Hans Girod

 4.2 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Der Kannibale, Im Blutrausch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans Girod

Hans Girod, 1937 geboren, ist Kriminalist. 1975 promovierte er zum Dr. jur., 1983 folgte die Habilitation über theoretische und methodische Grundzüge der Untersuchung verdächtiger Todesfälle.. Bis 1994 war er Dozent für Spezielle Kriminalistik an der Humboldt-Universität in Berlin. Seine Arbeitsgebiete waren Sexual- und Gewaltdelikte, Identifizierung unbekannter Toter, interdisziplinäre Probleme der somatischen Rechtsmedizin und forensische Psychiatrie. Girod schreibt Einzelbeiträge bei polizeilichen Fach- oder forensisch orientierten Verlagen sowie populärwissenschaftliche Sachbücher.

Alle Bücher von Hans Girod

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Hans GirodDer Kannibale
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Der Kannibale
Der Kannibale
 (9)
Erschienen am 01.08.2000
Hans GirodIm Blutrausch
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Im Blutrausch
Im Blutrausch
 (6)
Erschienen am 11.09.2017
Hans GirodDas Ekel von Rahnsdorf: und andere Mordfälle aus der DDR
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Das Ekel von Rahnsdorf: und andere Mordfälle aus der DDR
Hans GirodBlutspuren
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Blutspuren
Blutspuren
 (4)
Erschienen am 01.07.2003
Hans GirodDer Kreuzworträtselmord und dreizehn weitere Fälle
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Der Kreuzworträtselmord und dreizehn weitere Fälle
Hans GirodDer Kreuzworträtselmord
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Der Kreuzworträtselmord
Der Kreuzworträtselmord
 (3)
Erschienen am 01.02.2004
Hans GirodDer Polizistenmord von Gera
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Der Polizistenmord von Gera
Der Polizistenmord von Gera
 (2)
Erschienen am 11.10.2008
Hans GirodDas Skelett im Wald
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Das Skelett im Wald
Das Skelett im Wald
 (2)
Erschienen am 01.03.2005

Neue Rezensionen zu Hans Girod

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irismarias avatar

Rezension zu "Im Blutrausch" von Hans Girod

historisch interessanter Blick in die Polizeiarbeit der DDR der 70er und 80er Jahre
irismariavor 7 Monaten

Ich habe schon mehrere Bücher gelesen, in denen ein Kriminalist oder Jurist tatsächlich geschehene Kriminalfälle dargestellt hat. Die Wirklichkeit ist manchmal spannender und außergewöhnlicher als man es von Romanen kennt. Eine ähnliche Lektüre habe ich mir auch von "Im Blutrausch" erwartet. Das Buch ist vom Professor für Kriminalistik Hans Girod geschrieben, der jahrzehntelang von der DDR Kriminalpolizei als Gutachter hinzugezogen wurde. Die im Buch berichteten Fälle sind daher auch aus verschiedenen Jahrzehnten, vor allem aus den 70er und 80er Jahren des 20. Jh. An der Sprache merkt man, dass der Autor schon etwas älter ist, aber sie passt gut zu der Zeit, in der die Fälle stattfanden. Besonders spannend fand ich die Schilderungen nicht und die Kriminalfälle sind auch nicht so spektakulär, wie es die Coveraufschrift verspricht. Letztlich geht es um mehr oder weniger gewöhnliche Mordfälle aus Eifersucht oder Habgier. Interessant fand ich, dass es alles Fälle aus der ehemaligen DDR waren, und man beim Lesen etwas über das Leben dort und die Beurteilung von kriminellen Handlungen erfahren kann. Mein Fazit: "Im Blutrausch" ist weniger ein Buch mit spannend beschriebenen spektakulären Kriminalfällen, sondern eher ein historisch interessanter Blick in die Polizeiarbeit der DDR der 70er und 80er Jahre.

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tweedledees avatar

Rezension zu "Im Blutrausch" von Hans Girod

Wahre Fälle
tweedledeevor 7 Monaten

In "Im Blutrausch" hat Autor Hans Girod, der Professor für Kriminalistik ist und sowohl als Berater und Gutachter für die Kriminalpolizei der DDR tätig war, zwölf seiner spektakulärsten Fälle zusammengetragen.


Nach einer kurzen Einführung zur Kriminalitätsrate und -statistik  in der DDR präsentiert er die einzelnen Fälle, die sich in den 60er und 70er Jahren ereignet haben.


Hans Girod beschreibt die Fälle detailliert, besonders interessant sind die Ermittlungsmethoden in der damaligen DDR. Man fühlt sich beim lesen in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt und begleitet die Ermittler bei ihrer Arbeit. Gleichzeitig erhält man einen guten Einblick in das politische Gefüge und die Propagandamaschinerie. Zu einzelnen Fällen gibt es Originalfotos von Schauplätzen und Polizeifotos, was die Fälle noch realistischer erscheinen lässt.


Ich fand diesen Einblick in die Polizeiarbeit der DDR sehr interessant, Hans Girod versteht es, seine Leser zu fesseln. Was auch daran liegen mag, dass der Autor vom Fach ist. Für mich war das Buch eine spannende Abwechslung zu den fiktiven Krimis, die ich sonst lese.



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Anteks avatar

Rezension zu "Im Blutrausch" von Hans Girod

Kriminalität in der DDR
Antekvor 7 Monaten

Professor für Kriminalistik, Dozent und Wissenschaftler, Hans Girod,  wurde von der DDR-Kriminalpolizei als Berater und Gutachter wurde bei besonders komplizierten Fällen hinzugezogen. Mit im „Im Blutrausch“ präsentiert er als Autor zwölf seiner spektakulärsten Fälle.


Nach einer Vorbemerkung, die die Kriminalstatistik der DDR, die deutlich weniger Straftaten aufweist, als die anderer Länder etwas erklärt und gerade rückt, einen Überblick über den Aufbau der militärisch strukturierten Volkspolizei gibt und darlegt, dass es sich um tatsächlich verübte Verbrechen handelt, bei denen lediglich Ort und Namen geändert wurden, bekommt man die einzelnen Fälle zu lesen. Abschließend erhält man noch eine Nachbemerkung über den Knast in der DDR, der erklärt warum statt Freigang und Urlaub Arbeit auf dem Programm stand.


Die einzelnen Fälle schildern die Ermittlungsarbeit detailliert, zeigen die Persönlichkeit der Täter in vielen Facetten auf und machen dabei nebenbei auch den Einfluss der SED Leitung und der Entwicklung der DDR transparent. Zudem gibt es bei den allermeisten Fällen kursive Einschübe, die einzelne Tatsachen näher beleuchten. So weiß ich jetzt z.B., dass Ermittlungssachverständige schon vor den ersten FBI-Veröffentlichungen über Profiling vergleichbare Arbeit leisteten, was unter „unmittelbarer Mitwirkung der Bürger am Strafverfahren“ zu verstehen ist, worauf es bei der Untersuchung von Fälschungen ankommt oder auch Interessantes über den literarischen Kriminalinspektor Columbo.


Ich könnte nicht behaupten, dass es sich hier um eine Sammlung von Fällen handelt, die mich wie von einem Kurzkrimi gewohnt, spannend ans Buch gefesselt hat, auch wenn ich doch beim einen oder anderen Fall gerätselt oder auch gebannt gelesen habe. Gefesselt hat mich eher das soziale und politische Umfeld der handelnden Personen, das bei der  Darstellung ungeschönte, authentische DDR-Geschichte bietet. Das war auch der Hauptgrund mich für dieses Buch zu interessieren und ich bin fündig geworden. Da ich im Westen aufgewachsen bin, die Mauer fiel als ich Teenie war, finde ich die Informationen, wie die Volkspolizei strukturiert war, welchen Einfluss die SED Bezirksleitung auf die Ermittlungen hatte und die vielen Unterschiede zum Westen super interessant zu lesen.


Die Fälle entstammen aus der Zeit der DDR, was sich auch in der Sprache ausdrückt. So ist von z.B. von  „erzieherischem Drill“, „aber mit ebensolcher Haarpracht“, „Gebaren“ oder auch „Galan“ die Rede, was auch dem Sprachgebrauch der Zeit entspringt. Das mag bestimmt daran liegen, dass der Autor als Grundlage für seine Fälle die Originalakten, mit deren Sprache, verwendet. Aber auch Vorwort und Nachbemerkung sind auf hohem sprachlichem Niveau, so liest man auch dort Wendungen wie „dem öden Interieur einer Arrestzelle ausgesetzt“. Einige spitze Bemerkungen wie z.B. "Der Täter unterliegt offensichtlich dem dekadent-klassenfeindlichen Einfluss des Westfernsehens.", haben mir sowohl aufgrund des Inhalts, als auch der spitzen Formulierungen ein Grinsen bereitet, was mir gut gefallen hat.


Als Leser findet man im Buch zusätzlich einige Schwarzweiß Bilder, die Rekonstruktionen von Tatorten Fahndungsblätter, sichergestellten Beweismitteln oder Ähnlichem zeigen, was die Fälle gelungen ergänzt.


Alles in allem habe ich durch die Lektüre viel über die Entwicklung der Kriminalistik in der DDR erfahren, habe schockierende Täterpsychogramme präsentiert bekommen und wurde durchaus gut unterhalten. Immer wieder zwischendurch einen Fall zu lesen, war interessant für mich, für das ganze Buch am Stück hat mir allerdings der richtig fesselnde Aspekt gefehlt, sodass es für fünf Sterne bei mir nicht ganz reicht.

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Gespräche aus der Community

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Eulenspiegel_Verlagsgruppes avatar

Im Blutrausch

Spektakuläre Kriminalfälle

»Mit seinen Schilderungen macht Kriminalist Girod erschreckend deutlich, wie brüchig die Fassade einer vermeintlichen Normalität sein kann.« Saarländischer Rundfunk

Nichts für schwache Nerven: Spannende Fälle als Sammelband

Hans Girod, Professor für Kriminalistik, war nicht nur Dozent und Wissenschaftler, sondern Berater und Gutachter in Ermittlungsverfahren und wurde von der Kriminalpolizei in komplizierten Fällen hinzugezogen. Mithin übte er in der DDR, obwohl es so nicht genannt wurde, die Tätigkeit eines Profilers aus.

Was Girods Geschichten über die Rekonstruktion von Tathergang und Motiven, die Wege zur Aufklärung der Straftaten und die »krimiartige« Erzählweise hinaus überaus interessant macht, ist die präzise und kenntnisreiche Darstellung des sozialen und politischen Umfeldes, sowohl hinsichtlich der Taten und Täter als auch der spezifischen Strukturen der Verbrechensaufklärung in der DDR.
 »Im Blutrausch« ist ein neuer Sammelband, der aus Girods erfolgreichen Büchern zusammengestellt wurde. Der Leser findet spannende Geschichten, die zugleich einen Querschnitt durch Mord- und Totschlagsdelikte des Landes geben.                  


Um an der Verlosung teilzunehmen, lasst einmal eure Fantasie spielen:
Wie stellt ihr euch einen waschechten Kriminalisten vor?
Wenn ihr eure Augen schließt, wie sieht die Figur aus, die ihr euch unmittelbar vorstellt? Kommt er/sie mit Sherlock Holmes-Cape und Lupe daher, ist er/sie lässig wie Columbo oder schick wie James Bond, oder sitzt er/sie in einem hochmodernen Labor? Und welche Eigenschaften besitzt er/sie?


Wir verlosen 10 Exemplare von »Im Blutrausch« und drücken euch die Daumen!



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