Hans Meyer zu Düttingdorf

 4.5 Sterne bei 20 Bewertungen

Alle Bücher von Hans Meyer zu Düttingdorf

Unsere Seite des Himmels

Unsere Seite des Himmels

 (14)
Erschienen am 15.09.2017
Das Bandoneon

Das Bandoneon

 (6)
Erschienen am 21.09.2015

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Rezension zu "Unsere Seite des Himmels" von Hans Meyer zu Düttingdorf

unsere Seite des Himmels
robbylesegernvor 5 Monaten


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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Unsere Seite des Himmels" von Hans Meyer zu Düttingdorf

Henriette kehrt zurück ...
HEIDIZvor 10 Monaten

Taschenbuch: 448 Seiten

Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (15. September 2017)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3746633796

ISBN-13: 978-3746633794

Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3,8 x 20,5 cm

PREIS: 12,99 Euro

 

Henriette und Hans sind unsere Protagonisten. Wir lernen sie im Küstrin des Jahres 1941 kennen. Sie sind unzertrennlich seit Kindertagen. Plötzlich sind sie nicht nur Freunde, sie verlieben sich ineinander, aber Henriette ist Jüdin. Die Lage wird immer prekärer und Henriette muss mit ihrer Familie flüchten. Die Wege gehen auseinander. Küstrin ist eine Kleinstadt im heutigen Polen. Henriette überlebt die Schrecken und kehrt gemeinsam mit ihrer Enkelin zurück - nach Jahrzehnten  - was wird sie in ihrer alten Heimat wieder finden und wen? Kann sie Hans noch einmal treffen?

 

Der Autor schreibt emotional und lebendig, man kann sich sehr gut in die Szenen und die Charaktere hineinversetzen, die Trennung, als Henriette mit ihrer Familie flüchten muss, die Gefühle, als sie zurückkehrt ....

 

Leseprobe:
========

 

"Aber besser als Schule."

"Das stimmt."

"Und vor allem besser als diese zwei Stunden nationalpolitischer Unterricht."

"Das stimmt auch. Aber die anderen beiden Stunden Nadelarbeit für uns Mädchen sind nicht schlecht."

"Werkunterricht auch."

...

Die sonnengetränkten Sommerwochen waren vorbei, und der Herbst kündigte sich an. Schon sammelten sich trockene Blätter unter der Treppe der Kleeblattbande. Die vier Kinder saßen beieiander, lange würden sie nicht mehr draußen spielen können. ...

 

Mich hat dieses Buch bestens unterhalten. Man nimmt dem Autor seine Geschichte ab, als wäre sie genauso passiert. Sicher ist sie irgendwie ähnlich mehrfach passiert. Charaktere und Szenen sind so bildhaft dargestellt, dass man annimmt, anders konnte es nicht sein.

 

Packend und fesselnd beschreibt für mich das Lesevergnügen am besten. Man lebt und leidet und liebt mit den Charakteren, meint, sie persönlich zu kennen. Neben der fiktiven Geschichte sind die damalige Zeit und ihre politischen Belange sehr glaubwürdig authentisch eingearbeitet, es passt alles perfekt.

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Rosenmadls avatar

Rezension zu "Unsere Seite des Himmels" von Hans Meyer zu Düttingdorf

erschreckend und berührend zugleich
Rosenmadlvor 10 Monaten

Inhalt:


Henriette und Hans sind schon seit 1941 im schönen Küstrin die engsten Freunde. Mit Charlotte und Karl nennen sie sich die Kleeblatt-Bande. Doch Henriette ist Jüdin und bekommt immer mehr den Hass und das Leid zu spüren, dass ihrer Familie widerfährt. Wie könnte sie in so einer Situation ihre Liebe zu Hans wachsen lassen.

Als die Lage sich immer schlimmer zuspitzt wird es für ihre Familie unerträglich in dem schönen Dorf und man ist gewzungen zu flüchten.


Jahrzehnte später kehrt Henriette wieder nach Küstrin, oder dem was davon noch übrig geblieben ist, zurück und hat nur einen Wunsch: Endlich ihren geliebten Hans wieder zu finden.



Meine Meinung: 


Erschreckend und berührend zugleich vermittelt mir der Autor die Eindrücke eines jüdischen Lebens unter Hitler. Vor allen Dingen Kinder, die eigentlich nichts unrechtes im Sinn haben, die noch gerne leben, die von all dem verschont bleiben sollten, hatten es oftmals nicht leicht. Nicht leicht das Leid ihrer Eltern mit ansehen zu müssen. Und schon im kindlichen Alter benehmen sie sich so wie Erwachsene es täten. Denn Grauenvolles zu erleben lässt einem schnell erwachsen werden.

So habe ich auch das Gefühl bei Henriette. Erst das unbekümmerte Kind, dann die vielen Schicksalsschläge, die sie im hohen Alter auch immer noch nicht loslassen. Man muss sie einfach ins Herz schließen, es geht nicht anders.


Gerne hätte ich aber noch viel viel mehr von ihr und ihrem Leben in Buenos Aires erfahren. Das bleibt bei dieser Geschichte leider völlig auf der Strecke. Da hätten sich eventuell einige Bänder mehr gelohnt.


"Unsere Seite des Himmels" war für mich von Anfang an ein Wohlfühlbuch. Ein Wohlfühlbuch wegen dem gefühlvollen Schreibstil, den wunderbar gezeichneten Charakteren und der liebevollen Henriette. An keiner Stelle habe ich mich gelangweilt, an keiner Stelle wollte ich was anderes tun als immer nur weiter zu lesen.



Fazit: 


Es häufen sich in letzter Zeit (habe ich das Gefühl) Bücher über die Zeit Hitlers und den zweiten Weltkrieg. Und obwohl ich schon soviel darüber gelesen habe, werde ich diesen Geschichten gegenüber nicht müde, aber nur, wenn ein Autor es versteht mich mit zu reißen und eine prägnante gefühlvolle Liebesbeziehung mit ein zu bauen. Dies hat "Hans Meyer zu Düttingdorf" in meinen Augen geschafft und bis auf ein paar einzelne Stellen oder Szenen, von denen ich wirklich sehr gerne viel viel mehr erfahren hätte, vergebe ich dennoch diesem wundervollen Buch ganze



4,5 Sterne !

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