Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch

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Inhaltsangabe zu „Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch“ von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

Der Simplicissimus als ungekürztes Hörbuch ' gelesen von Felix von Manteuffel. Ein »Literatur- und Lebensdenkmal der seltensten Art« nannte Thomas Mann den ersten großen Roman in deutscher Sprache, in dem es »bunt, wild, roh, amüsant, verliebt und verlumpt« zugehe, »kochend von Leben, mit Tod und Teufel auf Du und Du«. Die Titelfigur und den Namen des Dichters kennt jeder ' nur gelesen hat das gewaltige Buch so gut wie niemand, denn das barocke Deutsch des Autors ist uns inzwischen fast unzugänglich geworden. Reinhard Kaiser hat das Wagnis unternommen, dieses erste große Volksbuch der Deutschen wieder unters Volk zu bringen: in einer Sprache, die uns nahe ist. Und Felix von Manteuffel,einer der großen deutschen Schauspieler der Gegenwart, überträgt den Kaiserschen Ton auf die große Hörbuchbühne und zieht als kongenialer Sprecher alle Register, vom derben Schwankton bis hin zum Geflüster der Entsagung. <br>»Jetzt kann man Grimmelshausen wieder verstehen. ... von überzeugender Schönheit und Wucht.« Thomas Schmid, Die Welt »Ein kleines Wunder des Literaturbetriebs« Mathias Schreiber, Der Spiegel»Von der Patina der umständlichen barocken Sprache befreit, zeigt sich der 'Simplicissimus' nach fast 350 Jahren immer noch erstaunlich frisch, jugendlich, unverbraucht. Raffiniert, wie Grimmelshausen mit verschiedensten Perspektiven und Techniken in unendlich vielen Geschichten die Torheiten der Zeit spiegelt.« Rainer Schmitz, Focus

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  • Rezension zu "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

    Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch
    HeikeG

    HeikeG

    03. January 2009 um 18:10

    Eine pikareske Odyssee während des Dreißigjährigen Krieges . Wohl jeder hat schon einmal von der kuriosen literarischen Figur der Barockzeit, dem Simplicissimus gehört. Und auch sein Verfasser, der 1622 in Gelnhausen geborene und am 17. August 1676 in Renchen gestorbene bedeutendste deutsche Erzähler des 17. Jahrhunderts, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, ist kein Unbekannter. . In seinem Hauptwerk, dem fünfbändigen Roman "Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch" (im selben Jahr kam noch ein sechster Fortsetzungsband mit dem Titel "Continuatio des abentheuerlichen Simplicissimi" hinzu) beschreibt er das Leben "eines seltzamen Vaganten / genant Melchior Sternfels von Fuchshaim / wo und welcher gestalt Er nemlich in diese Welt kommen / was er darinn gesehen / gelernet / erfahren und außgestanden / auch warumb er solche wieder freywillig quittiert." Und dies "überauß lustig / und männiglich nutzlich zu lesen / An Tag geben von German Schleifheim von Sulsfort". "Melchior Sternfels von Fuchshaim" und "German Schleifheim von Sulsfort" waren übrigens nichts anderes als Anagramme des Namens "Christoffel von Grimmelshausen", derer sich der Autor gern bediente. . Das vorliegende historische Hörspiel in der 1963 vom Westdeutschen Rundfunk produzierten Fassung kommt jedoch keineswegs derart verrätselt, monströs und als Wortungetüm daher, wie die Originalausgabe aus dem Jahr 1669. Die Umsetzung des Stoffes mit dem großartigen - im August 2005 verstorbenen - Hans Clarin zeichnet sich durch hervorragende akustische und inhaltliche Qualität aus. Regisseur Ludwig Clemer verzichtete auf moralisierende Umdeutungen und inhaltlichen Verbiegungen und bleibt wohltuend nah am Original. . "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" berichtet von den Abenteuern eines einfältigen Jünglings, eines "tumben Toren", der zum Soldaten, Narren, Bauern, Räuber, Sklaven, Pilger und Einsiedler wird. Der Hörer verfolgt - dem Gattungsmuster des Schelmenromans gemäß - aus der Ich-Perspektive die Entwicklung und das Sichzurechtfinden eines Einfältigen, naiv-unschuldigen Protagonisten - der "jedem die Wahrheit so ungescheut sagt" - in einer verderbten Welt. . Simplicius' Leben ist eine unaufhörliche Wanderschaft. Er erfährt am eigenen Leib, dass nichts von Dauer ist, denn weder Glück noch Erfolg bleiben ihm treu. Kaum hat er sich durch List oder Gewalt ein Vermögen erworben, steht er wieder mit leeren Händen da. Gleichzeitig zeichnet Grimmelshausen ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse und der verkommenen feudalen Gesellschaftsstrukturen während des Dreißigjährigen Krieges. . Besonders hervorzuheben ist die musikalische "Untermalung" dieser Hörspielfassung, für die der Komponist Hans-Martin Majewski verantwortlich zeichnet. Majewski, einer der vielseitigsten und schaffensreichsten musikalischen Nestoren der Nachkriegszeit (er komponierte die Musik zu mehr als 200 Filmen und über 100 Hörspielen - u. a. "Die Brücke" von Bernhard Wicki), prägt diesem Hörspiel einen besonders wertvollen Stempel auf. Gitarren- und Lautenmusik (gespielt von Prof. Siegfried Behrend), Flötentöne und natürlich die Sackpfeife verleihen dem gesprochenen Wort zusätzliche Authentizität und sind harmonisch verbindendes Glied zwischen dem ausgezeichneten Sprecherensemble. . Der großartig aufgelegte "Pumuckl" Hans Clarin, der die Titelrolle des Simplicius markant und absolut glaubwürdig - mal schelmisch, mal ironisch - spricht, ja geradezu hervorzaubert und ihr eine ideale Gestalt gibt, rundet schließlich das vollkommen stimmige Bild der hervorragenden Inszenierung ab. . Fazit: Beinahe sieben Stunden allerfeinste und vergnügliche Unterhaltung sind dem Hörer dieser historischen Aufnahme aus dem Jahr 1963 gewiss. "Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" lässt viel über das Leben und die Anschauungen der Menschen während des Dreißigjährigen Krieges erfahren und hat auch über 300 Jahre nach seinem Entstehen - dank dieser hervorragenden akustischen Fassung - nichts von seinem Reiz verloren.

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