Hans Küng Jesus

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Inhaltsangabe zu „Jesus“ von Hans Küng

Vor Jahren hat Hans Küng in einzelnen Teilen von »Christ sein« das Bild, das das Christentum von seinem Stifter hat, wieder zum Leuchten gebracht. Neu gefasst bringen diese Texte ebenso den konkreten Jesus von Nazareth zum Vorschein wie seine ursprüngliche Botschaft, die unter jahrhundertelanger Dogmatisierung durch die Kirche gelitten hat. Für Glaubende und Nicht-Glaubende, für Nicht-Mehr-Glaubende oder Gern-Glauben-Wollende, aber von der kirchlichen Lehre Enttäuschte öffnet dieses Buch einen Zugang zu der Gestalt, die die Geschichte der Menschheit verändert hat.

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  • "Jesus war kein Mann des kirchlichen und gesellschaftlichen Establishments." (S.46)

    Jesus

    R_Manthey

    10. July 2015 um 09:29

    Was ist christlich? Mit dieser Frage beginnt das neue Buch von Hans Küng. Und es endet mit folgender Antwort: "In der Nachfolge Jesu Christi kann der Mensch in der Welt von heute wahrhaft menschlich leben, handeln, leiden und sterben; in Glück und Unglück, Leben und Tod gehalten von Gott und hilfreich den Menschen." Für mich als Außenstehenden wäre das etwas dünn. Küng geht in seinem Text darauf allerdings näher ein. Er fordert, allein dem historischen Jesus zu folgen und nicht dem von der katholischen Kirche dogmatisierten. Und in der Tat kann man sich Jesus kaum in Rom thronend oder im Papamobil reisend vorstellen. Doch ganz so einfach scheint die Sache nicht zu sein. Beim näheren Hinsehen und beim Lesen von Küngs Text versteht man die Schwierigkeiten, in denen katholische Theologen stecken, wenn sie das römische Dogma verlassen oder verlassen wollen. Jesus hat nichts hinterlassen. Heerscharen von Theologen interpretieren seit Jahrhunderten die Evangelien, die uns Botschaften Jesu vermitteln, die aber nicht von ihm, sondern von anderen niedergeschrieben wurden. Die Gleichnisse und Parabeln, die man im Neuen Testament findet, erweisen sich ohne Kenntnisse historischer Zusammenhänge als schwer verständlich. Ihre Interpretation wird von der Institution Kirche geliefert. Küng setzt seine dagegen. Es fällt jemandem, der mit der Sache weniger vertraut ist, allerdings sehr schwer, die Unterschiede zu entdecken. Das ist bedauerlich, da Küng sein Buch wohl auch als eine Antwort auf die Veröffentlichungen des gegenwärtigen Papstes sieht. Das Buch beginnt mit einem Kapitel, das der Autor "Das Besondere des Christentums" nennt. Ist man nicht Katholik, dann muss man die Erhöhung der katholischen Lehre über andere Religionen oder Weisheitslehren, wie sie der Autor vornimmt, schon als etwas befremdlich empfinden, zumal Küng auch Irrtümern erlegen ist. Beispielsweise bei seiner Bewertung des Buddhismus. Man sollte nicht unerwähnt lassen, dass dieses Buch zahlreiche überarbeitete Kapitel aus Küngs Buch "Christ sein" von 1974 enthält. Im zweiten Kapitel beschreibt der Autor dann, was der historische Jesus alles war und was nicht. An einer späteren Stelle liefert Küng folgende Zusammenfassung: "Für die Law-and-order-Leute erwies er sich als systemgefährdender Provokateur. Die aktivistischen Revolutionäre enttäuschte er durch seine gewaltlose Friedensliebe. Die passiv weltflüchtigen Asketen umgekehrt durch seine unbefangene Weltlichkeit. Den weltlich angepassten Frommen schließlich war er zu kompromisslos. Den Stillen im Land zu laut und den Lauten im Land zu leise, den Strengen zu mild und den Milden zu streng. Als offensichtlicher Außenseiter in einem lebensgefährlichen gesellschaftlichen Konflikt: im Widerspruch zu den herrschenden Verhältnissen und im Widerspruch zu denen, die ihnen widersprechen." Es folgen zwei Kapitel über das Gottes- und das Menschenbild, so wie es Küng aus dem Neuen Testament interpretiert. Im nächsten Kapitel geht es um den Tod Jesu und danach um die Auferstehungsgeschichte. Ich möchte niemandem in seinem Glauben zu nahe treten. Doch je länger ich in diesem Buch gelesen habe, umso auffälliger traten die Schwierigkeiten zutage, vor denen selbst kritische Theologen wie Küng stehen. Küng schreibt, dass die eigentliche christliche Bewegung erst relativ lange nach dem Tod Jesu entstand und ganz wesentlich mit der Auferstehungsgeschichte verbunden ist. In unserer Zeit, in der die Wissenschaftsgläubigkeit die Religion immer mehr verdrängt, wird es schwierig, die Auferstehung zu erklären. Küngs Deutungsversuche beweisen dies eindrucksvoll. Sein Jesus-Bild sollte ihn doch aber mutiger machen. Jesus selbst hat sich nie an Dogmen oder Gesetze gehalten, wenn er sie als unangemessen oder nicht mehr zeitgemäß empfand. Das jedenfalls schreibt Küng. An einem anderen Beispiel wird der Konflikt noch deutlicher. Jesus war, so Küng, gegen die Aufhebung einer einmal geschlossenen Ehe, weil er durch eine Scheidung die Frau im Nachteil sah. Die Zeiten haben sich aber geändert. Warum sollte man also an "Gesetzen" festhalten, die nicht mehr den gesellschaftlichen Umständen entsprechen? Jesus hätte das nach der Küngschen Interpretation jedenfalls nicht getan. An anderer Stelle verrenkt er sich beim Vater-Begriff im Zusammenhang mit Gott. Gott wäre geschlechtslos, schreibt er. Mit dem Ende der männlichen Interpretationsdominanz könnte Küng aber auch weibliche Priester in seiner Kirche fordern oder gegen das Eheverbot von katholischen Würdenträgern eintreten, was nicht nur dem modernen Leben entsprechen, sondern auch andere Probleme lösen würde, mit denen die katholische Kirche zu kämpfen hat. Davon habe ich jedoch in diesem Buch nichts gelesen. Es wäre doch noch nicht einmal besonders mutig, den historischen Kontext der Bibel einzuräumen, der schließlich auf der Hand liegt, und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, anstatt die Texte zu dogmatisieren und so eine immer breitere Kluft zwischen der gesellschaftlichen Realität von heute und dem katholischen Dogma zu riskieren. Offenbar aber befürchten selbst Theologen wie Küng dann einen Dammbruch. Bei aller Kritik habe ich aus der Systematik dieses Buches eine Menge gelernt. Ich möchte es nur ungern bewerten. Die Sterne gibt es für die Informationen, die dieser Text enthält.

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  • Rezension zu "Jesus" von Hans Küng

    Jesus

    WinfriedStanzick

    15. March 2012 um 09:17

    Das gerade erschienene neue Buch von Hans Küng wird Lesern bekannt vorkommen, die nach dem Jahr 1974 eine der unzähligen Auflagen seines dicken Wälzers „Christ sein“ gelesen haben. Für das vorliegende Buch hat er alle Kapitel aus seinem Standardwerk überarbeitet, die sich mit der Person und der Umwelt von Jesus von Nazareth befassen und sie in einem neuen, lesenswerten Buch zusammengestellt. Sein Ziel ist dabei, nach vielen Jahrzehnten einer neuen Generation, die noch mehr als die Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts sich von der Kirche abwenden, neu anzusprechen. „Gerade meine Kirchenkritik kommt, wie die so vieler Christen, aus dem Leiden an der Diskrepanz zwischen dem, was dieser geschichtliche Jesus war, verkündete, lebte, erkämpfte, erlitt, und dem, was heute die institutionelle Kirche mit ihrer Hierarchie repräsentiert. Diese Diskrepanz ist oft unerträglich groß geworden.“ Als evangelischer Theologe möchte ich hinzufügen, dass dieser Befund zwar auf die katholische Kirche hin ausgesprochen ist, dass aber auch evangelische Christen den Zusammenhang zwischen der Botschaft des historischen Jesus von Nazareth und dem in ihren Kirchen verkündeten Jesus Christus und dem Handeln und der Praxis ihrer Kirchen oft nicht mehr herstellen können. Obwohl es da sehr deutliche Unterschiede gibt, wie der zum Protestantismus konvertierte Publizist Arnd Brummer 2011 in seinem erhellenden Buch „Unter Ketzern. Warum ich evangelisch bin“ gezeigt hat. Das vorliegende Buch will das Bild, das das Christentum von seinem Gründer hat, wieder zu Leuchten und zum Leben bringen. Es will die durch die Jahrhunderte lange Dogmatisierung verdeckte ursprüngliche Botschaft Jesu hervorheben. Auch mit diesem neuen Buch, das man durchaus als eine Antwort auf das große Werk Josef Ratzingers, „Jesus Christus“ lesen kann, von dem bislang zwei Bände erschienen sind, und das den aus der Sicht Küng verkirchlichten, dogmatisierten Jesus beschreibt, will Küng einen neuen, befreiten Zugang schaffen zu der Person und den Handeln von Jesus. Dabei will er die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen. Menschen, die an die Botschaft Jesu vom liebenden Vatergott glauben, die , die es nicht mehr können und die, die es gerne (wieder) können möchten. Für ein theologisches Buch ist „Jesus“ sehr verständlich geschrieben und ist tatsächlich in der Lage, all den genannten unterschiedlichen Zielgruppen Anregungen und Zumutungen zu geben für eine erneute Beschäftigung mit einem Menschen, der der Menschensohn genannt wird, und der seit zwei Jahrtausenden die Gedanken und die Herzen der Menschen bewegt.

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