Hans Küng Sieben Päpste

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Inhaltsangabe zu „Sieben Päpste“ von Hans Küng

Sein Leben lang hat Hans Küng der katholischen Kirche gedient: als weltweit geachteter Theologe, als Priester und viel gelesener Autor. In dieser Zeit begegneten ihm eine Reihe von Päpsten. Nun blickt er zurück und schreibt über »seine« sieben Päpste: Den heftig umstrittenen Pius XII. und den großen Kirchenreformer Johannes XXIII., den »Pillenfeind« Paul VI., den 33-Tage-Papst Johannes Paul I., den »Wunderpapst« Johannes Paul II., natürlich über Benedikt XVI. und den amtierenden Papst Franziskus. Sieben Papstpersönlichkeiten, von Hans Küng meisterhaft porträtiert und kritisch gewürdigt.

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    Sieben Päpste
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. September 2015 um 11:34

    Kritische Bewertung Es sind beileibe nicht einfach Anekdoten oder das rein persönliche Ergehen Küngs im Lauf der Zeiten unter, besser „Im Angesicht“ von inzwischen sieben verschiedenen Päpsten, sondern Küng setzt sich ins einem neuen Werk aus seiner theologischen Sicht mit Person und theologischer Ausprägung der jeweiligen Päpste intensiv auseinander. Sei es das „christliche Trauerspiel“, das er Pius XII in der Frage zur Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus attestiert, sei es die „schwarze Woche des Konzils“, in der Paul VI. die Interessen der Kurie zumindest in den Augen vieler kritischer Beobachter des Konzils vor die der „Reformer“ stellt und damit wichtige, öffnende Weichenstellungen verhindert, für die eine Mehrheit durchaus in Sicht gewesen wäre. Wenig „gute Haare“ lässt Küng auch an Benedikt XVI, dem er seitenweise in Stichworten aneinandergereiht die „vertanen“ Chancen und die strikt konservativen Entscheidungen vorhält. Dabei nutzt Küng keineswegs einen rein polemischen Stil. Alle seine Bewertungen, Betrachtungen mitsamt seiner Hinweise auf die Folgen konkreter Entscheidungen und Haltungen der verschiedenen Päpste werden im Buch differenziert dargelegt und handfest unterlegt. Wobei im Lauf der Lektüre immer deutlicher wird, ganz unabhängig von den Stärken und Schwächen der konkreten Personen auf dem Stuhl Petri, dass der eigentliche „Gegner“ eines Katholizismus, wie Küng ihn versteht und befördern möchte, vor allem in der Kurie zu finden ist. Hier verortet Küng ein um das andere Mal Widerstände gegen Reformen, eine eiserne Hand bei den formalen Abläufen im „Gerüst“ er katholischen Kirche und einen ausgeprägten Willen zur Erhaltung des Status Quo und der damit einhergehenden Macht der Kurie (egal unter welchem Papst). Ein Tonfall, der bei der Bewertung Johannes Paul I., vor allem dessen Absichten und spürbarer Haltung, ins Positive verfällt (ohne hier ein Gesamtwerk würdigen zu können, zu kurz war die Dauer des Pontifikats und der vor allem im Blick auf den aktuellen Papst Franziskus in Küngs Augen sehr viele positive Ansätze und Linien findet. Weil, wie Küng attestiert, hier ein Papst wirkt, der eben „geistig nicht in einer Kirchenstruktur des Mittelalters lebt, der also keine mittelalterliche Theologie, Liturgie oder Kirchenverfassung vertritt“. So wird an der Beschreibung der Pontifikate, an der Auseinandersetzung mit „seiner“ katholischen Kirche und in den immer wieder einfließenden positiven Beschreibungen, was die Kirche in Küngs Augen an ihrer Spitze für eine Haltung und Persönlichkeit braucht, wieder einmal die grundlegende Ausrichtung der Reformtheologie Küngs deutlich und geschärft formuliert. Nicht, wie in vielen anderen seiner Bücher sehr ausführlich und breit, sondern in diesen sieben Betrachtungen auf den Punkt gebracht und thematisch benannt. Somit bildet dieses neue Werk auch einen guten Einstieg für all jene, die auch das Denken Hans Küngs (samt natürlich auch einiger seiner persönlichen Verflechtungen in dieses Abläufe und samt durchaus erkennbarer auch persönlichen Getroffen-Seins des Autors) im Überblick kennenlernen möchten, ohne sich zu den einzelnen theologischen Themen durch viele hundert Seiten der fachlichen Darlegung arbeiten zu wollen. Ein präziser Überblick, eine klar erkennbare Haltung und eine begründete kritische Bewertung der letzten sieben Päpste. Denen nicht jeder Leser zustimmen muss, die aber durchaus für jeden Interessierten lesenswert sind.

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