Hans J Degen , Jochen Knoblauch Anarchismus: Eine Einführung

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Inhaltsangabe zu „Anarchismus: Eine Einführung“ von Hans J Degen

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  • Ausgewogene Darstellung der politischen Theorie des Anarchismus

    Anarchismus: Eine Einführung
    Sokrates

    Sokrates

    06. April 2015 um 09:53

    Den beiden Autoren gelingt mit diesem schmalen Band eine sehr ausgewogene, tiefgründige und die Basistexte sehr gut würdigende Einführung in die politische Theorie des Anarchismus. Ausgehend von der klassischen Definition, behandeln die Autoren die "Klassiker" des Anarchismus: Kropotkin, Bakunin, Proudhon u.a. Im zweiten Kapitel wenden sie sich den Kernforderungen des Anarchismus zu und versuchen, die Forderungen einerseits aus dem historischen Kontext ihrer Formulierung heraus zu erklären, andererseits sie in der heutigen Gesellschaft zu verorten. An Fragen der Legitimität des Staates, der parlamentarischen Demokratie oder auch des Kapitalismus scheiden sich nach wie vor die Geister; auch weit nach dem 19.Jh. hat es die anarchistische Philosophie (noch) nicht geschafft, bspw. eine einheitliche Wirtschaftstheorie eigener Interpretation zu entwickeln. Was für mich ein wenig enttäuschend war, für die anarchistischen Denker ist es regelmäßig ein Vorteil, denn man interpretiert sich so als "offenes" System mit eben gerade nicht dogmatischen Ansichten. In einem weiteren Kapitel widmen sich die Autoren historischen Ereignissen/Gesellschaften, in denen anarchistische Ideen versucht wurden umzusetzen (Pariser Kommune [1871], Mexikanische Revolution [1910-1920], Münchner Räterepublik [1919], spanischer Anarchismus [1936-1939]). Das Buch schließt schließlich mit einem Resümee, was auch versucht, aktuelle Strömungen und Ansichten, insbesondere die der Ökobewegung seit den späten 1970er Jahren, zu reflektieren.

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