilweise besonders durch das Berlinerische recht derb vermittelt wird, trägt seinen Teil dazu bei dieses Buch so authentisch zu machen.Sehr schön waren die Bilder gegen Ende des Buches von den "echten" Quangels und das Nachwort in dem vom Leben des Autors und von der Entstehung dieses Romans erzählt wird und inwieweit in mancher Hinsicht die allererste Ausgabe doch gekürzt wurde in bestimmten Bereichen.Fazit: Eine wirklich außergewöhnliche Geschichte, die gerade durch den bedrückenden Realismus besticht und aufzeigt, dass es nicht nur "gut" und "böse" zur Zeit der Nazis gab. Fallada schreibt hier zum größten Teil über die kleinen Leute, also Leute wie du und ich, die auf ihre Weise versuchen mit der neuen Realität des Nazi-Deutschlands zurecht zukommen. Auch wenn es ein "harter" Stoff ist, der hier verarbeitet wird, gibt es auch sehr liebevolle und rührende Momente, die es einem schwer machen hier Abstand zur Geschichte zu halten. Ich kann nur sagen, lest es, nehmt euch Zeit dafür und ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen!

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  • Schonungslose Wahrheiten ...

    Jeder stirbt für sich allein

    engineerwife

    07. January 2016 um 13:18

    Ein Monatshighlight! Gestern Abend habe ich diesen Wälzer zugeklappt und bin immer noch ganz atemlos. Wie aus dem Klappentext ersichtlich, handelt es sich bei diesem Roman um das Schicksal des Ehepaar Quangels während des zweiten Weltkriegs. Locker basiert die Geschichte auf einer wahren Begebenheit, die dem Ehepaar Otto und Elise Hampel das Leben kostete. Mit schonungsloser Wahrheit schildert Rudolf Ditzen alias Hans Fallada das Leben unter dem Nationalsozialismus. Mir kam es als Leser vor, als hätte er sich direkt nach Kriegsende direkt auf diese Story gestürzt. In rasender Schnelle, nämlich in sage und schreibe nur vier Wochen, erschuf er dieses Epos. Es ist einfach etwas anderes, die Vorkommnisse, Verbrechen und Gräueltaten der kleinen und großen Lichter der damaligen Zeit von einem Zeitgenossen zu erfahren. In diesem Buch geht es z. B. nur ganz am Rande um das Thema Judenverfolgung. Wie sehr man bewacht wurde und wie sehr man sich davor fürchten musste, aus einem mehr oder weniger nichtigen Grund selbst im Gefängnis, im KZ oder schlimmstenfalls am Galgen zu landen, wird einem schmerzhaft vor Augen geführt. Es ist kein Wunder, dass viele sich am liebsten bedeckt hielten. Bloß nicht auffallen. Es war an der Tagesordnung, dass der heute Hochgelobte schon morgen tief gefallen war in der Gunst der Gestapo und der Partei. Das Buch hat mich als Leser mal wieder wach gerüttelt und daran erinnert, wie gut wir es im Moment in unserem Land haben. Mögen noch viele friedvolle Jahre vor uns liegen. Von mir bekommt das Buch, ganz besonders in dieser neuen, vollständigen Ausgabe, eine absolute Leseempfehlung.  

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. Weltkrieg: anne_lay 0/2anushka    2/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    1/2 ChattysBuecherblog  0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  0/2histeriker    2/2Insider2199 1/2 JuliB       1/2 Kirschbluetensommer     0/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  1/2Traubenbaer 0/2 werderaner  1/2 Historische Ereignisse: anne_lay   2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  1/2 Ginevra 1/2 histeriker    0/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    1/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      1/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Glauben: anne_lay 2/2anushka    0/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni  2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    0/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  0/2 Ginevra  2/2 histeriker    0/2 Insider 21099 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne   1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM    1/2 Pucki60      0/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee   0/2Svanvithe    0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  0/2

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  • Gesellschaftsstudie oder Gruselgeschichte

    Jeder stirbt für sich allein

    Borkins

    20. April 2015 um 19:53

    Ich habe wirklich selten ein wirklich schlechtes Gefühl nach dem Lesen. Falladas Verdienst ist, dass ich grübelnd und ungläubig dasitze. Zum einen fasst man nicht, dass man in demselben Land lebt, das Fallada beschreibt. Zum anderen hofft man inständig, dass es nie wieder so werde. Und leider beschleicht einen irgendwie das Gefühl, dass die Menschen von heute die Menschen von damals sein könnten. Diese Stimmung innerhalb einer Gesellschaft, geprägt von Misstrauen und Verdacht ist heute in diesem Umfang anscheinend nicht mehr vorstellbar. Und dennoch machen schon die Folgen kleinerer politischer Erschütterungen heutzutage klar, dass Zwiespalt und Hetze aus der nach wie vor omnipräsenten Dummheit heraus schnell erwachsen können. Es gruselt einen. Daher ein wirklich gutes Buch.  

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  • Im Namen des deutschen Volkes

    Jeder stirbt für sich allein

    Igelmanu66

    »Ich hab’s im Anfang auch nicht verstanden, und ganz richtig versteh ich’s noch immer nicht. … Da ist einer bei uns, der hat’s mir zu erklären versucht. Wir sind, hat er gesagt, wie der gute Same in einem Acker voll Unkraut. Wenn der gute Same nicht wäre, stünde der ganze Acker voller Unkraut. Und der gute Same kann sich ausbreiten. … Aber die Hauptsache ist, dass wir anders sind als die, dass wir uns nie dazu kriegen lassen, so zu sein, so zu denken wie die. Wir werden eben keine Nazis, und wenn die die ganze Welt besiegen.« Berlin, 1940. Das Leben für die Menschen ist schwer. Zwar liegt die Stadt noch nicht so in Trümmern, wie sie es im späteren Verlauf des Krieges tun wird, zwar ist in vielen Köpfen noch die Hoffnung auf einen baldigen Frieden, aber dennoch ist der Alltag von vielen Ängsten und Sorgen bestimmt. Der Krieg allein fordert ja schon seine Opfer. Mütter verlieren ihre Söhne, Frauen ihre Ehemänner an der Front. Aber das NS-Regime sorgt dafür, dass die Angst zum täglichen Leben gehört. Fast jeder muss befürchten, schon beim geringsten Anlass Bekanntschaft mit der Gestapo zu machen. Die Folgen dieser beständigen Einschüchterung sind unter anderem gegenseitiges Misstrauen, Bespitzelung und Verrat. Otto und Anna Quangel sind im Herzen auch keine Nazis, versuchen aber – so wie die meisten Menschen – irgendwie mitzuschwimmen, um einfach zu überleben. Zwar finden sie es ungerecht, wie schlecht beispielsweise die alte Jüdin in der Nachbarschaft behandelt wird, aber dagegen machen kann man ja leider nichts. Immerhin sind beide bislang nicht der Partei beigetreten, Anna versieht aber neben ihrer Hausarbeit pflichtschuldig ihren Dienst in der Frauenschaft. Otto arbeitet als Werkmeister in einer großen Möbelfabrik und leidet still darunter, dass er nicht mehr wie früher feinste Tischlerarbeiten und Einzelanfertigungen herstellt, sondern Bombenkisten und Särge in Massenproduktion. Alles ändert sich schlagartig, als sie eines Tages die Nachricht erhalten, dass ihr einziger Sohn gefallen ist. In der großen Trauer stellen sie ihr bisheriges Leben in Frage. Dieser Krieg – ist der eigentlich wirklich richtig? Auch Trudel, die Verlobte ihres Sohnes, trägt sich mit solchen Gedanken. Aber kann man denn überhaupt irgendetwas tun? Macht es überhaupt Sinn, sein Leben zu riskieren? Die Angst ist groß… »Dann sieht er, dass Trudel mit der Stirne nun grade gegen jenes Plakat lehnt, von dem er sie eben erst fortgezogen hat. Über ihrem Kopf steht in Fettschrift zu lesen: »Im Namen des deutschen Volkes«, ihre Stirn verdeckt die Namen der drei Gehängten … Und wie eine Vision steigt es vor ihm auf, dass eines Tages solch ein Plakat mit den Namen von ihm und Anna und Trudel an den Wänden kleben könnte. Er schüttelt unmutig den Kopf. Er ist ein einfacher Handarbeiter, der nur seine Ruhe haben und nichts von Politik wissen will, Anna kümmert sich nur um ihren Haushalt, und solch ein bildhübsches Mädel wie die Trudel dort wird bald einen neuen Freund gefunden haben … Aber die Vision ist hartnäckig, sie bleibt. Unsere Namen an der Wand, denkt er, nun völlig verwirrt. Und warum eigentlich nicht? Am Galgen hängen ist auch nicht schlimmer, als von einer Granate zerrissen zu werden oder am Bauchschuss krepieren! Das alles ist nicht wichtig. Was allein wichtig ist, das ist: Ich muss rauskriegen, was das mit dem Hitler ist. Erst schien doch alles gut zu sein, und nun plötzlich ist alles schlimm. Plötzlich sehe ich nur Unterdrückung und Hass und Zwang und Leid, so viel Leid … Ein paar Tausend, hat dieser feige Spitzel, der Barkhausen, gesagt. Als wenn es auf die Zahl ankäme! Wenn nur ein einziger Mensch ungerecht leidet, und ich kann es ändern, und ich tue es nicht, bloß weil ich feige bin und meine Ruhe zu sehr liebe, dann …« Otto und Anna Quangel beginnen, Postkarten zu schreiben. Postkarten, mit offenen Aufrufen zum Widerstand. Diese verteilen sie in der Stadt. Natürlich ist die Gestapo gleich auf der Jagd nach dem unbekannten Schreiber. Ein aussichtsloser Kampf ist es, den die Quangels begonnen haben, ein Kampf, den sie nur verlieren können. Und doch wird die Jagd über zwei Jahre lang dauern… Puh, hier habe ich ein Buch beendet, das mir ganz schön zugesetzt hat. Es ist nicht einfach, das Leben und Wirken von Menschen zu verfolgen, die einem immer mehr ans Herz wachsen, wenn man schon vorher weiß, dass sie auf ein furchtbares Ende zusteuern. An manchen Abenden las ich mit starkem Herzklopfen… Immer wieder musste ich mich fragen, was ich selbst getan hätte. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich den Mut zum Widerstand aufgebracht hätte. Um heute dem ewiggestrigen Nachbarn oder Kollegen zu sagen, was man von seinen Ansichten zum Thema Asylpolitik hält, braucht man nur ein bisschen Zivilcourage. Und den „Bürgern“, die gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ wettern, kann man schon dadurch begegnen, indem man an allen Stellen, an denen sie vorbeiziehen, die Lichter ausmacht. Damals sah das ganz anders aus, da riskierte man mit solchen Aktionen schon sein Leben. Und dann dieses Gefühl, niemandem trauen zu können! In dem Buch verfolgen wir nicht nur das Schicksal der Quangels, Fallada lässt uns auch am Leben verschiedenster anderer Menschen teilhaben. Sehr interessante Charaktere lernen wir dabei kennen. Da gibt es zum Beispiel einen alten Nachbarn, der einen heimlichen Widerstand leistet. Es gibt die alte Jüdin Rosenthal – dass es für sie ein schlimmes Ende geben wird, wird niemanden überraschen. Es gibt eine kleine kommunistische Zelle, einen sehr engagierten Geistlichen und es gibt die andere Seite, beispielsweise einen Gestapo-Kommissar. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass er einem sympathisch wird, aber es ist interessant zu sehen, unter welchem Druck auch ein solcher Mann steht, wie auch er eingeschüchtert wird. Oder der alte Mann, treuer Parteianhänger, der immer so stolz auf seine sämtlich zur SS gehörenden Söhne war – und der eine ganz böse Quittung dafür bekommt. Nicht zu vergessen auch Eva Kluge, vom Schicksal gebeutelte Postbotin, für die ihre Söhne immer das Beste in ihrem Leben waren. Und nun muss sie erleben, dass einer von ihnen im Dienst der SS furchtbare Gräueltaten vollbringt… »Eva Kluge, die abgehetzte, übermüdete Briefbestellerin, hört das alles auch; sie weiß, dass er sie jetzt bestiehlt, aber es ist ihr gleich. Ihre Welt ist doch kaputt, ihre Welt kann nie wieder heil werden. Wozu hat man denn gelebt auf dieser Welt, wozu hat man Kindern das Leben geschenkt, sich an ihrem Lächeln, ihren Spielen erfreut, wenn dann Tiere aus ihnen werden?« Manche Kapitel erscheinen unerträglich in ihrer Grausamkeit. Gestapo-Verhöre, Misshandlungen durch die SS, die Situation der Inhaftierten. Und zeitgleich Gespräche und Aussagen der Täter, die sich ja so dermaßen im Recht sahen… »Wir arbeiten nur rein sachlich, nicht wahr, Schröder, ohne jedes Vorurteil.« »Selbstverständlich, Herr Kommissar.« »Wenn da eine Aussage steht, so steht da eben eine Aussage, und an die halten wir uns. Wie und warum sie zustande gekommen ist, das geht uns nichts an. Wir sind ja keine Psychologen, wir sind Kriminalisten. … Und wenn einer gesteht, er hat ein Verbrechen begangen, so genügt uns das erst einmal.« Nicht weniger ans Herz gehen die Gespräche und Gedanken auf der anderen Seite. Wir sind bei den Gefangenen und Misshandelten, leiden ihre Qualen und Ängste mit. Die Ängste, nicht nur um das eigene Leben, sondern auch um das der Angehörigen. Zu lesen, wie die Quangels sehenden Auges weiterkämpften, war wirklich heftig. »Ich weiß nicht, warum ich so heute mit dir reden muss«, sagte er und ging von dem Bücherbrett fort. »Ich muss es, einmal. Wahrscheinlich werde ich nie wieder mit dir darüber sprechen. Aber einmal musste ich es. Denn du musst wissen, wir werden dann sehr allein sein in unsern Zellen, ohne ein Wort zueinander, die wir viel über zwanzig Jahre nicht einen Tag ohne das andere gelebt haben. Es wird uns sehr schwerfallen. aber wir werden voneinander wissen, dass keines je schlappmacht, dass wir uns aufeinander verlassen können, wie im ganzen Leben, so auch im Tode.« Wichtig, sowohl für die Glaubwürdigkeit als auch für die Möglichkeit der Identifikation fand ich auch, dass die Quangels (und ebenso andere Charaktere) keine Menschen sind, die „immer schon“ gut waren. Im Gegenteil gehörten sie lange Zeit zur schweigenden Masse, waren angepasst und hatten sogar irgendwann mal Hitlers Versprechungen geglaubt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, so dass die 700 Seiten sich trotz schweren Themas schnell weglesen lassen. Im Anhang findet sich ein Glossar, das all die Begriffe, die für die Menschen der damaligen Zeit zum Alltag gehörten, erklärt. Dazu gehören beispielsweise Arbeitsfront, Frauenschaft, Napola oder das Winterhilfswerk. Es wird kurz auf wichtige Personen eingegangen (Goebbels, Göring, Himmler, Hans Fritzsche, Dollfuß, Schirach, Julius Streicher) und auf umgangssprachliche Ausdrücke wie beispielsweise den Bubi-drück-mich-Verein (für den Bund Deutscher Mädel). Es gibt Gestapo-Fotos von Otto und Elise Hampel. Das Ehepaar wurde 1943 hingerichtet und Hans Fallada richtete seinen Roman nach ihrem Wirken aus. Es gibt ein Foto des Prozessakteneintrags „Betrifft: Vollstreckung des Todesurteils“ und Abdrucke zweier von den Hampels geschriebener Postkarten mit Fundortvermerk der Gestapo und ein Bild der „Berliner Gedenktafel“ für das Ehepaar. Ferner gibt es biographische Daten zu Hans Fallada und ein sehr detailliertes und umfangreiches Nachwort, das die Bedeutung der jetzt erstmals erschienenen ungekürzten Originalfassung, so wie sie der Autor ursprünglich bringen wollte, zeigt. Präzise wird berichtet, wie sich die nun erschienene Fassung von der unterscheidet, die 1946 herauskam und seitdem immer wieder neu aufgelegt wurde. Ein Kapitel ist erstmalig vollständig enthalten! Auch dies sehr interessant und ich könnte mir vorstellen, dass es für Kenner der alten Ausgabe lohnend ist, sich noch mal mit dem Original zu befassen. Das Nachwort wird ebenfalls durch Fotos - beispielsweise der ersten Seiten des Satztyposkripts, auf dem dieser Roman basiert - ergänzt. Kurz vor meinem Fazit möchte ich noch einmal Hans Fallada aus seinem Vorwort zitieren: »Mancher Leser wird finden, dass in diesem Buch reichlich viel gequält und gestorben wird. Der Verfasser gestattet sich, darauf aufmerksam zu machen, dass in diesem Buche fast ausschließlich von Menschen die Rede ist, die gegen das Hitlerregime ankämpften, von ihnen und ihren Verfolgern. In diesen Kreisen wurde in den Jahren 1940 bis 1942 und vorher und nachher ziemlich viel gestorben. Etwa ein gutes Drittel dieses Buches spielt in Gefängnissen und Irrenhäusern, und auch in ihnen war das Sterben sehr im Schwange. Es hat dem Verfasser auch oft nicht gefallen, ein so düsteres Gemälde zu entwerfen, aber mehr Helligkeit hätte Lüge bedeutet.« Fazit: Ein einfach großartiges Buch, das sich jeder einmal im Leben antun sollte. »Jawohl, ich weiß, was ich getan habe. Und ich hoffe, auch Sie wissen, was Sie tun, Herr Kommissar?« »Was tue ich denn?« »Sie arbeiten für einen Mörder, und Sie liefern dem Mörder stets neue Beute. Sie tun’s für Geld, vielleicht glauben Sie nicht mal an den Mann. Nein, Sie glauben bestimmt nicht an ihn. Bloß für Geld…«

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) franzzi (21/20) fredhel (33 / 30) FritzTheCat (1/20) Gela_HK (1/30) Ginevra (40 / 40) glanzente (34 / 30) Glanzleistung (31 / 30) Gloeckchen_15 (29/20) gra (10/20) GrOtEsQuE (31/30) Gruenente (31 / 30) gst (40 / 40) Gulan (23/30) gusaca (30 / 30) Gwendolina (34/40) hannelore259 (25/40) hexe2408 (20/20) hexepanki (30 / 30) Hikari (27/40) histeriker (24 / 20) Honeygirl96 (0/20) Icelegs (40 / 40) Igela (32/30) Igelmanu66 (39/40) ImYours (15/20) Insider2199 (32 / 30) IraWira (31 / 30) jacky2801 (5/20) Jadra (20 / 20) jala68 (20 / 20) Jamii (7/40) janaka (31 / 30) Jarima (34 / 30) jasbr (40 / 40) Jeami (15/20) Jecke (39/20) joel1 (0/20) JulesWhethether (9/20) JuliB (40 / 40) Kaiaiai (7/20) Karin_Kehrer (27 / 20) katha_strophe (38 / 30) kathiduck (20/30) kattii (34/40) Kerstin-Scheuer  Ketty (20 / 20) Kidakatash (21/30) Kiki2707 (6/20) kingofmusic (20 / 20) KirschLilli (5/20) KitKat88 (5/40) Kiwi_93 (10/20) Kleine1984 (31/30) kleinechaotin (3/40) Klene123 (36/40) Knorke (21/20) 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