Hans Fallada Wer einmal aus dem Blechnapf frißt

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Inhaltsangabe zu „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“ von Hans Fallada

Falladas tragikomischer Pechvogel

Der Häftling Kufalt kann sein fünfjähriges Gefängnisleben nicht mit der Gefängniskluft abstreifen. Es bleibt an ihm haften, begleitet ihn auf Schritt und Tritt wie unsichtbar an ihn gekettet. Sein Leidensweg ins bürgerliche Dasein ist von den Vorurteilen seiner Umwelt begleitet. Es platzt die Verlobung und sein Traum von der ehrbaren Existenz. Er, der ewige Pechvogel, bleibt ein Versager für die Bürger und für die Ganoven.

Erleichtert geht er zurück ins Gefängnis: Nun hat er Ruhe - er ist zu Hause.

»Nicht aus Freude am Abenteuerlichen, nicht als echte Milieuschilderung wirklicher 'Unterwelt' wird der Roman geschrieben, sondern um zu zeigen, wie der heutige Strafvollzug und die heutige Gesellschaft den einmal Gestrauchelten zu immer neuen Verbrechen zwingt. Die Strafe macht ihn untüchtig zum tätigen Leben des Bürgers, die Gesellschaft will ihn nicht in diesem tätigen Leben. Der kleine Lump Kufalt strampelt sich ab, noch in seinen schlimmsten Viechereien schimmert eine Goldader Menschentum ..., aber doch, aber doch, unentrinnbar, gegen seinen Willen, ohne seinen Willen, wird er das, was die Umwelt will, daß er es wird: ein bißchen Kot, eine Mikrobe, bösartig, die man vernichten muß.«

Hans Fallada im Exposé zum Roman (1932)

Das Buch ist schwieriger zu lesen, als seine anderen Bücher. Zum Teil sehr wirr und man fragt sich öfter, wie er das nun gemeint het.

— LillySj

War gerade so nett dass ichs nicht weglegte. Aber kein Stück mehr. Anklage bzgl. Haftalltag verstanden. Nur teilweise schön umgesetzt.

— AnMich_09

Gut geschrieben, aber kommt an seine anderen Bücher nicht heran. Mit der Hauptfigur wurde ich nicht warm. Schwache vier Sterne.

— Apfelgruen

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  • Rezension zu "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" von Hans Fallada

    Wer einmal aus dem Blechnapf frißt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. November 2009 um 17:59

    Ein Klassiker. Gelesen habe ich ihn vor vielen Jahren, in Erinnerung noch recht gut und die Thematik ist so aktuell, wie damals, 1952, als das Buch geschrieben wurde. Willi Kufalt, ewiger Pechvogel, wird aus dem Gefängnis entlassen. Voll gutem Willen versucht er, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern, scheitert jedoch an den Vorurteilen seiner Umwelt, schlechter Fürsorge und seiner eigenen fehlenden Stärke. Fast erleichtert kehrt er schließlich ins Gefängnis zurück.

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  • Rezension zu "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" von Hans Fallada

    Wer einmal aus dem Blechnapf frißt

    Jens65

    30. August 2008 um 01:00

    Dieser Roman Falladas basiert auf seiner eigenen Gefängnishaft und stellt eine Abrechnung mit dem Strafvollzug der Weimarer Republik dar. Fallada hinterfragt mit diesem Werk die Bevormundung des einzelnen Häftlings durch den Staat: die Hauptperson, der Häftling Kufalt, kann nach seiner Entlassung tun und lassen was er will, er ist und bleibt derjenige, dem man nicht vertrauen kann, der es zu nichts bringt. Hinzu kommen die damals hohe Arbeitslosigkeit und die Voreingenommenheit weiter Bevölkerungsteile. Obwohl der gesellschaftskritische Aspekt klar hervortritt, liest sich dieses Buch sehr flüssig. Es hinterläßt beim Leser einen nachdenklichen Eindruck von der Wirkungsweise unseres Rechtsstaats, welcher jedoch eher das Lesevergnügen steigert als schmälert.

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  • Rezension zu "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" von Hans Fallada

    Wer einmal aus dem Blechnapf frißt

    Bernhard

    28. June 2008 um 17:33

    Sensible Geschichte eines Gescheiterten, dessen Kraft nicht ausreicht sich in einer Gesellschaft zu behaupten, die voller Vorurteile und Gefahren ist.

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