Hans Maier Böse Jahre, gute Jahre

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Inhaltsangabe zu „Böse Jahre, gute Jahre“ von Hans Maier

Hans Maier, der im Juni dieses Jahres achtzig wird, hat ein wunderbares, vornehm schönes Buch der Erinnerungen geschrieben. Es enthält nicht nur treffsichere, subtil geschliffene Portraits zahlreicher Menschen, denen er auf seinem Lebensweg begegnet ist – darunter Martin Heidegger, Franz Josef Strauß und Joseph Ratzinger. Zugleich bietet es Einblicke in die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Hans Maier als teilhabender Zeitzeuge miterlebt hat und mit großer atmosphärischer Dichte schildert.
Mit feinem Strich schildert Maier den Weg des Freiburger Buben, der bei der verwitweten Mutter und den beiden Schwestern in bescheidenen Verhältnissen aufwächst und NS-Zeit, Krieg und Trümmerjahre erlebt, zum Professor und Kultusminister im Kabinett von Franz-Josef Strauß. Aus der Ambivalenz seiner Erfahrungen mit der Politik macht er dabei keinen Hehl. Doch vor allem schildert er mit geradezu literarischer Genauigkeit die unterschiedlichen Milieus der Wissenschaft, der Politik, der Kirche und der Kultur mit ihren Eigenheiten. Sein Buch ist weit mehr als nur die Geschichte eines ungewöhnlich vielseitigen Mannes. Es fängt anschaulich wie nur wenige Memoiren die Stimmung früherer Zeiten ein und wird so zu einer geistvollen, unterhaltsamen, lehrreichen Reise in die Vergangenheit.

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  • Rezension zu "Böse Jahre, gute Jahre" von Hans Maier

    Böse Jahre, gute Jahre

    Kreisrundes_Quadrat

    05. February 2013 um 22:44

    Eine recht zwiespältige Autobiographie. Ohne Zweifel kann Hans Maier auf ein sehr bewegtes Leben zurückschauen. Ausführlich erzählt er von seiner KIndheit und Jugend, der Zeit als Akademiker und Politiker. Dabei zeichnet er auch ein Bild der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wunderbar ist, dass er in einem Kapitel auch seine Töchter zu Wort kommen lässt. Deren Erfahrungen in ihrer Schulzeit als Kinder des Kultusministers gewähren einen privaten Blick auf die stark in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeit. Mich hat dieses Buch leider streckenweise eher gelangweilt. Das lag vermutlich an dem Schreibstil. Einen sachlich-nüchternen Stil weiß ich bei einer Autobiographie durchaus zu schätzen, aber dieses Buch fand ich stellenweise einfach nür dröge und musste mich zwingen weiterzulesen. Schon während des Lesens habe ich bedauert, dass mich der Text nicht mehr fesselt, da Maiers Leben an sich wirklich spannend und erzählenswert ist. Jedem der sich für deutsche Geschichte interessiert kann ich nur empfehlen sich zu diesem Werk selbst eine Meinung zu bilden. Wie man einen Schreibstil empfindet ist ja nun wirklich Geschmackssache. Und eine wahre Fundgrube an Fakten ist diese Autobiographie allemal.

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  • Rezension zu "Böse Jahre, gute Jahre" von Hans Maier

    Böse Jahre, gute Jahre

    WinfriedStanzick

    13. April 2011 um 12:15

    Wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag macht sich der ehemalige bayerische Kultusminister (1970-1986) und Professor für politische Wissenschaft Hans Maier selbst das schönste Geschenk. In seiner hier im C.H. Beck Verlag, der schon seine Gesammelten Werke in fünf Bänden verlegt hat, veröffentlichte Autobiographie, erzählt er sein Leben. Aufgewachsen in Freiburg, wo seine verwitwete Mutter ihn zusammen mit zwei Schwestern in bescheidenen Verhältnissen groß zieht, erlebt er als junger Mensch die bösen Jahre der NS-Zeit , des Krieges und der Trümmerjahre nach dem Krieg. Er studiert und wird später Professor und dann für lange Zeit Kultusminister in Kabinett von Franz-Josef Strauß, einem der umstrittensten Politiker der damaligen Zeit. Maier schildert sein Verhältnis zu ihm und auch generell zur Politik als ambivalent. Denn er als intellektueller Geist und überzeugter Konservativer und Katholik konnte mit der Art und Weise der Strauß`schen Politik oft nicht viel anfangen. Hans Maier ist nicht nur ein hervorragender und auch von seinen Gegnern geachteter Hochschullehrer gewesen, sondern er hat, auch durch seine Präsidentschaft des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, sich bei Politikern anderen Parteien eine hohe Achtung erworben. Mit großer Dichte fängt Hans Maier in diesem Buch die deutsche Nachkriegsgeschichte ein, und gibt viele Einblicke in die Welt der Politik, die für ihn, den Gelehrten, immer nur ein Standbein unter vielen war, und die ihm nie sein Leben bedeutet hat. Mit Humor und Geist schafft es Hans Maier die Stimmung dieser Zeiten, der bösen und der guten Jahre einzufangen und so nicht nur eine ehrliche Bilanz seines Lebens zu ziehen, sondern den Leser auch auf eine unterhaltsame und lehrreiche Reise durch die Geschichte unseres Landes mitzunehmen. Ein beeindruckender Konservativer, der sich treu geblieben ist.

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