Unsere Seite des Himmels

von Hans Meyer zu Düttingdorf 
4,6 Sterne bei14 Bewertungen
Unsere Seite des Himmels
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heidi_59s avatar

Ergreifender Roman über das Schicksal und Weiterleben einer vom NS verfolgten Familie aus Küstrin . ~ Schalom Henriette , Schalom ~

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Kurzweilig lebendiges Lesevergnügen - emotional authentisch

Alle 14 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Unsere Seite des Himmels"

Solange die Liebe uns gehörte Küstrin, 1941: Schon als Kinder waren Henriette und Hans unzertrennlich, dann werden sie ein Paar – es ist die große Liebe. Doch sie muss geheim bleiben, denn Henriette ist Jüdin. Als die politische Lage sich zuspitzt, entschließt sich ihre Familie zur Flucht. Doch nur Henriette erhält ein Visum … Knapp 80 Jahre später kehrt Henriette zurück. Noch einmal möchte sie ihre alte Heimat sehen. Aber vor allem will sie eins: endlich Hans wiederfinden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783841214263
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:448 Seiten
Verlag:Aufbau Digital
Erscheinungsdatum:15.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    robbylesegernvor 4 Monaten
    unsere Seite des Himmels


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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzweilig lebendiges Lesevergnügen - emotional authentisch
    Henriette kehrt zurück ...

    Taschenbuch: 448 Seiten

    Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (15. September 2017)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 3746633796

    ISBN-13: 978-3746633794

    Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3,8 x 20,5 cm

    PREIS: 12,99 Euro

     

    Henriette und Hans sind unsere Protagonisten. Wir lernen sie im Küstrin des Jahres 1941 kennen. Sie sind unzertrennlich seit Kindertagen. Plötzlich sind sie nicht nur Freunde, sie verlieben sich ineinander, aber Henriette ist Jüdin. Die Lage wird immer prekärer und Henriette muss mit ihrer Familie flüchten. Die Wege gehen auseinander. Küstrin ist eine Kleinstadt im heutigen Polen. Henriette überlebt die Schrecken und kehrt gemeinsam mit ihrer Enkelin zurück - nach Jahrzehnten  - was wird sie in ihrer alten Heimat wieder finden und wen? Kann sie Hans noch einmal treffen?

     

    Der Autor schreibt emotional und lebendig, man kann sich sehr gut in die Szenen und die Charaktere hineinversetzen, die Trennung, als Henriette mit ihrer Familie flüchten muss, die Gefühle, als sie zurückkehrt ....

     

    Leseprobe:
    ========

     

    "Aber besser als Schule."

    "Das stimmt."

    "Und vor allem besser als diese zwei Stunden nationalpolitischer Unterricht."

    "Das stimmt auch. Aber die anderen beiden Stunden Nadelarbeit für uns Mädchen sind nicht schlecht."

    "Werkunterricht auch."

    ...

    Die sonnengetränkten Sommerwochen waren vorbei, und der Herbst kündigte sich an. Schon sammelten sich trockene Blätter unter der Treppe der Kleeblattbande. Die vier Kinder saßen beieiander, lange würden sie nicht mehr draußen spielen können. ...

     

    Mich hat dieses Buch bestens unterhalten. Man nimmt dem Autor seine Geschichte ab, als wäre sie genauso passiert. Sicher ist sie irgendwie ähnlich mehrfach passiert. Charaktere und Szenen sind so bildhaft dargestellt, dass man annimmt, anders konnte es nicht sein.

     

    Packend und fesselnd beschreibt für mich das Lesevergnügen am besten. Man lebt und leidet und liebt mit den Charakteren, meint, sie persönlich zu kennen. Neben der fiktiven Geschichte sind die damalige Zeit und ihre politischen Belange sehr glaubwürdig authentisch eingearbeitet, es passt alles perfekt.

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    Rosenmadls avatar
    Rosenmadlvor 9 Monaten
    erschreckend und berührend zugleich

    Inhalt:


    Henriette und Hans sind schon seit 1941 im schönen Küstrin die engsten Freunde. Mit Charlotte und Karl nennen sie sich die Kleeblatt-Bande. Doch Henriette ist Jüdin und bekommt immer mehr den Hass und das Leid zu spüren, dass ihrer Familie widerfährt. Wie könnte sie in so einer Situation ihre Liebe zu Hans wachsen lassen.

    Als die Lage sich immer schlimmer zuspitzt wird es für ihre Familie unerträglich in dem schönen Dorf und man ist gewzungen zu flüchten.


    Jahrzehnte später kehrt Henriette wieder nach Küstrin, oder dem was davon noch übrig geblieben ist, zurück und hat nur einen Wunsch: Endlich ihren geliebten Hans wieder zu finden.



    Meine Meinung: 


    Erschreckend und berührend zugleich vermittelt mir der Autor die Eindrücke eines jüdischen Lebens unter Hitler. Vor allen Dingen Kinder, die eigentlich nichts unrechtes im Sinn haben, die noch gerne leben, die von all dem verschont bleiben sollten, hatten es oftmals nicht leicht. Nicht leicht das Leid ihrer Eltern mit ansehen zu müssen. Und schon im kindlichen Alter benehmen sie sich so wie Erwachsene es täten. Denn Grauenvolles zu erleben lässt einem schnell erwachsen werden.

    So habe ich auch das Gefühl bei Henriette. Erst das unbekümmerte Kind, dann die vielen Schicksalsschläge, die sie im hohen Alter auch immer noch nicht loslassen. Man muss sie einfach ins Herz schließen, es geht nicht anders.


    Gerne hätte ich aber noch viel viel mehr von ihr und ihrem Leben in Buenos Aires erfahren. Das bleibt bei dieser Geschichte leider völlig auf der Strecke. Da hätten sich eventuell einige Bänder mehr gelohnt.


    "Unsere Seite des Himmels" war für mich von Anfang an ein Wohlfühlbuch. Ein Wohlfühlbuch wegen dem gefühlvollen Schreibstil, den wunderbar gezeichneten Charakteren und der liebevollen Henriette. An keiner Stelle habe ich mich gelangweilt, an keiner Stelle wollte ich was anderes tun als immer nur weiter zu lesen.



    Fazit: 


    Es häufen sich in letzter Zeit (habe ich das Gefühl) Bücher über die Zeit Hitlers und den zweiten Weltkrieg. Und obwohl ich schon soviel darüber gelesen habe, werde ich diesen Geschichten gegenüber nicht müde, aber nur, wenn ein Autor es versteht mich mit zu reißen und eine prägnante gefühlvolle Liebesbeziehung mit ein zu bauen. Dies hat "Hans Meyer zu Düttingdorf" in meinen Augen geschafft und bis auf ein paar einzelne Stellen oder Szenen, von denen ich wirklich sehr gerne viel viel mehr erfahren hätte, vergebe ich dennoch diesem wundervollen Buch ganze



    4,5 Sterne !

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Rückkehr in die alte Heimat


    Küstrin in Pommern, Anfang der 40er Jahre. Hans und Henriette waren bereits als Kinder unzertrennlich, später wurde es Liebe. Doch die Tatsache, dass Henriette jüdischen Glaubens ist, lässt sie ihre Liebe verheimlichen. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt, beschließen Henriettes Eltern, ihre Tochter nach Argentinien zu schicken. 


    Viele, viele Jahre später möchte Henriette ihre alte Heimat wiedersehen und noch mehr - sie will endlich ihre erste große Liebe Hans wiedersehen. Mit Ende 90 reist Henriette mit Rachel, ihrer Enkelin, nach Berlin - unter dem Vorwand, den Abschluss Rachels zu feiern. Doch besteht nach so vielen Jahrzehnte tatsächlich noch eine realistische Chance, die Menschen von früher zu finden?
    Die alte Dame, die Zeit ihres bisherigen Lebens nicht über ihre deutsche Vergangenheit gesprochen hat, wird mit einer regelrechten Flut von Erinnerungen konfrontiert. Vor allem an glückliche Kindertage - als sie gemeinsam mit ihren Freunden Hans, Charlotte und Karl eine ganze Menge erlebt hat...


    Der Autor verwebt sehr gekonnt die unterschiedlichen Blickwinkel - zum einen die Erlebnisse von Rachel und Henriette, zum anderen die der jungen Henriette, die mit ihrer kleinen Bande eine unbeschwerte Kindheit hat und die der jungen Frau, die nach Argentinien fliehen muss und deren Familie zerbricht. Dadurch bleibt Raum für spannende Spekulationen und Hoffnungen - selbstverständlich alle im Rahmen der historischen Fakten, die Hans Meyer zu Düttingdorf als Rahmenhandlung einfließen lässt. Vor allem, weil der Autor diese auf die menschliche Ebene herunterbricht und so sehr einfühlsam von den menschlichen Veränderungen erzählt, die die schwärzeste Zeit des 20. Jahrhunderts quasi mit sich gebracht hat. 


    Allen voran hat mich Henriette bewegt. Eine mutige Frau, die viel zu viele Schicksalsschläge erleben musste. Alleine die Tatsache, völlig auf sich alleine gestellt in einem anderen Land, ja, sogar einem komplett anderen Kontinent zurecht kommen zu müssen. Ich konnte gut verstehen, dass sie - nachdem sie aus ihrem bisherigen Leben entrissen wurde - ihre Vergangenheit in ihrem Herzen verschlossen hatte. Es war vermutlich viel zu schwer für sie, darüber zu sprechen... Doch als alte Dame möchte sie noch einmal zum Anfang zurückkehren und vielleicht so etwas wie Frieden schließen - soweit so etwas überhaupt möglich ist.
    Rachel hingegen ist in meinen Augen die junge Frau, die Henriette damals auch hätte sein können, wenn sie nicht derart entwurzelt worden wäre. Umso bemerkenswerter, dass Henriette trotz all dem nicht nur gerettet wurde, sondern ihren Weg gegangen ist - so gut es mit ihren Verlusten eben ging.


    Für mich ist "Unsere Seite des Himmels" ein bemerkenswertes Gesamtpaket, weil es eben nicht nur eine alte Liebesgeschichte erzählt, sondern sehr emotional und berührend das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet - anhand der Auswirkungen auf unschuldige Menschen, deren Leben für immer geprägt wurde. Gerade die Romanfiguren - allen voran natürlich Henriette - sind derart liebenswert und authentisch gezeichnet, dass mich ihre Erlebnisse, ihre Veränderungen und ihr Schicksal sehr berührt hat.
    Dieser Roman unterhält nicht nur blendend, sondern hält auch die Erinnerung an eine Zeit wach, die wir nie vergessen dürfen!

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor einem Jahr
    Eine emotionale Lebensreise

    Die fast 100-jährige Henriette reist mit ihrer Urenkelin Rachel vom uruguayischen Montevideo nach Berlin, um Rachels Abschluss zu feiern. Doch was Rachel nicht weiß, Henriette ist gebürtige Deutsche und stammt aus Küstrin. Sie wurde von ihren Eltern während des zweiten Weltkrieges allein nach Argentinien geschickt, um sie vor den Nazis zu retten, denn Henriettes Familie waren Juden. Henriette hat niemals über die damalige Zeit und ihre Familie gesprochen, es regelrecht geheim gehalten, so weiß ihre Familie nichts von ihren ehemaligen Wurzeln. Ihre Rückkehr nach 80 Jahren nach Deutschland setzen viele Erinnerungen in Henriette frei, vor allem an ihre alten Kinder- und Jugendfreunde, die sogenannte Kleeblattbande, die immer zusammen hielten und vielen miteinander erlebten. Ihr gehörten Charlotte, Karl und Hans an. Hans war Henriettes erste große Liebe. Ob sie ihn wohl doch noch wiederfindet?

    Dr. Hans Meyer zu Düttingdorf hat mit seinem Buch „Unsere Seite des Himmels“ einen sehr ergreifenden, gefühlvollen und spannenden Roman vorgelegt, der wie ein Zeitzeugnis wirkt und ein wahrer Pageturner ist. Der Schreibstil ist flüssig, sehr realitätsnah und voller Emotionen. Der Roman wird aus der Sicht von Henriette in der dritten Person erzählt. Wechselnde Kapitel erzählen mal von den gegenwärtigen Reiseerlebnissen und Nachforschungen von Henriette und Rachel, mal von der Vergangenheit Henriettes zur Vorkriegszeit und den Zuständen während des 2. Weltkrieges. Der Spannungsbogen wird zuerst langsam aufgebaut, steigert sich während der Geschichte aber immer weiter in die Höhe, wobei der Leser genügend Raum für eigene Spekulationen und Gedanken hat, wie wohl alles enden wird. Der historische Hintergrund wurde vom Autor gut recherchiert und mit der Handlung verwebt. Die damalige Judenverfolgung in einem kleinen Ort wird ebenso thematisiert, wie die Entfremdung von ehemaligen Freunden und Nachbarn sowie die vereinzelten, die auf eigene Gefahr denen Hilfe leisteten, die geächtet wurden und zeigen eine gespaltene Gesellschaft auf, die sowohl Angst und Schrecken verbreitet, aber auch Hoffnung durchschimmern lässt.

    Die Charaktere sind sehr liebevoll und individuell ausgestaltet worden. Sie wirken lebendig und sehr authentisch, der Leser durchlebt mit ihnen die gesamte Palette der Gefühle. Henriette ist eine sehr sympathische Frau, die ein sehr bewegtes Leben führte. Viele Schicksalsschläge musste sie durchleben und die Verleugnung ihrer wirklichen Identität hat sie ihr Leben lang begleitet. Doch am Ende ihres Lebens möchte sie mit einigen Dingen Frieden schließen und sich Gewissheit verschaffen. Der Leser lernt Henriette als junges Mädchen innerhalb ihrer Familie kennen und begleitet sie bis hin zur jungen Frau, die mutterseelenallein in einem fremden Land zurechtkommen muss. Sie ist eine zurückhaltenden, aber auch mutige Frau, die sich irgendwann auflehnt und Widerstand leistet, doch am Ende sich ein Leben lang aus Angst selbst verleugnet. Rachel ist eine junge Frau, die von dem Leben ihrer Urgroßmutter überhaupt keine Ahnung hat. Sie ist lebenslustig, fröhlich, dabei hilfsbereit und optimistisch. Charlotte, Karl und Hans sind Henriettes Freunde, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verstehen sich die vier sehr gut und stehen füreinander ein. Auch die anderen Charaktere wie z.B. Frau Dr. Hehn oder auch Herr Rieger bleiben dem Leser im Gedächtnis aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Einstellung. Sie alle machen die Geschichte rundum lebendig und sehr real.

    „Unsere Seite des Himmels“ ist ein sehr fesselnder und emotionaler Roman über Deutschlands unrühmlichste Zeit der Geschichte. Gleichzeitig ist es eine Familien- und Liebesgeschichte, gespickt mit Geheimnissen und Gefühlen. Alle, die sich gern in andere Zeiten träumen und gefühlvolle Geschichten lieben, werden hier auf jeden Fall wunderbar unterhalten. Absolute Leseempfehlung für eine Entdeckung und ein wirkliches Highlight!!!

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    heidi_59s avatar
    heidi_59vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ergreifender Roman über das Schicksal und Weiterleben einer vom NS verfolgten Familie aus Küstrin . ~ Schalom Henriette , Schalom ~
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    Katjuschkas avatar
    Katjuschkavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Shalom Henriette Shalom
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    KENAvor 3 Monaten
    C
    CKsnoopyvor 4 Monaten
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    tauchmaus13vor 5 Monaten

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