Hans J von der Wense Werke

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Inhaltsangabe zu „Werke“ von Hans J von der Wense

Eine Entdeckung auf 1.700 Seiten: "Wense, ein Genie des Findens und Formulierens, neben dem literarische Stars der Nachkriegszeit alt aussehen." Der Spiegel Wense "gehört an hervorragende Stelle in jener überfälligen Geschichte der geheimen deutschen Literatur, von der ich immer träume." Botho Strauß Selbst die abgebrühte Spiegelredaktion muss staunen angesichts dieses Werkes; „Nicht zu Fassen, dieser Mann: Den einen Tag verblüfft er mit kecken Kürzestkompositionen, am nächsten spürt er einen walisischen Dichter namens Lenin („572“) auf, erklimmt den Hohen Meißner oder lernt mal eben Maltesisch. „Was tue ich denn? Ich schaffe mich selbst“, schrieb Wense (1894 bis 1966). Das tat der Geisteswanderer konsequent: Zeitlebens blieb er auf Gönner angewiesen; von seinen vieltausendseitigen Notizen veröffentlichte er fast nichts. Doch jetzt ist sein Plan, „die erlesensten, die erpichtesten Stücke“ aus über 5.000 Briefen lexikalisch zu bündeln, Wirklichkeit - und die pralle Edition offenbart ein Genie des Findens und des Formulierens, neben dem literarische Stars der Nachkriegszeit alt aussehen. Wense, der am liebsten „die Schöpfung inventarisiert hätte“, wusste: ‚Ich lebe wie in einem hellwachen schlaf und was ich leiste ist traum.‘ So fühlt sich auch der Leser in diesem Gewitter der Geistesblitze: vom Unfassbaren gestärkt.“ Der leidenschaftliche Privatforscher vertiefte sich in die Epen der Kalmücken, in arabische Volkslieder, die Gesänge der Beduinen, Sprichwörter aus Kairo, Märchen aus Kamerun und Mythen aus Brasilien. Wense zog, oft allein, zu Fuß durch die Landschaften Nordhessens, Südniedersachsens und Ostwestfalens. Ein Wanderer, der mit Messtischblatt und Lupe ein Stück Oberfläche des Planeten abtastet. Wense beweist sich als messerscharfer Beobachter und beispielloser Wortvirtuose „funkelnder Sprachbilder“. barocke Sprachgebirge gehen hier mit der Präzision eines modernen Universalgelehrten eine eigentümlich faszinierende Verbindung ein. Wenses „Landschaftsbeschreibungen können „sich mit den schönsten Passagen in Adalbert Stifters Werk messen“ (Ernst Krenek). Ein großes lichtes Blattwerk. Eine Weltinventur zu Lob und Ehre der Schöpfung.
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